Fiorenzo Sartore: Vini industriali e altre definizioni — Industrielle Weine und andere Definitionen

Geschrieben von am 12. Januar 2013 | Abgelegt unter Gastbeitrag — Guest contribution

unitá

Mit so einer Resonanz auf die vordergründig einfachen Frage „Wo ist die Grenze zwischen handwerklich und industriell?“ habe ich eigentlich nicht gerechnet. Nach den vielen Stellungnahmen anderer wird sich so mancher gefragt haben, wie mein Standpunkt zum Thema lautet. Mehr oder weniger kann ich mich in jedem der in den Kommentare geäußerten Definitionen bzw. Parametern wiederfinden. Das spricht weniger gegen mich als für die Ausgewogenheit und Vollständigkeit der Kommentare. Tatsache ist, dass wenn wir handwerklich oder industriell vernehmen, sehr wohl wissen, in welche Richtung der Produzent bzw. sein Wein gedreht sind, wo er sich aber genau auf der „handwerklich-industriell“-Skala befindet, wird wohl weiterhin der persönlichen Einordnung überlassen bleiben.

Non mi aspettavo veramente una tale risonanza alla mia apparentemente semplice domanda  „Dov’è il confine tra l’artigiano ed l’industriale„. Dopo le numerose prese di posizioni qualcuno si sarà anche posto la domanda, che cosa ne penso io. Più o meno mi ritrovo in tutte le definizioni e parametri espresse nei commenti. Con questo voglio anche apprezzare il fatto che i commenti erano molto completi e equilibrati. Il fatto è che quando percepiamo artigianale o industriale sappiamo in che direzione è orientato il produttore o il suo vino ma dove questi sono esattamente localizzati sulla scala di misura artigianale-industriale rimarrà giudizio personale. 

Ich danke Fiorenzo Sartore, dass er mir seinen Beitrag zum Thema vollinhaltlich überlässt. Er fasst das Dilemma zum Thema so treffend zusammen, dass ich es meinen deutschsprachigen Lesern nicht vorenthalten will.

Ringrazio Fiorenzo Sartore  per avermi dato a disposizione il suo articolo sul tema. Egli riassume in modo tanto calzante il dilemma che non voglio celarlo davanti ai miei lettori di lingua tedesca.

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7 Kommentare zu “Fiorenzo Sartore: Vini industriali e altre definizioni — Industrielle Weine und andere Definitionen”

  1. am 14. Januar 2013 um 14:46 1.Nic Marsél schrieb …

    Armin, scusa se mi ripeto. Al di là dell’idea romantica o meno che ognuno ha dei termini, la differenza tra azienda artigianale e industriale è sancita dalla legislazione vigente in materia. Automaticamente ne deriva la definizione di vino artigianale o industriale. Se (come pare dal tenore generale dei commenti) questa informazione rappresenta un valore aggiunto sia per il produttore che per il consumatore, allora sposo la proposta di Mirco Mariotti di inserirlo in etichetta. Magari in sostituzione dell’ambiguo „imbottiglia da o in origine da“…

    Armin, entschuldige, wenn ich mich wiederhole. Jenseits der mehr oder weniger romantischen Idee, welche jeder hinsichtlich dieser Ausdrücke hat, ist der Unterschied zwischen einem Handwerks- und einem Industriebetrieb vom geltenden Gesetz geregelt. Automatisch wird davon handwerklicher oder industrieller Wein abgeleitet. Wenn (wie ich es aus den Kommentaren herauslese) diese Information einen Zusatzwert, sei es für den Produzenten wie den Konsumenten, ergibt, dann unterstütze ich den Vorschlag von Mirco Mariotti, sie auf der Etikette anzuführen. Vielleicht statt dem zweideutigen „abgefüllt von oder für“…

  2. am 15. Januar 2013 um 23:08 2.armin kobler schrieb …

    Ciao Nic,
    non ti devi scusare per la presunta ripetizione. Però mi pare strano, che il legislatore abbia usato per la produzione vinicola il termine artigianale ed industriale. Va bene che mi occupo di legislazione vitivinicola il meno possibile, però questi termini non li ho finora trovati nei testi o comunque non mi sono mai saltati agli occhi finora. In ogni caso quali sono i criteri su cui si base la legge nella distinzione delle due realtà?

    Hallo Nic,
    Du musst Dich nicht wegen einer vermeintlichen Wiederholung entschuldigen. Es kommmt mir aber eigenartig vor, dass der Gesetzgeber hinsichtlich der Weinproduktion die Ausdrücke handwerklich und industriell verwendet. Gut, ich kümmere mich um Weingesetzgebung nur so wenig wie unbedingt notwendig, aber dass mir diese beiden Ausdrücke nie aufgefallen sind? In jedem Fall, welche sind die Kriterien, die das Gesetz zur Unterscheidung der beiden Betriebsformen verwendet?

  3. am 16. Januar 2013 um 10:29 3.Nic Marsél schrieb …

    Intendevo la distinzione generica tra artigianato e industria, senza particolare riferimento alla produzione vitivinicola. Non essendo giurista non saprei se l’azienda agricola (magari famigliare) goda di una legislazione a sè stante svincolata dalle due sopra. In particolare non mi è chiaro se l’azienda agricola abbia come perimetro solo la produzione di uva o se copra anche la trasformazione in vino (imbottigliamento, distribuzione, vendita ecc..). Navigando in internet sull’argomento si trova di tutto di più, poi sull’affidabilità delle informazioni riportate non metto la mano sul fuoco. La mia impressione è che i paletti ci siano. Però ho anche la sensazione che la menzione „industriale“ abbia per la stragrande mmaggioranza dei consumatori un’accezione sostanzialmente negativa, per cui dubito che venga fatta chiarezza sul tema. Chi comprerebbe mai una bottiglia con scritto in etichetta „Vino Industriale“?

    Ich meinte die generelle Unterscheidung zwischen Handwerk und Industrie, ohne besonderen Bezug auf die weinbauliche Produktion. Nachdem ich kein Jurist bin, wüsste ich nicht, ob ein Landwirtschaftsbetrieb (eventuell ein Familienbetrieb) einer eigenen Gesetzgebung untersteht. Im Besonderen ist mir nicht klar, ob ein Landwirtschaftsbetrieb nur Trauben produzieren kann oder auch die Verarbeitung (Füllung, Verteilung, Verkauf usw.) inbegriffen ist. Im Netz findet man zum Thema alles mögliche, die Zuverlässigkeit dieser Informationen kann ich aber nicht beurteilen. Mein Eindruck ist aber, dass es die Abgrenzungen gibt. Ich habe aber den Eindruck, dass die Bezeichnung „industriell“ bei der übergroßen Mehrheit der der Konsumenten einen negativen Eindruck hinterlässt, weswegen ich zweifle, dass Interesse an der Klärung des Sachverhalts besteht. Wer würde schon eine Flasche kaufen, auf deren Etikette „Industriewein“ steht?

  4. am 19. Januar 2013 um 15:55 4.armin kobler schrieb …

    Scusa Nic, ma quando dicevi con espressa convinzione all’inizio: „Esiste una differenza giuridica tra azienda artigianale e industriale. Il perimetro è definito con precisione dalla legislazione in vigore“ io, e probabilmente anche gli altri lettori, attendavamo un prova concreta. Avere „l’impressione che i paletti ci siano“ mi sembra troppo poco per un affermazione del genere.

    Entschulige Nic, aber als Du anfangs geschrieben hast, „Es gibt einen juridischen Unterschied zwischen einem Handwerks- und einem Industriebetrieb. Die Grenze ist präzis vom gültigen Gesetz definiert“ dann habe ich und wahrscheinlich auch die anderen Leser sich konkrete Beweise erhofft. „Mein Eindruck ist aber, dass es die Abgrenzungen gibt“ scheint mir zu wenig zu sein, um do eine Äußerung von sich zu geben.

  5. am 18. Januar 2013 um 01:59 5.Vittorio Merlo schrieb …

    Credo, se ben ricordo dai miei studi all’istituto agrario, che l’unica distinzione si faccia sul termine azienda agricola. Una cantina per essere un‘ az. agricola deve coltivare un fondo/i a vigneto e la sua attività connessa (produrre vino) ha l’obbligo di trasformare uva proveniente in prevalenza dai fondi coltivati (si conteggiano anche i fondi in affitto). Non vorrei sbagliare ma le aziende agricole devono produrre vino con un minimo di 50 % di uve direttamente coltivate dall’imprenditore agricolo.
    Poi la legge prevede le altre tipologie di soggetti che possono produrre vino (cooperative, aziende vinicole, aziende imbottigliatrici…).
    A rigor di logica un’azienda che produce vino da 1.000 ha di vigneto è un azienda agricola e magari può iscriversi alle associazioni di vignaioli.
    Queste sono le uniche distinzioni per legge che io ricordi.
    Ciao
    Vittorio Merlo

    Ich glaube, sollte mich meine Erinnnerung an die Schulzeit an der landwirtschaftlichen Lehranstalt nicht täuschen, dass es einen unterschied im Bezug auf die Bezeichnung Landwirtschaftsbetreib gibt. Damit eine Kellerei ein landwirtschaftlicher Betrieb ist, muss sie ihre Weingärten bearbeiten und die Mehrheit der verarbeiteten Trauben müssen aus eigener Produktion stammen (gepachtete Gründe gehören dazu). Ich hoffe nicht falsch zu liegen, aber die Landwirtschaftsbetreibe müssen den Wein aus mindestens 50 % von ihnen selbt angebauten Trauben machen.
    Zusätzlich sieht das Gesetz vor, dass andere Arten von Betrieben Wein produzieren (Genossenschaften, Weinhändler, Abfüllbetriebe, …). Wenn man es logisch betrachtet, ist ein Betreib mit 1.000 Ha Weinbau ein Landwirtschaftsbetreib und kann sich vielleicht auch bei der Vereinigung der Winzer einschreiben.
    Das sind die einzigen gesetzlichen Unterschiede, an die ich mich erinnere.
    Servus
    Vittorio Merlo

  6. am 19. Januar 2013 um 16:18 6.Nic Marsél schrieb …

    Ho sempre premesso che non sono un giurista, ma la differenza tra impresa artigianale e industriala è sancita dalla legge, e questo è un fatto. Il problema è se la legge consenta all’agricoltore di iscriversi all’albo artigiani, ma questo mi aspetto che lo sappiate voi.

    Ich habe immer gesagt, dass ich kein Jurist bin, aber der Unterschied zwischen einem Handwerks- und einem Industriebetrieb ist vom Gesetz definiert und das ist eine Tatsache. Die Frage ist, ob es für einen Landwirt möglich ist, sich in das Vereichnis der Handwerker einzutragen, aber das erhoffe ich von euch zu erfahren.

  7. am 23. Januar 2013 um 22:16 7.armin kobler schrieb …

    Grazie Nic per l’esauriente definizione che sta dietro al link.
    Comunque le aziende agricole hanno la loro legislazione specifica, dove non conta la grandezza.
    L’azienda agricola resta tale, anche se trasforma i prodotti da essa coltivata, vedi il commento di Vittorio.

    Danke Nic für die ausführliche Definition, welche sich hinter dem Link befindet.
    Die Landwirtschaftsbetriebe haben aber ihre eigenen Gesetze wo die Größe nicht das Kriterium ist.
    Jedenfalls bleibt ein Landwirtschaftsbetrieb ein solcher auch wenn er seine Produkte verarbeitet, siehe den Kommentar von Vittorio.

  8. am 28. Mai 2015 um 11:29 8.Vite spericolate: definire una volta per tutte il vino industriale e quello artigianale. MagariChe Tipo Di Vino | Che Tipo Di Vino schrieb …

    […] l’occasione ringrazio Armin, dal quale essenzialmente tutto era partito, per il salvataggio del testo. L’immagine proviene da […]