Das Erbe von 2014 — L’eredità del 2014


2015-01-13_15-24-41Jahre, wo an der Rebe ent­we­der durch Pflan­zen­krank­hei­ten oder durch Unwet­ter Schä­den ent­ste­hen, wir­ken sich auch immer auf das Fol­ge­jahr aus. Beson­ders der Hagel­schlag bringt je nach Inten­si­tät Fol­gen für ein bis zwei Jahre mit. Der Blatt­mas­se­ver­lust bewirkt deut­li­che schwä­chere Frucht­ru­ten, wel­che zudem kaum bieg­bar sind, da sie an den Stel­len, wo die Hagel­kör­nern Wun­den in den Trieb geschla­gen haben, extrem leicht bre­chen. Des­we­gen ist im Zuge des Reb­schnit­tes die Aus­wahl an Frucht­ru­ten begrenzt, sie kön­nen nicht nach der Posi­tion am Reb­holz wie üblich aus­ge­wählt wer­den, son­dern müs­sen zudem hin­sicht­lich ihres Gesund­heits­zu­stand aus­ge­sucht wer­den. Wenn es ganz schlimm geha­gelt hat, ist nur mehr Zap­fen­schnitt mög­lich, was aber auf Grund der ver­schie­de­nen Basal­knos­pen­frucht­bar­keit nicht für alle Sor­ten zufrie­den­stel­lend ist.

Le annate carat­te­riz­zate da attac­chi mas­sicci di malat­tie fun­gi­nee o forti intem­pe­rie si riper­cuo­tono anche sull’anno seguente. Soprat­tutto la gran­dine si fa sen­tire ancora uno o anche due anni dopo. La per­d­ita di massa fogliare pro­voca tralci deci­samente più deboli che poi sono anche molto meno pieg­he­voli, in quanto si spaccano facilmente in cor­ris­pon­denza delle ferite che hanno pro­vo­cato i chic­chi di gran­dine. La scelta dei capi da frutto di con­se­guenza è limi­tata in quanto non si basa come è nor­male sulla posi­zione del tral­cio sul ceppo ma in più sullo stato sani­ta­rio. In casi di gran­di­nate molto forti non rimane che ripie­gare sulla pota­tura a cor­done spe­ro­nato. Solu­zione non sempre ideale in quanto la fer­ti­lità delle gemme basali non è sod­dis­fa­cente per tutti le varietà. 

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Deine Weine sind zu alkoholisch — I tuoi vini sono troppo alcolici

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(Ver­sione ita­liana del gra­fico.)

Diese mich sehr oft ärgernde Aus­sage dürfte wir für den kom­men­den Jahr­gang wohl erspart blei­ben. Dass der Gehalt an Ethyl­al­ko­hol eines Wei­nes aus natur­na­hen Betrie­ben nicht auf einer will­kür­li­che Ent­schei­dung beruht, son­dern in ers­ter Linie vom Klima und der Wit­te­rung vor­ge­ge­ben ist, wird diese Jahr — halt im umge­kehr­ten Sinn — sehr deut­lich. Die aktu­el­len Rei­fe­ana­ly­sen des Ver­suchs­zen­trums Laim­burg zei­gen es ein­deu­tig :”… befin­det sich der aktu­elle Rei­fe­zu­stand rech­ne­risch auf dem Niveau von 2013.” Naja, dann lesen wir halt spä­ter, tut grund­sätz­lich spe­zi­ell unse­ren Weiß­wei­nen gut, aber: der pre­käre Gesund­heits­zu­stand in den meis­ten Reb­an­la­gen (ent­we­der Hagel, Pero­no­s­pora, Botry­tis, Essig­fäule und Kirsch­essig­fliege, in man­che Orten auch fast alle zusam­men) las­sen ein Zuwar­ten wie 2013 nicht zu. Zudem las­sen die Rei­fe­ver­laufs­kur­ven schon jetzt erken­nen, dass die wöchent­li­chen Most­ge­wichtszu- und Säu­re­ab­nah­men nicht an die des Vor­jah­res her­an­kom­men wer­den. Aber wen wun­dert das schon? Dau­ernd bewölkt, nass bei unter­durch­schnitt­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren, eine Kom­bi­na­tion mit einer Dauer, an wel­che auch unsere Alten sich nie oder sel­tenst erin­nern dürf­ten.

Questa espres­sione che spesso mi irrita molto pro­ba­bilmente mi verrà ris­par­miata per la prossima annata. Quest’anno si mani­festa in modo molto evi­dente che il con­ten­uto di alcol eti­lico in un’azienda arti­gi­anale non è una decisiona presa a tavo­lino ma in stretta dipen­denza del decorso meteo­ro­lo­gico. Le ana­lisi di matu­ra­zione effet­tuate dal Cen­tro spe­ri­men­tale Laim­burg espri­mono chiara­mente che un’annata con­si­de­rata al tempo della fio­ri­tura pre­cocis­sima ormai è diven­tata molto tar­diva, para­go­na­bile a quella dell’anno scorso. Ven­dem­mie­remo più tardi insomma, che male c’è? Annate tar­dive fanno gene­ralmente bene ai nos­tri bian­chi, ma il pro­blema è un altro: lo stato sani­ta­rio pre­ca­rio delle uve in zona non per­mette atten­dere come l’anno scorso. Tra gran­dine, pero­no­s­pora,  botrite, mar­ci­ume acido e dro­so­fila, alcuni pro­prie­tari le hanno prese anche tutte. Inoltre guar­d­ando le curve di matu­ra­zione si intrav­vede che l’aumento degli zuc­cheri e la dimi­nu­zione dell’acidità pro­ba­bilmente non rag­gi­unge­r­anno i valori del 2013. Questo non meraviglia più nes­suno ormai. Infatti una durata così lunga di tempo pio­voso, bagna­ture con­ti­nue e basse tem­pe­ra­ture non si ricordano quì nean­che i vec­chi.

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So schnell kann es gehen — Come cambiano velocemente le cose

2014-07-23_14-19-19

Tat­säch­lich, noch am 21. Juli schrieb ich vor­sich­tig, aber doch opti­mis­tisch, dass ich bezüg­lich der Reb­krank­hei­ten nicht kla­gen könne. Ein paar von der Pero­no­s­pora befal­lene Blät­ter in fast allen Anla­gen, ein paar kranke Mer­lot-Trau­ben, damit konnte ich leben. Doch hat damals schon die Zeit­bombe ordent­lich getickt und seit ca. drei Wochen wird uns klar, dass nach 2008 dies das pflan­zen­schutz­mä­ßig ärgste Jahr sein wird. Außer — aber wie wahr­schein­lich kann so was sein — es reg­net ab jetzt bis zum Ende der Lese nie mehr und tro­ckene Winde sowie tiefe Nacht­tem­pe­ra­tu­ren brem­sen die schon jetzt begin­nende Trau­ben­fäul­nis ein.

Effet­tiv­a­mente, il 21 lug­lio scri­vevo ancora, con­vinto di un otti­mismo pacato, che non mi potevo lamen­tare delle fit­opa­tie. Qual­che foglia col­pita dalla pero­no­s­pora nei soliti vigneti ed alcuni gap­poli malati di Mer­lot; con questo grado di attacco potevo con­vi­vere. Ma allora, adesso lo si sà, la bomba ad oro­lo­ge­ria era già innes­cata. Da tre set­ti­mane sap­piamo che dopo il 2008 sarà l’annata più pesante dal punto di vista delle malat­tie della vite. Eccetto che d’ora in poi fino alla fine della ven­dem­mia non ci saranno più pre­ci­pi­ta­zioni ma gior­nate sec­che e ventose alter­nate da notti fredde, in modo da fer­mare la botrite che sta per par­tire alla grande.

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Bio nein, also konventionell? — Bio no, allora convenzionale?

Nicht immer, aber mit stei­gen­der Häu­fig­keit werde ich gefragt, ob ich mei­nen Wein­hof bio­lo­gisch oder gar bio­dy­na­misch führe. Wir prak­ti­zie­ren inte­grier­ten Pflan­zen­schutz, wes­halb ich ver­neine, was bei so man­chem Gesprächs­part­ner zumin­dest am Gesichts­aus­druck ersicht­li­che Ent­täu­schung her­vor­ruft. Lei­der ist es anlass­be­dingt sel­ten mög­lich oder ange­bracht, unsere eigene Metho­den zu erklä­ren, auch weil es so aus­sieht, als müsse ich mich für das Nicht-Bio ent­schul­di­gen.

Non sempre, ma sempre più spesso mi si chiede, se con­duco la mia azi­enda in modo bio­lo­gico o addi­rit­tura bio­dina­mico. Noi pra­ti­chiamo la lotta inte­grata per cui la mia ris­posta è nega­tiva. Ciò pro­voca alcune volte espres­sioni di delu­sione. Pur­troppo poche volte è pos­si­bile o oppor­t­uno comin­ciare a spie­gare la pro­pria meto­do­lo­gia anche per­chè pot­rebbe sem­brare come se mi dovessi scusare per non lavor­are in bio­lo­gico.

Als Schü­ler durfte ich zu Beginn der 80er Jahre die hin­rei­sen­den Plä­doy­ers des M. Bail­lod aus Changins mit­er­le­ben. Es war der von ihm wesent­lich pro­pa­gierte Inte­grierte Pflan­zen­schutz (IOBC) der erst­mals eine breit ange­legte Wende im Ver­hält­nis zwi­schen Land­wirt­schaft und Umwelt­schutz ein­lei­tete. Der umfas­sende Ansatz der Inte­grier­ten Pro­duk­tion (IP), dass “alle ver­wen­de­ten bio­lo­gi­schen Metho­den, Anbau­tech­ni­ken und che­mi­schen Pro­zesse unter dem Aspekt der Schaf­fung eines Gleich­ge­wichts zwi­schen dem Schutz der Umwelt, der Wirt­schaft­lich­keit und der sozia­len Bedürf­nisse aus­ge­sucht wer­den” (Zitat Wiki­pe­dia), hat mich von Anfang an über­zeugt.

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