Das war’s! — Fatto!

Geschrieben von am 20. Oktober 2015 | Abgelegt unter Ernte - Vendemmia

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Eine Woche ist es her, dass wir den letz­ten Wein­gar­ten, die Puit, abge­ern­tet haben, die Arbeit im Kel­ler ist inzwi­schen vom Stress befreit, es ist nun Zeit für ein vor­läu­fi­ges Fazit. Nun — das wich­tigste sollte schon zu Beginn gesagt wer­den — der heu­rige Jah­res­ver­lauf hat mit dem (hof­fent­lich!) außer­ge­wöhn­li­chem 2014 (1, 2, 3, 4) nichts gemein­sam!

È pas­sata una setti­mana che abbiamo finito di ven­dem­mi­are il nos­tro ultimo vigneto, il Puit, il lavoro in can­tina con­ti­nua, ma senza stress ormai, per cui è ora di trarre qual­che con­clu­sione. La cosa più importante, la voglio dire subito, è che l’andamento sta­gio­nale di quest’anno non ha niente in comune con l’insolito 2014 (1, 2, 3, 4)!

2015 war näm­lich im Gegen­satz zum vori­gen ein ein­fa­ches Jahr. Ein­fach heißt in unse­rer Gegend, dass es keine Spät­fröste und (zumin­dest in mei­ner Umge­bung) kei­nen Hagel­schlag gab, dass der Som­mer tro­cken war (wo es braucht, kön­nen wir bewäs­sern), dass man des­we­gen wenig bis keine Pro­bleme mit dem Pflan­zen­schutz hatte (noch nie so wenig gespritzt), dass man jeden Tag in den Wein­gär­ten arbei­ten konnte und dass das Reb­wachs­tum leicht in den Griff zu bekom­men war.

Il 2015 infatti era in con­fronto al pre­ce­dente un’annata facile. Facile vuole dire per la nos­tra zona che non c’erano gelate pri­ma­ve­rili, che almeno nei miei din­torni non ha gran­di­nato, che l’estate era asci­utta (dove ci vuole ho l’irrigazione), per cui non c’erano pro­blemi di difesa (mai finora trat­tato così poco), che si poteva lavor­are tutti i giorni in vigneto e che era facile gestire la vigo­ria delle viti.

Einen Strich durch die Rech­nung machte uns zum Teil wie­der ein­mal der Herbst: Pünkt­lich vor Lese­be­ginn hat das Wet­ter ange­fan­gen insta­bil zu wer­den und die Gewiss­hei­ten jener, die schon im August laut­stark einen siche­ren Jahr­hun­dert­jahr­gang vor­aus­sag­ten, doch etwas erschüt­tert. Ein bis zwei mal in der Woche reg­nete es doch wie­der­holt, wenn auch nicht fest, aber es genügte, um die Reben immer wie­der für Stun­den und Tage nass zu hal­ten. Alle Trau­ben­par­tien konn­ten des­halb nicht vom Stock geholt wer­den, wenn wir es hin­sicht­lich einer ange­streb­ten tech­no­lo­gi­schen Reife für ideal emp­fun­den hät­ten, son­dern manch­mal war es die ange­sagte Schlecht­wet­ter­front oder der begin­nende Botry­tis­be­fall, der den Lese­ter­min dik­tierte.

A tur­bare par­zi­al­mente l’andamento posi­tivo era come spesso da noi avviene, l’autunno. Pun­tuale come quasi sempre il tempo è diven­tato insta­bile per cui sono crol­late le cer­tezze di quelli che già ad agosto hanno pre­visto un’annata seco­lare. Da una a due volte la setti­mana pio­veva, non molto, ma bastava a bagnare le viti per ore o giorni. Per questo non tutte le par­tite si potevano port­are in can­tina alla matu­ra­zione voluta, ma diverse volte erano le pre­vi­sioni meteo o l’attacco incom­bente di botrite a dett­are le date di ven­dem­mia.

Die Ertrags­men­gen waren bei mir und bei mei­nen Kol­le­gen in der Umge­bung etwas unter dem mehr­jäh­ri­gen Durch­schnitt, die Zucker­grade aber wie­der ein­mal recht hoch. Eine Eigen­tüm­lich­keit die­ser Ernte war, dass hin­sicht­lich der Most­ge­wichte auf ein­mal alle Weiß­wein­sor­ten lese­reif waren. Nor­ma­ler­weise gab es in den ande­ren Jah­ren immer wie­der Tage, wo wir nicht Trau­ben vom Stock hol­ten und zwi­schen der Bur­gun­der­gruppe und dem Gewürz­tra­mi­ner war immer min­des­tens eine Woche will­kom­me­ner Lese­pause. 2015 (siehe Gra­fik unten) musste hin­ge­gen ein Wein­gar­ten nach dem ande­ren gewimmt wer­den, was die Arbeit in unse­rem Kel­ler vor große Pro­bleme stellte.

Le quan­tità erano da me e presso i miei col­leghi del posto un po’ sotto la media pluri­en­nale, le gra­dazioni zuc­che­rine invece di nuovo abbas­t­anza alte. Una par­ti­co­la­rità di questa ven­dem­mia sta nel fatto che ad un tratto tutte le varietà bian­che erano mature, almeno dal punto di vista del con­ten­uto zuc­che­rino. Di solito ci sono sempre gior­nate in cui non ven­dem­miamo ed anche tra il gruppo dei Pinot ed il Gewürz­tra­mi­ner abbiamo inter­rotto nor­mal­mente per almeno una setti­mana. Nel 2015 dove­vamo invece ven­dem­mi­are un vigneto dopo l’altro, cosa che ha creato par­ec­chi pro­blemi in can­tina.

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Die Säu­re­werte waren im Most nied­ri­ger als gewollt, aber die Erfah­rung lehrt mich, dass die Gärung selbst dies­be­züg­lich oft nach oben kor­ri­gie­rend wirkt, ers­ten Ver­kos­tun­gen nach scheint dies auch heuer zuzu­tref­fen. Ich bin trotz­dem gespannt auf die ers­ten Ana­lysen­er­geb­nisse der Jung­weine. Gär­pro­bleme hat es bis­her in mei­nem Kel­ler heuer keine gege­ben, wenn auch die letzte Gewürz­tra­mi­ner­par­tie, der Mer­lot Kret­zer und der Caber­net Franc zur Zeit erwar­tungs­ge­mäß noch Zucker abbauen. Auch die Gelä­ger der abge­zo­ge­nen Weine rie­chen gut, was besagt, dass keine unmit­tel­ba­ren Pro­bleme mit Fehl­ge­rü­chen dro­hen.

I valori aci­dici dei mosti erano più bassi di quanto si riti­ene ideale ma l’esperienza mi insegna che la fer­men­ta­zione rad­d­rizza par­ec­chio a pro­po­sito e le prime degus­ta­zioni dei vini sem­brano darmi ragione. Sono curioso però lo stesso delle prime ana­lisi. Pro­blemi di fer­men­ta­zioni lente ed arresti non ne ho avuto quest’anno, anche se una par­tita di Gewürz­tra­mi­ner, il Mer­lot rosato ed il Caber­net Franc sono gius­ta­mente ancora dolci. Anche le fecce dei vini tra­va­sati hanno un buon odore che vuol dire che non c’è un per­i­colo imma­nente di ridu­zioni ed altro.

Mein ers­ter Ein­druck ist der, dass der Jahr­gang nach 2014 wie­der jene Wein­ty­po­lo­gien her­vor­bringt, wel­che sich über die Jahre als typisch für unse­ren Betrieb her­aus­ge­stellt haben. Und nach­dem wir auch jedes Jahr ein wenig mehr Erfah­rung ein­brin­gen, bin ich zuver­sicht­lich, dass wir uns auch mit dem Jahr­gang 2015 dem ange­streb­ten Ideal eines Wei­nes, der Her­kunft, Sorte und Jahr­gang auf ange­neh­mer Weise wider­spie­gelt, ein Stück wei­ter genä­hert haben.

La mia prima impres­sione è che l’attuale annata, con­tra­ria­mente al 2014 ci ridarà quella tipo­lo­gia di vino, che carat­te­rizza mag­giormente la nos­tra azi­enda. E sic­come acqui­sisco ogni anno un po’ più di espe­ri­enza, sono fidu­cioso di fare anche con l’annata 2015 un ulte­riore passo verso l’ideale per­se­guito, cioè un vino che ris­pec­chi in modo pia­ce­vole il vigneto, il viti­gno e l’annata. 

Ganz sicher ist hin­ge­gen, dass diese Bestre­bun­gen ohne ihnen wir­kungs­los blei­ben wür­den. Ich möchte des­halb Danke sagen: Mei­ner Frau Monika, Kata­rina und Vla­di­mir, Ger­traud sowie Robert.

Di certo è però che questi miei sforzi senza di loro sarebbero invani: Ringra­zio mia mog­lie Monika, Kata­rina e Vla­di­mir, Ger­traud non­ché Robert.

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3 Kommentare zu “Das war’s! — Fatto!”

  1. am 20. Oktober 2015 um 00:40 1.Andrea Toselli schrieb …

    Armin, sei unico!

    Armin, Du bist ein­zig­ar­tig!

  2. am 20. Oktober 2015 um 16:54 2.armin kobler schrieb …

    Da cosa lo deduci, caro Andrea?
    A me non sem­bra pro­prio.

    Wovon lei­test Du das ab, lie­ber Andrea?
    Mir kommt es gar nicht so vor.

  3. am 20. Oktober 2015 um 17:27 3.Oliver Gschnitzer schrieb …

    Das Wein­o­ber-Team drückt Euch die Dau­men, gerade weil es zum Ende alles nicht so ein­fach war. Danke für den Ein­blick, Armin!
    Oli­ver von weinober.de

    La squa­dra di Wein­o­ber Vi augura buona for­tuna, soprat­tutto per­ché alla fine non era tanto facile. Gra­zie per aver­cene dato visione, Armin!
    Oli­ver di weinober.de

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