Die Weinkrise? Meine Antwort – La crisi del vino? La mia risposta

paketuebergabe4Wir sollen uns selbst und anderen nichts vormachen, auch die Südtiroler Weinwirtschaft klagt unter zum Teil empfindlichen Absatzrückgängen. Die reale bzw. empfundene Wirtschaftskrise hat den Verbrauchern den Kauf vom Wein im Einzelhandel und den Konsum in der Gastronomie spürbar verdorben. Besonders letztere verspürt zudem die immer strenger sanktionierten Alkoholkontrollen, welche dann oft irrationale Früchte hervorbringen: allzuviele Konsumenten meinen in der Angst, zumindest den Führerschein zu verlieren, dass auch während eines Essens maximal ein Glas Wein oder besser gar keines getrunken werden kann, um unter den allesentscheidenden 0,5 ‰ zu bleiben.

Sarà meglio che non illudiamo noi stessi e gli altri, anche l’economia vinicola sudtirolese soffre di difficoltà di vendita in parte dolorose. La crisi economica reale e quella immaginata hanno tolto al consumatore la voglia di comprare vino nelle enoteche o di consumarlo nella ristorazione. Soprattutto quest’ultima soffre peraltro dei controlli stradali fortemente sanzionati che portano a dei risultati anche molto irrazionali: la paura fortissima di tantissimi consumatori di perdere come minimo la patente porta a farli pensare che anche durante un pranzo si possa bere solo un bicchiere di vino o meglio neanche quello per restare sotto i fatidici 0,5 ‰.

Nüchtern denkende Wirtschaftsexperten sehen die Krise gelassener und betrachten sie wie ein strenger Besen, der endlich die Märkte ordentlich ausputzt und die Gleichgewichte auf ein realeres Niveau bringt. In so einem Klima werden die Lagerbestände überall abgebaut indem nur die mindestemöglichen Nachbestellungen erfolgen. In der Folge wird es auch in den Nischen eng und die Neigung der Gastronomen und Önothekenbesitzer, wenig bekannte Betriebe ins Portfolio aufzunehmen, sinkt rapide. Man will auf der sicheren Seite bleiben. Verstärkt wird diese Tendenz dadurch, so wurde dies mir von mehreren Gastronomen berichtet, dass weinkundiges Service-Personal immer seltener wird. Und ohne Weinempfehlung tendiert der Gast automatisch dazu, die bekannten Namen auf der Weinkarte auszusuchen, auch er will kein Risiko eingehen.

Gli esperti di economia non allarmisti vedono la crisi più rilassati e la considerano come una scopa che ripulisce i mercati e riporta gli equilibri economici a livelli più reali. In questo clima si riducono le giacenze in maggazino ordinando solo lo stretto necessario. Di conseguenza anche le nicchie si restringono e la tendenza degli enotecari e ristoratori di introdurre aziende poco conosciute diminuisce in modo significativo. Si vuole andare sul sicuro. Questa tendenza, così ho sentito dai ristoratori, viene rafforzata dal fatto che è sempre più difficile trovare personale di servizio che si intenda di vini. E senza venire consigliato nella scelta dei vini, l’ospite tenderà sempre a scegliere cose che conosce, anche lui non vuole rischiare.

Natürlich haben mich diese Entwicklungen nicht verschont. Ich merke, dass Bestellungen später als gewohnt eintreffen und/oder kleinere Mengen als bisher beinhalten. Dies kann mich als ausgesprochener Weißweinproduzenten nicht unberührt lassen: besonders heuer, wo Flächenerweiterungen eine Steigerung der Produktion mit sich gebracht haben und ab einen bestimmten Zeitpunkt der m.E. immer ungerechtfertigtere Ruf nach dem neuen Jahrgang laut werden wird.

Naturalmente questi sviluppi non mi hanno risparmiato. Vedo che gli ordini arrivano più tardi del consueto e talvolta comprendono quantità minori del solito. Questo naturalmente non posso ignorarlo da produttore soprattutto di vini bianchi: in special modo quest’anno dove ho aumentato la superficie vinificata e dato che ad un certo punto si sentirà quel secondo me sempre più ingiustificato „aspetto l’annata nuova“.

Wie versuche ich dem entgegenzusteuern? Über Wundermittel verfüge ich natürlich nicht, ich versuche überall anzusetzen. Die Summe aller Bemühungen wird hoffentlich helfen, diese Krise mittelfristig erfolgreich zu meistern. Als Selbstvermarkter intensiviere ich zunächst den Kontakt zum Kunden, sei es der Endverbraucher wie der Wiederverkäufer, der Weineinzelhändler oder der Gastronom. Während ich anfangs drei Messen oder Präsentationen im Jahresbudget eingeplant habe, werden es 2009 doppelt so viele sein. Auch bei kleineren Events, sofern zeitlich machbar, werde ich zugegegen sein. Das Internetangebot soll weiterhin aktuell, die Blogeinträge wenn möglich häufiger erfolgen. Autobeklebungen mit dem Betriebslogo runden den Auftritt nach außen hin ab. Die Weinführer werden aber weiterhin meine Weine nicht bekommen (darüber vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt). Das ambizionierteste und finanziell auch intensivste Projekt stellt aber der in Planung befindliche „Weinraum“, so sein Arbeitstitel, dar. Ein Raum, welcher der Selbstvermarkung, Weinseminaren und der Weinsensorik dienen soll. Damit will ich dem steigenden Bedürfnis nach umfassenden, geführten Weingenuss entgegenkommen und überdurchschnittlich weininteressierte Kunden ansprechen.

Come cerco di reagire? Non dispongo di ricette sicure ma cerco di lavorare su più fronti, sperando che la somma degli interventi porti ad un miglioramento della situazione a medio termine. Da vignaiolo per primo intensifico il contatto col cliente, che esso sia il privato, il grossista, l’enotecario o il ristoratore. Se all’inizio della mia attività ho previsto nel budget annuale tre uscite su fiere e presentazioni, nel 2009 ho raddoppiato le mie presenze. Anche ad eventi piccoli sarò presente, se c’è disponibilità di tempo. Il sito web dovrà continuare ad essere aggiornato ed informativo, cercherò di scrivere più frequentemente sul blog. La macchina personalizzata col logo dell’azienda completa la presentazione. Le guide continueranno però a non avere i miei vini (forse in un altro momento i motivi). Il progetto più ambizioso e costoso è senz’altro la creazione di uno „spazio del vino“, così il titolo provvisorio. Al momento è in fase di proggettazione e dovrebbe servire per la vendita diretta, per seminari sul vino, per l’analisi sensoriale. Con questo voglio reagire alla domanda crescente di degustazioni guidate nel quadro dell’enoturismo.

2009-08-14_06-42-49Ganz wichtig ist momentan die vermehrte Suche nach neuen Märkten. Was da so großspurig klingt, bedeutet in meinem Mikrokosmos, dass ich noch intensiver bei Önotheken und Restaurants aber auch bei Wiederverkäufern mit meinen Weinen vorspreche. Da kann es schon passieren, das mein Smart mit auszuliefernden Kartonen und Kühlboxen zum Kühlhalten der Musterflaschen ordentlich beladen wird. Parallel laufen Verhandlungen mit Weinhändlern in Deutschland und mittelfristig möchte ich in auf dem so schwierigen österreichischen Markt präsent sein. Ein Glück, dass die momentan aktuellen Weine meiner Meinung nach die besten der drei letzten Jahrgänge sind.

In diesem Sommer haben mir folgende Betreibe erstmals das Vertrauen geschenkt:

Hotel Goldner Adler in Schleis
Hotel Greif in Mals
Pfoshof in Lengmoos am Ritten
Hotel Rosenbaum in Nals
Hotel Seeperle in Kaltern
Landgasthof Bad Turmbach in Eppan
Hotel Unterpazeider in Marling
Weingalerie in Brixen
Hotel Waltershof in Ulten
Winebar Banco undici in Bozen

Molto importante è al momento la ricerca di nuovi mercati. Riferito al mio microcosmo vuol dire presentarsi ancora più frequentemente presso enotecari, ristoratori ma anche grossisti con i miei campioni per avviare nuovi contatti commerciali. Nel  corso di questi viaggi può succedere che la mia smart sia abbastanza riempita di cartoni da consegnare e dei box che tengono freschi i campioni da degustare. Contemporaneamente sono in trattativa con importatori germanici e a medio termine vorrei essere presente anche sul così difficile mercato austriaco. Sono contento che proprio i vini delle annate attuali secondo me sono i migliori che sono riuscito a fare da quando vinifico in proprio.

Quest’estate mi hanno dato la prima volta la loro fiducia le seguenti imprese:

Hotel Aquila d’Oro a Schleis/Clusio
Hotel Greif a Mals/Malles
Pfoshof a Lengmoos/Longomoso sul Ritten/Renon
Hotel Rosenbaum a Nals/Nalles
Hotel Seeperle a Kaltern/Caldaro
Landgasthof Bad Turmbach a Eppan/Appiano
Hotel Unterpazeider a Marling/Marlengo
Weingalerie a Brixen/Bressanone
Hotel Waltershof a Ulten/Ultimo
Winebar Banco undici
a Bozen/Bolzano


Ein Gedanke zu „Die Weinkrise? Meine Antwort – La crisi del vino? La mia risposta

  1. Es soll ja Produzenten in Südtirol geben, die zwischen 15 und 20 Prozent verloren haben…(unsere Großen..)
    Aber im Trentino schauts noch viel schlechter aus. Dort zahlt zb. die Mezzocorona den Bauern teilweise um 40% weniger (laut Tageszeitung L’Adige) für die Trauben als vor einem Jahr. Man sieht, uns geht s immer noch gut!!!!
    Aber Armin machts eh richtig. Nicht jammern,sondern „jetzt erst recht“.

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