Viriziagn” und “auibindn” — “Ligar su”

Laub­ar­beit ist der Über­be­griff für viele Tätig­kei­ten des Wein­bau­ers im Som­mer. Über das darin ent­hal­tene Aus­bre­chen der über­schüs­si­gen Triebe, das wir hier “schab­i­gen” nen­nen, habe ich schon mehr­mals geschrie­ben. Doch damit wurde erst der Anfang gemacht. Es gilt, dass die ver­blie­be­nen Triebe in die rich­tige Rich­tung wach­sen und den vor­ge­ge­be­nen Raum mög­lichst gleich­mä­ßig aus­fül­len. Dies, damit die Reb­blät­ter das ein­fal­lende Son­nen­licht opti­mal ein­fan­gen und trotz­dem eine gute Durch­lüf­tung der Laub­wand im Sinne der Pflan­zen­ge­sund­heit gewähr­leis­tet bleibt. Auch alle spä­ter anfal­len­den Arbei­ten ein­schließ­lich der Lese pro­fi­tie­ren von einer sorg­fäl­ti­gen Aus­füh­rung.

Il ter­mine col­let­tivo di lavoro sul verde rac­co­g­lie più atti­vità estive del viti­col­tore. Della scac­chia­tu­ura (“sgar­zar”), cioè dell’allontanamento di tutti i tralci super­flui o col­lo­cati male ho già scritto più volte. Ma questo era solo l’inizio. Infatti è necessa­rio che i tralci crescano nella dire­zione giusta e riem­pino in modo omo­ge­neo lo spa­zio pre­visto. Questo per­ché le fog­lie della vite cap­tino bene le radia­zioni solari e nello stesso tempo la parete fogliare con­servi una giusta aera­zione a favore dello stato sani­ta­rio. Anche tutti i lavori seguenti fino alla ven­dem­mia com­presa appro­fittano di un’esecuzione meti­co­losa.

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Erste Laubarbeiten — I primi lavori sul verde

Vor ein paar Woche haben die Reben begon­nen aus­zu­trei­ben. Zwei bis vier Wochen dar­auf begin­nen die ers­ten Laub­ar­bei­ten: Das Schab­i­gen oder Aus­bre­chen der über­schüs­si­gen Triebe. Vor drei Jah­ren bin ich schon ein­mal mit einem Bei­trag dar­auf ein­ge­gan­gen. Es ist eine der ange­neh­me­ren Arbei­ten im Wein­gar­ten: die Tem­pe­ra­tu­ren sind noch nicht zu hoch, die Triebe sind ob ihres krau­ti­gen Zustan­des leicht vom Stock zu rei­ßen und der ganze Stock­auf­bau ist noch recht über­sicht­lich. Aber: es ist eine Arbeits­spitze, d.h. das opti­male Zeit­fens­ter ist recht eng, bald dar­auf sollte näm­lich schon erst­mals ein­ge­steckt (bei der Spa­lier­er­zie­hung) oder hin­auf­ge­bun­den (bei der Pergl) wer­den. Und wenn man dann ein Selbst­ver­mark­ter ist, muss das ganze auch noch mit der Kel­ler­ar­beit kom­bi­niert wer­den. Wir z.B. fül­len nächste Woche, was inten­sive Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten im Kel­ler impli­ziert. Das Film­chen ist übri­gens auch des­we­gen in einen ein­zi­gen Durch­gang ent­stan­den, der geneigte Leser ver­zeihe bitte die stark ver­bes­se­rungs­wür­dige Qua­li­tät.


Qual­che set­ti­mana fa le viti hanno comin­ciato a ger­mo­gliare. Tra due e quat­tro set­ti­mane dopo comin­ciano i primi lavori sul verde: la spol­lo­na­tura e la scac­chia­tura dei getti super­flui. Tre anni fa ne ho scritto in un post appo­sito. È uno dei lavori più pia­ce­voli in vigneto: le tem­pe­ra­ture non sono ancora troppo alte, i getti sono facili da stac­care in quanto non ancora ligni­fi­cati e la parete fogliare non è ancora troppo folta. Tut­ta­via è un peri­odo di punta in quanto il lasso di tempo oppor­t­uno è ridotto, tra poco si dov­ranno infi­lare i ger­mo­gli tra i fili (nelle spa­liere) o legare i getti (nel caso delle per­gole). E se poi si è vignaiolo questi lavori devono essere coor­di­nati con gli impegni in can­tina. Nel mio caso si imbot­tiglia la prossima set­ti­mana e questo com­porta lavori pre­pa­ra­tivi abbast­anza intensi in can­tina. Per questo il filmino è stato rea­liz­zato in un solo pas­s­ag­gio, il gen­tile let­tore per­doni per favore la qua­lità parec­chio per­fe­zio­na­bile. 

Verbesserte Ergonomie — Ergonomia migliorata

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All jene, die meine Wein­gär­ten schon ein­mal gese­hen haben, wer­den bemerkt haben, dass ich gro­ßen Wert auf hohe Laub­wände lege. Die Gründe dafür sind in ers­ter Linie phy­sio­lo­gi­scher und pflan­zen­schutz­tech­ni­scher Natur. Nach­dem der obere Rand der Laub­wand eine bestimmte Höhe nicht über­schrei­ten kann, muss der Bie­ge­der­aht recht tief ange­setzt wer­den, will man eine Laub­wand­min­dest­höhe von min­des­tens 130 cm errei­chen.

Tutti quelli che  hanno già visto i miei vigneti, avranno notato che per me è importante avere un’ampia parete fogliare. I motivi sono princi­palmente di ordine fisio­lo­gico e fito­sa­ni­ta­rio. Sic­come il filo più alto non può super­are una certa altezza, il primo filo deve essere basso, se si vuole avere un’altezza minima della parete fogliare di almeno 130 cm.

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Für Ordnung sorgen — Mettere ordine

Wenn man Authen­ti­zi­tät ernst nimmt, dann müs­sen auch die weni­ger schö­nen oder gelun­gene Sachen des Win­zer­da­seins ans Licht gebracht wer­den. So habe ich in der Ver­gan­gen­heit u.a. von Pflan­zen­schutz­pro­ble­men, Spät­frost­schä­den, unan­seh­li­chen Trau­ben, Gär­pro­ble­men, zähen Ver­käu­fen oder letzt­lich von einer kaum beherrsch­ba­ren Vege­ta­tion berich­tet. Desto glaub­wür­di­ger kön­nen wir (hof­fent­lich!) auch über erfreu­li­chere Din­gen schrei­ben.

Se si prende sul serio il ter­mine auten­ti­cità allora biso­gna parl­are anche degli epi­sodi meno belli e rius­citi che suc­ce­dono nel corso delle nostre atti­vità di vignaioli. Infatti in pas­sato ho scritto tra l’altro di pro­blemi fito­sa­ni­taridanni da gelate tar­divegrap­poli dall’aspetto dis­gustosoarresti di fer­men­ta­zioneven­dite dif­fi­cili o ulti­ma­mente di vege­ta­zione non più ges­ti­bile. Per con­tro mi con­si­dero più credi­bile (almeno spero!) quando parlo di temi più pia­ce­voli.

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In der grünen Hölle — Nell’inferno verde

Die zahl­rei­chen Nie­der­schläge seit dem Früh­ling und die letzt­lich andau­ernd hohen Tem­pe­ra­tu­ren haben bei uns ein plötz­li­ches Reb­wachs­tum aus­ge­löst, das in mei­ner per­sön­li­chen Erin­ne­rung sei­nes­glei­chen sucht. Deut­lich frü­her als sonst haben die Reb­triebe bei den Spa­lier­an­la­gen das oberste Draht­paar erreicht bzw. bei den Per­geln den äußers­ten Draht. Viel­fach hat der Zuwachs auch diese Gren­zen über­schrit­ten und hängt in die Fahr­gas­sen, teil­weise haben die Triebe begon­nen, ein grü­nes Dach dar­über aus­zu­bil­den.

Le nume­rose pre­ci­pi­ta­zioni pri­ma­ve­rili e le con­ti­nue alte tem­pe­ra­ture di recente hanno sus­ci­tato da noi una vigo­ria delle vigne che non mi ricordo di avere mai visto. Molto prima del solito i getti hanno rag­gi­unto il paio di fili più alto nel caso delle spal­liere o l’ultimo filo delle per­gole. In tanti casi anche questi limiti sono stati oltre­pas­sati dai tralci che pen­dono nell’interfilare ed in parte for­mano già un tetto verde.

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Schabigen — Scacchiatura e spollonatura


Es ist wie­der Zeit zu Schab­i­gen. Ein paar Wochen nach Beginn des Aus­trie­bes ist es an der Zeit, über­zäh­lige Triebe zu ent­fer­nen. Es geht darum, dass auf der Frucht­rute (dem “Lafer”) jene Triebe abge­ris­sen wer­den, wel­che aus dem glei­chen Auge sprie­ßen, auch sonst­wie zu eng ste­hen bzw. schon jetzt zu wenig Wuchs­kraft auf­wei­sen, soge­nannte Küm­mer­triebe. Diese Arbeit wird in Süd­ti­rol Schab­i­gen genannt.

È di nuovo ora dei primi lavori al verde. Un paio di set­ti­mane dopo il ger­mo­gli­a­mento biso­gna togliere i ger­mo­gli super­flui. Si tratta di strap­pare dal capo a frutto i doppi getti cioè quelli che escono dalla stessa gemma, i ger­mo­gli che stanno troppo stretti e quelli che già adesso most­rano una vigo­ria non suf­fi­ci­ente. Questi lavori si rias­su­mono col ter­mine di scac­chia­tura.

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Erste Laubarbeiten — Primi interventi sul verde

Eine Rebe treibt immer wie­der auch am soge­nann­ten “alten Holz”, d.h. an den mehr­jäh­ri­gen Holz­tei­len, aus. Die Ursa­che sind dafür die Unzahl von “schla­fen­den Augen”, Knos­pen, wel­che nicht im Jahr ihrer Bil­dung son­dern auch Jahre spä­ter aus­trei­ben. Das hat den Vor­teil, dass die Rebe auch dann noch irgendwo aus­treibt, wenn ein gro­ßer Teil ent­we­der abge­schnit­ten ist oder wegen extre­mer Win­ter­kälte z.B. abstirbt. Der Nach­teil ist, dass die Reben jedes Jahr im Früh­ling auch am Stamm Was­ser­schosse aus­bil­den, wel­che ent­fernt wer­den müs­sen. Mit Bürs­ten ver­se­hene Stamm­putz­ge­räte könne diese Arbeit bis zu einer gewis­sen Höhe maschi­nell erle­di­gen, in unse­rem Ber­trieb erfolgt es noch gänz­lich hän­disch.

Le viti ger­mo­gliano sempre anche sul cosi­detto “legno vec­chio”, cioè sulle parti plu­ri­en­nali del fusto. La causa è da ricer­carsi nelle num­e­ro­sis­sime gemme dor­mi­enti, che non si aprono nell’anno dopo la loro for­ma­zione ma piut­tosto diversi anni dopo. Questo ha il vant­ag­gio che la vite ricac­cia sempre anche se gran parte di essa viene aspor­tata nella pota­tura o se per esem­pio la parte aerea muore per effetto di gelate ecces­sive. Lo svant­ag­gio sta invece nel biso­gno di spol­lo­nare ogni pri­ma­vera. Da qual­che tempo si stanno dif­fon­dendo delle mac­chine dotate di spaz­zole che fanno questo lavoro fino ad una certa altezza, nella nos­tra azi­enda lo si fa ancora a mano.

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