Schluss mit lustig — Basta scherzare

Geschrieben von am 31. Oktober 2012 | Abgelegt unter Weingarten - Vigneto


Pflan­zen­schutz­mä­ßig bin ich heuer sicher­lich an meine Gren­zen gesto­ßen. Zumin­dest zwi­schen­zeit­lich; der Zustand der abge­bil­de­ten Char­don­nay-Reben bei der Ernte zeigt es klar. Wie schon recht aus­führ­lich vori­ges Jahr berich­tet habe, prak­ti­ziere ich den Inte­grier­ten Pflan­zen­schutz. Meine Maxime ist, so sel­ten wie mög­lich Pflan­zen­schutz­mit­tel aus­zu­brin­gen. Dafür wird gegen unse­ren Haupt­feind, die Pero­no­s­pora, nur gezielt vor­beu­gend gespritzt d.h. unmit­tel­bar vor pro­gnos­ti­zier­ten Regen­fäl­len, wobei sich der Bekämp­fungs­be­ginn am Erschei­nen der Ölfle­cken der Pri­mär­in­fek­tion ori­en­tiert.

Circa la difesa della vite ho toc­cato quest’anno sicur­amente i miei limiti. Almeno a breve ter­mine; la foto ripresa alla ven­dem­mia dello Char­don­nay è uni­voca. Come ho già spie­gato pra­tico la lotta inte­grata. Cerco di fare il numero più basso di trat­ta­menti. Per arri­vare a ciò tratto con­tro la Pero­no­s­pora, il nemico princi­pale delle nostre viti, in modo pre­ven­tivo mirato, cioè solo poco prima di pres­unte pre­ci­pi­ta­zioni. L’inizio della lotta invece si ori­enta alla com­parsa delle mac­chie d’olio pro­vo­cate dalle infe­zioni pri­ma­rie.

Mit die­ser sehr risi­ko­be­haf­te­ten Stra­te­gie sind in tro­cke­nen Jah­ren ziem­lich Ein­spa­run­gen mög­lich, wie man den Auf­zeich­nun­gen im obge­nann­ten Bei­trag ent­neh­men kann. Rich­tig “sau­ber” hatte ich die Anla­gen aber nie, ich konnte mit dem Befall aber leben. Heuer, im Gegen­satz zu den süd­li­che­ren Wein­bau­re­gio­nen hat es bei uns öfter gereg­net, hat diese Her­an­ge­hens­weise aber nicht mehr funk­tio­niert. Zumin­dest nicht in den Lagen Oge­aner, Klaus­ner und in etwas gerin­ge­rem Aus­maß auch im Ober­feld. Das sind meine Tal­bo­den­la­gen: So sehr die starke Abküh­lung in der Nacht den rei­fe­be­ding­ten Säu­re­ab­bau bremst und die Sor­ten­aro­men gut zur Gel­tung bringt, so för­dernd wirkt sich die aus­ge­prägte täg­li­che Tau­nässe auf den Infek­ti­ons­druck der Pero­no­s­pora aus.

App­li­cando questa stra­te­gia a rischio ele­vato, in annate poco pio­vose si ris­par­mia par­ec­chio in ter­mine di numeri di trat­ta­menti, come si può vedere nel gra­fico est­ratto del post citato. Ver­a­mente “pulite” sono le mie vigne mai, ma finora ho potuto con­vi­vere con questo grado d’attacco. Quest’anno invece, dove ha pio­vuto più fre­quen­te­mente che nelle regioni viti­cole più mer­idio­nali, la mia meto­do­lo­gia non ha più fun­zio­nato. Almeno nei vigneti Oge­aner, Klaus­ner ed in modo minore nell’Ober­feld. Questi sono i miei vigneti di fon­do­valle: Per quanto il raf­fred­da­mento not­turno con­serva durante la matu­ra­zione l’acidità ed gli aromi la con­ti­nua ed intensa rugiada favo­risce molto le infe­zioni pero­no­s­po­ri­che.

Die Reben die­ser Lagen müs­sen wahr­schein­lich durch­ge­hend “unter Belag gehal­ten” wer­den, will man sie beson­ders in den schwie­ri­ge­ren Jah­ren halb­wegs gesund erhal­ten. Und wenn man erkennt, dass das Jahr pflan­zen­schutz­mä­ßig schwie­rig wird, ist es für eine Stra­te­gie­an­pas­sung in den aller­meis­ten Fäl­len schon zu spät. Das heißt, dass in die­sen drei Lagen in Zukunft wie­der eine Vor­gangs­weise gewählt wird, die sich an die kalen­der­mä­ßig aus­ge­führte Sprit­zun­gen, zudem frü­her begin­nend und spä­ter abschlie­ßend, anleh­nen wird; momen­tan erkenne ich keine Alter­na­tive. In den drei Dorfla­gen Kotz­ner, Feld und Puit werde ich hin­ge­gen wie zuletzt sprit­zen, dort scheint es bes­ser zu funk­tio­nie­ren. Die­ses Split­ting ist arbeits­tech­nisch auf­wen­di­ger als die ein­heit­li­che Behand­lung der letz­ten Jahre. Ein Rück­schritt ist es also alle­mal.

Le viti di quelle zone dov­ranno pro­ba­bil­mente essere tenute cos­t­an­te­mente sotto coper­tura di antri­critto­ga­mici se le vogliamo ten­erle sane anche in anni dif­fi­cili dal punto di vista fito­sa­ni­ta­rio. Infatti al momento che si capisce che l’annata sarà dura è spesso troppo tardi per cam­bi­are stra­te­gia. Ciò signi­fica che in questi tre vigneti dovrò adot­t­are in futuro di nuovo una stra­te­gia a calen­da­rio, con un ini­zio dei trat­ta­menti anti­ci­pato ed una con­clu­sione ritar­data ris­petto agli ultimi anni. Al momento non vedo alter­na­tive. Nei tre vigneti Kotz­nerFeld e Puit posti sul cono­ide del paese con­ti­nu­erò invece con la lotta mirata, lì sem­bra fun­zio­nare meglio. Adot­t­are due metodi dif­fe­renti signi­fica anche un aum­ento dell’impegno lavora­tivo ris­petto alla stra­te­gia unica degli anni pre­ce­denti. In ogni caso è un passo indie­tro.

4 Kommentare zu “Schluss mit lustig — Basta scherzare”

  1. am 5. November 2012 um 12:11 1.Thomas schrieb …

    Hallo Armin,
    ich glaube in naher oder fer­ner Zukunft wird es ohne bio­lo­gi­sche Wirt­schafts­weise in der Land­wirt­schaft nicht mehr gehen. Die che­mi­sche Indus­trie erfin­det immer neue Wirk­stoffe, die ine kur­zer Zeit Resis­ten­zen ent­wi­ckeln. Haben diese Che­mie­kon­zerne ein wirk­li­ches Inter­esse das der “Schäd­ling” besei­tigt wird, b.z.w. wem nützt das ganze eigent­lich?
    In Dei­ner Hei­mat­ge­meinde befin­det sich doch ein bekann­ter Win­zer, der nach bio­lo­gi­schen Richt­li­nien Trau­ben pro­du­ziert. Gab es in deren Wein­ber­gen die glei­chen Pro­bleme?
    Viele Grüße aus dem son­ni­gen Flä­ming

    Ciao Armin,
    io penso che a breve o lungo ter­mine non ci sarà più agri­col­tura priva di forme di con­du­zione bio­lo­gi­che. L’industria chi­mica inventa sempre nuovi principi attivi che generano dopo poco tempo resis­tenze. Hanno queste indus­trie vero inter­esse ad eli­mi­nare i pato­geni ed a chi serve tutto questo? Nel tuo paese si trova però un vignaiolo cono­sci­uto che pro­duce uve secondo principi bio­lo­gici. Nei suoi vigneti si sono avve­rati gli stessi pro­blemi?
    Tanti saluti dal Flä­ming soleg­giato

  2. am 6. November 2012 um 11:29 2.armin kobler schrieb …

    In mei­nem Dorf gibt es zwei bio­lo­gisch wirt­schaf­tende Betriebe: ein klei­ner Win­zer, der mit Hilfe resis­ten­ter Reben Wein macht und einen weit­aus grö­ße­ren und qua­li­ta­tiv hoch­ste­hen­den, der als Han­dels­be­trieb sein wirt­schaft­li­ches Ergeb­nis aus der Berar­bei­tung sei­ner eige­nen bio­lo­gisch bewirt­schaf­te­ten Flä­chen, sowie aus zuge­kauf­ten (größ­ten­teils kon­ven­tio­nell pro­du­zier­ter) Trau­ben und Weine erzielt. Inso­fern gibt es da schon ein ganz ande­res wirt­schaft­li­ches Rück­grat, das even­tu­elle Aus­fälle leich­ter ver­schmer­zen lässt. Zudem sollte in eine öko­lo­gi­sche Gesamt­rech­nung auch die Anzahl der Behand­lun­gen (Treib­stoff­ver­brauch, Boden­ver­dich­tung) ein­flie­ßen und nicht nur, was man spritzt (siehe meine im Bei­trag genannte Maxime). Aber das ist nur meine, zuge­ge­ben­er­weise beschei­dene Mei­nung.

    Nel mio paese ci sono due azi­ende bio­lo­gi­che: una di un pic­colo vignaiolo che pro­duce vino da varietà resis­tenti ed un’azienda com­mer­ciale di alta qua­lità che otti­ene i suoi utili dai vigneti di pro­prietà a con­du­zione bio­lo­gica, dall’acquisto di uve (pro­dotte soprat­tutto in modo con­ven­zio­nale) e di vino. In questo modo la sta­bi­lità eco­no­mica è più fon­data. Inoltre, secondo me, nel cal­colo della sos­teni­bi­lità ci dov­rebbe ent­rare anche il numero dei trat­ta­menti (con­sumo di car­bu­ranti, com­pat­ta­mento dei ter­reni) e non solo con cosa si tratta (leggi quello che ho scritto all’inizio del post). Ma questo è solo una mia mode­sta opi­nione.

  3. am 23. November 2012 um 07:53 3.Giorgio Fortunati schrieb …

    É molto importante quello che scrivi, hai tutta la mia stima anche per la schiet­tezza con cui spieghi la situa­zione, parole chi­are e di verità, com­pli­menti, Gior­gio

    Es ist sehr wich­tig, was du schreibst, Du hast meine ganze Wert­schät­zung auch wegen der Auf­rich­tig­keit, mit der Du die Situa­tion erklärst, klare und ehr­li­che Worte , Kom­pli­mente, Gior­gio

  4. am 28. November 2012 um 23:49 4.andrea schrieb …

    Caro Armin, ti esprimo il mio con­senso per la coe­renza e per la luci­dità con cui affronti il tema della difesa dalle avver­sità segu­endo una logica di ris­petto verso l’ambiente, il viti­col­tore e le per­sone che con­vi­vono a con­tatto con la viti­col­tura, evi­den­zi­ando gli aspetti che ogni bravo viti­col­tore deve tener pre­sente quando vuole rag­gi­ungere i mas­simi livelli ser­ven­dosi dell’esperienza e del buon­senso che gli con­sen­tono di con­vi­vere senza impatti nocivi col mondo che lo cir­conda. Con l’augurio che la sin­ce­rità e la pas­sione pro­fusa nel tuo lavoro siano di esem­pio per tutti, ti saluto cor­di­al­mente.
    Andrea

    Lie­ber Armin, ich drü­cke hier­mit meine Über­ein­stim­mung aus hin­sicht­lich der Kohe­renz und der Klar­heit, mit denen Du das Thema des Pflan­zen­schut­zes angehst. Du folgst damit einer Logik des Respekts vor der Umwelt, vor dem Wein­bauer und vor den Men­schen, wel­che in Kon­takt mit dem Wein­bau leben und arbei­test die Aspekte her­aus, die jeder gute Wein­bauer beach­ten muss, wenn er das Maxi­mum errei­chen will, in dem er sich der Erfah­rung und des Haus­ver­stan­des bedient und wel­che es ihm ermög­li­chen, mit der uns umge­ben­den Welt ohne schäd­li­che Ein­griffe zu leben. Mit dem Wunsch, dass die Deine Arbeit kenn­zeich­nende Auf­rich­tig­keit und Pas­sion ein Bei­spiel für alle sein sollte, grüße ich dich freund­lich.
    Andrea

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