Das Erbe von 2014 — L’eredità del 2014


2015-01-13_15-24-41Jahre, wo an der Rebe entweder durch Pflanzenkrankheiten oder durch Unwetter Schäden entstehen, wirken sich auch immer auf das Folgejahr aus. Besonders der Hagelschlag bringt je nach Intensität Folgen für ein bis zwei Jahre mit. Der Blattmasseverlust bewirkt deutliche schwächere Fruchtruten, welche zudem kaum biegbar sind, da sie an den Stellen, wo die Hagelkörnern Wunden in den Trieb geschlagen haben, extrem leicht brechen. Deswegen ist im Zuge des Rebschnittes die Auswahl an Fruchtruten begrenzt, sie können nicht nach der Position am Rebholz wie üblich ausgewählt werden, sondern müssen zudem hinsichtlich ihres Gesundheitszustand ausgesucht werden. Wenn es ganz schlimm gehagelt hat, ist nur mehr Zapfenschnitt möglich, was aber auf Grund der verschiedenen Basalknospenfruchtbarkeit nicht für alle Sorten zufriedenstellend ist.

Le annate caratterizzate da attacchi massicci di malattie funginee o forti intemperie si ripercuotono anche sull’anno seguente. Soprattutto la grandine si fa sentire ancora uno o anche due anni dopo. La perdita di massa fogliare provoca tralci decisamente più deboli che poi sono anche molto meno pieghevoli, in quanto si spaccano facilmente in corrispondenza delle ferite che hanno provocato i chicchi di grandine. La scelta dei capi da frutto di conseguenza è limitata in quanto non si basa come è normale sulla posizione del tralcio sul ceppo ma in più sullo stato sanitario. In casi di grandinate molto forti non rimane che ripiegare sulla potatura a cordone speronato. Soluzione non sempre ideale in quanto la fertilità delle gemme basali non è soddisfacente per tutti le varietà. 

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So schnell kann es gehen — Come cambiano velocemente le cose

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Tatsächlich, noch am 21. Juli schrieb ich vorsichtig, aber doch optimistisch, dass ich bezüglich der Rebkrankheiten nicht klagen könne. Ein paar von der Peronospora befallene Blätter in fast allen Anlagen, ein paar kranke Merlot-Trauben, damit konnte ich leben. Doch hat damals schon die Zeitbombe ordentlich getickt und seit ca. drei Wochen wird uns klar, dass nach 2008 dies das pflanzenschutzmäßig ärgste Jahr sein wird. Außer — aber wie wahrscheinlich kann so was sein — es regnet ab jetzt bis zum Ende der Lese nie mehr und trockene Winde sowie tiefe Nachttemperaturen bremsen die schon jetzt beginnende Traubenfäulnis ein.

Effettivamente, il 21 luglio scrivevo ancora, convinto di un ottimismo pacato, che non mi potevo lamentare delle fitopatie. Qualche foglia colpita dalla peronospora nei soliti vigneti ed alcuni gappoli malati di Merlot; con questo grado di attacco potevo convivere. Ma allora, adesso lo si sà, la bomba ad orologeria era già innescata. Da tre settimane sappiamo che dopo il 2008 sarà l’annata più pesante dal punto di vista delle malattie della vite. Eccetto che d’ora in poi fino alla fine della vendemmia non ci saranno più precipitazioni ma giornate secche e ventose alternate da notti fredde, in modo da fermare la botrite che sta per partire alla grande.

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Bio nein, also konventionell? — Bio no, allora convenzionale?

Nicht immer, aber mit steigender Häufigkeit werde ich gefragt, ob ich meinen Weinhof biologisch oder gar biodynamisch führe. Wir praktizieren integrierten Pflanzenschutz, weshalb ich verneine, was bei so manchem Gesprächspartner zumindest am Gesichtsausdruck ersichtliche Enttäuschung hervorruft. Leider ist es anlassbedingt selten möglich oder angebracht, unsere eigene Methoden zu erklären, auch weil es so aussieht, als müsse ich mich für das Nicht-Bio entschuldigen.

Non sempre, ma sempre più spesso mi si chiede, se conduco la mia azienda in modo biologico o addirittura biodinamico. Noi pratichiamo la lotta integrata per cui la mia risposta è negativa. Ciò provoca alcune volte espressioni di delusione. Purtroppo poche volte è possibile o opportuno cominciare a spiegare la propria metodologia anche perchè potrebbe sembrare come se mi dovessi scusare per non lavorare in biologico.

Als Schüler durfte ich zu Beginn der 80er Jahre die hinreisenden Plädoyers des M. Baillod aus Changins miterleben. Es war der von ihm wesentlich propagierte Integrierte Pflanzenschutz (IOBC) der erstmals eine breit angelegte Wende im Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz einleitete. Der umfassende Ansatz der Integrierten Produktion (IP), dass “alle verwendeten biologischen Methoden, Anbautechniken und chemischen Prozesse unter dem Aspekt der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen dem Schutz der Umwelt, der Wirtschaftlichkeit und der sozialen Bedürfnisse ausgesucht werden” (Zitat Wikipedia), hat mich von Anfang an überzeugt.

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