Das Ende eines Versuchs — La fine di un esperimento

Geschrieben von am 26. Mai 2013 | Abgelegt unter Weingarten - Vigneto

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Als 2001 in der Lage Ober­feld nach einem Obst­bau­zwi­schen­spiel von 40 Jah­ren wie­der Reben von uns gesetzt wur­den, habe ich zusätz­lich zu den Grau­bur­gun­der­re­ben auch ver­suchs­weise 100 Stö­cke der Sorte Lag­rein mit dazu genom­men. Die fünf Mikro­par­zel­len zu je 20 Stö­cke wur­den in der Anlage ran­do­mi­siert ver­teilt, die dort geern­te­ten Trau­ben habe ich in den letz­ten vier Jah­ren im Klein­ge­binde aus­ge­baut. Mit ver­gan­ge­nem Herbst ist der Ver­such aus­ge­lau­fen, in den nächs­ten Tagen wer­den die Lag­rein­stö­cke auf Grauer Bur­gun­der umver­edelt.

Quando nel 2001 dopo 40 anni di meleto, abbiamo ricon­ver­tito l’appezzamento Ober­feld a vigneto, ho messo a titolo spe­ri­men­tale oltre al Pinot gri­gio 100 barb­a­telle di Lag­rein. Le cin­que micro­par­celle sono dis­tri­buite in modo ran­do­miz­zato nel vigneto, le uve ivi rac­colte le ho micro­vi­ni­fi­cate negli scorsi quat­tro anni. Con l’autunno scorso la prova è ter­mi­nata, i prossimi giorni l’innesto al verde li con­ver­tirà a Pinot gri­gio.

Warum das ganze und wes­halb jetzt das Ende? Weil ich wis­sen wollte, ob ich zumin­dest über eine Lage ver­füge, wo ich diese Sorte mit einem gewis­sen Min­dest­qua­li­tät erfolg­reich anbauen kann. Natür­lich, Mar­greid gehört nicht zu den klas­si­schen Lag­rein­ge­bie­ten, wie es z.B. Bozen oder Auer sind. Aber nach­dem die Sorte viel­leicht ein­mal wich­tig für mein Port­fo­lio wer­den könnte, wollte ich bei­zei­ten Bescheid wis­sen. Bestärkt wurde ich in mei­ner Annahme durch die posi­ti­ven Über­ra­schun­gen des Sor­ten-Lagen-Pro­jek­tes der Laim­burg und durch die recht anstän­di­gen Jahr­gangs­lag­rein­weine, wel­che Kol­le­gen in ver­gleich­ba­ren Lagen letzt­lich her­ge­stellt haben.

Per­ché questo espe­ri­mento e come mai è finito adesso? Per­ché volevo sapere se dis­pongo di almeno un vigneto dove posso col­ti­vare questa varietà con un certo suc­cesso qua­li­ta­tivo. Certo, Magrè non appar­ti­ene alle zone clas­si­che del Lag­rein come Bol­zano o Ora. Ma sic­come il viti­gno pot­rebbe in futuro diven­tare importante per la mia pro­posta com­mer­ciale, volevo avere chi­a­rezza a pro­po­sito. I risul­tati delle prove di zona­zione del Cen­tro Spe­ri­men­tale Laim­burg mi hanno incorag­giato in ciò come anche i vini di alcuni miei col­legi in zone para­go­na­bili. 

Nun, nach vier Aus­bau­ten unter­schied­li­cher Jahr­gänge ohne Holz­ein­satz kann ich sagen, dass in der dor­ti­gen Lage Lag­rein eine zukünf­tige Option sein könnte. Zumin­dest in der Ver­sion als Jahr­gangs­lag­rein, auch Basis­lag­rein genannt. Letz­te­rer Aus­druck gefällt mir nicht so gut, da er zu sehr wer­tet. Ich selbst ziehe diese Kate­go­rie Lag­rein den Riser­vaqua­li­tä­ten zumeist vor, da ohne die Ver­wen­dung von klei­nen Fäs­sern mit Neu­hol­z­an­teil die cha­rak­te­ri­sie­ren­den Frucht­no­ten m.E. und daher die Typi­zi­tät bes­ser zu Tage kom­men. Zudem haben diese Weine ein tol­les Preis-Leis­tung-Ver­hält­nis und laden sehr zum Trin­ken ein.

Adesso, dopo la vini­fi­ca­zione di quat­tro annate diverse senza l’impiego di legno posso dire che per la zona in oggetto Lag­rein pot­rebbe essere in futuro un’opzione. Almeno per la ver­sione Lag­rein d’annata, detto anche Lag­rein base. Anche se quest’ultimo ter­mine non mi piace tanto per­ché valuta troppo. Per­so­nal­mente pre­fe­risco quasi sempre questa cate­go­ria di Lag­rein alle riserve dello stesso viti­gno in quanto senza l’impiego di legno pic­colo in parte nuovo il vino svi­luppa più net­tamente la sua spic­cata aro­ma­ti­cità frut­tata e la tipi­cità. Inoltre questi vini hanno un rap­porto qualità/prezzo ottimo e sono di una grande bevi­bi­lità. 

Nun, momen­tan kann ich diese Erkennt­nis nicht umset­zen, trotz­dem ist es gut, schon jetzt zu wis­sen, was es in der betref­fen­den Lage für Alter­na­ti­ven zum bestehen­den Grauen Bur­gun­der gibt. Zudem weiß ich jetzt auch wo, sollte es irgend­wann gar nicht mehr ohne gehen, der Lag­rein zu set­zen wäre. Vor etwas mehr als zehn Jah­ren habe ich so einen Ver­such schon ein­mal gemacht. In einer Weiß­bur­gun­der­an­lage, von der ich wusste, dass sie in den fol­gen­den Jah­ren zu roden war, habe ich im glei­chen Aus­maß Wei­ßen Sau­vi­gnon auf die bestehen­den Stö­cke ver­edeln las­sen. Wenn ich eine Sau­vi­gnon-Lage haben würde, dann wäre es diese. In zwei von drei Aus­bau­jah­ren waren die Weine zwar trink­bar aber alles andere als begeis­ternd, nur in einem Jahr war der Sau­vi­gnon mir genü­gend erkenn­bar. Als dann Jahre spä­ter der Reb­berg gero­det wurde, wusste ich end­gül­tig, dass Wei­ßer Sau­vi­gnon nicht ein­mal dort eine Option war. Schade, dass ich wahr­schein­lich für immer auf den Anbau die­ser inter­es­san­ten Sorte ver­zich­ten muss…

Al momento non posso app­li­care i risul­tati otte­nuti ma non guasta sapere già adesso quale pot­rebbe essere una varietà alter­na­tiva la Pinot gri­gio in quel vigneto. Inoltre, se un giono non potrò più fare a meno di questo viti­gno so dove met­terlo. Un po’ più di dieci anni fa ho fatto già una prova simile. In un vigneto a Pinot bianco desti­nato all’estirpazione ho fatto inne­stare al verde un numero simile di piante a Sau­vi­gnon bianco. Se avessi avuto una zona a Sau­vi­gnon sarebbe stata pro­prio questa. I vini di due annate su tre erano bevi­bili ma tut­tal­tro che ent­u­si­as­manti, in una era rico­no­sci­bile come vino varie­tale. Quando sono pas­sato al rin­no­va­mento sapevo defi­ni­tiv­a­mente che il Sau­vi­gnon bianco nean­che lì era un’opzione per me. Pec­cato che dovrò pro­ba­bil­mente rin­un­ci­are per sempre a questa varietà così inter­es­sante…

3 Kommentare zu “Das Ende eines Versuchs — La fine di un esperimento”

  1. am 26. Mai 2013 um 22:43 1.Lizzy schrieb …

    D’accordo, il pinot gri­gio é la varietá attu­al­mente piú richiesta… Ma i gusti dei con­su­ma­tori cam­biano da una sta­gione all’altra. Invece i vigneti hanno biso­gno di almeno 3 anni prima di ent­rare in pro­du­zione… Non pensi che forse sarebbe il caso di comin­ci­are a piant­are Lag­rein giá ora, in modo da avere il vino quando comin­cerá a essere richiesto?
    🙂
    Lizzy

    Ok, der Grauer Bur­gun­der ist zur Zeit die nach­ge­frag­teste Sorte… Aber die Geschmä­cker der Kon­su­men­ten wech­seln von einer Sai­son zur nächs­ten. Die Wein­gär­ten brau­chen aber min­des­tens drei Jahre, um in Pro­duk­tion zu gehen… Meinst Du nicht, es wäre gut, schon jetzt Lag­rein zu set­zen, damit er zur Ver­fü­gung steht, wenn er zuneh­mend gefragt ist?
    🙂
    Lizzy

  2. am 26. Mai 2013 um 23:17 2.armin kobler schrieb …

    Sono legato al Pinot gri­gio ed al mio pro­getto di Pinot gri­gio un po’ con­tro­cor­rente, la can­tina sociale che riceve le uve di questo vigneto paga bene ed il lag­rein pro­ba­bil­mente can­ni­ba­li­zer­ebbe il mio Mer­lot. Tre motivi per cui lo met­terò sol­tanto in estrema neces­sità.

    Ich hänge am Grauen Bur­gun­der und an mei­nem beschei­de­nen Bei­trag ein Alter­na­tiv­pro­dukt her­zu­stel­len, die Kel­lerei­ge­nos­sen­schaft, wel­che diese Par­zelle bekommt, zahlt ihn gut, der Lag­rein würde mei­nen Mer­lot wahr­schein­lich kan­ni­ba­li­sie­ren, drei Gründe, wes­halb ich Lag­rein dort nur set­zen wer­den, wenn es ohne ihn gar nicht mehr geht.

  3. am 10. Juni 2013 um 23:12 3.Andreas Gottlieb Hempel schrieb …

    Ich kann mich der Mei­nung von Lizzy nur anschlie­ßen: viel­leicht war die Zeit­spanne noch zu kurz. Den­noch: Du machst neben dem attrak­ti­ven Grau­bur­gun­der den bes­ten Char­don­nay in Süd­ti­rol (sonst habe ich eigent­lich eine Aver­sion gegen diese inter­na­tio­na­li­sierte Mode­sorte) — da hast Du wohl auch das beste Ter­roir dazu.
    Nur wei­ter so, lie­ber Armin!
    Herz­lichst
    Andreas

    Non posso che con­di­vi­dere l’opinione di Lizzy: forse è pas­sato troppo poco tempo. Ma ciò nono­stante: Tu pro­duci accanto ad un Pinot gri­gio sedu­cente il miglior Char­don­nay in Alto Adige (nor­mal­mente ho un’avversione nei con­fronti di questa varietà modaiola inter­na­zio­na­liz­zata), pro­ba­bil­mente per­ché ne hai il ter­roir migliore.
    Con­ti­nua così, caro Armin!
    Cor­di­al­mente
    Andreas

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