Über mich

Geschrieben von armin kobler am 3. Januar 2008 | Abgelegt unter Allgemein

Trester Merlot 07

Sich selbst zu beschreiben ist für die allermeisten von uns sicherlich schwierig, und dabei bin ich keine Ausnahme. Zu ein paar Zugeständnissen bin ich aber trotzdem bereit, vielleicht erleichtern diese das Verständnis meiner im Blog und sonst wo dargelegten Meinungen.

Meine önologische Sozialisation fand relativ spät statt, im zweiten Studienabschnitt meines Landwirtschaftsstudiums an der BOKU Wien, bei den Vorlesungen bei Prof. Johann Haushofer. Die Diplomarbeit bei Prof. Helmut Redl festigte mein Interesse in der Materie, eine bei ihm begonnene Doktorarbeit blieb aus verschiedenen Gründen dummerweise ein Fragment. Kellerwirtschaftlich ungenutzt blieb leider die vorangegangene Matura in San Michele, da ich mich zu jener Zeit dem Obstbau verschrieben hatte.

Als frischgebackener Dipl.-Ing der Landwirtschaft, Fachrichtung Pflanzenproduktion, praktizierte ich eine Vinifizierung lang bei Helmut Zemmer in Kurtinig bevor ich in der Sektion Kellerwirtschaft des Versuchszentrums Laimburg die bis jetzt andauernde, spannende Anstellung als Weinforscher fand. Mein damaliger Chef war der jetztige Winzerkollege Martin Aurich.

Die Mikrovinifikation von der Arbeit im Versuchszentrum beherrschend, habe ich für den Eigenbedarf seit 1993 Trauben der familieneigenen Weingärten zu kleinsten Mengen Wein verarbeitet. Dabei bemerkte ich, dass mein Vater Erich, den den Obst- und Weinbaubetrieb in den 50er-Jahren gründete, beim Erwerb der Weingärten eine glückliche Hand hatte. Das ist schon deshalb bemerkenswert, da zuvor am Hof noch nie Wein ausgebaut wurde (Mitglieder der Kellerei Nals-Margreid zuerst, später dann der Kellerei Kurtatsch) und er selbst keinen Wein trinkt.

Seit 2006 gibt es offiziell Weine vom weinhof KOBLER und die Arbeit von der Traube zum (verkauften) Wein hat schon was spezielles an sich. Die Weinwelt ist in den letzten Jahren interessanter geworden. Sie ist schillernder aber in einem gewissen Sinn auch scheinheiliger geworden. Neben nüchternen Ergebnissen wissenschaftlicher Arbeit suchen sich zunehmend auch esoterische Ansichten ihren Platz. Der Wein ein Spiegelbild unserer Gesellschaft? Über Wein(e) sprechen zu können, ist für viele Leute heute wichtig geworden. Ich bin der Ansicht, dass sich der Konsument möglichst selbst eine Meinung bilden soll. Die Wissensgrundlage dazu, neben der wichtigen eigenen Erfahrung, soll sich aber nicht im Lesen von Hochglanzmagazinen und Weinführern erschöpfen. Jenseits davon gibt es den Berater, Weinforscher und Produzenten, diese sind in jedem Fall “dem Wein ganz nah”.

Armin Kobler

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.

Rate www.kobler-margreid.com/blog Sajithmr.com
  • Perfect
    Perfect(39.1%)
  • Good
    Good(47.8%)
  • Bad
    Bad(4.3%)
  • Too Bad
    Too Bad(8.7%)