Jetzt gibt es ihn! — Finalmente è uscito!

gb_ob_14Mich reizt es mehr, viele ver­schie­dene Weine zu machen, als von einem viele Fla­schen. Es ist zwar arbeits- und betriebs­wirt­schaft­lich rela­tiv sinn­frei, als ehe­ma­li­ger Ver­suchs­wein­aus­bauer habe ich aber eine Schwä­che für Details und möchte jene Facet­ten, wel­che eine Lage mit­bringt, auch dem End­ver­brau­cher zei­gen. Soviel Lage, Sorte und Jahr­gang wie nur mög­lich bei allen Wei­nen ins Glas zu bekom­men, ist seit jeher mein Ziel. Eine defen­sive Öno­lo­gie, wel­che Aro­ma­ti­sie­run­gen auch und beson­ders durch Behäl­ter aus­schließt, ist eine Vor­aus­set­zung dafür.  Es freut mich daher, dass heuer erst­mals ein zwei­ter Wein der glei­chen Sorte in den Ver­kauf gelangt.

Mi affa­scina di più fare molti vini dif­fe­renti che di pochi vini tante bot­ti­g­lie. Dal punta di vista eco­no­mico non ha senso ma da vignaiolo con un pas­sato da micro­vi­ni­fi­ca­tore ho un debole per i detta­gli. Vor­rei che anche il con­su­ma­tore potesse sen­tire le sfac­cet­ta­ture che con­trad­dis­tin­guono i diversi vigneti. Io cerco da sempre di port­are nel bic­chiere più ter­ri­to­rio, viti­gno ed annata pos­si­bile. Una delle con­di­zioni per ciò è l’utilizzo di un’enologia caut­ela­tiva che tra l’altro esclude anche l’aromatizzazione da parte di con­te­ni­tori. Sono per­ciò molto con­tento di poter pre­sen­tare per la prima volta un secondo vino della stessa varietà e tipo­lo­gia.

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Grauer Burgunder die Zweite — Pinot grigio seconda

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Ges­tern, am ers­ten kalen­da­ri­schen Herbst­tag, haben wir im Betrieb ein neues Kapi­tel auf­ge­schla­gen: erst­mals wurde der Graue Bur­gun­der aus der Lage Ober­feld für den wein­hof KOBLER geern­tet. Somit wird es ab dem nächs­ten Som­mer, sollte im Kel­ler nichts schief gehen, einen zwei­ten, eige­nen Wein die­ser Sorte geben, der unver­schnit­ten mit eige­nem Eti­kett auf den Markt kom­men wird.

Ieri, al primo giorno d’autunno, abbiamo ini­ziato un nuovo capi­tolo nella la nos­tra azi­enda: per la prima volta sono state ven­demm­iate uve Pinot gri­gio del vigneto Ober­feld per il wein­hof KOBLER. Quindi avremo a par­tire della prossima estate, se non ci saranno pro­blemi in cantina,in ven­dita un secondo vino di questo viti­gno. In purezza e ovvia­mente con la pro­pria eti­chetta. 

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18,7 19,5 20,1

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Das sind nicht die Ide­al­maße eines Models, gemes­sen in einer uns nicht geläu­fi­gen Maß­ein­heit, nein, das sind die Zucker­kon­zen­tra­tio­nen, aus­ge­drückt in Grad Klos­ter­neu­bur­ger Most­waage (°KMW) unse­rer drei Weiß­wein­sor­ten, gemes­sen am 6. Sep­tem­ber.

Queste non sono le misure ideali di una modella misurate con un’unità di misura a noi sco­no­sci­uta ma i con­te­nuti zuc­cherini dei nos­tri tre viti­gni bian­chi in gradi Babo (°B), misurati il 6 set­tembre.

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Blauburgunder > Grauburgunder > Weißburgunder — Pinot nero > Pinot grigio > Pinot bianco

Die Abfolge im Titel ist nicht als Wer­tig­keit der gleich­na­mi­gen Weine zu ver­ste­hen, son­dern als zusam­men­ge­fasste Ent­wick­lungs­ge­schichte die­ser Reb­sor­ten. Es wird näm­lich mit ziem­li­cher Sicher­heit ange­nom­men, dass der Graue Bur­gun­der vom Blau- oder Spät­bur­gun­ders abstammt, wel­cher wie­derum dem Weiß­bur­gun­der gene­riert hat. Dies nicht durch natür­li­che oder vom Men­schen ange­stellte Kreu­zung, son­dern durch spon­tane Muta­tion. Laut dem Her­der Bio­lo­gie­le­xi­kon von 2004 ist “Muta­tion w [von latein. muta­tio = Ver­än­de­rung; Verb mutie­ren], spon­tane, d.h. natür­lich ver­ur­sachte, oder durch Muta­gene indu­zierte Ver­än­de­rung des Erb­guts (Ver­än­de­rung der Basen­se­quenz), die sich mög­li­cher­weise phä­no­ty­pisch (Phä­no­typ; z.B. in Form einer “Dege­ne­ra­tion”) mani­fes­tiert.”

La sequenza nel titolo non ha niente a vedere con una valu­t­azione degli ononimi vini, ma si deve inten­dere come suc­ces­sione evo­lu­tiva dei viti­gni citati. Infatti si pre­sume con molta sicu­rezza che il Pinot gri­gio derivi dal Pinot nero e che abbia gene­rato a sua volta il Pinot bianco. Questo non per incro­cio natu­rale o favo­rito dall’uomo, ma per muta­zione spon­ta­nea. Secondo Wiki­pe­dia la muta­zione è: “… ogni modi­fi­ca­zione sta­bile nella sequenza nucleo­ti­dica di un genoma o più gene­ralmente di mate­riale gene­tico (sia DNA che RNA). Una muta­zione modi­fica quindi il geno­tipo di un indi­vi­duo e può even­tu­almente modi­fi­carne il feno­tipo a seconda delle sue carat­te­ris­ti­che e delle inte­ra­zioni con l’ambiente.”

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Zeit der Reife — Epoca di maturazione

refraktometerGerade von der der jähr­li­chen Vinea tiro­len­sis zurück­ge­kom­men (Berichte dar­über u.a. hier, hier, und hier) geht es mit Voll­dampf an die Lese­vor­be­rei­tun­gen. Ein wesent­li­cher Teil davon ist natür­lich das unge­fähre Anvi­sie­ren der Ern­te­ter­mine. Ein wesent­li­ches Kri­te­rium ist die Reife der jewei­li­gen Trau­ben­par­tien, aber auch die Wit­te­rungs­ver­hält­nisse, die Ver­füg­bar­keit von Per­so­nal und Gerä­ten müs­sen berück­sich­tigt wer­den. Nicht zuletzt sind die gemach­ten Erfah­run­gen mit­ent­schei­dent.

Appena rien­trato dall’ annuale Vinea tiro­len­sis (ser­vizi da leg­gere tra l’altro quì, quì, und quì) si con­ti­nuano i pre­pa­ra­tivi della ven­dem­mia ormai prossima. Una parte cen­trale di questi lavori è il mirare alle rela­tive date di rac­colta per ogni par­tita di uva. Un para­me­tro fon­da­men­tale è lo stato di matu­ra­zione dell’uva, ma anche la dis­po­ni­bi­lità di per­so­nale e mac­chi­nari è essen­ziale. Alla fine anche le espe­ri­enze fatte finora sono deter­mi­nanti.

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Auch uns hat es erwischt — Anche noi siamo stati colpiti

2009-07-07_16-04-09Aber wir haben gleich­zei­tig auch rie­si­ges Glück gehabt. Es wurde (bis jetzt!) nur der Wein­gar­ten “Ober­feld” mit sei­nem Grauen Bur­gun­der vom Hagel getrof­fen und des­sen Trau­ben auch nur rela­tiv leicht auf der West­seite der Reb­zei­len. Andere Gebiete wie z.B. in Kal­tern und Tra­min wur­den unver­gleich­lich stär­ker geschä­digt. Dort gab es stel­len­weise Total­aus­fälle und Beschä­di­gun­gen des Reb­hol­zes, wel­che sich auch auf das nächste Jahr nega­tiv aus­wir­ken dürf­ten.

Ma siamo stati allo stesso momento (finora!) anche molto for­tu­nati. Questo per­chè dalla gran­dine è stato col­pito solo il vigneto “Ober­feld” col suo Pinot gri­gio ed inoltre uni­ca­mente i grap­poli esposti verso ovest pre­sen­tano acini dan­n­eg­giati. Altre zone come quelle nei comuni di Cal­daro e Ter­meno sono col­piti in maniera incom­pa­ra­bilmente mag­giore. Là si hanno tal­volte per­dite totali della pro­du­zione e dan­n­eg­gia­menti dei tralci che avranno riper­cus­sioni anche sull’anno prossimo.

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Hauptsächlich Birne

Seit eini­gen Tagen schme­cken die gären­den Grau­bur­gun­der­moste schon mehr nach Wein als nach Trau­ben­saft, das letzte ver­blei­bende Drit­tel des Zucker­ge­hal­tes dürfte jetzt von den Hefen ange­grif­fen wer­den. Wie auch in ande­ren Jah­ren schwebt im Kel­ler bis in die Woh­nung hin­auf ein über­aus deut­li­cher Geruch nach schmel­zi­gen, fast über­rei­fen Wil­liams­bir­nen. Als Gär­tem­pe­ra­tur habe ich 18,5 °C ein­ge­stellt; der gewählte Wert ist nach mei­ner Erfah­rung ein akzep­ta­bler Kom­pro­miss zwi­schen einer siche­ren (Aus-) Gärung und einem mög­lichst gerin­gen wär­me­be­ding­ten Aro­ma­ver­lust. Zudem kann ich mit den für Kalt­gä­run­gen ein­her­ge­hen­den “Glet­scher­eis”-Aro­men wenig anfan­gen.

Der Char­don­nay ist in der Zwi­schen­zeit auch zu mehr Wein als Most gewor­den, im Tank­dom riecht man deut­lich tro­pi­sche Früchte. Nach­dem er men­gen­mä­ßig aber etwas weni­ger als die Hälfte der erst­ge­nann­ten Sorte aus­macht, tut er sich schwer, die Luft­ho­heit im Kel­ler zu erlan­gen.

Übri­gens, eine Ein­rich­tung zum Absau­gen der Gär­gase ist im Kel­ler ein­ge­baut. Ein Timer schal­tet sie in bestimm­ten Abstän­den immer wie­der ein, so dass ein gefah­ren­lo­ses Betre­ten des Kel­lers immer mög­lich ist.

Reifetest, oder: Das Bangen hat begonnen

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Jetzt hat sie wie­der begon­nen, die Zeit der Rei­fe­tests, der Aus­sich­ten auf den Jahr­gang, der Vor­be­rei­tun­gen im Kel­ler, des ban­gen Ver­fol­gens der Wet­ter­pro­gno­sen. Inter­es­sant, in den diver­sen Inter­net-Foren und ande­ren Medien über die Menge, aber noch mehr über die Qua­li­tät des zukünf­ti­gen Jahr­gan­ges zu lesen. Schade, dass auch Pro­du­zen­ten den boh­ren­den Fra­gen der Jour­na­lis­ten nach­ge­ben und sich ent­we­der stark aus dem Fens­ter leh­nen oder sich auf nichts­sa­gen­den All­ge­mein­plät­zen tum­meln. Ange­nehm, wenn man auch authen­ti­sche, dif­fe­ren­zie­rende Berichte lesen kann.

Dabei sollte doch jeder, der ein­mal Wein gemacht hat wis­sen und die Erfah­rung auch wei­ter­ge­ben, dass momen­tan, natür­lich nur wo es nicht stark geha­gelt oder der Pero­no­s­por­a­pilz unge­hemmt gewü­tet hat, noch gar nichts fix ist. Zum einen wird der Zustand, wie sich die Trau­ben zum Zeit­punkt der Lese prä­sen­tie­ren — zumin­dest in den gemä­ßig­ten Wein­bau­zo­nen — , in den letz­ten Wochen und Tagen vor der Ernte in extre­mer Abhän­gig­keit vom aktu­el­len Wet­ter ent­schie­den, und zudem sind der äußere Zustand der Ware sowie die inne­ren, ana­ly­sier­ba­ren Werte eine Sache, die Qua­li­tät des trink­fä­hi­gen Wei­nes sehr oft wie­derum ein ande­res Paar Schuhe.

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