Einfach kann jeder — Vincere facile non è da tutti

Geschrieben von am 22. Oktober 2013 | Abgelegt unter Ernte - Vendemmia

2013-10-17_09-51-02An so man­chen Tagen träume ich davon, ich könnte ganz, ganz nor­mal Wein machen… Mit nor­mal meine ich: in Ruhe einen beschei­de­nen Rei­fe­grad abzu­war­ten, im Zwei­fels­falle, beson­ders vor einer dro­hen­den Schlecht­wet­ter­front alles, ohne beson­ders viele Gedan­ken über die Wein­qua­li­tät zu ver­lie­ren, auch etwas frü­her abzu­ern­ten und gelas­sen dem Wei­nen bei der Gärung (sol­ches Trau­ben­ma­te­rial ist im Kel­ler wesent­lich ein­fa­cher und siche­rer) zuzu­schauen, ein trink­ba­rer Wein wird schon dar­aus wer­den. Rela­x­ori­en­tier­tes Wein­ma­chen also.

Sovente sogno di fare vino in modo molto, molto nor­male… Per nor­male intendo: aspet­t­are con tran­quil­lità un livello di matu­ra­zione medio-basso, nel dub­bio, soprat­tutto se si annun­cia una per­tur­ba­zione, ven­dem­mi­are tutto anche prima, senza spen­dere un pen­siero circa la qua­lità finale, accom­pa­gnare con calma la vini­fi­ca­zione (infatti par­tite di questo tipo sono più facili da gestire in can­tina) ed aspet­t­are che diventi un vino bevi­bile. Un fare il vino relax insomma.

Aber nichts da, ich hätte von Anfang an ver­lo­ren: Wenn man ein rela­ti­ver neuer Betrieb ist, ohne jeg­li­cher Tra­di­tion, in einer schwie­ri­gen Zeit ange­fan­gen hat — seit ich Wein ver­kaufe höre (und spüre) ich nur Krise und Rezes­sion — , nicht jede Mode mit­macht, auch nicht die segens­rei­che Hand eines wirk­lich bedeu­ten­den Ver­tei­lers oder Impor­teurs über sich spürt und wegen der gerin­gen Stück­zah­len auch teu­rer pro­du­ziert, dann ist nichts mit ein­fach.

No, niente di tutto ciò, avrei perso la gara già in par­tenza: se si è un’azienda rela­tiv­a­mente gio­vane, senza alcuna tra­di­zione, se si ha comin­ciato in un peri­odo dif­fi­cile (infatti, da quando vendo vino non sento altro che crisi e reces­sione), se non si par­te­cipa ad ogni moda, se non si sente la mano pro­tet­tiva di un dis­tri­bu­tore ed impor­ta­tore ver­a­mente importante sopra di sé e se si è abbas­t­anza cari a causa elle poche bot­tig­lie pro­dotte, allora il fare il vino facile non ci sta per niente.

bildschirmfoto_2013-10-21_um_23.55Und des­halb muss immer am Limit gefah­ren wer­den. Das Qua­li­täts­po­ten­tial, das vom Reb­schnitt an mit sehr viel Hand­ar­beits­stun­den in den Trau­ben auf­ge­baut wurde, muss so voll­stän­dig wie mög­lich in den Kel­ler gelan­gen, da darf nichts ver­schenkt wer­den. Und bei dem im mei­nem Betrieb bewähr­ten Wein­typ ist dies eben mit einer voll­stän­di­gen, des­halb spä­ten Reife ver­bun­den. Damit sin­ken logi­scher­weise die Chan­cen, alles immer sicher, gesund und tro­cken ein­zu­brin­gen. Immer wie­der muss abge­wo­gen und ent­schie­den wer­den. Haben die Trau­ben die ange­strebte tech­no­lo­gi­sche Reife (und nicht phy­sio­lo­gi­sche, wie m.E. oft falsch gesagt wird) schon erreicht? Wie sicher ist die nahende Schlecht­wet­ter­front? Hal­ten die Trau­ben den ange­kün­dig­ten Regen aus? Wie kann ich ohne zu sehr auf Qua­li­tät zu ver­zich­ten, das Risiko streuen? Wie viele Tage muss ich nach Rege­nende war­ten, bis der vorige Zustand wie­der her­ge­stellt ist? Naht dann nicht viel­leicht schon wie­der eine Nie­der­schlags­pe­ri­ode? Habe ich genü­gend Leser, um das Schön­wet­ter­fens­ter zu nut­zen? Soll ich meh­rere Lese­gänge orga­ni­sie­ren oder soll auf den Boden geschnit­ten wer­den? Und wenn alles zusam­men­kommt, wel­che Trau­ben­par­tie ist die wert­vollste, wel­che die ange­schla­genste und wel­che wird am ehes­ten noch halb­wegs und blei­ben?

E per questo devo andare sempre al mas­simo. Il poten­ziale qua­li­ta­tivo che abbiamo accu­mu­lato nelle uve al prezzo di tante ore lavora­tive deve arri­vare il più pos­si­bil­mente inte­gro in can­tina, non c’è mar­gine. E per la tipo­lo­gia che carat­te­rizza la nos­tra azi­enda ciò vuol dire una matu­ra­zione spinta che com­porta ven­dem­mie ritar­date. È ovvio che ciò dimi­nuisce la pro­ba­bi­lità di ven­dem­mi­are con sicu­rezza tutte le uve sane ed asci­utte. Con­ti­nu­a­mente biso­gna valut­are e deci­dere. Hanno le uve già la giusta matu­ra­zione tec­no­lo­gica (e non fisio­lo­gica come spesso si sente dire, secondo me erro­nea­mente)? Quanto è sicuro che arrivi ver­a­mente la per­tur­ba­zione annun­ciata? Reg­ge­r­anno le uve la prossima piog­gia? Come posso dimi­nuire il rischio senza rin­un­ci­are troppo alla qua­lità voluta? Quanti giorni deve aspet­t­are dopo le piogge per­ché venga rista­bi­lita la con­cen­tra­zione nelle uve di prima? Arri­vano forse nel frat­tempo le prossime pre­ci­pi­ta­zioni? Ho abbas­t­anza ven­dem­mia­tori per sfrut­tare il poco bel tempo? È meglio fare un secondo pas­s­ag­gio o solo uno tagli­ando per terra il guasto? E se la situa­zione pre­ci­pita, quale par­tita è la più pre­ziosa, quale la più dan­n­eg­giata e  qual’è quella che resis­ter­ebbe ancora meglio?

Dabei ist natür­lich Wis­sen und noch mehr Erfah­rung gefragt. Schluss­end­lich ist es aber fast immer nur ein Erra­ten (oder auch nicht). Erst im Nach­hin­ein erfährt man, ob die Ent­schei­dun­gen ver­mut­lich die rich­ti­gen oder die fal­schen waren. Und im nächs­ten Jahr wird sowieso alles anders… Übri­gens, am 17. Okto­ber haben wir den Mer­lot für den Kret­zer gele­sen, ich hätte noch gerne etwas gewar­tet, aber die Botry­tis, auf gar eini­gen Trauen schon deut­lich ersicht­lich, hat uns keine andere Wahl gelas­sen. Am 20. knapp vor dem (wie­der ein­mal!) Regen haben wir die zweite und letzte Gewürz­tra­mi­ner­par­tie wie geplant gele­sen, und am 22. wer­den wir uns, wie­der vom Gesund­heits­zu­stand dik­tiert, dem Mer­lot für den Rot­wein wid­men.

Natu­ral­mente ci vogliono cogni­zioni ed ancora di più, espe­ri­enza. Alla fin fine però tutto si riduce all’indovinare (o meno). Solo alla fine si capirà se si sono prese le deci­sioni giuste o errate. E natu­ral­mente nel prossimo anno sarà tutto diverso… A pro­po­sito, il 17 ottobre abbiamo ven­dem­miato il Mer­lot per il rosato, la botrite incalz­ante non ci ha più lasciato libertà di scelta. Il 20 abbiamo finito il Gewürz­tra­mi­ner giusto prima delle piogge ed il 22 ci occup­er­emo del Mer­lot desti­nato a vino rosso, anche quì lo stato sani­ta­rio ci ha dettato la data.

3 Kommentare zu “Einfach kann jeder — Vincere facile non è da tutti”

  1. am 22. Oktober 2013 um 21:39 1.Nic Marsél schrieb …

    Anche la tua onestà intel­let­tuale non è da tutti. Com­pli­menti Armin.

    Auch deine Auf­rich­tig­keit hat nicht jeder­mann. Kom­pli­mente Armin.

  2. am 23. Oktober 2013 um 10:37 2.Giacomo Tincani schrieb …

    Caro Armin, ammiro molto la chi­a­rezza e la fran­chezza con cui rac­conti su questo blog il tuo lavoro — non diverso da quello che altri arti­giani come te e come noi si tro­vano ad affron­tare tutti i giorni. Quello che scrivi è molto simile a quanto ci siamo tro­vati a spie­gare anche noi ai tanti amici e cli­enti che in questi giorni ci doman­da­vano riguardo a quella che è stata strom­baz­zata come la (enne­sima) ven­dem­mia del secolo! Certo che se poi si lavora come tu hai rac­con­tato in questo post, la qua­lità alla fine si porta a casa ugual­mente, ma che fatica!

    Lie­ber Armin, ich bewun­dere sehr die Klar­heit und die Auf­rich­tig­keit, mit der du in die­sem Blog deine Arbeit erklärst, wel­che nicht anders ist, als jene, mit der wir und andere Hand­wer­ker sich aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. Das was du schreibst, ähnelt sehr dem, was wir diese Tage vie­len unse­rer Freunde und Kun­den hin­sicht­lich des (wie­der­hol­ten) Jahr­hun­dert­jahr­gang gesagt haben! Natür­lich, wenn man dann so arbei­tet, wie du in die­sem Bei­trag beschrie­ben hat, bringt man trotz­dem Qua­li­tät nach Hause, aber mit wel­cher Mühe!

  3. am 23. Oktober 2013 um 20:25 3.Marilena schrieb …

    Ad una dif­fe­rente lati­tu­dine, è un post che avrei voluto scri­vere io 🙂
    Baci,
    M.

    An einem ande­rem geo­gra­fi­schen Brei­tengrat, das ist ein Bei­trag, den ich eigent­lich schrei­ben wollte. 🙂
    Küsse,
    M.

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