Das Ende eines Versuchs — La fine di una prova


Beson­ders in den 90er Jah­ren war man in Süd­ti­ro­ler Fach­krei­sen der fast ein­hel­li­gen Mei­nung, dass zur Stei­ge­rung der Wein­qua­li­tät die Umstel­lung vom tra­di­tio­nel­len Pergl- auf das Draht­rah­men­sys­tem unab­ding­bar sei. Spe­zi­ell die Guyot­form ergebe Trau­ben höhe­rer Güte im Ver­gleich zur Pergl, auch wenn letz­tere in Bezug auf den Flä­chen­er­trag sowie den Pfle­ge­zu­stand gleich ein­ge­stellt ist. Das wurde haupt­säch­lich damit erklärt, dass die Pflanz­dichte mit ca. 7.000 Stö­cken pro Hektar beim Draht­rah­men unge­fähr die dop­pelte wie im Falle der Pergl ist, die Stock­be­las­tung die­ser also dem­entspre­chend beträcht­lich gerin­ger ist.

Soprat­tutto negli anni 90 gli esperti sud­ti­ro­lesi erano quasi totalmente dell’opinione che per aumen­tare la qua­lità dei vini fosse indis­pensa­bile pas­sare dal sis­tema tra­di­zio­nale della per­gola alla spal­liera. Spe­cialmente il sis­tema a guyot per­met­ter­ebbe la pro­du­zione di uve più pre­giate, anche nei casi in cui la resa per ett­aro non­ché la cura della ges­tione fosse la stessa. Si spie­gava questa ipo­tesi col fatto che in un sis­tema a spal­liera la den­sità di impi­a­nto con circa 7.000 ceppi per ett­aro è il dop­pio ris­petto a quella di un vigneto a per­gola, cioè la pro­du­zione per ceppo è molto minore.

Um zu klä­ren, ob bei einer höhe­ren Pflanz­dichte als üblich die Pergl ver­bes­serte qua­li­ta­tive Ergeb­nisse lie­fern könnte, habe ich in den bei­den Mer­lot­an­la­gen Kotz­ner und Klaus­ner in bestimmte Berei­chen zwi­schen den bestehen­den Stö­cken neue nach­ge­setzt. Die Stock­an­zahl wurde dort von 3.300 auf 6.600 erhöht. Die Anzahl der Augen pro Hektar blieb gleich, statt der zwei Frucht­ru­ten wur­den näm­lich nur mehr eine pro Stock ange­schnit­ten, wes­we­gen sich an der Menge pro Hektar nichts änderte. Ein­mal im sta­bi­len Ertrag ein­ge­tre­ten, habe ich im Herbst zur Ernte Bee­ren­pro­ben ent­nom­men und ana­ly­siert. Als Ver­gleich diente jeweils die unver­än­dert geblie­bene Reihe dane­ben. Für jene, wel­che sich mit Ver­suchs­an­stel­lun­gen aus­ken­nen: der Ver­gleich wurde als Block­an­lage mit zwei Wie­der­ho­lun­gen an jeweils zwei Stand­or­ten ange­legt, mit­tels der zwei­fak­to­ri­el­len Vari­anz­ana­lyse (MANOVA) konnte der Ein­fluss der Behand­lung, des Stand­or­tes und even­tu­el­ler Wech­sel­wir­kun­gen quan­ti­fi­ziert wer­den.

Per veri­fi­care se una per­gola con una den­sità simile a quella di un vigneto a guyot porta a risul­tati migliori ho pia­n­tato nei miei due vigneti di Mer­lot, Klaus­ner e Kotz­ner, in alcuni filari barb­a­telle nello spa­zio tra una vite e l’altra. In questo modo ho aumen­tato in questi il numero di ceppi da 3.300 a 6.600 per ett­aro. Il numero di gemme per ett­aro e di con­se­guenza anche la resa per ett­aro rima­sero uguali in quanto alla pota­tura ho lasciato un capo a frutto per ceppo invece dei soliti due. Dopo che le viti sono ent­rate sta­bilmente in pro­du­zione ho fatto in con­co­mit­anza della ven­dem­mia cam­pio­na­ture di acini nei filari con den­sità aumen­tata ed in quelli adia­centi rimasti inva­riati. Per quelli che si inten­dono di spe­ri­men­ta­zione agraria: la prova con­sis­teva in due tesi in duplice ripe­ti­zione a bloc­chi ran­do­miz­zati, ripe­tuti in due siti. Tra­mite l’analisi della vari­anza mul­ti­fat­to­riale (MANOVA) potevo valut­are l’effetto del trat­ta­mento, del sito e di even­tuali inte­ra­zioni.

Als Para­me­ter wurde über drei Jahre das Most­ge­wicht der 200-Bee­ren-Pro­ben bestimmt. Dies der Ein­fach­heit hal­ber, aber auch weil die Zucker­kon­zen­tra­tion, spe­zi­ell im unte­ren Bereich, sehr stark mit den ande­ren wert­ge­ben­den Inhalts­sto­fenn posi­tiv kor­re­liert und des­halb als ein vali­der Indi­ka­tor für die spä­tere Wein­qua­li­tät die­nen kann. Die Aus­wer­tun­gen habe ich lei­der ver­legt, kann mich aber gut daran erin­nern, dass in allen Jah­ren die dich­ter bepflanz­ten Berei­che eine um 0,8 bis 1,2 Grad Klos­ter­neu­burg höhere Zucker­kon­zen­tra­tion auf­wie­sen. Die Unter­schiede waren immer signi­fi­kant, Wech­sel­wir­kun­gen wur­den nie beob­ach­tet, d.h. beide Stand­orte ver­hiel­ten sich gleich. Meine Schluss­fol­ge­rung war, dass eine Erhö­hung der Pflanz­dichte bei­tra­gen kann, dass die Pergl wei­ter­hin, auch vom qua­li­ta­ti­ven Stand­punkt aus gese­hen, inter­es­sant bleibt.

Come para­me­tro è stato rile­vato la gra­da­zione zuc­che­rina delle cam­pio­na­ture com­pren­dente 200 acini. Questo per sem­pli­cità ma soprat­tutto per­ché la con­cen­tra­zione zuc­che­rina cor­rela in modo posi­tivo con altri para­me­tri qua­li­ta­tivi, soprat­tutto a livelli bassi, per cui è un val­ido indi­ca­tore per la qua­lità futura dei vini. Al momento non ho ritro­vato l’elaborazione dei dati ma mi ricordo bene, che i filari infit­titi erano carat­te­riz­zati da aum­enti nell’ordine di 0,8 a 1,2 gradi Babo. Le dif­fe­renze ris­petto al tes­ti­mone erano sempre signi­fi­ca­tive, non ci furono mai inte­ra­zioni, i due siti infatti si sono com­por­tati allo stesso modo. L’esito era che un aum­ento della den­sità di impi­a­nto può con­tri­buire a man­te­nere la per­gola inter­es­sante anche dal punto di vista qua­li­ta­tivo.

Nach Abschluss des Ver­suchs habe ich die Reb­an­la­gen bis heuer unver­än­dert gelas­sen. Letzt­lich haben aber die auf 50 cm gesetz­ten Stö­cke die Boden­pflege behin­dert. Der vori­ges Jahr ange­schaffte Zwi­schen­stock­krüm­ler braucht näm­lich grö­ßere Abstände um opti­mal zu arbei­ten. Des­halb blieb uns nichts ande­res übrig, als die über­zäh­li­gen Stö­cke zu roden.

Dopo aver con­cluso la prova ho lasciato i due vigneti in quello stato. Alla fine però i ceppi messi a 50 cm di distanza hanno ostaco­lato la ges­tione del sot­to­fila. Infatti l’erpice rotante che ho acqui­s­tato l’anno scorso abb­i­so­gna di distanze mag­giori per lavor­are bene. Non ci rimase altra solu­zione che estir­pare i ceppi in eccesso.

Letzt­lich ist bemer­kens­wert, wie in kür­zes­ter Zeit die Ver­suchs­frage auf Grund der Kli­ma­er­wär­mung obso­let gewor­den ist. Heut­zu­tage wird immer mehr über Maß­nah­men zur Begren­zung der Zucker- und damit Alko­hol­ge­halte dis­ku­tiert. Wenn heute vom Pergl- auf das Spa­lier­sys­tem umge­stellt wird, dann ste­hen Gründe der Arbeits­wirt­schaft und der Mecha­ni­sie­rung im Vor­der­grund.

Infine trovo rim­ar­che­vole come in tempi bre­vis­simi a causa del ris­cal­da­mento glo­bale il que­sito posto ini­zi­almente è diven­tato obso­leto. Infatti al momento le ricer­che sono incen­trate al con­tra­rio su metodi e tec­ni­che per limit­are l’accumulo di zuc­cheri e di alcol. Se oggi­giorno si passa dalla per­gola alla spal­liera ciò è moti­vato princi­palmente da ragioni di eco­no­mia azi­endale e di mecca­niz­za­zione.

Jetzt gibt es ihn! — Finalmente è uscito!

gb_ob_14Mich reizt es mehr, viele ver­schie­dene Weine zu machen, als von einem viele Fla­schen. Es ist zwar arbeits- und betriebs­wirt­schaft­lich rela­tiv sinn­frei, als ehe­ma­li­ger Ver­suchs­wein­aus­bauer habe ich aber eine Schwä­che für Details und möchte jene Facet­ten, wel­che eine Lage mit­bringt, auch dem End­ver­brau­cher zei­gen. Soviel Lage, Sorte und Jahr­gang wie nur mög­lich bei allen Wei­nen ins Glas zu bekom­men, ist seit jeher mein Ziel. Eine defen­sive Öno­lo­gie, wel­che Aro­ma­ti­sie­run­gen auch und beson­ders durch Behäl­ter aus­schließt, ist eine Vor­aus­set­zung dafür.  Es freut mich daher, dass heuer erst­mals ein zwei­ter Wein der glei­chen Sorte in den Ver­kauf gelangt.

Mi affa­scina di più fare molti vini dif­fe­renti che di pochi vini tante bot­ti­g­lie. Dal punta di vista eco­no­mico non ha senso ma da vignaiolo con un pas­sato da micro­vi­ni­fi­ca­tore ho un debole per i detta­gli. Vor­rei che anche il con­su­ma­tore potesse sen­tire le sfac­cet­ta­ture che con­trad­dis­tin­guono i diversi vigneti. Io cerco da sempre di port­are nel bic­chiere più ter­ri­to­rio, viti­gno ed annata pos­si­bile. Una delle con­di­zioni per ciò è l’utilizzo di un’enologia caut­ela­tiva che tra l’altro esclude anche l’aromatizzazione da parte di con­te­ni­tori. Sono per­ciò molto con­tento di poter pre­sen­tare per la prima volta un secondo vino della stessa varietà e tipo­lo­gia.

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Grauer Burgunder die Zweite — Pinot grigio seconda

ciak

Ges­tern, am ers­ten kalen­da­ri­schen Herbst­tag, haben wir im Betrieb ein neues Kapi­tel auf­ge­schla­gen: erst­mals wurde der Graue Bur­gun­der aus der Lage Ober­feld für den wein­hof KOBLER geern­tet. Somit wird es ab dem nächs­ten Som­mer, sollte im Kel­ler nichts schief gehen, einen zwei­ten, eige­nen Wein die­ser Sorte geben, der unver­schnit­ten mit eige­nem Eti­kett auf den Markt kom­men wird.

Ieri, al primo giorno d’autunno, abbiamo ini­ziato un nuovo capi­tolo nella la nos­tra azi­enda: per la prima volta sono state ven­demm­iate uve Pinot gri­gio del vigneto Ober­feld per il wein­hof KOBLER. Quindi avremo a par­tire della prossima estate, se non ci saranno pro­blemi in cantina,in ven­dita un secondo vino di questo viti­gno. In purezza e ovvia­mente con la pro­pria eti­chetta. 

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Fünfzehn Meter — Quindici metri

Nur fünf­zehn Meter Höhen­dif­fe­renz tren­nen die bei­den Mer­lot-Anla­gen Kotz­ner und Klaus­ner von­ein­an­der. Das Erzie­hungs­sys­tem und die Pflanz­dichte sind die glei­chen und auch das Alter der Stö­cke ist nicht sehr ver­schie­den. Auch von den Boden­un­ter­schie­den kann man kein grund­sätz­lich ver­schie­de­nens Wuchs­ver­hal­ten ablei­ten. Und trotz­dem sind die Reb­stö­cke im dorf­na­hen Kotz­ner um min­des­tens zehn Tage jenen des Klaus­ners vor­aus, wie man an den bei­den Bil­dern recht gut erken­nen kann. Woher kommt dann die­ser Unter­schied im Vege­ta­ti­ons­sta­dium?

Solo quin­dici metri di dis­li­vello sepa­rano i due vigneti di Mer­lot Kotz­ner e Klaus­ner. I sis­temi di alle­va­mento sono gli stessi, anche le den­sità di impi­a­nto ed altresì le età dei ceppi sono para­go­na­bili. Anche dalle dif­fe­renze tra i ter­reni non si possono dedurre dif­fe­renze sost­an­ziali nel com­por­ta­mento vege­ta­tivo. Comun­que i ceppi nel vigneto Kotz­ner sono avanti ris­petto a quelli del Klaus­ner di almeno dieci giorni, come si può vedere benis­simo dalle due foto. Da cosa deri­vano queste dif­fe­renze di sta­dio vege­ta­tivo?

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Auch wir haben/hatten so was, “Stunde 111” — Anche noi abbiamo/avevamo questo, “Ora 111”

Das, was man im Vor­der­grund sieht, ist der Sockel eines Strom­mas­tens an der Grenze unse­res Klaus­ners. Eigent­lich tei­len wir mit dem west­li­chen Nach­barn die­ses zwei­fel­hafte Eigen­tum. Bis vor ein paar Jah­ren stand hier ein Stän­der einer Lei­tung, wel­che der Eisen­bahn Strom zuführte. Vor fünf­zehn Jah­ren wurde die Linie still­ge­legt und die Drähte ent­fernt.

Quello che si vede in primo piano sono le fon­da­menta di un tra­lic­cio sul con­fine del nos­tro vigneto Klaus­ner. Per essere pre­cisi lo abbiamo in con­pro­prietà con il vicino occi­den­tale. Fino qual­che anno fa stava quì un tra­lic­cio di una linea che portava cor­rente alla fer­ro­via. Quin­dici anni fa la linea è stata abban­do­nata e i fili a seguito sono stati tolti.

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18,7 19,5 20,1

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Das sind nicht die Ide­al­maße eines Models, gemes­sen in einer uns nicht geläu­fi­gen Maß­ein­heit, nein, das sind die Zucker­kon­zen­tra­tio­nen, aus­ge­drückt in Grad Klos­ter­neu­bur­ger Most­waage (°KMW) unse­rer drei Weiß­wein­sor­ten, gemes­sen am 6. Sep­tem­ber.

Queste non sono le misure ideali di una modella misurate con un’unità di misura a noi sco­no­sci­uta ma i con­te­nuti zuc­cherini dei nos­tri tre viti­gni bian­chi in gradi Babo (°B), misurati il 6 set­tembre.

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Austrieb — Germogliamento

End­lich wie­der ein­mal etwas über die Pro­duk­tion, wird sich so man­che Leser des Blogs den­ken, und nicht dau­ernd Berichte über das Prä­sen­tie­ren und das Ver­kau­fen. Stimmt, dar­über wurde in den ver­gan­ge­nen Mona­ten viel von mir geschrie­ben, aber es war tat­säch­lich so, der Blog wider­spie­gelt recht gut, wo im Moment des Schrei­bens die Schwer­punkte mei­ner Akti­vi­tä­ten lie­gen. Wie eben schon damals vor­aus­ge­se­hen, erwies sich die letzte Ver­kaufs­sai­son wegen der Kri­sen­si­tua­tion bei zugleich gestei­ger­ter Pro­duk­tion als rela­tiv schwie­rig, es musste mehr in diese Rich­tung gear­bei­tet wer­den.

Finalmente di nuovo un post sulla pro­du­zione, pen­ser­anno tanti let­tori di questo blog, e non sempre questi rac­conti su pre­sen­ta­zioni e ven­dite. È vero, di cose com­mer­ciali ho par­lato molto, ma era ver­a­mente così, il blog ris­pec­chia bene quello che al momento mi occupa di più. Come avevo già pre­visto allora, la scorsa sta­gione di ven­dite per causa della crisi e della pro­du­zione che nello stesso tempo ho aumen­tata, si è rile­vata dif­fi­cile, biso­gnava fare di più del pre­visto a pro­po­sito.

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Zeit der Reife — Epoca di maturazione

refraktometerGerade von der der jähr­li­chen Vinea tiro­len­sis zurück­ge­kom­men (Berichte dar­über u.a. hier, hier, und hier) geht es mit Voll­dampf an die Lese­vor­be­rei­tun­gen. Ein wesent­li­cher Teil davon ist natür­lich das unge­fähre Anvi­sie­ren der Ern­te­ter­mine. Ein wesent­li­ches Kri­te­rium ist die Reife der jewei­li­gen Trau­ben­par­tien, aber auch die Wit­te­rungs­ver­hält­nisse, die Ver­füg­bar­keit von Per­so­nal und Gerä­ten müs­sen berück­sich­tigt wer­den. Nicht zuletzt sind die gemach­ten Erfah­run­gen mit­ent­schei­dent.

Appena rien­trato dall’ annuale Vinea tiro­len­sis (ser­vizi da leg­gere tra l’altro quì, quì, und quì) si con­ti­nuano i pre­pa­ra­tivi della ven­dem­mia ormai prossima. Una parte cen­trale di questi lavori è il mirare alle rela­tive date di rac­colta per ogni par­tita di uva. Un para­me­tro fon­da­men­tale è lo stato di matu­ra­zione dell’uva, ma anche la dis­po­ni­bi­lità di per­so­nale e mac­chi­nari è essen­ziale. Alla fine anche le espe­ri­enze fatte finora sono deter­mi­nanti.

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