Der dritte “Feld” — Il terzo “Feld”

Mitte Februar haben wir mit dem Schnitt der Jungre­ben im Wein­gar­ten Unter­feld die Schnittsai­son been­det. Die Char­don­nay-Stö­cke kom­men jetzt in das dritte Stand­jahr und von den aller­meis­ten erwarte ich mir auch schon einen ers­ten merk­ba­ren Ertrag.

Con il taglio delle gio­vani viti nel vigneto Unter­feld abbiamo con­cluso la pota­tura inver­nale di quest’anno. I ceppi di Char­don­nay comin­ciano il loro terzo anno di dimora e dalla mag­gior parte di loro mi aspetto un primo modesto rac­colto.

2014 haben wir die letzte in mei­nem Eigen­tum ver­blie­be­nen Obst­wiese mit die­sem Wein­gar­ten getauscht, die Umstel­lung des Betrie­bes zu nur Wein­bau ist also kom­plett voll­zo­gen. Mit dem direkt unter dem Dorf am Beginn der Tal­sohle gele­ge­nen Unter­feld haben wir also unsere dritte Lage, wo der Begriff Feld im Namen steckt. Zur Erin­ne­rung: Wir besit­zen schon einen Wein­gar­ten in der Lage Feld am Mar­grei­der Schwemm­ke­gel, mit Gewürz­tra­mi­ner bestockt, und noch län­ger eine Anlage im Ober­feld, im nörd­li­chen Tal­bo­den der Gemeinde gele­gen, wo einer unse­rer bei­den Grauen Bur­gun­der wächst.

Nel 2014 abbiamo acqui­sito questo vigneto cam­bi­an­dolo con il nos­tro ultimo meleto rimasto. Con ciò la con­ver­sione dell’azienda a sol­amente vigneto si è con­clusa. L’Unter­feld, situato diret­ta­mente sotto il paese di Magrè, all’inizio del fon­do­valle, è il terzo degli appez­zamenti in cui nome è con­ten­uto il ter­mine Feld. Accanto al Feld vero e pro­prio, che è impi­a­n­tato con Gewürz­tra­mi­ner e che è dis­lo­cato sul conoide del paese, abbiamo anche un vigneto in zona Ober­feld, cioè nel fon­do­valle set­ten­trio­nale del comune dove invece col­tivo le uve di uno dei nos­tri due Pinot gri­gio.

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In die Tiefe — In profondità (2)

IF

5,5 Meter tief ist die inzwi­schen fer­tig­ge­stellte Bau­grube. Unzäh­lige Male sind wäh­rend einer Woche die über 40 Ton­nen schwe­ren Vier­ach­ser gefüllt mit Schot­ter durch den Hof gefah­ren. Wor­auf ich schon gespannt war­tete war das Boden­pro­fil des Kotz­ners, was sich sel­ten in einer so deut­li­chen Art und beson­ders mit die­ser Mäch­tig­keit bemerk­bar macht. Der ca. 80 cm mäch­tige Ober­bo­den ist eine stark humus­hal­tige Rend­zina, und dar­un­ter, scharf abge­grenzt, ange­schwemm­ter Dolo­mit-Bach­schot­ter. Das Dorf Mar­greid und damit auch unsere Lagen Kotz­ner, Puit und Feld lie­gen näm­lich auf einem Schwemm­ke­gel, den der Fen­ner­bach — heute meist nur noch ein Rinn­sal — gebil­det hat. Im Wes­ten begrenzt der Fenn­berg die Geschie­be­an­häu­fung und  im Osten der Große Kal­te­rer Gra­ben, wie man deut­lich am Foto erken­nen kann.

Lo scavo ormai finito ha rag­gi­unto la pro­fon­dità di 5,5 metri. Un numero appa­ren­te­mente infi­nito di camion a quat­tro assi del peso comp­les­sivo di 40 ton­nellate ed oltre ha attra­ver­sato il cor­tile. Ero già molto curioso di vedere il pro­filo pedo­lo­gico del Kotz­ner, che in questo modo si rileva come mai visto prima . I primi 80 cm sono del tipo Rend­zina con un alto con­ten­uto in humus, sotto si vede uno strato molto omo­ge­neo di detriti dolo­mi­tici. Infatti il paese di Magré ed i nos­tri vigneti Kotz­ner, PuitFeld si tro­vano sul conoide di dei­e­zione che allora è stato for­mato dal rio Favo­gna, oggi quasi solo un riga­gnolo. Ad ovest viene limi­tato dal monte Favo­gna, ad ori­ente in modo netto dalla Fossa Grande di Cal­daro, come si vede bene nella foto.

Tau­sende, viel­leicht sogar zehn­tau­sende Jahre lang hat der Bach unge­bän­digt Mate­rial ange­schwemmt, das sich — typisch für diese Art der Sedi­men­ta­tion — sehr regel­mä­ßig vom Berg in Rich­tung Tal ver­teilt hat. Zwi­schen­durch muss es immer wie­der Jahre ohne Mate­ri­al­nach­schub gege­ben haben, in denen die Boden­bil­dung ein­setzte und Pflan­zen­wachs­tum zuließ. Davon zeu­gen die bei­den dün­nen schwar­zen Strei­fen in 4,5 und 5 m Tiefe. Ab wann die jet­zige Humus­schicht gebil­det wer­den konnte, weil der Bach einen seit­her sta­bi­len Ver­lauf gefun­den hat, kann ich nur extrem grob abschät­zen, aber wahr­schein­lich hätte schon die Glet­scher­mu­mie Ötzi hier zumin­dest einen ers­ten spon­ta­nen Pflan­zen­be­wuchs fest­stel­len kön­nen.

Migli­aia, forse decine di migli­aia di anni il rio indo­mito ha appor­tato mate­riale che tipi­ca­mente per questo tipo di sedi­men­ta­zione si è dis­tri­buito in modo sim­metrico verso il fon­do­valle. Sem­bra che tra un’inondazione e l’altra deve essere pas­sato ogni tanto anche un certo peri­odo tran­quillo, che ha per­messo l’insidiamento della vege­ta­zione. Lo tes­ti­mo­niano le due strisce scure sot­tili a 4,5 e 5 metri. Quando è comin­ciato a for­marsi lo strato odierno dopo che il rio ha tro­vato un deflusso sta­bile, lo posso solo sti­mare in modo più che approssi­ma­tivo. Secondo me già Ötzi avrebbe ritro­vato quí insi­dia­menti vege­tali.       

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Hassliebe

Oft sind es nur ein­zelne Beere, wel­che von der Fäul­nis ange­steckt wer­den, oft aber auch halbe und ganze Trau­ben. Sol­che unreif gefaul­ten Beere blei­ben sauer, und scha­den nicht nur der Güte des Wei­nes, son­dern geben ihm auch einen unan­ge­neh­men wid­ri­gen Geschmack, oder machen ihn gar unge­nieß­bar, wenn viele sol­che Trau­ben unter die andre kom­men.”
KALB 1810 *

Mit die­sem immer noch gül­ti­gem Zitat beginnt meine Diplom­ar­beit, wel­che ich 1990 an der Uni­ver­si­tät für Boden­kul­tur ein­ge­reicht habe. Seit der Beschäf­ti­gung mit “Die quan­ti­ta­ti­ven Ver­än­de­run­gen von Trau­ben­in­halts­stof­fen und die Akti­vi­täts­be­stim­mung des Enzyms Lac­case bei klas­si­fi­zier­tem Botry­tis­be­fall” kul­ti­viere ich zwangs­läu­fig ein beson­de­res Ver­hält­nis zu die­sem Pilz. Wir wis­sen, dass je nach Sorte, Befalls­zeit­punkt, herbst­li­chem Wit­te­rungs­ver­lauf und ange­streb­tem Wein­stil die­ser Pilz Segen oder Fluch bedeu­ten kann.

Unreif gefaul­ten Beere” habe ich bei unse­rem zuletzt gele­se­nen Gewürz­tra­mi­ner nicht gefun­den. Der im Bild ersicht­li­che Botry­tis­be­fall hat sich erst in den letz­ten Tagen danke der feuch­ten Wit­te­rung ent­wi­ckelt ‚wes­halb man schon von einer begin­nen­den Edel­fäule spre­chen kann. So etwas hat­ten wir noch nie, ich bin gespannt, wie sich diese etwas botry­tis­ge­prägte Teil­menge auf den Gesamt-Gewürz­tra­mi­ner aus­wir­ken wird.

* L.H. Kalb: Der Wein­bau nach theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Kennt­nis­sen. Ver­lag Erhar­di­sche Buch­hand­lung, Stutt­gart 1810.

18,7 19,5 20,1

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Das sind nicht die Ide­al­maße eines Models, gemes­sen in einer uns nicht geläu­fi­gen Maß­ein­heit, nein, das sind die Zucker­kon­zen­tra­tio­nen, aus­ge­drückt in Grad Klos­ter­neu­bur­ger Most­waage (°KMW) unse­rer drei Weiß­wein­sor­ten, gemes­sen am 6. Sep­tem­ber.

Queste non sono le misure ideali di una modella misurate con un’unità di misura a noi sco­no­sci­uta ma i con­te­nuti zuc­cherini dei nos­tri tre viti­gni bian­chi in gradi Babo (°B), misurati il 6 set­tembre.

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Gewürztraminer al gusto di spezie”

Gewürz­tra­mi­ner mit den Geschmack von Gewür­zen” müsste die Über­set­zung des ursprüng­li­chen ita­lie­ni­schen Titels lau­ten. Nach­dem aber der Name des Wei­nes auf Deutsch selbst­er­klä­rend ist, wäre das eine unnö­tige Tau­to­lo­gie gewe­sen. Jeden­falls scheint unser Feld 2008 diese m.E. grund­le­gen­den Eigen­schaf­ten beson­ders aus­ge­prägt zu haben, wählte ihn doch der ita­lie­ni­sche Wein- und Spei­sen­jour­na­list Paolo Mas­s­obrio am 5.8. für seine wöchent­lich erschei­nende Wein­re­zen­sion in der ita­lie­ni­schen Tages­zei­tung La Stampa aus.

Sem­bra che il nos­tro Feld 2008 ris­pec­chi molto le sen­sa­zioni che si riten­gano tipi­che per questo viti­gno, se il noto giorna­lista eno­gas­tro­no­mico Paolo Mas­s­obrio lo ha scelto il 58 per la recen­sione set­tim­anale “In can­tinasu La Stampa.

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