Gewürztraminer im Schnee?

Naja, etwas mehr als tausend  Meter Seehöhe haben uns am Samstag schon noch vom gerade gefallenen Schnee getrennt, aber ungewöhnlich kalt für die Jahreszeit war es trotzdem. Die 3 °C Morgentemperatur haben das Abtrocknen der Trauben stark verzögert, weshalb die Lese der ersten Gewürztraminerpartie auf Sonntag verschoben wurde. Der Mosttemperaturrekord wurde noch einmal getoppt: 8,0 °C hatte die erste Lieferung, 14,3 °C aber schon jene, welche am späten Vormittag geerntet wurde.

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Die Trauben präsentieren sich schön, die Anzahl der m.E. qualitativ wichtigen eingetrockneten Beeren hält sich aber leider in Grenzen. Deshalb auch die Entscheidung, eine Hälfte der Anlage erst in einer Woche oder mehr, je nach Witterung, zu ernten. Etwas mehr rosinenartige Beeren und ein Anflug von Edelfäule täten dem angestrebten Weintyp sicherlich gut.

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Die heute erfolgte Mostanalyse ergab: Mostgewicht 20,2 °KMW, pH 4,07, titriebare Säure 3,7 g/L, HVS 279 mg/L. Ähnliche Werte wie voriges Jahr, ich bin vorsichtig optimistisch. Nach erfolgter Pressung wurden die Trestern in Kisten gepackt und nach Arbeitsanleitungt beimpft, heuer soll erstmalig davon ein Destillat in der Lohnbrennerei von Martin Aurich hergestellt werden. Bin sehr auf das Resultat gespannt.

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Am gleichen Tag wurden die vier Behälter Grauer Burgunder, welche am 19. und 20.9. vinifiziert wurden, erstmals von der Grobhefe abgezogen und in die nunmehr voll zu haltenden Tanks gepumpt. Gleichzeitig erfolgte die erste Jungweinschwefelung: 30 mg/L sollen den ungewollten Säureabbau verhindern, das Gärungsacetaldehyd abbinden und den Wein vor Oxidation schützen. Heute hingegen wird der am 22.9. gelesene Chardonnay dem ersten Abzug unterzogen. Bis jetzt verlaufen die Gärungen reibungslos.

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