Weintourismus der etwas anderen Art — Turismo del vino alternativo

Geschrieben von am 8. März 2012 | Abgelegt unter Öffentlichkeitsarbeit - Pubbliche relazioni, Verkauf - Vendita

Nicht mein Messestand, aber einer, der mir sehr gefällt. — Non il mio stand, ma uno che mi piace molto.

Zuerst in Rom, innerhalb von zwei Wochen zwei Mal in Deutschland gewesen, dazwischen zwei Teilnahmen an der Wein.Tirol-Tour, morgen in Brescia über Rosé-Weine referieren, Ende des Monats die Vinitaly…, ja, ein Weinreisender bin ich zur Zeit. Das Wort Weintourist ist dabei auch gar nicht so weit hergeholt, den Spaß macht es mir (noch) gehörig, in Sachen Wein unterwegs zu sein. Und notwendig ist es im Übrigen auch, ich will immer mehr auf verschiedenen Beinen, d.h. sicherer dastehen.

Prima a Roma, dopo nel corso di due settimane due volte in Germania, tra queste presenze due partecipazioni al Wein.Tirol-Tour, domani parlare di vini rosati a Brescia, alla fine del mese al Vinitaly…, sì, sono al momento un viandante del vino ed il termine enoturista non è del tutto sbagliato in quanto quest’attività mi piace (ancora) moltissimo. E fin fine è anche necessario, voglio stare su più piedi.

Sei es in Rom, Kloster Eberbach im Rheingau oder auf der Prowein, das Interesse am Südtiroler Wein ist nach wie vor im Steigen begriffen. Nicht raketenartig, aber schön stetig, was ohnehin besser ist. Das ist nicht nur meine Einzelmeinung, sondern auch der Eindruck, den die anderen Mitaussteller immer wieder gesammelt haben. Von mir aus ist es nicht nur das Produkt an sich, das mit seiner breit über alle Sorten, Anbaugebiete und Betriebstypologie gestreute Qualität immer mehr überzeugt, sondern das Gesamtpaket Wein, Essen, Landschaft und Tourismus. Die so oft genannten Synergieeffekte machen sich m.E. momentan so richtig bemerkbar.

Che sia stato a Roma, al Kloster Eberbach nel Rheingau o al ProWein di Düsseldorf, l’interesse nei confronti del vino sudtirolese è in aumento. Non è una crescita vertiginosa, ma continua; meglio così. Questa osservazione non l’ho fatta solo io, ma viene ripetuta da tutti gli espositori con cui ho parlato queste settimane. Secondo me non è solo il prodotto vino la cui qualità convince indipendentemente dalla varietà, zona e tipologia di azienda, ma l’insieme di mangiare, bere, paesaggio e turismo. Gli effetti sinergici di cui si parla così spesso stanno per evidenziarsi.

Hinsichtlich meiner Weine habe ich u.a. bemerkt, dass das Interesse an Gewürztraminer in Deutschland deutlich im Steigen begriffen ist. Stieß dieser für Weißwein eigenwillige Typus besonders in meiner Anfangszeit auf wenig Gegenliebe jenseits der Alpen, scheint momentan unsere trockene Variante mit ganz wenigen Gramm Restzucker immer mehr die Weingenießer von dort zu interessieren. Gut, denn wer weiß, wie lange der gute Absatz dieser Aromasorte in Italien, dem Hauptabsatzgebiet, noch anhalten wird. Ansonsten war die Nachfrage an den einzelnen Weinen gleichmäßig, sogar im rotweinverwöhnten Rom konnte ich mit dem Merlot Riserva punkten. Natürlich gibt es individuelle geschmackliche Präferenzen, es ist aber immer wieder angenehm zu merken, dass alle Weine untereinander sich auf Augenhöhe befinden; ich habe kein Talentbolzen, aber auch kein Schmuddelkind im Porfolio.

Circa i miei vini ho notato che l’interesse dei germanici nei confronti del Gewürztraminer è aumentato notevolmente. Mentre ai miei inizi era molto difficile entusiasmare qualcuno con questo vino dalla tipologia insolita per un bianco, adesso la variante pressoché secca sta piacendo sempre di più ai consumatori d’oltralpe. Bene, perchè chissà fin a quando si venderà ancora così facilmente nella zona di maggior consumo, cioè in Italia. Per il resto non ho notato grandi differenze tra i diversi vini che ho portato con me. Perfino a Roma, viziata da ottimi vini rossi, ho notato richiesta del mio Merlot Riserva. Certo che ci sono le preferenze personali ma fa bene avere tutti vini che sono della stessa fascia qualitativa, senza qualcuno che tutti vogliono e un altro che invece non trova nessun favore.  

Auf der Messe waren es hingegen hauptsächlich die wertvollen Kontakte, die man sucht, knüpft und in den Tagen nach der Veranstaltung auch pflegen muss. Gastronomen und Vinothekenbetreiber aus Deutschland aber auch Importeure aus anderen Ländern Europas haben auf der ProWein meine Weine gekostet und sich informiert. Was daraus wird, kann man jetzt noch nicht sagen, aber ein bißchen Zuversicht darf ich mir in der Zwischenzeit zugestehen. Was diese Veranstaltungen nützlich macht, sind aber auch die zahlreichen Gespräche, welche auf der Messe und rundherum zwischen den Produzenten bzw. den Verkäufern  stattfinden. Je nach Vertrauensverhältnis wird einiges an Hintergrundinformationen, Trends, Strategien, Namen und auch Warnungen ausgetauscht. Als Selbstvermarkter, der seinen Kompetenzschwerpunkt sicherlich mehr in der Produktion hat, eine Quelle von unschätzbarem Wert.

Alla fiera si trattava soprattutto di trovare contatti che bisognerà gestire nei giorni dopo la manifestazione. Ristoratori ed enotecari germanici ma anche importatori di altri paesi europei hanno degustato al ProWein i miei vini e si sono informati dell’azienda. Che cosa ne verrà fuori e troppo presto a dire, però trovo giusto concedermi un modesto ottimismo. Quello che aumenta l’utilità di queste manifestazioni è il dialogo tra i diversi produttori o responsabili delle vendite presenti. A seconda del livello di confidenza vengono scambiate informazioni, tendenze, strategie, nomi ed anche avvertimenti. Da vignaiolo che sono, con la competenza principale nella produzione, un momento di crescita molto prezioso.

Bild 2 wurde freundlicherweise von Christoph Richter zur Verfügung gestellt.
Foto 2 è stata messa a disposizione gentilmente da Christoph Richter.

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