Pergeln sind fertig! — Finito le pergole

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Nein, bitte nicht miss­ver­ste­hen, mit dem Sys­tem der Perg­ler­zie­hung haben wir noch nicht abge­schlos­sen. Ganz im Gegen­teil, die andau­ernde Kli­ma­er­wär­mung lässt sie wie­der inter­es­san­ter erschei­nen als noch vor eini­gen Jah­ren; aber dar­über könnte ich ein ande­res Mal aus­führ­li­cher schrei­ben. Ich wollte eigent­lich sagen, dass wir mit dem Schnitt der Pergl (ca. ein Drit­tel unse­rer Wein­bau­flä­che) ges­tern fer­tig gewor­den sind, heute fah­ren wir mit den auf Draht­rah­men gezo­ge­nen Reben fort. Deut­lich frü­her als die ande­ren Jahre, denn wir haben zei­ti­ger begon­nen und wur­den auch nie durch Schlecht­wet­ter oder andere anfal­lende Arbei­ten im Betrieb auf­ge­hal­ten.

No, prego non frain­ten­dermi, non abbiamo finito di col­ti­vare la vite alle­vata a per­gola. Anzi, al con­tra­rio, il ris­cal­da­mento glo­bale la fa ritornare inter­es­sante ris­petto a quanto la si con­si­der­ava ancora qual­che anno fa; ma di questo forse un giorno farò un post appo­sito. Volevo invece dire che ieri abbiamo finito col la pota­tura delle nostre per­gole (circa un terzo della nos­tra super­fi­cie vitata), oggi con­ti­nue­remo con le spal­liere. Net­ta­mente prima che negli anni pre­ce­denti, in quanto abbiamo comin­ciato prima ma anche per­ché non c’era il mal­tempo o altri lavori impre­visti ad ostaco­la­rci.

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Aufrichten” — “Conciar su”

2016-03-25_16-03-06_1Bevor man nach dem Reb­schnitt die ver­blie­be­nen Frucht­ru­ten an die Drähte bin­det, gilt es, das Unter­stüt­zungs­sys­tem in Stand zu hal­ten und even­tu­ell aus­zu­bes­sern. Nach­dem die Pergl das his­to­ri­sche Erzie­hungs­sys­tem in Süd­ti­rol ist, sind die Bezeich­nun­gen der Arbei­ten immer noch davon abge­lei­tet, auch wenn sich immer mehr der Draht­rah­men durch­setzt (schät­zungs­weise 95 % der Neu­an­la­gen wer­den inzwi­schen sol­cher­art errich­tet).

A pota­tura ulti­mata, prima di poter legare i capi a frutto ai fili, è necessa­rio fare la manu­ten­zione al sis­tema si sostegno. Sic­come in Sud­ti­rolo il sis­tema di alle­va­mento sto­rico è la per­gola, i nomi dei rela­tivi lavori deri­vano da essa, nono­stante che le spal­liere si affer­mano sempre di più (a occhio e croce il 95 % degli impi­a­nti nuovi viene fatto in con­trasto alla tra­di­zione). 

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Pergl/Pergola Relaunch (2)

 

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Wie ich schon im vori­gen Bei­trag erklärt habe, wird auch in den nächs­ten Jah­ren die Pergl in mei­nem Betrieb eine wich­tige Rolle spie­len. Seit der Betriebs­über­nahme habe ich immer wie­der dar­über nach­ge­dacht, wie man diese ehr­wür­dige Erzie­hungs­me­thode refor­mie­ren, wie man bestimmte Vor­teile, wel­che der Draht­rah­men bie­tet, auch auf der Pergl anwen­den könnte. Die Gestal­tung der Laub­wand, eigent­lich in die­sem Fall des Laub­da­ches, ist hierzu aus­schlag­ge­bend. Die Wachs­tums­in­ten­si­tät der Rebe sowie die Stärke und Rich­tung der vor­herr­schen­den Winde ent­schei­den, ob wir mit mehr oder weni­ger hän­di­schem Auf­wand das Ziel einer gleich­mä­ßig ver­teil­ten, auf­ge­räum­ten aber doch locke­ren Laub­masse, wel­che auch den Trau­ben noch genug Licht und Durch­lüf­tung lässt, errei­chen.

Nello scorso post a pro­po­sito della per­gola ho spie­gato che anche nei prossimi anni questa avrà una certa import­anza nella mia azi­enda. Da quando ci lavoro, ho rif­let­tuto più volte come si pot­rebbe rifor­mare questo spetta­bile sis­tema, come si pot­rebbe fare a tras­fer­ire diversi vant­aggi della spal­liera alla per­gola. In questo intento la ges­tione della paliz­zata, o meglio, dell’ala fogliare è deter­mi­nante. La vigo­ria della vite e l’intensità e la dire­zione dei venti domi­nanti deter­minano il nos­tro sforzo, espresso in ore lavora­tive, per rag­gi­ungere il risul­tato: Una massa fogliare dis­tri­buita uni­for­me­mente, pos­si­bilmente ordi­nata ma lo stesso non com­patta, cin modo di garan­tire abbast­anza luce (non sole!) ed aria ai grap­poli.

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Pergl/Pergola Relaunch (1)

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Lange wird es wohl nicht mehr dau­ern, bis Du alles umge­stellt haben wirst”, mit die­sen Wor­ten reagierte der junge Ver­käu­fer, als ich mich für ein Sprüh­ge­rät inter­es­sierte und ich ihm erklärte, ich kön­nen mit einem Geblä­se­auf­satz nichts anfan­gen, da ich auch Per­geln als Erzie­hungs­sys­tem in mei­nen Wein­gär­ten habe. Diese seine Aus­sage hat mich etwas nach­denk­lich gestimmt, wie es aus­sieht hat ein beträcht­li­cher Teil mei­ner Reb­an­la­gen ein Erzie­hungs­sys­tem, das mit einem Ablauf­da­tum ver­se­hen ist.

Non durerà mica a lungo fin­ché avrai finito a con­ver­tire i tuoi vigneti”, con queste parole mi ha ris­posto il gio­vane riven­di­tore nel momento in cui mi sono inter­es­sato di un ato­miz­za­tore e gli cer­cavo di spie­gare che non posso uti­liz­zare un con­vo­glia­tore a tor­retta in quanto dis­pongo anche di per­gole. Questa sua posi­zione mi ha fatto rif­let­tere. Da come sem­bra, una parte con­si­de­re­vole dei miei impi­a­nti ha una data di sca­denza. 

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Schnitt der Pergl — Potatura della pergola

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Den Kotz­ner (Mer­lot) und den Oge­aner (Char­don­nay) habe ich inzwi­schen fer­tig geschnit­ten, jetzt bin ich am Klaus­ner mit dem Grauen Bur­gun­der beschäf­tigt. Unge­fähr die Hälfte unse­rer Reb­flä­chen hat als Erzie­hungs­sys­tem die tra­di­tio­nelle Pergl (genau genom­men ein soge­nann­ter Ter­la­ner Halb­bo­gen), die andere Hälfte der Reben sind als Guyot (eine Draht­rah­men­art) gezo­gen. In der Ver­gan­gen­heit wurde in Süd­ti­rol das Umstel­len auf die­ses für unsere Gegend rela­tiv neue Sys­tem als ein uner­läss­lich­li­cher Schritt zu mehr Qua­li­tät gese­hen, inzwi­schen haben sich die Dis­kus­sio­nen über die rich­tige Erzie­hungs­art etwas beru­higt und sind zum Glück auch prag­ma­ti­scher gewor­den.

Nei vigneti Kotz­ner (Mer­lot) e Oge­aner (Char­don­nay) ho finito la pota­tura, adesso sono occup­ato nel Klaus­ner con il Pinot gri­gio. Circa la metà dei nos­tri appez­zamenti vitati sono a per­gola sem­plice (quella cosid­detta di Ter­lano con due can­ti­nelle), l’altra metà invece è a spal­liera e più pre­ci­samente a Guyot modi­fi­cato. In pas­sato si è visto la con­ver­sione a spal­liera come un passo indis­pensa­bile per aumen­tare la qua­lità, oggi­giorno for­tu­na­ta­mente la dis­cus­sione si è cal­mata e ci si avvicina alla ques­tione con prag­ma­tismo.

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Rebschnitt — Potatura delle viti

Wie geht denn das da mit dem Schnei­den der Reben? Eine Anlei­tung lie­fere ich nicht, aber um einen ers­ten Ein­druck von der Haupt­tä­tig­keit eines Wein­bau­ern im Win­ter zu ver­mit­teln, habe ich mich an ein paar Film­auf­nah­men gewagt, einige aus einer für den Betrach­ter unge­wohn­ten Per­spek­tive.

Com’è che si potano queste viti? Non offro istru­zioni in questo post. Ma per tras­met­tere delle impres­sioni circa la princi­pale atti­vità inver­nale del viti­col­tore ho fatto qual­che ripresa. Alcune da una pros­pet­tiva leg­ger­mente inso­lita.

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Weinlese im Eilverfahren: Chardonnay Ogeaner

Irgend­wie bin ich schon etwas stolz auf unsere Char­don­nay-Anlage Oge­aner. Am süd­lichs­ten Rand der Gemeinde Mar­greid und damit fast an der Lan­des­grenze gele­gen, stellt sie mit ihren über­wie­gend über 60 Jahre alten Stö­cken einen mar­kan­ten Mosa­ik­stein im Gebilde unse­res Betrie­bes dar. Zudem war es das erste Grund­stück, das mein Vater, sei­ner­zeit schon mit die­ser Sorte bestockt, in den 50er Jah­ren erwor­ben hat. Der Boden ist ein sehr durch­läs­si­ger Flins­bo­den, wie in die Etsch im Laufe der unzäh­li­gen Über­schwem­mun­gen vor ihrer Regu­lie­rung gene­riert hat.

Das Erzie­hungs­sys­tem (im Bild ein Foto aus dem vori­gen Jahr) ist, ent­spre­chend dem Alter des Wein­gar­tens, eine ein­fa­che Pergl mit Nord-Süd-Aus­rich­tung. Die Qua­li­tä­ten, wel­che diese Anlage lie­fert, sind sehr kon­stant; die Weine wei­sen immer die Char­don­nay-typi­sche Banane- und Ana­nas-Noten auf, die Säure ist nie zu tief. Auch wenn mir der Aus­druck gar nicht gefällt, so sagen viele Kos­ter die­sen Wei­nen eine bemer­kens­werte Mine­ra­li­tät nach (und sind ganz ver­wun­dert, wenn ich ihnen die Her­kunft des Wei­nes ver­rate).

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