Georgische Amphorenweine — Vini georgici d’anfora

Geschrieben von am 30. Dezember 2011 | Abgelegt unter Keller - Cantina

So, nun habe auch ich erstmals Amphorenwein gekostet. Anlässlich unseren Wienaufenthalts konnte ich im Atelier des georgischen Künstlers Giorgi Okropiridse Weine aus seiner Heimat kennenlernen. Warum sind derzeit die Weine aus Kachetien, der östlichsten Region am Fuß des Kaukasus in aller Munde? Weil Georgien als die Wiege des Weinanbaus betrachtet wird und weil die dortige traditionelle Ausbaumethode Tonamphoren, die Quevri, als Behälter vorsieht.

Bene, adesso ho anch’io degustato per la prima volta un vino delle anfore. Infatti, all’occasione del mio soggiorno a Vienna nello studio dell’artista georgico Giorgi Okropiridse ho fatto conoscenza   con i vini della sua patria. Come mai al momento si parla tanto die vini della Cachezia, la regione più orientale ai piedi del Caucaso? Perchè si considera la Georgia come culla della viticoltura e perchè la vinificazione tradizionale prevede l’utilizzo di anfore di terracotta.

Die präsentierten Weine waren vom Betrieb Pheasant’s Tears. Direkte Kostnotizen habe ich mir keine gemacht, die wichtigsten Eindrücke dieser kleinen, sicher nicht repräsentativen Probe, auf die ich aber sehr neugierig war, — zu oft habe ich von dieser Herstellungsmethode inzwischen gehört — habe ich aber noch gut im Kopf: die Farbe der Weißweine war etwas intensiver als wir im mitteleuropäischen Durchschnitt so gewohnt sind, aber ohne Brauntöne. Auch die Rotweine waren durch eine normale Farbe charakterisiert, welche der mittelschwerer Rotweine entspricht. Im Geruch waren sie alle in jedem Fall technisch einwandfrei. Das Aroma der Weißweine war aber nicht so sehr fruchtig, sondern von Gerüchen geprägt, die eher an getrocknetes Gras erinnerten. Die Rotweine wiesen leicht oxidative, aber durchaus noch angenehme Aromen wie nach getrocknete Pflaumen auf. Bei beiden Typologien war der olfaktorische Eindruck von geringer Intensität, die beschriebenen Gerüche sprangen einem eigentlich nicht direkt ins Gesicht. Das Mundgefühl der Weißweine war angenehm und von einer gewissen Länge gekennzeichnet, sie waren aber auch etwas gerbig und pelzig, aber nie bitter. Etwas konformer im Geschmack waren die Rotweine; von mittlerer Fülle und auch etwas gerbstofflastig, aber dort erwartet man sich ohnehin einen Abgang der mehr von  Polyphenolen geprägt ist.

I vini proposti erano dell’azienda Pheasant’s Tears. Non mi sono fatto delle dettagliate note ma in via sommaria mi ricordo ancora bene le impressioni sensoriali, tanto curioso ero di assaggiare finalmente questi vini di cui metodologia di produzione ho sentito così spesso raccontare: i colori dei vini bianchi erano un po‘ più intensi di quelli che siamo normalmente abituati ma senza alcuni riflessi brunastri. Anche i vini rossi erano caratterizzati da un colore normale che corrisponde a quello dei nostri vini rossi di media consistenza. L’aroma di tutti i vini dal punto di vista tecnico era corretto, privo di alcun diffetto. I vini bianchi erano caratterizzati non tanto da sentori fruttati ma piuttosto da odori di tipo fieno. I vini rossi erano caratterizzzati da leggere ossidazioni che però erano piacevoli e facevano ricordare la prugna secca. In tutte le due tipologie l’intensità aromatica era molto decente, nessun vino ti saltava in faccia. Il sentore in bocca dei bianchi era gradevole, di una certa lunghezza, ma erano anche un po‘ tannici ma mai amari. Più conformisticci era il sapore dei rossi; di media consistenza ed anche ricchi di polifenoli, ma nei vini rossi ci si aspetta anche un retrogusto marcato dai polifenoli.

Zusammenfassend kosteten wir ordentliche Weine die weitaus konventioneller (bitte wertfrei verstehen!) schmeckten, als ich mir erwartet habe. Das, was sie am ehesten von den gewohnten Produkten unterschieden, war der besonders bei den Weißweinen erhöhte Gerbstoffanteil und die tendenziell höhere Oxidationsgrad. Diese Eigenheit dürften m.E. nicht so sehr auf den Amphorenausbau zurückzuführen sein, sonder eher auf die Tatsache, dass gemäß der dortigen Tradition bei jedem Wein auch das Traubengerüst und die Schalen mitvergoren werden. Hier kann man mehr über diese Art der Weinbereitung nachlesen, wobei der Artikel für meinem Geschmack etwas zu weinromantisierend geschrieben ist.

Riassumendo abbiamo degustato dei vini buoni che assomigliavano più ai vini convenzionali di quanto mi aspettavo. Quello che li distingueva di più era il maggior contenuto di sostanze polifenoliche specialmente nei vini bianchi ed il livello di ossidazione maggiore. Queste peculiarità sono secondo me però non da ricondurre alla vinificazione in anfora ma piuttosto al fatto che secondo la tradizione georgica le vinificazioni avvengono sia nel caso dei vini bianchi che dei rossi in presenza dei rachide e delle bucce. 

Es wird interessant bleiben, die Entwicklung des Weinbaulandes Georgien weiter zu verfolgen. Wie werden die Weinbauern dort in der Zukunft mit der vielfältigen Tradition umgehen? Werden sie die enorme ampelographische Vielfalt auch längerfristig zu nutzen wissen oder wird sich die weinbauliche Einzigartigkeit in einer önofolkloristischen Interpretation des Amphorenausbaus erschöpfen?

Resterà molto interessante osservare l’evoluzione della regione viticola della Georgia. Come i viticoltori gestiranno le ricche tradizioni del posto? Sapranno sfruttare con successo anche a lungo termine l’enorme moltitudine ampelografica o la loro unicità si esaurirà in un’interpretazione enofolcloristica della vinificazione in anfore?

Bildquelle/Immagine tratta daPheasant’s Tears.

 

2 Kommentare zu “Georgische Amphorenweine — Vini georgici d’anfora”

  1. am 30. Dezember 2011 um 12:33 1.Andrea schrieb …

    Ti confesso Armin che la prima volta, non molto tempo fa, che ho degustato con amici una delle ultime annate disponibili di Breg Anfora di Gravner sono rimasto molto colpito. In senso positivo, intendo.

    Ich muss zugeben Armin, als vor gar nicht langer Zeit mit Freunden die letzen verfügbaren Jahrgänge des Breg Anfora von Gravner gekostet habe, war ich von den Weinen sehr berührt. Im positiven Sinne meine ich.

  2. am 30. Dezember 2011 um 21:49 2.Antonietta D'Onghia schrieb …

    Sono un’estimatrice della filosofia produttiva di Gravner e dopo aver partecipato a maggio scorso a due verticali AIS, condotte da Josko, di Ribolla (2002-2005) e Breg Anfora (2002-2005) anch’io ne sono rimasta colpita positivamente, sebbene un iniziale smarrimento circa le intense tonalità quasi da meditazione e la mancata corrispondenza tra le sensazioni olfattive e quelle gustative ma che poi han trovato giustificazione nei lunghi tempi di macerazione delle uve bianche… nella vinificazione in anfora sicuramente… e nello scorrere lento del tempo e delle fasi lunari… „il vero lusso in enologia è non avere mai fretta!“

    Ich schätze die Produktionsphilosophie von Gravner und nachdem ich letzen Mai an zwei Vertikalen der AIS teilgenommen habe, welche von Josko geleitet wurden und wo wir Ribolla (2002-2005) und Breg Anfora (2002-2005) gekostet haben, war auch ich positiv von den Weinen betroffen. Auch wenn ich anfänglich etwas verwirrt war wegen der intensiven, fast meditativen Farbe und der mangelnden Übereinstimmung zwischen den geruchlichen und geschmacklichen Eindrücken, welche von den langen Mazerationszeiten der weißen Trauben herrühren… von der Vinifizierung in den Amphoren sicherlich… vom langsamen Durchlaufen der Zeit und der Mondphasen… „Der wahre Luxus in der Önologie ist es nie eilig zu haben!“