{"id":12192,"date":"2014-06-08T23:24:14","date_gmt":"2014-06-08T21:24:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/?p=12192"},"modified":"2014-06-09T19:44:43","modified_gmt":"2014-06-09T17:44:43","slug":"erzherzog-johann-2_larciduca-giovanni-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/blog\/2014\/06\/08\/erzherzog-johann-2_larciduca-giovanni-2\/","title":{"rendered":"Erzherzog Johann und der Weinbau in S\u00fcdtirol (2) \u2014 L\u2019arciduca Giovanni e la viticoltura nel Sudtirolo (2)"},"content":{"rendered":"<p>Vor zwei Wochen konnte man den <a title=\"Erzherzog Johann und der Weinbau in S\u00fcdtirol (1)\" href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/2014\/05\/27\/erzherzog-johann-1_larciduca-giovanni-1\/\" target=\"_blank\">ersten Teil<\/a> der Publikation von Helmuth Scartezzini lesen, jetzt folgt\u00a0der zweite und letzte Teil.<\/p>\n<p><em>Due settimane fa si poteva leggere la <a title=\"L\u2019arciduca Giovanni e la viticoltura nel Sudtirolo (1)\" href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/2014\/05\/27\/erzherzog-johann-1_larciduca-giovanni-1\/\" target=\"_blank\">prima parte<\/a> del lavoro di Helmuth Scartezzini, segue la seconda ed\u00a0ultima puntata.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_schenna.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12205\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_schenna.jpg\" alt=\"schloss_schenna\" width=\"530\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_schenna.jpg 1226w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_schenna-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_schenna-1024x703.jpg 1024w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_schenna-900x618.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Jahre 1845 erwirbt Erzherzog Johann das Schloss Schenna.<br \/>\n<em>Nel 1845 l&#8217;Arciduca Giovanni acquista castel Scena.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><!--nextpage--><strong>\u00c4hnliche Entwicklung in S\u00fcdtirol<\/strong><\/p>\n<p>Vorweg sei angemerkt, dass es in der landwirtschaftlichen Entwicklung des damaligen Tirols einige Parallelen zu jener der Steiermark gab.<br \/>\nDer Reihe nach: Einen ersten Vorsto\u00df zur Gr\u00fcndung eines Vereines zur Verbreitung einer fortschrittlichen Landwirtschaft unternahm im Jahre 1830 im Tiroler Kongress ein Vertreter der Stadt Lienz. Die Genehmigung der Statuten zog sich am kaiserlichen Hofe zu Wien in die L\u00e4nge. Erst am 10. Mai 1838 fand die Gr\u00fcndungsversammlung der \u201eK. K. Landwirtschaftsgesellschaft von Tirol und Vorarlberg\u201c in Innsbruck statt. Der Verein hatte die Aufgabe \u201elandwirtschaftliche Kenntnisse aller Art im Vaterland zu verbreiten und die landwirtschaftliche Industrie auf jede Weise zu f\u00f6rdern\u201c. Der erste Pr\u00e4sident Graf Johann Trapp \u2014 Besitzer der Churburg und in Innsbruck ans\u00e4ssig \u2014 erreichte, dass Erzherzog Johann die W\u00fcrde eines obersten Protektors der Gesellschaft \u00fcbertragen wurde. F\u00fcr den Aufbau des Vereins waren die fachlichen und organisatorischen F\u00e4higkeiten des Erzherzogs, als Pr\u00e4sident des gleichnamigen Vereines in der Steiermark mit einer bereits zwanzigj\u00e4hrigen Erfahrung, gefragt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12206\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin.jpg\" alt=\"st_valentin\" width=\"255\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin.jpg 652w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin-214x300.jpg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die weinbaulichen Ideen f\u00fcr S\u00fcdtirol hat Erzherzog Johann beim Ansitz St. Valentin in Eppan ab dem Jahre 1844 umsetzen k\u00f6nnen.<br \/>\n<em>L&#8217;arciduca Giovanni ha realizzato le sue idee viticole per il Sudtirolo presso il palazzo St. Valentin ad Appiano a partire dal 1844.<\/em><\/p>\n<p>Erzherzog Johann f\u00fchrte sodann des \u00f6fteren den Vorsitz in Versammlungen. Aufgrund seiner Beliebtheit in der Bev\u00f6lkerung gab er der Gesellschaft die n\u00f6tige Popularit\u00e4t. Der erste Schritt galt den Gr\u00fcndungen von Filialvereinen. In S\u00fcdtirol betraf es das Pustertal, Bruneck\u201a gegr\u00fcndet am 8. Mai 1838, und den Kreis an der Etsch, mit Sitz in Bozen, gegr\u00fcndet am 20. April 1838. Der Vinschgau war dem Oberinntal angeschlossen, w\u00e4hrend Trient, zusammen mit Rovereto, eine Hauptfiliale bildete. Die T\u00e4tigkeit der Filialvereine konzentrierte sich auf Anbauversuche, Verbesserungen in der Viehzucht und des Pflanzenschutzes, sowie auf die Belehrung der b\u00e4uerlichen Bev\u00f6lkerung mittels Fachliteratur.<br \/>\nBei der Versammlung vom 23. Juli 1838 in der Filiale Bozen, der Verein z\u00e4hlte inzwischen 142 Mitglieder, erf\u00e4hrt Erzherzog Johann, dass \u201e. . . mehrere unserer Vereinsmitglieder aus Mailand und Chambery\/Savoyen die Burgunder Rebe, Bordeaux noir (Cabernet ?), Bourgoigne noir (= Blauburgunder)\u201a Aleatico\u201a Malaga und die zur F\u00e4rbung f\u00fcr mehrere unserer weinerzeugenden Gemeinden so n\u00fctzliche und nach ihrer Bestimmung benannten Reben bezogen und diese mit der herrlichen Chasselas (= Gutedel) und zwar letztere in ihren verschiedenen Abstufungen angep?anzt haben. Andere setzten den edlen Riesling und die Orleansrebe\u201a welche sie sich aus R\u00fcdesheim im Rheingau verschafften.\u201c<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_thurn.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12204\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_thurn.jpg\" alt=\"schloss_thurn\" width=\"252\" height=\"363\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_thurn.jpg 873w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_thurn-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_thurn-710x1024.jpg 710w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p>Das Schloss Thurn mit dem landwirtschaftlichen Betrieb Thurnerhof in Schenna kaufte Erzerzog Johann im Jahre 1852.<br \/>\n<em>Il castello Thurn con l&#8217;annessa azienda agricola Thurnerhof venne acquistata da Arciduca Giovanni nel 1852.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rebanlage in \u00dcberetsch<\/strong><\/p>\n<p>In der Versammlung des Zentralvereines von 1840 berichtet die Filiale Bozen \u00fcber die von Herrn von Kinsele eingeleiteten und vom Freiherrn Ignaz von Giovanelli fortgesetzten Rebenanpflanzungen mit Edelreisern von Frankreich, vom Rhein und anderen. Im Jahre 1841 waren die Mitglieder bereits auf 292 angewachsen.<br \/>\nPreismedaillen wurden f\u00fcr Weinbauern ausgesetzt, die einen Sortenversuch in ihren Rebfl\u00e4chen anlegten. In Bozen hatte der Verein einen st\u00e4dtischen Grund gepachtet und einen Versuchsgarten angelegt. Innerhalb dem Jahre 1845 war der Versuchsgarten mit zahlreichen Reben- und Maulbeersorten des In- und Auslandes, aber auch mit Obstsorten und Gartenpflanzen ausgestattet. Hierf\u00fcr lieferte Erzherzog Johann zwanzig Rebsorten aus der Grazer Rebschule.<br \/>\nGesucht waren fr\u00fchreife, farbintensive Sorten, aber auch Tafeltrauben. Diese franz\u00f6sischen Rebsorten in den Weing\u00fctern von Anton von Igeam stammten aus den Weinbergen des Erzherzogs Karl bei Baden, die ihrerseits aus der Rheingegend, Frankenthal bei R\u00fcdesheim, stammten. Auch in der Rebschule des Brixner Hofg\u00e4rtners Josef Stolz standen die verschiedensten Sorten, von denen 1842 \u201eneunzig edle Rebrassen, meist Els\u00e4sser\u201c, dem Zentralausschuss in Innsbruck \u00fcbersendet wurden. Der anf\u00e4ngliche Schwung des Zentralvereines erlahmte jedoch zusehendst, die F\u00fchrung war sicherlich zu elit\u00e4r. Es fehlte die Einbeziehung der b\u00e4uerlichen Schicht. Die Filiale Bozen erstellte im Jahre 1852 eigene Satzungen, betrachtet sich zwar noch als Zweigverein der Landwirtschaftsgesellschaft und m\u00fcndet 1869 in den eigenst\u00e4ndischen Landwirtschaftsund Gartenbauverein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Vorbild Erzherzog Johann<\/strong><\/p>\n<p>Erzherzog Johann besuchte fast jedes Jahr f\u00fcr einige Tage oder mehrere Wochen Tirol. Im Jahre 1841 trifft er den Vorstand und Ausschuss der Filiale Bozen und l\u00e4sst sich, was Trauben, Preise und Menge betrifft, berichten. Im Tagebuch vermerkt er \u201ewas lie\u00dfe sich im Weinbau hier nicht alles machen\u201c und \u201eich glaube die Leiten von Bozen w\u00e4ren der Ort, um Muscat-Trauben zu ziehen\u201c.<br \/>\nSeinem Vertrauensmann Josef Giovanelli erteilt er den Auftrag, ihm eine Besitzung auszuforschen.<br \/>\nIm Jahre 1845 erwirbt er das Schloss Schenna, allerdings vorerst ohne landwirtschaftliche Fl\u00e4chen.<br \/>\nZu einem geeigneten landwirtschaftlichen Betrieb kam er jedoch auf andere Weise. Sein Sohn Franz, nach der Ernennung zum Grafen von Meran, bekam vom Kaiser von \u00d6sterreich im Jahre 1844 als Mannslehen das Gut samt Ansitz St. Valentin in Eppan-Berg, das bis 1926 im Familienbesitz der Grafen von Meran blieb.<br \/>\nIm Jahre 1847 weilte Erzherzog Johann auf St. Valentin wegen notwendiger Umbauarbeiten, Bodenmeliorierungen, Weingartenrodung, sodann auch in Andrian, wo Wiesen und T\u00fcmpel zum Gut geh\u00f6rten. Im Jahre 1850 wieder in St. Valentin mit seinem Vertrauensmann von Giovanelli schrieb er \u201eIch fand viel ver\u00e4ndert . . . die gesetzten Obstund Maulbeerb\u00e4ume gut angewachsen, zwei Zimmer zugerichtet. Was mich am meisten freute, der neue Weingarten mit Tramin(er)-Ru(h)l\u00e4nder, wies ungeachtet des schlechten Jahres gut im Holz, strotzend von Weintrauben, ein Beispiel, was man tun kann, f\u00fcr mich ein Lohn, dass ich die Sache angefangen. Ich trug Penz auf, wie er den Wein bereiten sollte\u201c. Im Jahre 1855 fand der Erzherzog alle Anlagen in St. Valentin vollendet, aber auch in Andrian waren inzwischen \u201egesetzte Lauben\u201d also Pergeln entstanden.<br \/>\nAuch sein Bruder Rainer hatte in Bozen moderne Weinberganlagen errichtet und betrieb auf den zwei H\u00f6fen in Leifers Seidenzucht\u201a Obstbau, aber auch Weinbau. Andere Gutsbesitzer aus Bozen, wie Karl von Zallinger, machten \u00e4hnlich gute Erfahrungen, die auf den Rat des Erzherzogs hin nach rheinl\u00e4ndischer Art, also Einzelpfahlerziehung\u201a mit rheinischen Rebsorten wie Riesling, Traminer\u201a Blauburgunder Weing\u00e4rten anlegten. Im Jahre 1856 berichtet die Bozner Zeitung die Besichtigung der jungen Rebanlage in Sand durch den Erzherzog, wobei er selbst demonstrierte, wie die jungen Raseln zu behauen sind.<br \/>\nNach dem Erwerb des Schlosses Schenna im Jahre 1845 kaufte er im Jahre 1852 den n\u00e4chstgelegenen Ansitz Thurn samt landwirtschaftlichen Betrieb, Thurnerhof. Von seinem Verwalter Peter von S\u00f6lder lie\u00df er \u201eeinen Weinberg nach rationellem Gesichtspunkt\u201c anlegen. Es handelte sich wieder um eine Pfahlkultur. Die Sorten sind nicht bekannt, vermutlich kamen aber Riesling, Traminer und Rul\u00e4nder zum Zug. Unter dem sp\u00e4teren Verwalter Christoph Frank, der bis zum Kauf des Gutes St. Valentin im Jahre 1926 t\u00e4tig war, wuchs der Weinberg am Thurnerhof auf 2,5 Hektar an. Vor etwa drei\u00dfig Jahren trat der Apfelanbau an die Stelle der Reben.<br \/>\nDie endg\u00fcltige Best\u00e4tigung seiner Ideen erlebte er in Tirol jedoch nicht, da ihn im Jahre 1859 in Graz der Tod ereilte. Wenige Jahre sp\u00e4ter scheinen in den Ranglisten der Weinpr\u00e4mierungen der Landwirtschaftsgesellschaft ein Traminer Jahrgang 1859 des Grafen von Meran und jener des Jahrganges 1862 von St. Valentin auf. Sp\u00e4ter bringt Christoph Frank vom Rebenhof in Bozen\/Gries den \u201eSt. Valentiner Schlosshof\u201c auf den Markt.<br \/>\nBemerkenswerterweise f\u00fchrt derzeit eine renommierte Kellerei in St. Michael\/Eppan die Bezeichnung St. Valentin f\u00fcr das Premiumsegment seiner Weine: nach wie vor f\u00fcr Gew\u00fcrztraminer, Sauvignon, Rul\u00e4nder und andere. Die im \u00dcberetsch gel\u00e4ufige Weinbezeichnung \u201eStra(h)ler\u201c ist nachtr\u00e4glich auf den Pioniergeist des Erzherzogs zur\u00fcckzuf\u00fchren. Denn \u201eStrareben\u201c waren nichts anderes als die Pfahlkultur \u2014 auch als \u201eSteckelereben\u201c bezeichnet \u2014 die eindeutig in St. Valentin zum ersten Mal im \u00dcberetsch in Erscheinung traten. \u201eStra(h)ler\u201c ist ein Wei\u00dfwein, zumeist ein Gemisch von Wei\u00dfburgunder, Riesling, Rul\u00e4nder, Silvaner. Also Sorten, die Erzherzog Johann aus seiner steirischen Erfahrung mitbrachte und dann vermutlich weitere Nachahmer besonders in Eppan-Berg gefunden hatte. Luis Oberrauch berichtet von einer solchen Anlage beim \u201eStroblhof\u201c noch im letzten Jahrhundert. Der Reisebericht aus dem Jahre 1864 von A. von Babo\u201a dem Direktor der Obst- und Weinbauschule Klosterneuburg, ist f\u00fcr den Tiroler Weinbau nicht gerade schmeichelhaft, denn \u201eman trinkt (dort) nur einen sehr geringen Wein Das \u00dcbel sah er in den Sorten in Verbindung mit der hohen Erziehungsart, der Pergel. Die Weing\u00e4rten von Zallinger und Bauer werden hing gegen als beispielhaft hingestellt. Ein allgemeiner Aufschwung in der Rebkultur auf breiterer Basis zog sich begreiflicherweise erst \u00fcber die folgenden Jahrzehnte hin. Den ersten Schritt \u201a mit der Einf\u00fchrung neuer Rebsorten, aber auch anderer Erziehungsformen brachte der geschilderte Zeitabschnitt mit sich. Es waren einzelne Pioniere um Erzherzog Johann, die besagten von Zallinger, Erzherzog Rainer beziehungsweise Heinrich von Giovanelli in Bozen, Boscarolli in Meran, von Guggenberg in Brixen, die angeregt von den Musterbetrieben des Erzherzog Johann in der Steiermark neue Ma\u00dfst\u00e4be setzten.<br \/>\nSo entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts rund um Meran \u00e4hnliche Anlagen mit Riesling und Traminer: durch Josef Innerhofer auf Schloss Goyen, 1857 erworben, und durch Joseph Graf Trauttmansdorff auf dem 1847 erworbenen ehemaligen Familienbesitz. Kanonikus Sch\u00fctz und der Kaufmann Zingerle am K\u00fcchelberg zogen nach. Es folgten das Stift Stams in St. Valentin, Kofler am K\u00fcchelberg, Waibl um Schloss Lebenberg, Graf Brandis in Lana und von Bressendorf am Ansitz Vernaun \u2014 Riesling, Blauburgunder, Portugieser. Das Burggrafenamt bildete somit zu dieser Zeit im damaligen Tirol eine Keimzelle des modernen Weinbaues.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist geblieben von damals?<\/strong><\/p>\n<p>Die niedere Erziehungsform mit Einzelpfahl, hierzulande auch als \u201eSteckelebau\u201c bezeichnet, konnte sich nicht durchsetzen. Das Pergelger\u00fcst war einfach die verwurzelte Technik und erlaubte h\u00f6here Fl\u00e4chenproduktion. Der Drahtrahmen, erfolgreich erprobt von Boscarolli auf Schloss Rametz \u2014 zwar damals noch in niederer Erziehungsform \u2014 setzte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Lande durch. Anf\u00e4nglich nur im Eisacktal, heute stellt es das h\u00e4ufigst verwendete St\u00fctzger\u00fcst bei den Junganlagen dar. Einige der damaligen Rebanlagen im Burggrafenamt sind heute obstbaulich genutzt. Als bleibendes Beispiel erwies sich die vorgenommene Sortenauswahl f\u00fcr das S\u00fcdtiroler Weinbaugebiet. Erstmals setzte man in deren j\u00fcngeren Geschichte auf wei\u00dfe Sorten.<br \/>\nDer Trend h\u00e4lt auch jetzt noch an, nachdem sich seit dem Jahre 1980 die Erkenntnis breit machte, dass allgemein die klimatischen Gegebenheiten unserer Rebfl\u00e4chen der Produktion von fruchtigen und gleichzeitig k\u00f6rperbetonten Wei\u00dfweinen entgegenkommt. Die Burgundersorten fassten auf Anregungen des Erzherzog hin Fu\u00df, zuerst Rul\u00e4nder, sodann Wei\u00dfburgunder sowie Blauburgunder. Die Sorte Rheinriesling konnte sich nicht durchsetzen. Erst letzthin entstehen davon Anlagen im Vinschgau und Eisacktal, die auf die ersten Erfolge vor einhundertf\u00fcnfzig Jahren anschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Ganz anders die Sorte Traminer. Ohne auf den Disput einzugehen, ob der Gew\u00fcrztraminer heimischen Ursprungs ist, Tatsache ist jedoch, dass er anfangs des 18. Jahrhunderts in Tirol nicht anzutreffen war und ihn Erzherzog Johann in die Umgebung seines Namensgebers, dem Dorf Tramin, brachte. Neu f\u00fcr die damalige Zeit war sicherlich auch der reinsortige Anbau und Einkelterung und die darauffolgende Flaschenf\u00fcllung. Die Vorgaben des Erzherzogs Johann fanden in der Folge durch die Lehrt\u00e4tigkeit der Versuchsanstalt in San Michele an der Etsch, 1874 gegr\u00fcndet, seine Fortsetzung. Die endg\u00fcltige Umsetzung dieser Sortenausrichtung erfolgte erst in den letzten drei\u00dfig Jahren, wodurch sich der S\u00fcdtiroler Wein zumindest am italienischen Markt eine besondere Anerkennung verschafft.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><em><strong>Un svi\u00adluppo simile in Sudtirolo<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Bisogna pre\u00admettere che lo svi\u00adluppo agri\u00adcolo del Tirolo di allora aveva par\u00adec\u00adchio in comune con quello della Stiria.<br \/>\n<\/em><em>Un primo ten\u00adta\u00adtivo per fon\u00addare un\u2019associazione che pro\u00admuo\u00advesse il pro\u00adgresso agri\u00adcolo avvenne nel 1839 alla dieta tiro\u00adlese da un rap\u00adp\u00adre\u00adsen\u00adtante della citt\u00e0 di Lienz. Alla corte impe\u00adriale vien\u00adnese le pro\u00adce\u00addure di auto\u00adriz\u00adza\u00adzione si pro\u00adlun\u00adga\u00adrono alla lunga. Sol\u00adtanto nel 1838 si poteva svol\u00adgere l\u2019assemblea di fon\u00adda\u00adzione dell\u2019\u201dImperial Regia Societ\u00e0 Agri\u00adcola del Tirolo e del Vor\u00adarl\u00adberg\u201d ad Inns\u00adbruck. l\u2019associazione aveva il com\u00adpito di \u201cdif\u00adfon\u00addere nella patria tutte le cono\u00adsci\u00adenze agrarie e di sos\u00adtenere in tutti i modi le indus\u00adtrie agrarie. Il conte Johann Trapp, pro\u00adprie\u00adtario del cas\u00adtello Chur\u00adburg e resi\u00addente ad Inns\u00adbruck, riusc\u00ec come primo pre\u00adsi\u00addente ad avere come pro\u00adtet\u00adtore supremo della societ\u00e0 l\u2019arciduca Gio\u00advanni. Le sue capa\u00adcit\u00e0 tech\u00adniche ed orga\u00adniz\u00adza\u00adtive, dovute all\u2019esperienza ven\u00adten\u00adnale nella stessa asso\u00adcia\u00adzione in Stiria erano molto richieste.<br \/>\n<\/em><em>L\u2019arcidua Gio\u00advanni pre\u00adsie\u00addeva suc\u00adces\u00adsiva\u00admente spesso le assem\u00adblee. Grazie alla popo\u00adla\u00adriet\u00e0 che godeva nella popo\u00adla\u00adzione dava popo\u00adla\u00adriet\u00e0 neces\u00adsaria alla Societ\u00e0. Il primo passo era la fon\u00adda\u00adzione di filiali. Nel Sud\u00adti\u00adrolo con\u00adcer\u00adnava la val Pus\u00adteria con Brunico l\u20198 maggio 1838 ed il cir\u00adcon\u00addario dell\u2019Adige con Sede a Bol\u00adzano, fon\u00addato il 20 aprile 1838. La Val Venosta era aggre\u00adgata con l\u2019alta Valle dell\u2019Inn, mentre Trento e Rovereto face\u00advano una filiale prin\u00adci\u00adpale. L\u2019attivit\u00e0 prin\u00adci\u00adpale delle filiali erano col\u00adti\u00adva\u00adzioni spe\u00adri\u00admen\u00adtali, miglio\u00adra\u00admenti nella zoo\u00adtecnia e nella difesa delle col\u00adture e la for\u00adma\u00adzione delle popu\u00adla\u00adzioni rurali tra\u00admite biblio\u00adgrafia spe\u00adci\u00adfica.<br \/>\n<\/em><em>Alla riunione del 23 luglio 1838 della filiale di Bol\u00adzano alla quale par\u00adte\u00adci\u00adparono 142 soci l\u2019arciduca Gio\u00advanni venne a sapere che: \u201c\u2026 alcuni nostri soci si sono fatti portare da Milano e Cham\u00adbery (Savoia) la vite della Bor\u00adgogna, Bor\u00addeaux noir (Cabernet?), Bor\u00adgogne noir (= Pinot nero), Alea\u00adtico, Malaga ed altri vitigni chia\u00admati con il nome della loro pro\u00adve\u00adni\u00adenza, cos\u00ec import\u00adanti per la colo\u00adra\u00adzione dei vini di molti nostri comuni viti\u00adcoli e li hanno pian\u00adtate assieme al nostro buo\u00adnis\u00adsimo Chas\u00adselas. Altri pian\u00adtano il nobile Ries\u00adling e la vite di Orleans che pren\u00addono da R\u00fcdes\u00adheim nel Rheingau.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em><strong><a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/doppelpergl.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12207\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/doppelpergl.jpg\" alt=\"doppelpergl\" width=\"252\" height=\"149\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/doppelpergl.jpg 1101w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/doppelpergl-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/doppelpergl-1024x607.jpg 1024w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/doppelpergl-900x533.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a><\/strong><\/em><\/p>\n<p>Reb\u00adan\u00adlange mit einer Doppelpergl-Erziehung, eine Anbau\u00adform, die seit Jahr\u00adhun\u00adderten bis zum heu\u00adtigen Tag in S\u00fcd\u00adtirol gepflegt wird.<br \/>\n<em>Impianto di vigneto con il sis\u00adtema di alle\u00adva\u00admento di per\u00adgola doppia, una forma che da secoli fino al giorno d\u2019oggi viene usata in Sudtirolo.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Impianti nell\u2019Oltradige<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Nel 1840, all\u2019occasione dell\u2019assemblea dell\u2019associazione la filiale di Bol\u00adzano rife\u00adrisce degli impianti di vitigni fran\u00adcesi, del Reno e di altre pro\u00adve\u00adni\u00adenze da parte del signor von Kin\u00adsele prima e del signor Ignaz von Gio\u00adva\u00adnelli dopo. Nel 1841 i soci erano gi\u00e0 292. Sono state ban\u00addite delle meda\u00adglie ai soci che aves\u00adsero fatti impianti con variet\u00e0 in com\u00adpa\u00adra\u00adzione. A Bol\u00adzano l\u2019associazione aveva affit\u00adtuato un appez\u00adza\u00admento dal comune ed allestito un campo spe\u00adri\u00admen\u00adtale. Fino al 1845 questo era allestito con molte variet\u00e0 di vite e di mori nazio\u00adnali ed esteri. Si suti\u00ada\u00adrono per\u00f2 anche variet\u00e0 frut\u00adti\u00adfere e di giar\u00addi\u00adnaggio. L\u2019arciduca Gio\u00advanni ne offr\u00ec venti variet\u00e0 pro\u00adve\u00adni\u00adenti dal vivaio di Graz.<br \/>\n<\/em><em>I vitigni pi\u00f9 ricer\u00adcati erano pre\u00adcoci e di intensa colo\u00adra\u00adzione, ma anche da tavola. Le variet\u00e0 fran\u00adcesi dei vigneti di Anton von Igeam pro\u00adve\u00adni\u00advano dai vigneti dell\u2019Arciduca Carlo presso Baden che a sua volta le aveva rice\u00advute da Fran\u00adken\u00adthal vicino a R\u00fcdes\u00adheim nel Rheingau. Anche nella giar\u00addi\u00adnieria di corte di Josef Stolz a Bres\u00ads\u00ada\u00adnone si tro\u00adva\u00adrono \u201cnovanta nobili vitigni, spes\u00adsis\u00adsimo alsa\u00adziani\u201d che furono inviati alla sede cen\u00adtra\u00adlecdi Inns\u00adbruck. Lo slancio della sede cen\u00adtrale perse per\u00f2 di inten\u00adsit\u00e0 col tempo, la dire\u00adzione era troppo eli\u00adtaria e man\u00adcava la par\u00adte\u00adci\u00adpa\u00adzione con\u00adta\u00addina. La filiale di Bol\u00adzano, man\u00adte\u00adnendo il legami con la sede, si dette nel 1852 un pro\u00adprio sta\u00adtuto. Nel 1869 divenne per\u00f2 un\u2019associazione indi\u00adpen\u00addente di agri\u00adcol\u00adtura e di giardinaggio.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em><strong>L\u2019arciduca Gio\u00advanni come esempio<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>L\u2019arciduca Gio\u00advanni ha visi\u00adtato quasi tutti gli anni per qualche giorno o diverse set\u00adti\u00admane il Tirolo. Nel 1841 incontra il diret\u00adtivo della filiale di Bol\u00adzano e si fa aggior\u00adnare circa le uve, i prezzi ed i quan\u00adti\u00adta\u00adtivi. Il suo diario riporta: \u201cQuanto non si pot\u00adrebbe fare qu\u00ec!\u201d e \u201cPenso che i pendii di Bol\u00adzano sare\u00adb\u00adbero un posto per col\u00adti\u00advare uve die Moscato.\u201c<br \/>\n<\/em><em>Josef von Gio\u00adva\u00adnelli, un suo uomo di fiducia, venne da lui inca\u00adri\u00adcato a tro\u00advare una pro\u00adpriet\u00e0.<br \/>\nNel 1845 acquista il cas\u00adtello di Scena, ma senza super\u00adfici agrarie. Giunse ad una tenuta in un altro modo. Il suo figlio Franz, dopo essere stato nomi\u00adnato Conte di Merano, ha rice\u00advuto dall\u2019imperatore aus\u00adtriaco come feudo la tenuta con pal\u00adlazzo di St. Valentin nella loca\u00adlit\u00e0 Appiano Monte che rimase della famiglia fino al 1926.<\/em><br \/>\n<em>Nel 1847 l\u2019arciduca Gio\u00advanni si tro\u00advava l\u00ec per assis\u00adtere a diversi lavori di ris\u00adtrut\u00adtu\u00adra\u00adzione, miglio\u00adra\u00admento fon\u00addiario e reim\u00adpianto, poi ad Andriano dove posse\u00addeva prati e stagni. Nel 1850, di nuovo a St. Valentin con il suo uomo di fiducia von Gio\u00adva\u00adnelli, scrisse: \u201cMi sono accorto di molti cam\u00adbia\u00admenti\u2026 Gli alberi da frutto ed i gelsi hanno attec\u00adchito bene, due stanze sono ris\u00adtrut\u00adturate. Quello che mi \u00e8 pia\u00adciuto di pi\u00f9 era il nuovo vigneto di Tra\u00adminer e Pinot grigio che nono\u00adst\u00adante l\u2019annata dif\u00adfi\u00adcile \u00e8 bello vigo\u00adroso, pieno di uva. Un esempio, cosa si pu\u00f2 fare, per me la ricom\u00adpensa per aver comin\u00adciato questi lavori. Ho detto a Penz come dovr\u00e0 fare il vino.\u201d Nel 1855 l\u2019arciduca ha ritro\u00advato tutti gli impianti com\u00adpiuti ed anche ad Andriano erano state rea\u00adliz\u00adzate le pergole.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em><a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/gewuerztraminer.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12203\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/gewuerztraminer.jpg\" alt=\"gewuerztraminer\" width=\"252\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/gewuerztraminer.jpg 678w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/gewuerztraminer-180x300.jpg 180w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/gewuerztraminer-614x1024.jpg 614w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p class=\"p1\">Die Gew\u00fcrztraminer-Traube.<br \/>\n<em>Grappoli di Gew\u00fcrztraminer.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em>A Bol\u00adzano anche il suo fra\u00adtello ha fatto impianti moderni di vite, inoltre pra\u00adti\u00adcava la col\u00adtura del baco di seta, della frutta e della vite su due masi a Laives. Altri pro\u00adprie\u00adtari ter\u00adrieri com Karl von Zal\u00adlinger hanno fatto ugual\u00admente buone espe\u00adri\u00adenze, seguendo i con\u00adsigli dell\u2019arciduca piantando con la forma di alle\u00adva\u00admento renana, cio\u00e8 albe\u00adrello con sin\u00adgolo palo, le variet\u00e0 renane come Ries\u00adling, Tra\u00adminer, e Pinot nero. Nel 1856 il gior\u00adnale \u201cBozner Zei\u00adtung\u201d rac\u00adconta della visita da parte dell\u2019arciduca dei vigneti a Sand, dove per\u00adaltro ha dimostrato lui stesso, come si col\u00adtivano le gio\u00advani bar\u00adba\u00adtelle.<br \/>\n<\/em><em>Dopo l\u2019acquisto del cas\u00adtello di Scena nel 1845 ha com\u00adprato nel 1852 il vicino palaz\u00adzo\u00adThurn con l\u2019annessa azi\u00adenda agri\u00adcola, il Thur\u00adn\u00aderhof.<br \/>\n<\/em><em>Dal suo ammi\u00adnis\u00adtra\u00adtore peter von S\u00f6lder si \u00e8 fatto impiantare \u201cun vigneto secondo cri\u00adteri razio\u00adnali\u201d. Si tratt\u00f2 di nuovo di un alba\u00adrello pali\u00adfi\u00adcato. Non si s\u00e0 niente circa le varit\u00e0, ma \u00e8 pro\u00adba\u00adbile che si tratt\u00f2 di Ries\u00adling, Tra\u00adminer e Pinot grigio. Sotto l\u2019amministrazione di Chris\u00adtoph Frank che ivi rimase fino al suo acquisto del podere di St. Valentin nel 1926 la super\u00adficie vitata al Thur\u00adn\u00aderhof accre\u00adsceva fino a 2,5 ettari.<br \/>\n<\/em><em>Trent\u2019anni fa la frut\u00adti\u00adcol\u00adtura ha sosti\u00adtuito l\u00ec la col\u00adtura della vite.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_rametz.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12202\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_rametz.jpg\" alt=\"schloss_rametz\" width=\"252\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_rametz.jpg 1236w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_rametz-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_rametz-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/schloss_rametz-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">Die Weinberge im Burggrafenamt mit den Schl\u00f6ssern Rametz, Labers und Goyen; die Rebsorte Blauburgunder nahm hier seinen ausgang und auf Schloss Rametz wurde erstmals Wein in Flaschen gef\u00fcllt.<br \/>\n<em>I vigneti del Burggraviato con i castelli di Rametz, Labers e Goyen; La variet\u00e0 Pinot nero si \u00e8 diffusa da qu\u00ec ed al castel Rametz si \u00e8 messo il vino per la prima volta in bottiglia.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em>L\u2019Arciduca Gio\u00advanni non pot\u00e8 vedere l\u2019affermazione defi\u00adni\u00adtiva delle sue idee nel Tirolo in quanto mor\u00ec nel 1859 a Graz. Pochi anni dopo nelle clas\u00adsi\u00adfiche delle pre\u00admia\u00adzioni della Societ\u00e0 Agri\u00adcola figu\u00adrano un Tra\u00adminer 1859 del Conte di Merano ed un St. Valentin del 1862.<br \/>\n<\/em><em>Pi\u00f9 tardi Chris\u00adtoph Frank del Rebenhof die Gries presso Bol\u00adzano com\u00admer\u00adcia\u00adliz\u00adzer\u00e0 il \u201cSt. Valen\u00adtiner Schlosshof\u201d.<br \/>\n<\/em><em>\u00c8 degno di nota che una can\u00adtina rino\u00admata di San Michele\/Appiano uti\u00adlizza la deno\u00admi\u00adna\u00adzione St. Valentin per la linea top dei suoi vini: tut\u00adtora Gew\u00fcrz\u00adtra\u00adminer, Sau\u00advi\u00adgnon, Pinot grigio ed altri. Il nome \u201cStra(h)ler\u201d che si uti\u00adlizza nell\u2019Oltradige \u00e8 ricon\u00addu\u00adci\u00adbile allo spi\u00adrito inno\u00adva\u00adtivo dell\u2019arciduca. Infatti le \u201cStra\u00adreben\u201d, dette anche \u201cSte\u00adcke\u00adle\u00adreben\u201d non erano altro che gli impianti di albe\u00adrello pali\u00adfi\u00adcato che appa\u00adre\u00advano per la prima volta a St. Valentin nell\u2019Oltradige. Lo \u201cStra(h)ler \u00e8 un vino bianco, di solito un taglio tra Pinot bianco, Ries\u00adling, Pinot grigio e Sil\u00advaner. Cio\u00e8 quelle variet\u00e0 ha impor\u00adtato dalla sua espe\u00adri\u00adenza sti\u00adriana e che ha tro\u00advato imi\u00adta\u00adtori soprat\u00adtutto a Monte di Appiano. Luis Ober\u00adrauch rac\u00adconta di un impianto del genere ancora dello secolo scorso presso lo \u201cStro\u00adblhof\u201d.<br \/>\n<\/em><em>Il rac\u00adconto di viaggio del 1864 da parte di A. von Babo, diret\u00adtore della scuola frut\u00adti\u00adcola e viti\u00adcola di Klos\u00adter\u00adneu\u00adburg, non era molto lusin\u00adghiero per la viti\u00adcol\u00adtura tiro\u00adlese in quanto \u201cl\u00ec si beve solo vino molto sca\u00addente\u201d. Vide la causa di ci\u00f2 nelle variet\u00e0 in com\u00adbi\u00adna\u00adzione con il sis\u00adtema alto di alle\u00adva\u00admento della per\u00adgola. I vigneti invece di von Zal\u00adlinger e Bauer sono stati elen\u00adcati come esem\u00adplari. Una ripresa su larga scala della viti\u00adcol\u00adtura si rea\u00adlizz\u00f2 ovvia\u00admente sol\u00adtanto attra\u00adverso i decenni. Un primo passo si fece con l\u2019introduzione di nuove variet\u00e0 ma anche di nuovi sis\u00adtemi di alle\u00adva\u00admento nel periodo sopra descritto. Erano sin\u00adgoli pio\u00adnieri attorno all\u2019Arciduca Gio\u00advanni come von Zal\u00adlinger, Arci\u00adduca Raniero e Hein\u00adrich von Gio\u00adva\u00adnelli a Bol\u00adzano, Bos\u00adca\u00adrolli a Merano, von Gug\u00adgen\u00adberg a Bres\u00ads\u00ada\u00adnone che pren\u00addendo l\u2019esempio dalle azi\u00adende modello dell\u2019Arciduca Gio\u00advanni sta\u00adbi\u00adl\u00adirono nuovi criteri.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em> <a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin_2.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12201\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin_2.jpg\" alt=\"st_valentin_2\" width=\"252\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin_2.jpg 1304w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin_2-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin_2-1024x673.jpg 1024w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/st_valentin_2-900x592.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p class=\"p1\">Weinbau und Ansitz St. Valentin in Eppan.<br \/>\n<em>Viticoltura e palazzo di St. Valentin ad Appiano.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em>In questo modo furono rea\u00adliz\u00adzati alla met\u00e0 del 19\u00ba secolo attorno a Merano impianti simili con Ries\u00adling e Tra\u00adminer: da parte di Josef Inner\u00adhofer al cas\u00adtello di Goyen acquis\u00adtato nel 1857 e da parte del conte Joseph Trautt\u00admans\u00addorff nella allora pro\u00adpriet\u00e0 com\u00adprata nel 1847. Segu\u00adirono il cano\u00adnico Sch\u00fctz ed il com\u00admer\u00adci\u00adante Zin\u00adgerle sul K\u00fcchel\u00adberg. Inoltre il con\u00advento di Stam a St. Valentin, Kofler sul K\u00fcchel\u00adberg, Waibl attorno al cas\u00adtello di Leben\u00adberg, il contre Brandis a Lana e von Bres\u00adsen\u00addorf a castel Vernaun con Ries\u00adling, Pinot nero e Por\u00adtu\u00adgieser. Il Bur\u00adgra\u00adviato nel tirolo di allora costi\u00adtuiva l\u2019epicentro della viti\u00adcol\u00adtura moderna.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Cosa \u00e8 rimasto d&#8217;allora?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>La forma di alle\u00adva\u00admento bassa con un palo sin\u00adgolo, chiamto da queste parti anche \u201eSte\u00adcke\u00adlebau\u201c, non riusc\u00ec ad imporrsi. La per\u00adgola era una tec\u00adnica affer\u00admata e per\u00admet\u00adteva rese per ettaro pi\u00f9 ele\u00advate. La spal\u00adliera, spe\u00adri\u00admen\u00adtata con suc\u00adcesso da Bos\u00adca\u00adrelli a castel Rametz, allora ancora nella forma bassa, si impose sol\u00adtanto dopo la Seconda Guerra Mon\u00addiale. Ini\u00adzi\u00adal\u00admente solo nella Valle Isarco ma nel frat\u00adtempo \u00e8 il sis\u00adtema di alle\u00adva\u00admento pi\u00f9 dif\u00adfuso nei nuovi impianti. Alcuni degli impianti di allora nel Bur\u00adgra\u00adviato sono stati con\u00adver\u00adtiti a meleti.<br \/>\n<\/em><em>Come risultato dura\u00adturo si \u00e8 mani\u00adfes\u00adtata la scelta varietale di allora. Per la prima volta nel pas\u00adsato recente si \u00e8 pun\u00adtato su vitigni a bacca bianca.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em><a href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/kalterer_see.jpg\" rel=\"lightbox[12192]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12200\" style=\"border: 0px; margin: -0px 0px 0px -0px;\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/kalterer_see.jpg\" alt=\"kalterer_see\" width=\"252\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/kalterer_see.jpg 1314w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/kalterer_see-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/kalterer_see-1024x761.jpg 1024w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2014\/06\/kalterer_see-900x669.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p class=\"p1\">Weinberge um den Kalterer See.<br \/>\n<em>Vigneti attorno al Lago di Caldaro.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em>Questa ten\u00addenza per\u00admane tut\u00adtora, dopo che si \u00e8 dif\u00adfusa a par\u00adtire dagli anni 80 la con\u00advin\u00adzione che in gene\u00adrale le con\u00addi\u00adzioni cli\u00adma\u00adtiche delle nostre super\u00adfici vitate favo\u00adris\u00adcono i vini bianchi frut\u00adtati e pieni. Le variet\u00e0 bor\u00adgo\u00adgnotte a seguito dei sug\u00adge\u00adri\u00admenti dell\u2019Arciduca Gio\u00advanni pre\u00adsero piede, prima il Pinot grigio, poi il Pinot bianco ed il Pinot nero. La variet\u00e0 Ries\u00adling non si poteva imporre. Solo ulti\u00adma\u00admente ne sono stati fatti degli impianti in Val Venosta ed in Val Isarco che si possono ricol\u00adle\u00adgare ai primi suc\u00adcessi di 150 anni fa. Del tutto diver\u00adsa\u00admente era lo svi\u00adluppo del vitigno Tra\u00adminer. Anche se non si vuole con\u00adtri\u00adbuire alla dis\u00adputa se il Gew\u00fcrz\u00adtra\u00adminer \u00e8 di ori\u00adgine nostrana, bisogna accettare che questo all\u2019inizio del 18. secolo non era ritrova\u00adbile nel Tirolo e che l\u2019arciduca Gio\u00advanni lo ha por\u00adtato nella zona del paese di Ter\u00admeno che gli ha dato il suo nome. Una novit\u00e0 per i tempi di allora erano sicur\u00ada\u00admente anche la col\u00adti\u00adva\u00adzione di variet\u00e0 in purezza e la con\u00adse\u00adguente vini\u00adfi\u00adca\u00adzione e l\u2019imbottigliamento. Le diret\u00adtive dell\u2019Arciduca Gio\u00advanni tro\u00adva\u00adrono la loro con\u00adti\u00adnua\u00adzione nel lavoro di istru\u00adzione da parte della sta\u00adzione di ricerca di San Michele all\u2019Adige, fon\u00addata nel 1874. L\u2019affermazione defi\u00adni\u00adtiva di questa scelta varietale avvenne sola\u00admente negli ultimi trent\u2019anni cau\u00adsando un rico\u00adno\u00adsci\u00admento par\u00adti\u00adco\u00adlare perlomeno sul mer\u00adcato italiano.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><!--nextpage--><\/p>\n<p>Literatur\/<em>Bibliografia<\/em><\/p>\n<p>E. Erler &#8211; Der Landeskulturrat von Tirol und seine Wegbereiter, Innsbruck 1957<\/p>\n<p>H. G\u00f6the &#8211; Schloss Rametz, Weinlaube 15\/1883<\/p>\n<p>V. Hazel &#8211; Tagebucheintragungen des Erzherzog ]ohann Maschinenniederschrift Die Weing\u00e4rten 40 G.<\/p>\n<p>Heinike &#8211; Die K.-K.-Landwirtschaftsgesellschaft von Tirol, Dissertation, Innsbruck1962<\/p>\n<p>F. X. Hlubek &#8211; Ein treues Bild des Herzogthums Steiermark, K.K. Landwirtschaftsgesellschaft, Graz 1860<\/p>\n<p>A. von Hohenbruck \u2014 Die Weinproduction in Oesterreich, Wien 1873<\/p>\n<p>G. Klingenstein &#8211;\u00a0Erzherzog ]ohann von \u00d6sterreich, Beitr\u00e4ge zur Geschichte seiner Zeit, Graz 1982 Kulturreferat der Steierm\u00e4rkischen Landesregierung Weinkultur, Graz 1990<\/p>\n<p>E. Mach &#8211; Der Weinbau und die Weine Deutschtirols, Bozen 1894<\/p>\n<p>K. F. Maier &#8211; Erzherzog ]ohann und der steirische Wein, Graz 1982<\/p>\n<p>O. Pickl &#8211; Erzherzog ]ohann von \u00d6sterreich, Sein Wirken in seiner Zeit, Graz 1982<\/p>\n<p>P. Roth &#8211; Erzherzog ]ohann von \u00d6sterreich und S\u00fcdtirol, S\u00fcdtirol in Wort und Bild 1\/1996<\/p>\n<p>D. v. Sch\u00f6nherr &#8211; Das Schloss Schenna \u2014 seine Geschichte und seine Besitzer, Meran 1886<\/p>\n<p>Wochenblatt der K.-K.-Landwirtschaftsgesellschaft von Tirol und Vorarlberg, Nr. 24\/1846, 32\/1841, 1840<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zwei Wochen konnte man den ersten Teil der Publikation von Helmuth Scartezzini lesen, jetzt folgt\u00a0der zweite und letzte Teil. Due settimane fa si poteva leggere la prima parte del lavoro di Helmuth Scartezzini, segue la seconda ed\u00a0ultima puntata. 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