Bio nein, also konventionell? — Bio no, allora convenzionale?

Nicht immer, aber mit steigender Häufigkeit werde ich gefragt, ob ich meinen Weinhof biologisch oder gar biodynamisch führe. Wir praktizieren integrierten Pflanzenschutz, weshalb ich verneine, was bei so manchem Gesprächspartner zumindest am Gesichtsausdruck ersichtliche Enttäuschung hervorruft. Leider ist es anlassbedingt selten möglich oder angebracht, unsere eigene Methoden zu erklären, auch weil es so aussieht, als müsse ich mich für das Nicht-Bio entschuldigen.

Non sempre, ma sempre più spesso mi si chiede, se conduco la mia azienda in modo biologico o addirittura biodinamico. Noi pratichiamo la lotta integrata per cui la mia risposta è negativa. Ciò provoca alcune volte espressioni di delusione. Purtroppo poche volte è possibile o opportuno cominciare a spiegare la propria metodologia anche perchè potrebbe sembrare come se mi dovessi scusare per non lavorare in biologico.

Als Schüler durfte ich zu Beginn der 80er Jahre die hinreisenden Plädoyers des M. Baillod aus Changins miterleben. Es war der von ihm wesentlich propagierte Integrierte Pflanzenschutz (IOBC) der erstmals eine breit angelegte Wende im Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz einleitete. Der umfassende Ansatz der Integrierten Produktion (IP), dass “alle verwendeten biologischen Methoden, Anbautechniken und chemischen Prozesse unter dem Aspekt der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen dem Schutz der Umwelt, der Wirtschaftlichkeit und der sozialen Bedürfnisse ausgesucht werden” (Zitat Wikipedia), hat mich von Anfang an überzeugt.

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Der Besuch der alten Dame — La visita della vecchia signora

Aber anders als in der Tragikomödie von Dürrenmatt braucht man sich von dieser, den europäischen Weinbau seit bald 150 Jahren heimsuchenden Pilzkrankheit Peronospora, vom Erreger Plasmopara viticola verursacht, gar nichts Positives erwarten. Bis vor kurzem hat die sehr trockene Witterung sich hinsichtlich der Pflanzengesundheit positiv ausgewirkt. Weder der Echte (Uncinula necator) und noch weniger der Falsche Rebenmehltau, ein weiterer Name für die Peronospora, konnten sich in meiner Gegend gefährlich entwickeln. Deshalb haben wir bis zu dieser Regenperiode auch nur eine kombinierte Behandlung, welche hautpsächlich gegen den Oidiumpilz gerichtet war, und zwar am 31. Mai, ausgebracht.

Diversamente però che nel dramma di Dürrenmatt non ci si può aspettare niente di positivo dalla peronospora, in latino Plasmopara viticola, che flaggella la viticoltura europea da quasi 150 anni. Fino a poco fa il tempo asciutto ci ha aiutato parecchio a proposito, nè l’odio (Uncinula necator) e tantomeno la peronospora si sono sviluppate in modo pericoloso nella mia zona. Per questo fino al periodo piovoso attuale ho fatto un solo trattamento, il 31 maggio, rivolto soprattutto contro l’oidio, detto anche mal bianco della vite.

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