{"id":7405,"date":"2011-10-24T21:56:25","date_gmt":"2011-10-24T20:56:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/?p=7405"},"modified":"2013-01-12T16:23:07","modified_gmt":"2013-01-12T15:23:07","slug":"bernhard-fiedler-weinmoralismus_moralismo-enoico","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/blog\/2011\/10\/24\/bernhard-fiedler-weinmoralismus_moralismo-enoico\/","title":{"rendered":"Bernhard Fiedler: Weinmoralismus \u2014 Moralismo enoico"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"float center size-full wp-image-7410 aligncenter\" style=\"border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; border-width: 0px;\" title=\"bernhard-fiedler-weinblog\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2011\/10\/bernhard-fiedler-weinblog1.jpg\" width=\"530\" height=\"122\" srcset=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2011\/10\/bernhard-fiedler-weinblog1.jpg 855w, https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/wp-content\/2011\/10\/bernhard-fiedler-weinblog1-300x69.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a>In Bezug auf das vielbeachtete <a title=\"Die Beichte\" href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/2011\/09\/30\/die-beichte_la-confessione\/\" target=\"_blank\">Outing<\/a> meines Winzerkollegen Lepsbaierle bin ich froh, dass ich die Meinung meines Weinbauern- und Bloggerkollegen <a title=\"Bernhard Fiedler\" href=\"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?page_id=46\" target=\"_blank\">Bernhard Fiedler<\/a> aus dem \u00f6sterreichischem Burgenland ver\u00f6ffentlichen darf. Dies, weil ich ihn als Mann mit viel theotischem Wissen und einer geh\u00f6rigen Portion praktischer Erfahrung sch\u00e4tzen gelernt habe und weil er dieses Wissen gut aufbereitet seit Sommer 2006 der Allgemeinheit zur Verf\u00fcgung stellt. Zudem finde ich es gut, wenn seine Sichtweise zu diesem ungewollt kontroversiellem Thema auch dem italienischsprachigem Publikum zug\u00e4nglich gemacht wird. Der <a title=\"Weinmoralismus\" href=\"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=2930\" target=\"_blank\">Originalbeitrag<\/a> jedenfalls hat seinerzeit f\u00fcr einige Diskussion (auch <a title=\"Catain Cork\" href=\"http:\/\/www.captaincork.com\/Weinwissen\/Anbau\/Diskussion-Spontanvergaerung-Leserbrief-Kommentar-Bernhard-Fiedler\" target=\"_blank\">hier<\/a>) gesorgt. Gute Lekt\u00fcre!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>In riferimento alle <a title=\"La confessione\" href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/2011\/09\/30\/die-beichte_la-confessione\/\" target=\"_blank\">rivelazioni<\/a>\u00a0largamente considerate del mio amico Lepsbaierle sono molto fiero di poter pubblicare l&#8217;opinione del collega vignaiolo nonch\u00e9 blogger <a title=\"Bernhard Fiedler\" href=\"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?page_id=46\" target=\"_blank\">Bernhard Fiedler<\/a> del Burgenland austriaco. Questo perch\u00e9 l&#8217;ho conosciuto come uomo conoscitore della teoria ma nello stesso tempo ricco di esperienza e perch\u00e9 condivide questo sapere dall&#8217;estate 2006 con i lettori del suo blog. Inoltre trovo giusto che il suo punto di vista circa questa tematica discussa in modo controverso possa essere accessibile anche ai lettori di lingua italiana. Il <a title=\"Weinmoralismus\" href=\"http:\/\/www.bernhard-fiedler.at\/weblog\/?p=2930\" target=\"_blank\">post originale<\/a> ha in ogni caso suscitato abbastanza discussione, anche su altri <a title=\"Captain Cork\" href=\"http:\/\/www.captaincork.com\/Weinwissen\/Anbau\/Diskussion-Spontanvergaerung-Leserbrief-Kommentar-Bernhard-Fiedler\" target=\"_blank\">siti<\/a> molto letti. Buona lettura!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><!--more--><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--nextpage--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Weinmoralismus<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit der Entwicklung des Weines vom Alltagsgetr\u00e4nk zum Lifestyle-Thema der genussaffinen Mittel- und Oberschicht hat sich auch der Blickwinkel auf den vergorenen Traubensaft deutlich gewandelt. F\u00fcr Weinfreunde z\u00e4hlt heutzutage nicht nur der Geschmack, sondern auch die Entstehungsgeschichte und das Umfeld eines Weines zu seinen Qualit\u00e4tsmerkmalen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Trend ist aus vielerlei Gr\u00fcnden zu begr\u00fc\u00dfen. Nicht zuletzt, weil er zu einem bewu\u00dfteren Konsum und zur Bevorzugung hochwertigerer Weine f\u00fchrt. Allerdings sollte man dabei nicht \u00fcbersehen, dass das Interesse zahlreicher Laien f\u00fcr ein hochkomplexes Thema wie die Weinherstellung auf einem umk\u00e4mpften Markt zwangsl\u00e4ufig auch einen Kampf um die Deutungshoheit f\u00fcr an sich neutrale Fachbegriffe nach sich zieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da eine umfassende Besch\u00e4ftigung mit dem Thema Weinherstellung aber in der Regel nicht m\u00f6glich (und oft wohl auch gar nicht erw\u00fcnscht) ist, konzentriert sich die Diskussion meist auf einige wenige Signalw\u00f6rter, an denen man meint, den Background eines Weines festmachen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und weil ihre Erkl\u00e4rungsmuster so sch\u00f6n logisch und einfach klingen, tragen die Weinmoralisten mit ihren schwarz-wei\u00dfen Glaubenss\u00e4tzen h\u00e4ufig den Sieg davon: Reinzuchthefe ist b\u00f6se, Spontang\u00e4rung ist gut. Und so weiter\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der nicht zum moralisieren neigende Winzer hat nur zwei M\u00f6glichkeiten, damit umzugehen: Er kann sich bequem dem Kanon der Meinungsmacher beugen. Oder er kann m\u00fchsam versuchen, darzustellen, dass die Weinwelt auch in solchen \u201cGlaubensfragen\u201d nicht schwarz-wei\u00df, sondern bunt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Auf die Pl\u00e4tze, fertig, los:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Reinzuchthefen sind einzelne Saccharomyces-St\u00e4mme mit weitgehend bekannten G\u00e4reigenschaften, die in N\u00e4hrl\u00f6sungen gro\u00dfen Stil vorvermehrt und anschlie\u00dfend gefriergetrocknet k\u00e4uflich zu erwerben sind. Die \u00fcberwiegende Mehrzahl der mittlerweile hunderten Hefepr\u00e4parate sind jedoch keine z\u00fcchterische Sch\u00f6pfung des Menschen, sondern exakt jene St\u00e4mme, die in besonders positiv verlaufenden Versuchs-Spontang\u00e4rungen dominiert haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie die meisten Spontang\u00e4rungen verh\u00e4lt sich deshalb auch der Gro\u00dfteil der Reinzuchthefepr\u00e4parate recht unauff\u00e4llig, was das Aroma des sp\u00e4teren Weines betrifft. Nur eine relativ kleine Gruppe (die oft \u201cAromahefen\u201d genannt wird) neigt dazu, dem Wein ihren Stempel aufzudr\u00fccken und das Geruchs- und Geschmacksbild deutlich zu beeinflu\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die h\u00e4ufig anzutreffende Gleichsetzung \u201cReinzuchthefe=Aromahefe\u201d ist daher falsch, und im \u00dcbrigen sind hefeinduzierte Bukettstoffe nach Pfirsich, Sauvignon blanc, sauren Drops, etc. sehr kurzlebig, weshalb \u201cAromahefen\u201d f\u00fcr Weine mit einem l\u00e4ngeren Entwicklungshorizont (der in der Regel auch eine h\u00f6here Qualit\u00e4t bedingt) nicht in Frage kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Abgesehen davon l\u00e4\u00dft sich eine \u00e4hnliche Beeinflu\u00dfung des Aromas auch ohne b\u00f6se Reinzuchthefen z.B. \u00fcber eine sehr niedrige G\u00e4rtemperatur erzielen. Spontang\u00e4rung und Aromen nach sauren Drops schlie\u00dfen sich also mitnichten aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Echte und vermeintliche Unterschiede am Beginn\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einer der wichtigsten Effekte des Reinzuchthefeeinsatzes ist die rasche Dominanz eines Hefestammes \u00fcber alle anderen Mikroorganismen in einem gerade zu g\u00e4ren beginnenden Most. W\u00e4hrend n\u00e4mlich in spontan g\u00e4renden S\u00e4ften alle m\u00f6glichen Mikroorganismen aktiv werden, bis sich die urspr\u00fcnglich nur wenigen Prozent echte Weinhefe ausreichend vermehrt haben, verschaffen die Pr\u00e4parate der Weinhefe einen deutlichen Startvorteil.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Betrachtet man die Sache aber genauer, stellt man fest, dass auch der Sponti-Kellermeister massiv versucht, die Mikroorganismenvelfalt im Most zu beeinflu\u00dfen. Zuerst durch eine Vorkl\u00e4rung des Mostes (bei der der Gro\u00dfteil der nat\u00fcrlichen Population entfernt wird), schon vorher oder danach durch die Zugabe von SO? (das empfindliche Mikroben zugunsten der echten Weinhefe hemmt), und sehr oft durch die Zugabe eines spontanen G\u00e4ransatzes (der wie die Reinzuchthefe zu einer raschen Dominanz der echten Weinhefe f\u00fchrt).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Eingriffe in die Mikroorganismenflora des Mostes relativieren nat\u00fcrlich auch alle Versuche, die Hefepopulation als wesentlichen Teil des lagentypischen Geschmacksbildes darzustellen. Davon abgesehen dominieren sp\u00e4testens ab dem dritten Tag der Weinlese sowieso die im Keller vorhandenen St\u00e4mme, es sei denn, dieser ist weitgehend keimfrei. Der daf\u00fcr notwendige Aufwand erscheint allerdings wenig sinnvoll, zumal die wissenschaftliche Beweislage zur Theorie der lagenspezifischen Hefepopulation auf Weintrauben mehr als d\u00fcrftig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Trotz dieser Einflu\u00dfnahmen sagt man spontan vergorenen Weinen eine gr\u00f6\u00dfere Komplexit\u00e4t nach, vergi\u00dft dabei aber gerne, dass diese (vermeintliche) Komplexit\u00e4t meist mit einem durch die Nebenprodukte der sonstigen Mikroorganismenflora verursachten h\u00f6heren SO?-Gehalt des sp\u00e4teren Weines und gar nicht so selten mit gesteigerten Gehalten an z.B. Histamin und fl\u00fcchtiger S\u00e4ure einhergeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Von Sponti-Verfechtern wird das jedoch ebenso gerne in Kauf genommen, wie die h\u00e4ufig mit der Spontang\u00e4rung assoziierten Knoblauch-, Schwefel- und sonstigen unangenehmen Aromen in vorwiegend jungen Weinen. Solche Stinkerl gelten geradezu als Beweis f\u00fcr eine spontane G\u00e4rf\u00fchrung und werden deshalb mitunter sogar euphorisch als positives Charaktermerkmal gefeiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass es sich bei diesen mehr oder weniger deutlichen B\u00f6cksern weniger um eine Frage der Art der G\u00e4rung als um einen davon weitgehend unabh\u00e4ngigen Sauerstoffmangel w\u00e4hrend bestimmter Entwicklungsphasen des Weines handelt, f\u00e4llt den Schwefelwasserstoff-Fetischisten gar nicht auf. Und r\u00fcckt manch reduktiv arbeitenden Reinzuchthefe-Winzer mit nicht allzustarker Mostvorkl\u00e4rung und langem Hefelager \u2013 gewollt oder ungewollt \u2013 ins Sponti-Lager.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u2026und am Ende der G\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neben der Vermeidung von Weinfehlern ist die sichere Endverg\u00e4rung das zweite gro\u00dfe Argument f\u00fcr Hefepr\u00e4parate. Durch die Auswahl von g\u00e4rstarken Sponti-St\u00e4mmen mit niedrigem N\u00e4hrstoffverbrauch f\u00fcr die Reinzuchthefe-Produktion g\u00e4ren Reinzucht-Moste in den meisten F\u00e4llen sicher durch, w\u00e4hrend die Spontang\u00e4rung h\u00e4ufig mehr oder weniger viele Gramm Restzucker im Wein bel\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aufgrund dieser Eigenschaft werden Reinzucht-Weine von Sponti-Freaks gerne als mit \u201cTurbohefen\u201d unnat\u00fcrlich trocken durchgegoren bezeichnet, w\u00e4hrend der mehr oder weniger halbtrockene Zustand vieler Sponti-Weine als harmonischer, nat\u00fcrlicher G\u00e4rstillstand gelobt wird. Unterschlagen wird dabei allerdings, dass die meisten Weine auch mit der nat\u00fcrlichen Hefepopulation vollst\u00e4ndig durchg\u00e4ren w\u00fcrden, wenn der Sponti-Kellermeister nicht massiv \u00fcber Mostvorkl\u00e4rung und G\u00e4rtemperatur in deren Entwicklung eingreifen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Andererseits finden manche Weinmoralisten, die die (vermeintliche) Beeinflu\u00dfung des sp\u00e4teren Zuckergehaltes mittels \u201cTurbohefen\u201d vehement ablehnen, gleichzeitig gar nichts dabei, willk\u00fcrlich beim gew\u00fcnschten Restzucker G\u00e4rungen zu unterbrechen und mikrobiologisch instabile Weine mit moderner Sterilfiltration in Flaschen zu bringen, Hauptsache es handelt sich um spontan vergorene Rieslinge.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das ist nat\u00fcrlich ein klassischer Fall von Doppelmoral, denn selbstverst\u00e4ndlich hat die Entscheidung, ob ein Wein 10 oder 50 Gramm Restzucker haben soll weit gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen auf den Stil des Endproduktes, als die Frage, ob der Most spontan oder nicht vergoren wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber auch andere, in Sponti- und Nicht-Sponti-Kellern allt\u00e4gliche Entscheidungen haben einen dramatisch gr\u00f6\u00dferen Einflu\u00df auf die Stilistik, als die Wahl der Hefe, ohne derart moralinsauer diskutiert zu werden: Die Wahl des Lesezeitpunktes, der z.B. mit \u00dcberreife und Botrytis den Wein mehr pr\u00e4gt, als das die Hefe jemals k\u00f6nnte. Die Wahl des G\u00e4r- und Lagerbeh\u00e4lters bis hin zur Aromatisierung des Weines mit Holzinhaltsstoffen. L\u00e4nge und Art des Ausbaues auf der Hefe nach der G\u00e4rung. Das Verschneiden von verschiedenen Chargen einer Sorte oder sogar verschiedener Sorten. Und, und, und.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Abstrakte Argumente<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neben diesen \u2013 in der Regel nur einseitig und verk\u00fcrzt dargestellten \u2013 Fragen mit konkretem Weinbezug wird gerade in Sachen Spontang\u00e4rung sehr h\u00e4ufig auch einigerma\u00dfen abstrakt argumentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Reinzuchthefen nehmen dem Wein seine nat\u00fcrliche Aura und stehen f\u00fcr die Berechenbarkeit des modernen Geschmacks, hei\u00dft es zum Beispiel immer wieder. Dabei wei\u00df jeder ernstzunehmende Kellermeister mit Reinzuchthefeerfahrung, dass es selbst mit dem gleichen Hefestamm und identer Temperaturf\u00fchrung nicht m\u00f6glich ist, in zwei verschiedenen Beh\u00e4ltern aus dem selben Most exakt den gleichen Wein zu erzielen. Zu gro\u00df ist die Zahl an Variablen, die \u2013 trotz Reinzuchthefe \u2013 zu Unterschieden in G\u00e4rverhalten und Weinstil f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Davon abgesehen gibt es auch Sponti-Keller, die allen Weinen die gleiche \u2013 berechenbare \u2013 aromatische Nuance mitgeben, und Reinzuchtbetriebe, die eine enorme \u2013 auf Sorten und Terroir, nicht auf Hefest\u00e4mmen basierende \u2013 stilistische Vielfalt bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In diesem Zusammenhang sind auch die Werbeaussagen der Hefeproduzenten einigerma\u00dfen zu relativieren. Liest man n\u00e4mlich deren Informationen, k\u00f6nnte man meinen, es k\u00e4me in Geschmacksfragen \u00fcberhaupt nur auf die Hefe und eigentlich gar nicht auf die Trauben an.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das ist nat\u00fcrlich Wasser auf die M\u00fchlen der Weinmoralisten, die jedoch unterschlagen, dass es sich dabei nicht um seri\u00f6se Forschungsergebnisse, sondern um Verkaufsf\u00f6rderung in einem hei\u00df umk\u00e4mpften Markt mit vielen verunsicherten Winzerkunden handelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gerne wird dabei auch auf die angebliche Macht der Hefeindustrie verwiesen, die mit nicht immer lauteren Methoden gegen die Sponti-Fraktion mobil mache, weil sie um Umsatz und Marktanteile f\u00fcrchte. Dabei l\u00e4\u00dft sich leicht ausrechnen, dass die diversen Kellereiartikelfirmen zumindest mittels Reinzuchthefe (und nur die sollte man in diesem Zusammenhang in Rechnung stellen, will man redlich argumentieren) gar nicht so gro\u00df und m\u00e4chtig sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verwendung von Reinzuchthefe kostet dem Winzer (je nach Hefestamm, Einkaufsquelle und Dosage) etwa ein bis zwei Cent pro Liter bzw. ein bis zwei Euro pro Hektoliter. Geht man davon aus, dass der \u00fcberwiegende Teil der Weinernte solcherart vergoren wird, ergibt das in Deutschland einen j\u00e4hrlichen Reinzuchthefe-Umsatz von 10 bis 20 Millionen Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zieht man davon die Umsatzsteuer und die Margen f\u00fcr den Zwischenhandel ab, ist man in etwa beim gesamten Nettoumsatz der Reinzuchthefe-Hersteller, der damit wohl kleiner sein d\u00fcrfte, als der Umsatz einzelner Weinkellereien. Und geradezu l\u00e4cherlich im Vergleich zur Glas- und Verschlu\u00dfindustrie, bei der es um das zehn-, zwanzig- oder nochmehrfache geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Womit nat\u00fcrlich auch der naive (oder besonders berechnende) Hinweis, die Spontang\u00e4rung stehe f\u00fcr \u201cantiindustrielle\u201d und \u201cantikapitalistische\u201d Produkte einigerma\u00dfen l\u00e4cherlich erscheint. Zumal auch solche Weine wohl fast immer aus mit dieselbetriebenen Traktoren bewirtschafteten Weing\u00e4rten stammen, und mit Hilfe von jeder Menge Elektrizit\u00e4t (und nicht selten in Stahltanks) hergestellt werden. Und vom Winzer nat\u00fcrlich auch nicht verschenkt werden\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Eine Frage des Stils, nicht der Qualit\u00e4t oder Moral<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Reinzuchthefe und Spontang\u00e4rung sind zwei Optionen in der Weinbereitung die zu (gar nicht immer merkbaren) stilistischen Unterschieden f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Vergleich zu anderen, allerdings kaum thematisierten, weil \u201cnat\u00fcrlicher\u201d erscheinenden menschlichen Eingriffen im Verlauf der Weinwerdung (Lesezeitpunkt, Maischestandzeiten, SO?-Einsatz, G\u00e4rtemperatur, Beh\u00e4lterauswahl, G\u00e4rungsunterbrechung, Hefelager,\u2026) bietet die Wahl der Hefe jedoch deutlich weniger Gestaltungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Kellermeister.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Art der G\u00e4rung ist deshalb eine rein stilistische und keine Qualit\u00e4tsfrage, und schon gar keine von Glauben oder Moral. Auch wenn neoromantische Moralisten mitunter versuchen, sie dazu zu machen.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h3><em>Moralismo enoico<\/em><\/h3>\n<p><em>Con l&#8217;evoluzione del vino da bevanda quotidiana a prodotto lifestyle dei ceti medi e superiori dediti al piacere si \u00e8 modificato profondamente anche l&#8217;ottica con cui si guarda il mosto d&#8217;uva fermentato. Per gli appassionati oggigiorno non conta solo il gusto ma anche il metodo di produzione e tutto quello che ci st\u00e0 attorno diventano criteri qualitativi.<\/em><\/p>\n<p><em>Questa tendenza \u00e8 positiva per diversi motivi. Anche perch\u00e8 comporta un consumo pi\u00f9 consapevole e la richiesta di vini qualitativamente pi\u00f9 pregiati. Per\u00f2 bisogna tener presente che l&#8217;interesse di tanti profani verso una tematica cos\u00ec complessa come l&#8217;enologia su un mercato combattuto comporta anche una lotta per la superiorit\u00e0 interpretativa di concetti tecnici di per s\u00e8 neutri.<\/em><\/p>\n<p><em>Ma siccome un approfondimento delle conoscenze enologiche di norma non \u00e8 possibile (e in tanti casi neanche voluta), la discussione si concentra su poche parole chiave che dovrebbero inquadrare il retroscena del vino.<\/em><\/p>\n<p><em>E siccome questi modelli esplicativi suonano cos\u00ec logici e semplici, i moralisti del vino con i loro principi di fede basati sul bianco e nero vincono spesso: i lieviti secchi selezionati sono cattivi, la fermentazione spontanea \u00e8 buona. E cos\u00ed via&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Il vignaiolo non moralizzante ha solo due possibilit\u00e0 di gestire la situazione: Si pu\u00f2 adeguare comodamente ai comandamenti degli opinion leader. O pu\u00f2 cercare, faticando parecchio, di spiegare al mondo del vino che anche in tali questioni di fede non c&#8217;\u00e8 il bianco e nero ma il variopinto.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Ai vostri posti, pronti, via:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Lieviti selezionati sono singoli ceppi di Saccharomyces, dalle caratteristiche fermentative ampiamente conosciute, che vengono moltiplicati in larga scala in soluzioni nutritive e commercializzati dopo la criodisidratazione. La stragrande maggioranza degli intanto centinaia di preparati non sono per\u00f2 delle creazioni dell&#8217;uomo ma esattamente quei ceppi che hanno dominato fermentazioni spontanee sperimentali di successo.<\/em><\/p>\n<p><em>Come la maggior parte delle fermentazioni spontanee si comporta poco appariscente per quanto concerne l&#8217;aroma del vino futuro. Solo un piccola gruppo (che viene chiamato &#8222;lieviti aromatici&#8220;) tende a caratterizzare il vino, influenzando sensibilmente il quadro aromatico e gustativo.<\/em><\/p>\n<p><em>L&#8217;equiparazione frequente &#8222;lievito selezionate = lievito aromatico&#8220; \u00e8 perci\u00f2 sbagliato e del resto gli aromi di pesca, Sauvignon blanc, caramella [l&#8217;autore allude alle caramelle del tipo <a href=\"http:\/\/www.gletschereis.de\/\" target=\"_blank\">Gletschereis<\/a>, non conosciute in Italia, ma dall&#8217;aroma molto tipico e caratterizzante i vini bianchi fermentati a basse temperature] generati dai lieviti sono poco longevi, per cui i cos\u00ecdetti &#8222;lieviti aromatici&#8220; non sono adatti per vini destinati ad una certa evoluzione (che in generale sono quei di qualit\u00e0 maggiore).<\/em><\/p>\n<p><em>Inoltre si riescono ad indirizzare i sentori in una direzione simile anche senza questi malvagi\u00a0lieviti selezionati per esempio utilizzando temperature di fermentazione basse. Fermentazioni spontanee e odori di caramella non si escludono affatto.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Differenze vere e presunte all&#8217;inizio&#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Uno degli effetti pi\u00f9 importanti dell&#8217;impiego di lieviti selezionati \u00e8 la dominanza veloce di un ceppo su tutti gli altri microorganismi nel mosto che sta per iniziare a fermentare. Mentre nei mosti fermentati spontaneamente tutti i microorganismi possibili sono attivi finch\u00e8 i pochi percento di lieviti veri si sono moltiplicati in modo sufficiente, i preparati aiutano in modo netto i saccaromiceti nella fase di partenza.<\/em><\/p>\n<p><em>Se si guarda pi\u00f9 attentamente, si nota che anche l&#8217;enologo della fermentazione spontanea cerca di influenzare in modo massiccio di influenzare la moltitudine microbiologica del mosto. All&#8217;inizio con la chiarifica dei mosti (con la quale si toglie gran parte della populazione naturale) gi\u00e0 prima o dopo con l&#8217;aggiunta di anidride solforosa (che blocca microbi sensibile a favore dei saccaromiceti) e molte volte con l&#8217;aggiunta di un <\/em>pied de cuve<em> spontaneo (che porta come nel caso dei lieviti selezionati ad una dominanza veloce dei saccaromiceti).<\/em><\/p>\n<p><em>Questi interventi sulla flora microbica del mosto vanificano in parte gli sforzi di rendere responsabili <\/em><em>dell&#8217;aspetto sensoriale territoriale\u00a0<\/em>anche i lieviti. Del resto al massimo dopo tre giorni dominano i ceppi presenti in cantina, se la cantina non fosse sterile. Mirare a ci\u00f2 per\u00f2 non \u00e8 neanche auspicabile in quanto le prove scientifiche che esista un flora lievitiforme specifica del territorio e molto esile.<\/p>\n<p><em>Nonostante queste modificazioni si associa ai vini da fermentazioni spontanea una maggior complessit\u00e0, dimenticando per\u00f2 volentieri che questa (presunta) complessit\u00e0 deriva dalla maggior produzione di metaboliti secondari che aumentano il fabbisogno in anidride solforosa e neanche tanto raramente dalle concentazioni aumentate in istamina ed acidit\u00e0 volatile.<\/em><\/p>\n<p><em>Dai sostenitori delle fermentazioni spontanee ci\u00f2 viene accettato come anche gli aromi di aglio, composti solforati ed altri sentori malodoranti presenti prevalentamente nei vini giovani. Queste puzzette vengono per\u00f2 ritenute al contrario come dimostrazione della fermentazione spontanea e per questo accettate in modo euforico com caratteristica positiva.<\/em><\/p>\n<p><em>I fetiscisti dell&#8217;idrogeno solforato non si accorgono che queste riduzioni pi\u00f9 meno marcate non dipendo tanto dalla forma di fermentazione ma indipendentemente da ci\u00f2 piuttosto dalla mancanza di ossigeno in certi fasi della vinificazione. Questo avvicina certun produttore che pratica chiarifiche dei mosti poco spinte, che lavora in riduzione e che lascia i vini a lungo in contatto con le fecce volutamente o no allo schieramento delle spontanee.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>&#8230;e alla fine fermentazione<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Accanto alla prevenzione di difetti del vino il completamento della fermentazione \u00e8 un altro argomento a favore dei lieviti aggiunti. L&#8217;utilizzo di ceppi indigeni con propriet\u00e0 fermentative robuste per la produzione di preparati di lieviti secchi selezionati i mosti inoculati fa s\u00ec che la maggiorparte delle vinificazioni vanno a secco, mentre con la fermentazione spontanea lascia spesso un residuo zuccherino pi\u00f9 o meno consistente.<\/em><\/p>\n<p><em>A causa di questa caratteristica i vini da lieviti selezionati vengono definiti dagli &#8222;sponti-fanatici&#8220; spesso come resi artificialmente secchi da &#8222;lieviti turbo&#8220;, mentre l&#8217;impressione gustativa &#8222;demisec&#8220; di molti vini da fermentazioni spontanee viene lodata come arresto fermentativo naturale. Si tace per\u00f2 il fatto che anche le populazioni indigene andrebbero a secco se l&#8217;enologo non influirebbe massicciamente con chiarifica e temperatura di fermentazione sul loro sviluppo.<\/em><\/p>\n<p><em>D&#8217;altre parte molti moralisti del vino che rifiutano in modo energico il (presunto) influsso del residuo zuccherino da parte dei &#8222;lieviti turbo&#8220; non hanno niente in contrario ad interrompere le fermentazioni al contenuto zuccherino voluto e di imbottigliare vini instabili dal punto di vista microbiologico per mezzo della moderna filtrazione sterile, l&#8217;essenziale \u00e8 che i Riesling derivino da fermentazioni spontanee.<\/em><\/p>\n<p><em>Questo \u00e8 naturalmente un caso classico di doppia morale, perch\u00e8 logicamente ha la decisione di lasciare ad un vino 10 o 50 grammi di zuccheri residui molta pi\u00f9 influenza sullo stile del prodotto finale che la questione di far fermentare il mosto da lieviti spontanei o da quelli selezionati.<\/em><\/p>\n<p><em>Ma anche altre decisioni da prendere quotidianamente in cantine &#8222;sponti&#8220; e &#8222;non-sponti&#8220; hanno un&#8217;importanza drasticamente pi\u00f9 elevata sulla stilistica che la sceltra tra spontaneo o selezionato, senza che esse vengano discusse con tanto moralismo: La scelta della data di vendemmia, che per esempio per mezzo della surmaturazione e la botrite caratterizza di pi\u00f9 un vino di quanto mai un lievito ci riuscirebbe. Dalla scelta del serbatoi di vinificazione e maturazione alla aromatizzazione del vino con estratti del legno. Durata e modalit\u00e0 della permanenza sulle fecce dopo la fermentazione. Il taglio di diverse partite della stessa variet\u00e0 o addirittura diversi vitigni. Ecc., ecc., ecc.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Argomenti astratti<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Accanto a queste tematiche con riferimento concreto al vino, trattate comunque normalmente in modo parziale e abbreviato, nella discussione attorno alla fermentazione si argomenta in modo abbastanza astratto.<\/em><\/p>\n<p><em>Lieviti selezionati tolgono al vino la sua aura naturale e rappresentano la prevedibilit\u00e0 del gusto moderno, si sente spesso dire. Invece ogni enologo serio con esperienza di lieviti selezionati s\u00e0 che impossibile fare in due serbatoi dello stesso mosto lo stesso vino nonostante che ceppo di lievito e gestione della temperature fossero identici. Troppo grande \u00e8 il numero di variabili che nonostante ceppi selezionati portano a comportamenti fermentativi e stili di vino diversi.<\/em><\/p>\n<p><em>A parte questo ci sono anche cantine spontanee che conferiscono a tutti i loro vini la stessa prevedibile sfumatura aromatica ed aziende con lieviti selezionati che offrono una stilistica enormemente diversificata, basata per\u00f2 su vitigni e terroir e non su ceppi di lieviti.<\/em><\/p>\n<p><em>In questo contesto sono da ridimensionare anche le dichiarazioni pubblicitarie dei produttori di lieviti. Se si leggono infatti i loro comunicati si potrebbe pensare che per gli aspetti organolettici sia d&#8217;importanza solo il lievito e per niente l&#8217;uva.<\/em><\/p>\n<p><em>Questo porta naturalmente acqua al mulino degli enomoralisti che per\u00f2 ignorano che a proposito non si tratta di risulati seri scientifici, ma di marketing nei confronti di produttori incerti in un mercato combattuto.<\/em><\/p>\n<p><em>Volentieri si fa riferimento al presunto potere dell&#8217;industria dei lieviti che sembra mobilitare con metodi non sempre corretti contro il partito degli spontanei perch\u00e9 teme la perdita di fatturato e di fette di mercato. Invece si fa presto a calcolare che i fatturati derivanti dai preparati di lieviti (e correttamente bisogna calcolare solo quelli) non conferiranno a queste ditte tanta grandezza e potere.<\/em><\/p>\n<p><em>L&#8217;utilizzo di lieviti secchi selezionati comporta al viticoltore a seconda del ceppo, fonte d&#8217;acquisto e dosaggio all&#8217;incirca uno o due centesimi per litro, vuol dire da uno a due euro per ettolitro. Se si presume che la maggiorparte della vendemmia germanica venga vinificato in questo modo ci\u00f2 porta ad un fatturato annuo da 10 a 20 milioni di euro.<\/em><br \/>\n<em> Se si toglie da da questa somma l&#8217;IVA ed i margini per gli intermediari si arriva al fatturato netto dei produttori che dovrebbe essere minore del fatturato di certe aziente vitivinicole. Ed adirittura ridicolo nei confronti di quello dell&#8217;industria del vetro e delle chiusure, dove \u00e8 da 10 a 20 volte maggiore.<\/em><\/p>\n<p><em>Ci\u00f2 rende naturalmente ridicolo la presunzione ingenua, che la fermentazione spontanea rappresenti prodotti antiindustriali ed anticapitalistici. Infatti anche i vini derivanti da queste fermentazioni vengono da vigneti meccanizzati con l&#8217;ausilio del gasolio e da cantine dove si vinifica spesso in serbatoi di acciaio inox e si consuma energia elettrica. E inoltre i vini l\u00e0 prodotti non vengono dati in regalo dal vignaiolo.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Un questione di impostazione, non di qualit\u00e0 o di morale<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Lieviti selezionati e fermentazioni spontanee sono due opzioni di vinificazione che portano a differenze (non sempre percibili) di tipo stilistico.<\/em><\/p>\n<p><em>In rapporto ad altri interventi in corso di vinificazione meno discussi in quanto ritenuti pi\u00f9 naturali (data di vendemmia, macerazione prefermentativa, impiego di anidride solforosa, temperatura di fermentazione, scelta del tipo di serbatoio, interruzione della fermentazione, sue lie, &#8230;) la scelta del lievito offre all&#8217;enologo molto meno creativit\u00e0.<\/em><\/p>\n<p><em>La modalit\u00e0 di fermentazione \u00e8 per questo una faccenda puramente stilistica e non qualitativa, e ancor meno di fede o morale. Anche se moralisti neoromantici talvolta lo vorebbero.<\/em><\/p>\n<p><!--nextpage-->Nachdem diese Thematik in engem Zusammenhang mit dem <a title=\"Die Beichte\" href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/2011\/09\/30\/die-beichte_la-confessione\/\" target=\"_blank\">Hefeartikel<\/a> vom 30. September steht und die Diskussion \u00fcbersichtlich bleiben soll, bitte ich die gesch\u00e4tzten Leserinnen und Leser, allf\u00e4llige, in jedem Fall willkommene Kommentare dort abzulegen.<\/p>\n<p><em>Siccome questo argomento \u00e8 collegato strettamente al mio <a title=\"La confessione\" href=\"http:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/2011\/09\/30\/die-beichte_la-confessione\/\" target=\"_blank\">post<\/a> del 30 settembre circa l&#8217;utilizzo di lieviti ed \u00e8 bene, che la discussione rimanga chiara, prego le stimate lettrici e gli stimati lettori di lasciare i loro commenti benvenuti in quel luogo.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Bezug auf das vielbeachtete Outing meines Winzerkollegen Lepsbaierle bin ich froh, dass ich die Meinung meines Weinbauern- und Bloggerkollegen Bernhard Fiedler aus dem \u00f6sterreichischem Burgenland ver\u00f6ffentlichen darf. Dies, weil ich ihn als Mann mit viel theotischem Wissen und einer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/blog\/2011\/10\/24\/bernhard-fiedler-weinmoralismus_moralismo-enoico\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[983,15],"tags":[90,985,972,986,987,163,984],"class_list":["post-7405","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gastbeitrag-guest-contribution","category-keller","tag-bernhard-fiedler","tag-fermentazione-spontanea","tag-lieviti","tag-moral","tag-morale","tag-reinzuchthefe","tag-spontangaerung"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Bernhard Fiedler: Weinmoralismus \u2014 Moralismo enoico - weinhof KOBLER weblog<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/blog\/2011\/10\/24\/bernhard-fiedler-weinmoralismus_moralismo-enoico\/\" \/>\n<link rel=\"next\" href=\"https:\/\/www.kobler-margreid.com\/blog\/blog\/2011\/10\/24\/bernhard-fiedler-weinmoralismus_moralismo-enoico\/2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bernhard Fiedler: Weinmoralismus \u2014 Moralismo enoico - weinhof KOBLER weblog\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"In Bezug auf das vielbeachtete Outing meines Winzerkollegen Lepsbaierle bin ich froh, dass ich die Meinung meines Weinbauern- und Bloggerkollegen Bernhard Fiedler aus dem \u00f6sterreichischem Burgenland ver\u00f6ffentlichen darf. 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