Ein Auslaufmodell? — Una formula stanca?

Geschrieben von am 21. März 2011 | Abgelegt unter Öffentlichkeitsarbeit - Pubbliche relazioni

Seit ei­ni­ger Zeit stelle ich mir die Frage, ob die üb­li­chen Wein­prä­sen­ta­tio­nen mit der An­we­sen­heit der Win­zer, wel­che nicht nur ihre Weine zum Kos­ten aus­ge­ben son­dern auch diese vor­stel­len und auf Fra­gen der Be­su­cher ein­ge­hen, nicht eine Vor­stel­lun­gart ist, wel­che die be­ste Zeit schon hin­ter sich hat. Warum? Weil ich im­mer häu­fi­ger fes­testel­len muss, dass uns da­bei das Pu­bli­kum ab­han­den kommt. Es gibt zwar im­mer wie­der Licht­bli­cke mit viel und in­ter­es­sier­tem Zu­lauf, aber das sind er­freu­li­che Ein­zel­fälle, wel­che den Trend kurz­fris­tig un­ter­bre­chen und m.E. nur jene Aus­nah­men dar­stel­len, wel­che die Re­gel be­stä­ti­gen.

Da un po‘ di tempo mi do­mando, se le de­gus­ta­zioni in pre­senza dei pro­dut­tori che non solo ver­sano i vini ma sono an­che dis­po­ni­bili a dare spie­ga­zioni non siano una forma di co­mu­ni­ca­zione che ha olt­re­pas­sato il suo pe­ri­odo migliore. Per­chè penso a ciò? Per­chè devo con­sta­tare che il pubb­lico vi­ene a man­care. Ci sono ogni tanto delle ec­ce­zioni, bar­lumi di spe­ranza che però in­ter­rom­pono solo bre­ve­mente una ten­denza, le ec­ce­zioni che con­fer­mano la re­gola.

Na­tür­lich kann diese Be­ob­ach­tung auch ab­ge­strit­ten wer­den und sie fußt auch nicht auf be­leg­ba­ren Zah­len, aber der eine oder an­dere Kom­men­tar mei­ner Be­rufs­kol­le­gen nach er­folg­ter Prä­sen­ta­tion be­stä­ti­gen mich bis­her in mei­ner An­nahme. Wenn ich zu­rück bli­cke, stelle ich das auch als all­ge­mei­nen Trend fest: in mei­ner Er­in­ne­rung der letz­ten Jahre sind Pro­dukt­vor­stel­lun­gen un­se­rer Ver­ei­ni­gung ge­nau so be­trof­fen wie an­dere, bei der die ge­samte Wein­wirt­schaft an­we­send war oder auch wo ein­zel­nen Sor­ten wie Ries­ling, Ge­würz­tra­mi­ner oder Blau­bur­gun­der zu ver­kos­ten wa­ren.

Cer­ta­mente si può con­te­stare questa mia os­ser­va­zione che pe­r­altro non si basa su nu­meri, ma i di­versi com­menti dei miei col­leghi a se­guito delle ma­ni­fes­ta­zioni con­fer­mano la mia im­pres­sione. Se guardo in­die­tro mi sem­bra che sia una ten­denza ge­ne­rale: nei miei ri­cordi de­gli anni scorsi ne er­ano in­ter­es­santi sia gli eventi della mia as­so­cia­zione, sia le ma­ni­fes­ta­zioni dove er­ano pre­senti tutti, sia le de­gus­ta­zioni di va­rietà sin­gole come il Pi­not nero, il Ge­würz­tra­mi­ner o il Ries­ling.

Das ab­neh­mende In­ter­esse, wenn es schluss­end­lich nicht nur mein Ein­druck ist, be­trifft be­son­ders die Zu­sam­men­set­zung des Pu­bli­kums. Der An­teil der Pro­fis, seien es Gas­tro­no­men, Vi­no­the­ken­be­sit­zer, Wie­der­ver­käu­fer, Im­por­teure und Jour­na­lis­ten hat be­son­ders stark ab­ge­nom­men und kann durch das ge­gen frü­her ge­stie­gene In­ter­esse von Pri­va­ten nicht auf­ge­wo­gen wer­den. Dass der ein­zelne Kon­su­ment sich mehr um den Dia­log mit dem Pro­du­zen­ten be­müht und sich aus ers­ter Hand in­for­mie­ren will ist er­freu­lich, noch mehr freut ei­nen Win­zer aber, wenn er jene Leute trifft und bei ih­nen In­ter­esse weckt, wel­che sei­nem Wein­hof tat­säch­lich spür­ba­ren Um­satz ver­spre­chen. We­gen der Hoff­nung auf diese wich­ti­gen Kon­tak­ten wer­den die be­son­ders bei klei­nen Be­triebs­grö­ßen spür­bar teu­ren Ver­an­stal­tun­gen mit dem­entspre­chen­den Ein­satz an Geld und Zeit be­strit­ten.

L’interesse ca­lante, se non si ri­duce solo ad un’impressione mia, ri­guarda so­prat­tutto la com­po­si­zione del pubb­lico. La por­zione di pro­fes­sio­nisti del vino, ris­to­ra­tori, eno­te­cari, dis­tri­bu­tori, im­por­ta­tori e gior­na­listi è di­mi­nuita molto e non è stata com­pen­sata pie­na­mente dai pri­vati. Che il sin­golo ap­pas­sio­nato si in­ter­essi ad un dia­logo di­retto col pro­dut­tore è im­port­ante, giusto e ben­visto. Quest’ultimo però è an­cora più con­tento se in­con­tra per­sone che pros­pet­tano fat­tu­rati es­sen­ziali per l’azienda. È so­prat­tutto per questo ov­via­mente che si par­te­cipa a ma­ni­fes­ta­zioni che com­portano un dis­pen­dio di denaro e tempo tutt’altro che tras­cura­bile, so­prat­tutto per le azi­ende pic­cole.

Ver­an­stal­tungs­orte, Zeit­punkte, zu ver­bes­sernde Ein­la­dun­gens­mo­da­li­tä­ten und Ab­läufe, al­les wurde als Ur­sa­che im­mer wie­der her­an­ge­zo­gen, aber mei­ner Mei­nung nach sind die Ur­sa­chen an­derswo zu su­chen. Bis jetzt, die Dis­kus­sion ist er­öff­net, kom­men mir fol­gende Gründe plau­si­bel vor:

  1. Die Pro­fis ha­ben ge­ne­rell im­mer we­ni­ger Zeit; da­mit sie ihre nor­male Ar­beit ver­las­sen, muss die An­zie­hungs­kraft der Ver­an­stal­tung im­mer grö­ßer wer­den.
  2. Die An­zahl der Ver­an­stal­tun­gen ist ge­gen­über frü­her ge­stie­gen, wenn auch nicht so stark wie oft pau­schal ar­gu­men­tiert wird.
  3. We­sent­li­cher in mei­nen Au­gen ist aber, dass der Be­darf an Wein­wis­sen in­zwi­schen ge­deckt zu sein scheint. Zu Be­ginn der gol­de­nen 90­ger Jahre, als die Gas­tro­no­men be­gan­nen, ihre Wein­kel­ler und -kar­ten or­dent­lich auf­zu­rüs­ten, wa­ren noch De­fi­zite hin­sicht­lich In­for­ma­tio­nen über Win­zer und Wein vor­han­den. Jetzt braucht man ih­nen kaum mehr was zu sa­gen und die Wein­kar­ten wer­den ten­den­zi­ell eher schlan­ker als um­fang­rei­cher, der sin­kende Wein­kon­sum tut zu­dem das Sei­nige.
  4. Warum soll­ten sich die ge­stress­ten Ho­te­liere und Vi­no­the­ken­be­sit­zer ei­nen hal­ben bis gan­zen Tag Zeit für eine Wein­messe neh­men, wenn die An­bie­ter zu ih­nen ins Haus kom­men, wann sie Zeit ha­ben? In die­ser all­ge­mein vom An­ge­bot und nicht der Nach­frage ge­präg­ten Zeit ge­ben sich dort doch Ver­tre­ter und Pro­du­zen­ten die Klinke in die Hand.

Lo­ca­lità poco adatte, date sbagliate, pro­ce­dure de­gli in­viti e svol­gi­menti miglio­ra­bili, ecc., sono state no­mi­nate volta per volta in modo sbri­ga­tivo come cause di questo svi­luppo. A mio av­viso i veri mo­tivi sono da cer­care altrove. Fi­n­ora nei miei ra­gio­na­menti sono ar­ri­vato alle se­guenti con­clu­sioni (prov­vi­sorie), la dis­cus­sione è aperta:

  1. I pro­fes­sio­nisti hanno ge­ne­ral­mente sem­pre meno tempo a dis­po­si­zione. Per­chè la­scino il loro la­voro la forza di at­tra­zione delle ma­ni­fes­ta­zioni deve es­sere alta ed è cos­t­retta ad au­men­tare con­ti­nu­a­mente.
  2. Il nu­mero de­gli eventi è cresci­uto col tempo, an­che se devo dire che questo mo­tivo mi sem­bra so­pra­va­lutato.
  3. Più de­cisivo se­condo me è il fatto che le ne­ces­sità di co­no­s­cenze at­torno al vino sem­brano or­mai sod­dis­fatte. All’inizio del pe­ri­odo d’oro, at­torno ai anni 90, quando i ris­to­ra­tori hanno co­min­ciato a re­vi­sio­nare ed am­p­li­are in modo si­gni­fi­ca­tivo le carte dei vini e di con­se­guenza le loro can­tine, c’erano an­cora dei de­fi­cit di in­for­ma­zione circa i vini ed i loro pro­dut­tori. Oggi non c’è più bi­so­gno di dirli tante cose, le carte ven­gono ri­di­men­sio­nati, il con­sumo ca­lante fa il resto.
  4. Per­chè i gest­ori di ris­to­r­anti ed enote­che do­v­reb­bero pren­dersi una mezza o in­tera gior­nata di tempo per una fiera, se i pro­dut­tori o gli agenti ven­gono a casa loro, quando loro vo­gliono? In questo pe­ri­odo, con più di of­ferta che non di do­manda i cli­enti pro­fes­sio­nisti sono as­se­diati da chi pro­pone loro vino.

Ich hoffe, dass ei­nige Le­se­rin­nen und Le­ser zu die­sem wich­ti­gen Thema Stel­lung be­zie­hen und ihre Mei­nung äu­ßern. Ob das nur meine Be­ob­ach­tun­gen sind oder auch ihre, ob die von mir an­ge­führ­ten Gründe plau­si­bel sind oder nicht, ob ich die wah­ren Grün­den noch nicht ver­stan­den habe, usw. Es wäre be­son­ders wün­schens­wert, wenn die die Pro­fis, um die es geht, in die Dis­kus­si­ons­runde ein­stei­gen wür­den. In je­dem Fall werde ich/wir un­sere Wein­kun­den be­fra­gen müs­sen, wie laut ih­nen eine er­folg­rei­che Kom­mu­ni­ka­tion zu­künf­tig aus­schauen sollte.

Spero che le lett­rici ed i let­tori pren­dano po­si­zione circa questa te­ma­tica im­port­ante e che es­pri­mino le loro idee a pro­po­sito. Che di­cano loro se le os­ser­va­zioni fatte sono solo le mie o an­che le loro, se le cause da me iden­ti­fi­cate siano giuste o no o da cer­care altrove, ecc. Sa­rebbe molto aus­pica­bile che i pro­fes­sio­nisti, di loro si tratta, par­te­ci­pas­sero alla dis­cus­sione. In ogni caso dovrò/dovremo chie­dere a loro come vor­reb­bero es­sere in­for­ma­tie e co­in­volti in fu­turo.

27 Kommentare zu “Ein Auslaufmodell? — Una formula stanca?”

  1. am 21. März 2011 um 10:50 1.Jacopo Cossater schrieb …

    Hai com­ple­ta­mente ra­gione, nello spe­ci­fico c’è un enorme nu­mero di eventi che non è com­pen­sato (come ne­gli anni pas­sati) da un nu­mero sen­si­bile di cli­enti tale da giu­sti­fi­carne la par­te­ci­pa­zione.
    Il boom dei wine-bar è pas­sato, le carte dei vini sono state fatte e i casi di gest­ori che con­ti­nu­ano a fare ri­cerca sono la mi­noranza.

  2. am 21. März 2011 um 19:12 2.Stefan Dissertori schrieb …

    Ich glaube du hast recht! Es gibt zur Zeit (vor al­lem in Süd­ti­rol kommt mir vor) ein Über­an­ge­bot von Wein­prä­sen­ta­tio­nen. Sie wer­den mehr nur or­ga­ni­siert um Jour­na­lis­ten an­zu­zie­hen, doch schaut es nicht gut aus, wenn nur we­nig Pu­bli­kum an­we­send ist und zu­dem sind die Wein­prä­sen­ta­tio­nen mit gro­ßen Ar­beits­auf­wand für Frei­wil­lige Hel­fer, Pro­du­zen­ten… ver­bun­den!

  3. am 21. März 2011 um 21:06 3.Bernhard schrieb …

    Hallo Ar­min,

    ich sehe das aus ös­ter­rei­chi­scher Sicht ziem­lich ähn­lich.

    Ein wei­te­rer wich­ti­ger Grund für die ver­mu­tete ge­rin­gere An­zahl an Gas­tro­no­men und Vi­no­the­ka­ren un­ter den Be­su­chern ist mög­li­cher­weise die Tat­sa­che, dass diese (auch we­gen des von dir er­wähn­ten Zeit­man­gels) im­mer we­ni­ger selbst di­rekt beim Win­zer ein­kau­fen, son­dern ver­mehrt über den Groß­han­del. Ihre In­fos über Weine, Jahr­gänge und Be­triebe be­zie­hen sie wohl auch von dort, und nicht von Wein­prä­sen­ta­tio­nen.

    Au­ßer­dem gehe ich da­von aus, dass diese Ziel­gruppe mit Ein­la­dun­gen und In­fos per Post und Mail über­häuft wird. Schließ­lich ist die Kon­kur­renz (zu­min­dest in Ös­ter­reich) der Win­zer in die­sem Be­reich heut­zu­tage deut­lich grö­ßer, als vor ei­ni­gen Jah­ren. Sehr oft be­ob­achte ich, dass be­kannte Ge­sich­ter un­ter Gas­tro­no­men und Jour­na­lis­ten Prä­sen­ta­tio­nen nicht dazu be­nut­zen, um neue Be­triebe zu ent­de­cken, son­dern eher, um alt­be­kannte Win­zer zu tref­fen.

    Das gilt üb­ri­gens mei­ner Ein­schät­zung nach teil­weise auch für Pri­vat­be­su­cher, wes­halb ich sol­che Ver­an­stal­tun­gen ei­gent­lich fast nur noch als Kon­takt­pflege und kaum noch als Ge­le­gen­heit zur Neu­kun­den­wer­bung oder gar zum di­rek­ten, kon­kre­ten Ver­kauf be­trachte.

    Ein Kol­lege sagte un­längst bei ei­ner Wein­prä­sen­ta­tion in Wien, er hätte sehr ge­ringe Er­war­tun­gen und sei in ers­ter Li­nie da, um sei­nen Bu­schen­schank­ka­len­der (mit den Öff­nungs­zei­ten für das ganze Jahr) un­ter die Leute zu brin­gen…

    Herz­li­che Grüße

    Bern­hard

  4. am 22. März 2011 um 08:12 4.Bernhard Fiedlers We(in)blog » Haben Weinpräsentationen eine Zukunft? « schrieb …

    […] span­nende Frage stellt Win­zer­kol­lege Ar­min Ko­bler aus Süd­ti­rol hier in sei­nem […]

  5. am 22. März 2011 um 09:14 5.armin schrieb …

    @ja­copo: de­duco dal tuo com­mento che i punti 2 e 3 per te sem­brano i più de­cisivi. vedremo se qual­cuno vede an­che cose non an­cora dette.
    @ste­fan: der punkt 2 ist also für dich die haupt­ur­sa­che, lese ich her­aus. du kannst auch aus er­fah­rung spre­chen, nehme ich mal an, was den auf­wand be­trifft 😉
    @bern­hard: danke für die quer­ver­bin­dung und den de­tail­lier­ten kom­men­tar. also auch punkt 3 und auch et­was 2, wenn ich rich­tig in­ter­pre­tiert habe. in­ter­es­sant, dass da ein par­al­lele ent­wick­lung zu be­ob­ach­ten ist. „nur“ für die kon­takt­pflege aber den gan­zen fi­nan­zi­el­len und per­so­nel­len ein­satz? zum glück rech­net man in der land­wirt­schaft nicht.

  6. am 22. März 2011 um 13:37 6.Michael Liebert schrieb …

    Hallo Ar­min,

    ich würde sa­gen, es ist ein Mi­schung aus den Punk­ten 1 und 3. Im­mer ef­fek­ti­ver, im­mer mehr Er­geb­nis in we­ni­ger Zeit. Wie Du weißt schreib ich ja gern und viel über Wein, aber schon das wird schlecht be­zahlt. Die Zeit auf ei­ner Wein­prä­sen­ta­tion kann ich kei­nem mei­ner Auf­trag­ge­ber be­rech­nen.

    In den gol­de­nen 90ern war der Be­such ei­ner Wein­messe oder Wein­prä­sen­ta­tion noch neu und da­mit auf­re­gend. Ir­gend­wann stellt man fest, so eine Prä­sen­ta­tion ist durch­aus auch für die Be­su­cher an­stren­gend. Ich könnte je­des Wo­chen­ende ir­gendwo eine Ver­an­stal­tung be­su­chen und über Wein dis­ku­tie­ren…

    Ich könnte mir auch vor­stel­len, dass man­che Gas­tro­no­men bei dem Über­an­ge­bot ein­fach auch ka­pi­tu­lie­ren. Es traut sich kei­ner mehr zu, sich ei­nen Über­blick zu ver­schaf­fen. Wo an­fan­gen, wo auf­hö­ren?

    Lie­ben Gruß nach Süd­ti­rol
    Mi­chael Lie­bert

  7. am 23. März 2011 um 07:04 7.Harald schrieb …

    Hallo!
    Aus mei­ner Sicht als Ein­käu­fer ei­nes Han­dels­un­ter­neh­mens sind die meis­ten Wein­ver­kos­tun­gen in Ös­ter­reich aus zwei­er­lei Grün­den un­in­ter­es­sant:

    1. Es han­delt sich um Ver­kos­tun­gen mit un­in­ter­es­san­ten Win­zern, meist in klei­ne­ren Rah­men. Diese sind zwar groß­teils nur von Fach­pu­bli­kum be­sucht, aber die prä­sen­tier­ten Weine sind meist qua­li­ta­tiv un­in­ter­es­sant. Er­fah­rungs­ge­mäß muss man ca. 10 sol­che Ver­kos­tun­gen be­su­chen, bis man ei­nen in­ter­es­san­ten Wein fin­det. Da­für finde ich den Be­such sol­cher Ver­kos­tun­gen zu auf­wän­dig.

    2. Es han­delt sich um Ver­kos­tun­gen mit in­ter­es­san­ten Win­zern. Diese sind sehr gut be­sucht. Das Pu­bli­kum be­steht aber groß­teils aus Wein­lieb­ha­bern, so­daß für mich als Fach­be­su­cher ein kon­zen­trier­tes Ver­kos­ten bzw. ein Ge­spräch mit dem Pro­du­zen­ten auf­grund des gro­ßen Be­su­cher­an­dran­ges nicht mög­lich ist. In die­sem Fall ist es an­ge­neh­mer, wenn mir der Pro­du­zent ein Of­fert schickt, bzw. an­schlie­ßend die für mich in­ter­es­san­ten Weine be­mus­tert.

    Hin und wie­der gibt es ein Zeit­fens­ter für Fach­be­su­cher, aber das ist zu kurz und es wer­den auch Nicht-Fach­be­su­cher ein­ge­las­sen.

    Harry

  8. am 25. März 2011 um 13:46 8.armin kobler schrieb …

    @michael:
    danke für dei­nen be­mer­kun­gen aus der sicht des wein­schrei­bers.
    also ganz da­ne­ben liege ich bis jetzt nicht mit mei­nen an­nah­men.
    in­te­res­ant wäre es, von dem ei­nen oder an­de­ren ver­bes­se­rungs­vor­schläge zur kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen pro­du­zen­ten und po­ten­ti­el­len ab­neh­mern zu be­kom­men.
    ich selbst bin mit we­nig phan­ta­sie ge­seg­net, wes­we­gen ich ei­gent­lich kaum ei­nen aus­weg aus dem di­lemma weiß.
    tat­sa­che aber ist, dass wir als aus­stel­ler im­mer öf­ter ei­nen be­trächt­li­chen ein­satz ohne merk­ba­ren nut­zen in­ves­tie­ren.

  9. am 25. März 2011 um 14:02 9.armin kobler schrieb …

    @harald:
    danke dir, dass auch die ein­käu­fer­seite sich ein­mal mel­det.
    durch­aus of­fen, wenn auch des­il­lu­sio­nie­rend, deine mei­nung dazu.
    um dich bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen, was sind „in­ter­es­sante“ win­zer?
    meinst du das ihn be­zug auf ihr re­nom­mee oder die qua­li­tät der pro­dukte an sich?
    soll­test du letz­te­res mei­nen, dann muss man sich not­ge­drun­gen durch die ver­kos­tun­gen durch­kämp­fen um tolle (neue )sa­chen zu fin­den.
    je­den­falls in­ter­es­sant das mit dem re­ser­vier­ten zeit­fens­ter, was von uns fws-ler auch fast im­mer prak­ti­ziert wird.

  10. am 25. März 2011 um 15:22 10.Harald schrieb …

    @Armin
    mit in­ter­es­sant meine ich für den Ver­kauf in­ter­es­sant. Manch­mal finde ich ganz gute Weine, die al­ler­dings nur für mich in­ter­es­sant sind, sich aber nicht ver­kau­fen las­sen, weil Win­zer, Ge­biet oder Sorte für den Main­stream zu un­be­kannt sind. Diese Weine sind zwar gut, aber un­in­ter­es­sant. Für ein Re­stau­rant oder eine kleine Vi­no­thek kön­nen das durch­aus in­ter­es­sante Weine sein.

  11. am 25. März 2011 um 15:44 11.Helmut O. Knall schrieb …

    Al­les rich­tig so­weit. Bis auf deine An­nahme, dass die ge­stie­gene An­zahl der Events nicht stimme. Nun, ich habe es in­zwi­schen so­gar auf­ge­ge­ben zu ver­su­chen, alle an­zu­kün­di­gen, ge­schweige denn hin zu ge­hen, so viele sind es ge­wor­den. An man­chen Ta­gen fünf gleich­zei­tig. Man sieht es ja auch an den Ter­min-Kol­li­sio­nen der gros­sen Wein-Mes­sen, seit Jah­ren über­schnei­den sich Pro­Wein, En Pri­meur Wo­che und VinI­tali mehr oder we­ni­ger, die klei­ne­ren gleich­zei­tig statt­fin­den­den Mes­sen lasse ich jetzt so­gar weg.
    Ich per­sön­lich gehe kaum mehr auf „Wein­tage“ etc., aus den­sel­ben Grün­den, wie Mi­chael und Harry schon schrie­ben, ich krieg nix da­für und kann dort so­wieso nicht ver­nünf­tig ver­kos­ten, weil ich dau­ernd von ir­gend­wem an­ge­rem­pelt werde, mir das Alko-Schweiss-Ra­sier­was­ser-Ge­mi­sch, so­wieso al­les ver­lei­det und schluss­end­lich noch von halb­trun­ke­nen Glä­ser auf­ge­drängt be­komme, die ich un­be­dingt kos­ten müsse 😉
    So geht’s ver­mut­lich vie­len „Pro­fis“.
    Danke für die­sen in­ter­es­san­ten Ar­ti­kel je­den­falls.
    LG Knalli

  12. am 25. März 2011 um 18:18 12.Lizzy schrieb …

    Ar­min,
    sono as­so­lu­t­amente d’accordo sui punti 1 e 2. Pensa che ogni giorno, in Ita­lia, si ten­gono al­meno 30 eventi eno­gas­tro­no­mici. Le oc­ca­sioni non man­cano, ma noi gior­na­listi siamo cos­t­retti a fare i conti con: il po­chis­simo tempo che ab­biamo, i costi da sos­te­nere per par­te­ci­pare ad un evento, l’importanza dello stesso, ec­ce­tera. A questo pro­po­sito, ti ri­mando a un mio in­ter­vento (http://www.slideshare.net/nadlaus/i-10-miti-della-comunicazione-del-vino-comizio-agrario-casal-monferrato-201007).

    3) Troppa cul­tura? Troppa co­mu­ni­ca­zione? Non lo so, non ca­pisco. Quando chiedo ai pro­dut­tori cosa c’è che non va nel mondo del vino ita­liano, tra le molte cose di­cono tutti: „la co­mu­ni­ca­zione. Non se ne fa ab­bas­t­anza“. In­somma, met­te­tevi d’accordo!

    4) An­che su questo sono d’accordo. Le so­lu­zioni più co­mode (l’agente che vi­ene a port­armi il vino e me lo rac­conta) sono sem­pre le più get­to­nate. Molto però di­pende an­che dalla pas­sione della sin­gola per­sona: se ama il vino, va sem­pre alla ri­cerca di nuovi pro­dotti e nuovi pro­dut­tori.
    Ar­go­mento in­ter­es­sante, co­mun­que. Da ap­pro­fon­dire.

  13. am 25. März 2011 um 19:18 13.armin kobler schrieb …

    @harald:
    auf den punkt ge­bracht.
    die tat­sa­che, auf man­chen märk­ten to­tal „un­in­ter­es­sant“ zu sein, spüre ich im­mer wie­der. zum glück gibt es auch an­dere.

    @ hel­mut:
    nach­dem ich ja mehr der ent­wick­lung von frü­her zu jetzt be­ob­achte, war meine frage war nicht so sehr ge­meint, ob es (zu) viel events gibt son­dern ob es mehr ge­wor­den sind.
    wenn es nicht ideal ist dort zu kos­ten, wo holst du dir dann aber al­ter­na­tiv den über­blick, auch über neues?

    bis hier­her schließe ich, dass es in je­dem fall ein über­an­ge­bot an prä­sen­ta­tio­nen herrscht, was, wenn man wei­ter­denkt, be­deu­tet, dass es auch ge­gen­über dem in­ter­esse ein über­an­ge­bot an wein­pro­du­zen­ten bzw. wein gibt.

    @lizzy:
    si­cur­amente di eventi ce ne sono tanti, ma se­condo te il nu­mero di ma­ni­fes­ta­zioni ris­petto agli anni d’oro è au­men­tato re­al­mente o si ha solo l’impressione in quanto si è un po‘ stufi di questa for­mula?
    de­duco cmq fi­n­ora dalla dis­cus­sione che troppe ma­ni­fes­ta­zioni vuol dire an­che troppi pro­dut­tori e/o vino in cerca di con­sumo ris­petto all’interesse.

  14. am 26. März 2011 um 15:22 14.Andrea schrieb …

    Ar­go­mento molto in­ter­es­sante e che con­di­vido da ope­ra­tore.
    Ar­min ti chiedo gen­til­mente se rie­sci a fare an­che un breve riassunto di quanto hanno detto gli al­tri com­men­ta­tori in lin­gua tede­sca (come sai un poco lo ca­pisco, ma quando si entra in dis­cus­sioni tec­ni­che e in­ter­es­santi me­glio es­sere pre­cisi nel com­pren­dere).

    fac­cio gi­rare ai miei col­leghi vina­rius questo tuo ar­go­mento chissà che qual­cuno fac­cia i suoi com­menti.

    per quanto ri­guarda me, io trovo che la for­mula sia di­v­en­tata ob­so­leta, ma non sa­prei in­di­carti qual­coas di in­no­va­tivo,, qual­cosa che at­tiri l’attenzione in questo mo­mento è dif­fi­cile da tro­vare.
    Pre­vale co­mun­que una bella fetta di scarsa vo­lontà di an­dare alla ri­cerca dei prodotti\produttori e di af­fi­darsi agli agenti che ti portano a casa le loro azi­ende (an­che se a volte ci sono agenti poco pro­fes­sio­nali..). tutto bello ser­vito in pol­trona.. le co­mo­dità!!

    An­d­rea

  15. am 26. März 2011 um 16:57 15.Lizzy schrieb …

    @Armin: si­cur­amente è au­men­tato il nu­mero di queste ma­ni­fes­ta­zioni. E pro­ba­bil­mente sí, il pubb­lico ini­zia a stan­carsi non di esse, ma di come sono im­postate. Sono molti i fat­tori che poss­ono cont­ri­buire alla ri­uscita di un evento del vino – il pe­ri­odo, la lo­ca­tion, il tempo me­te­reo­lo­gico – ma oggi, uno mi pare par­ti­co­lar­mente cru­ciale: il fo­cus.
    Di fiere ge­ne­ra­liste ci bas­tano Vini­taly e Me­r­ano, le altre de­vono spe­cia­liz­zarsi, de­vono offrire qual­cosa per la quale valga la pena muo­versi dav­vero. Tu dici di aver no­tato che già in ma­ni­fes­ta­zioni come le Gior­nate del Pi­not Nero o del Ries­ling l’afflusso di vi­si­ta­tori non è più es­al­tante come agli inizi: io credo che quelli siano casi par­ti­co­lari, nei quali al­tri fat­tori poss­ono gio­care a sfa­vore (il pe­ri­odo dell’anno? le con­di­zioni am­bi­en­tali? L’anno scorso ci è stato let­te­ral­mente im­pos­si­bile fare una de­gus­ta­zione a Bol­zano a fine ago­sto, c’erano 30 gradi nel ca­s­tello che os­pi­tava l’evento!). In­somma, come di­ciamo noi gior­na­listi: da­teci la no­ti­zia. Il Ries­ling è Ries­ling tutto l’anno, spie­gami per­chè do­v­rei ve­nire ad as­sag­gi­arlo pro­prio in quei giorni.

  16. am 27. März 2011 um 09:58 16.Primo Oratore schrieb …

    La for­mula ef­fet­ti­va­mente è stanca come gius­ta­mente che dici tu. Come con­su­ma­tore di­rei queste cose:
    1. mes­co­lare ap­pas­sio­nati e ope­ra­tori è per­dente: salvo qual­che caso lun­gimi­rante i pro­dut­tori sem­brano più in­fas­ti­diti dagli ap­pas­sio­nati con­sider­an­doli al mas­simo de­gli ubri­a­coni … e qual­che volta è an­che vero. Pro­ba­bil­mente il ten­ta­tivo di sce­gliere giorni della set­ti­mana poco adatti ai sem­plici con­su­ma­tori (es. il lu­n­edì) può solo fare bene: al­meno ci va solo chi è mo­ti­vato.
    2. spesso non è or­ga­niz­zato un ser­vi­zio di trasporto pubb­lico, o è poco pubb­li­ciz­zato: gui­dare con un po‘ di vino in corpo è pe­ri­co­loso e spesso, an­che sui siti delle ma­ni­fes­ta­zioni, non sono in­di­cati i mezzi al­ter­na­tivi e non troppo cari con i quali re­carsi sul posto: ad es­em­pio, se vo­lessi an­dare alla ma­ni­fes­ta­zione del Pi­not Nero come fac­cio a non ri­s­ch­iare la pa­tente? Sul sito per es­em­pio non c’è nes­suna in­di­ca­zione, salvo il nu­mero di te­le­fono del taxi: ma quanto costa? E da dove lo prendo? C’è un col­le­ga­mento con la sta­zione del treno? mah.
    3. Alla fine si as­so­migliano tutte, non c’è quasi mai una no­vità.
    4. Una pic­cola idea: pren­diamo sem­pre l’esempio della mostra del Pi­not Nero: visto che as­sag­gi­arli tutti non si può, per­chè non si pro­pone un cri­te­rio di scelta? Penso a creare un qual­che tipo di per­corso lo­gico che ac­con­tenti tutti, sia i de­gus­ta­tori sia i pro­dut­tori, sa­rebbe così dif­fi­cile? Co­s­truire dei per­corsi in cui sono in­di­cati tutti i vini dello stesso vi­ti­gno e dello stesso mil­le­simo pre­senti con­tem­pora­nea­mente: così posso fare una sorta di de­gus­ta­zione oriz­zon­tale; oppure in­di­care i vini ap­par­ten­enti ad una stessa pic­cola zona. In­vece si trova tutto un po‘ alla rin­fusa e solo gli es­perti ci si rac­capez­zano. Non credo sia dif­fi­cile. Al­tri­menti si va a caso e dopo un po’ ci si stufa.

    Ciao, PO

  17. am 27. März 2011 um 23:15 17.armin schrieb …

    @ an­d­rea:
    gra­zie per aver dif­fuso il post.
    rias­sumo molto som­ma­ri­a­mente (dal pro­wein) gli in­ter­venti di lin­gua tede­sca che poi sono in gran parte sov­ra­po­ni­bili a que­gli ita­liani:
    troppe ma­ni­fes­ta­zioni in gran parte an­che con vini poco in­ter­es­santi in cir­cos­tanze poco adatte.
    serve troppo tempo per tro­vare buone cose nuove ed ai gior­na­listi non vi­ene pa­gato tutto questo.
    alle ma­ni­fes­ta­zioni in­ter­es­santi c’è troppo pubb­lico (nor­male) che im­pe­disce ai pro­fes­sio­nisti di la­vor­are.
    molti ris­to­ra­tori ed eno­te­cari sono stufi di questo e si av­val­gono per­ciò sem­pre più spesso di dis­tri­bu­tori.
    i pro­dut­tori sono cons­a­po­levi di questa evo­lu­zione ed non spe­rano più di fare nuovi com­tatti in quelle oc­ca­sioni ma le uti­liz­zano pi­ut­to­sto per curare quelle già esis­tenti.

  18. am 27. März 2011 um 23:22 18.armin schrieb …

    @po
    bene sen­tire an­che questo punto di vista.
    si vede che c’è ne è da fare, an­che nei detta­gli.
    ma ri­me­di­ando quello che hai elen­cato, le cose miglio­r­eranno in modo si­gni­fi­ca­tivo?
    o la stan­chezza per­marà?

  19. am 29. März 2011 um 13:49 19.Daniel schrieb …

    Dann steuer ich mal eine Nord-Ge­gen­mei­nung bei ;-))

    Es kann schon sein, dasss es ein Über­an­ge­bot gibt (so liest sich das bei den Vor­schrei­bern ja deut­lich), aber: sehr viele schei­nen auch recht weit im Süden be­hei­ma­tet zu sein.
    Und selbst wenn es in bei­spiels­weise Ham­burg (quasi als Mit­tel­punkt für Nord­deutsch­land) viele Ver­an­stal­tun­gen ge­ben würde, heisst dies noch nicht, dass wir als Händ­ler auch wirk­lich im­mer et­was da­von mit­be­kom­men.

    Wenn ich mich hier mit Händ­lern aus­tau­sche, sind wir zu­min­dest im­mer wie­der über­rascht, dass der eine von der, der an­dere von der nächs­ten Ver­an­stal­tung weiss… Hier ist si­cher­lich noch Po­ten­zial ;-))

    Oder um es ganz deut­lich zu sa­gen: Ich habe nicht das Ge­fühl, ich wüsste von je­der Ver­an­stal­tung hier im Nor­den.

    Abr wie lässt sich das än­dern?

    Grüße

    Da­niel

  20. am 29. März 2011 um 23:37 20.armin schrieb …

    @daniel:
    end­lich mal ein nord­licht in mei­nem blog! 😉
    ver­stehe ich rich­tig, dass es bei euch kein (zu­min­dest ge­fühl­tes) über­an­ge­bot gibt?
    was das wis­sen über ver­an­stal­tun­gen. be­trifft, müsste ein zen­tral ver­wal­te­ter ka­len­der ins aug ge­fassst wer­den, danke für die an­re­gung.

  21. am 30. März 2011 um 08:30 21.Daniel schrieb …

    @armin
    keine Ah­nung, ob es ein Über­an­ge­bot gibt, denn wie ge­schrie­ben – ich bin mir si­cher (ob­wohl als Händ­ler, der knapp 90 % di­rekt im­por­tiert), dass mich eine ganze An­zahl an Ver­an­stal­tun­gen ver­pas­sen (oder ich sie ;-)))

    und hier bei uns kann ich eben nicht je­des zweite Wo­chen­ende mal ins Wein­an­bau­ge­biet fah­ren, die Win­zer Jung­wein­prä­sen­ta­tion be­su­chen …

    wenn ir­gend­wer ei­nen Tipp hat zu ei­nem zen­tral ver­wal­te­ten ka­len­der – ich bin mir ziem­lich si­cher, dass da deut­li­ches In­ter­esse be­steht!!!!

  22. am 3. April 2011 um 16:04 22.Andreas Gottlieb Hempel schrieb …

    Lie­ber Ar­min, die Ana­ly­sen ge­gem die üb­li­chen Wein­ver­kos­tun­gen sind durch­weg rich­tig. Üb­rig bleibt die Kon­takt­pflege und we­nig Wei­n­er­leb­nis.
    Da­ge­gen: Vier Mal im Jahr bin ich drei Tage zu ei­ner Wein­be­wer­tung ei­ner vier­tel­jähr­lich er­schei­nen­den Wein­zeit­schrift in Deutsch­land. Die Skala der the­ma­ti­sch an­ge­for­der­ten Weine ist sehr breit ge­fä­chert, pro Tag wer­den ca. 120 Weine in Grup­pen zu sechst nach dem Par­ker Sys­tem be­wer­tet. Al­les in gro­ßer Ruhe und Kon­zen­tra­tion. Es blei­ben viele Ein­drü­cke, die ich dann aus­baue in dem ich mir von Wein­gü­tern, die mir be­son­ders auf­ge­fal­len sind, an­schlie­ßend Pro­be­sor­ti­ments be­stelle und zu Hause in al­ler Ruhe ver­koste. Für mich die ein­zige Form, Weine rich­tig ken­nen­zu­ler­nen. Na­tür­lich be­nö­tige ich dazu die Da­ten der je­wei­li­gen Weine und es er­ge­ben sich an­schlie­ßend Nach­fra­gen bei den Win­zern.
    Wein­mes­sen sind für mich ein Hor­ror we­gen des Ge­drän­gels, der Ne­ben­ge­rü­che, der ver­kleb­ten Glä­ser und der Ver­zweif­lung, die ei­nen über­fällt, weil man den Wei­nen in die­ser Form nicht ge­recht wird, die Ar­beit der Win­zer durch die not­wen­dige Schnel­lig­keit ent­wer­tet und zu zahl­rei­chen Fehl­ur­tei­len kommt, die man bei man­chen Wei­nen erst am ge­deck­ten Tisch mit dem pas­sen­den Es­sen re­vi­die­ren kann.
    Die nach­hal­tigs­ten Ein­drü­cke ver­schaffe ich mir bei Be­su­chen im Wein­gut, dem Spa­zier­gang durch den Wein­berg, die Per­sön­lich­keit des Win­zers und auch der Ar­chi­tek­tur in dem die Weine an­ge­bo­ten wer­den -kein Wun­der, dass viele neue gu­ten Bau­ten ent­stan­den sind (s.a. mein Buch „Ar­chi­tek­tur & Wein, Call­wey Ver­lag Mün­chen, 2010.
    Wein braucht eben Zeit.
    Mit herz­li­chen Grü­ßen
    An­dreas Gott­lieb Hem­pel

  23. am 4. April 2011 um 15:03 23.Wolfgang schrieb …

    Liebe Wein­ge­meinde,
    im Gro­ßen und gan­zen geht es mir ähn­lich wie A.G. Hem­pel im Vor­bei­trag. Mes­se­hal­len, stän­di­ges Grund­ge­töse, sche­ma­ti­sches Ab­ha­ken von Win­zer­stän­den und die im­mer glei­chen Lei­ern (Hand­lese bla­bla Ba­ton­nage bla­bla 12 Mo­nate Bar­ri­que bla­bla) emp­finde ich als müh­sam und er­schla­gend, so dass ich mich im­mer auf das er­ste Bier am Abend freue. Mes­sen sind aber für mich not­wen­dig und als Kon­takt­pflege prak­ti­sch, weil halt doch alle an ei­nem Fleck ver­sam­melt sind. Ha­ben wir was in­ter­es­san­tes Neues ge­fun­den, so ver­su­chen wir den ge­won­ne­nen ers­ten Ein­druck zu­hause zu be­stä­ti­gen, in­dem wir mit ei­ner Hand­voll Kol­le­gen in al­ler Ruhe zu Hause er­neut ver­kos­ten. Da­nach fällt die Kauf­ent­schei­dung. Oft auch bei ei­nem spä­te­ren Be­such auf dem Wein­gut.
    Dann möchte ich be­mer­ken, dass die Wir­kung von Wein­ver­an­stal­tun­gen nicht im­mer un­mit­tel­bar mess­bar ist. Ar­min – z.B. Deine Weine, die ich vor zwei Jah­ren mit ei­nem Kol­le­gen in Ve­rona ver­kos­tet habe, geis­tern im­mer noch gerne in mei­nem Kopf herum, wenn ich an eine Sor­ti­ments­aus­wei­tung denke, aber das schaffe ich durch meine Rand­lage lei­der noch nicht. Si­cher bin ich da nicht der Ein­zige.
    Bleib an den Messe-Erst­kon­tak­ten dran, in­dem Du Dich ab und zu so geist­voll in Er­in­ne­rung bringst, wie mit Dei­nen le­sens­wer­ten News­let­tern. Da­mit stichst Du schon aus der uni­for­men Masse der an­de­ren Aus­stel­ler her­aus.
    Viele Grüße aus Titt­mo­n­ing
    Wolf­gang

  24. am 9. Mai 2011 um 20:17 24.Gabriele Succi schrieb …

    Ciao Ar­min,
    come ho scritto sul sito di Ste­fano Berti, i pro­blemi sono es­sen­zi­al­mente 2:
    A – l’interesse della gente è senza dub­bio ca­lato; come di­cevi tu, tempo ad­die­tro, sia i ris­to­ra­tori che i con­su­ma­tori pri­vati er­ano ef­fet­ti­va­mente più in­ter­es­sati. Oggi i ris­to­ra­tori hanno gli agenti che li mar­cano come Clau­dio Gen­tile fece con Ma­ra­dona ai mon­diali del 1982…quindi che in­ter­esse hanno?
    B – le ma­ni­fes­ta­zioni sono dav­vero troppe e di con­se­guenza il con­su­ma­tore pri­vato è un po‘ dis­ori­en­tato e non sa mai dove an­dare e se me­rita an­dare o no a questa o quella ma­ni­fes­ta­zione.

    Sei d’accordo?

    Hallo Ar­min,
    wie ich auf der Seite von Ste­fano Berti ge­schrie­ben habe, gibt es im Grunde 2 Pro­bleme:
    A – das In­ter­esse der Leute ist in zwei­fels­ohne ge­sun­ken; wie du sag­test, vor ei­ni­ger Zeit wa­ren Gas­tro­no­men und Pri­vate in­ter­es­sier­ter. Heute wer­den sie von den Ver­tre­tern ge­deckt wie es Clau­dio Gen­tile mit Ma­ra­dona an­läss­lich der Welt­meis­ter­schaft 1982 ge­macht hat… also wel­ches In­ter­esse soll­ten sie ha­ben?
    B – es gibt wirk­lich zu viele Ver­an­stal­tun­gen und des­halb ist der pri­vate Kon­su­ment ein we­nig ori­en­tie­rungs­los und weiß nie, wo hin­ge­hen und ob es sich aus­zahlt oder nicht, diese oder jene Ver­an­stal­tung zu be­su­chen.

    Bist du ein­ver­stan­den?

  25. am 26. Juni 2011 um 22:46 25.armin kobler schrieb …

    Ein kur­zes Res­umé zur Boz­ner Wein­kost, heuer in­te­griert im erst­mals or­ga­ni­sier­ten Ge­nuss­fes­ti­val: Mei­ner Be­ob­ach­tung nach, und je­der der von mir an­ge­spro­che­nen Aus­stel­ler hat es be­stä­tigt, hat diese „embedded“-Form keine Stei­ge­rung der Be­su­cher­zah­len oder ein zu­sätz­li­ches In­ter­esse be­wirkt. Aber viel­leicht ist ein Kon­stant­hal­ten des ge­fühl­ten An­dran­ges heut­zu­tage auch schon als Er­folg zu be­wer­ten. Zu­dem kann um­ge­kehrt die Boz­ner Wein­kost das Ge­nuss­fes­ti­val qua­li­ta­tiv auf­ge­wer­tet ha­ben, das wäre auch schon was.
    Die bei­den ers­ten Stun­den, wel­che den Pro­fis vor­be­hal­ten wa­ren, wur­den von die­sen nicht bis kaum ge­nützt, die aus­stel­len­den Be­triebe fan­den hin­ge­gen leicht die Zeit, ge­gen­sei­tig die ak­tu­elle Pro­duk­tion zu be­gut­ach­ten.
    Gut bis sehr gut sind hin­ge­gen bei den Pro­fis die Sor­ten­kos­ten im Schloss­hof an­ge­kom­men.

    Un breve re­so­conto della Mostra dei Vini di Bol­zano, quest’anno in­se­rita nel primo Fes­ti­val del Gusto Alto Adige: Se­condo me e di tutti gli es­po­si­tori che ho par­lato questa forma „em­bed­ded“ non ha cont­ri­buito ad au­men­tare l’interesse nei con­fronti della ma­ni­fes­ta­zione o di in­cu­rio­sire nuove fasce di in­ter­es­sati. Ma forse non di­mi­nuire il nu­mero dei vi­si­ta­tori og­gi­giorno è già un suc­cesso, chissà. D’altra parte la Mostra dei Vini può aver va­lo­riz­zato qua­li­ta­ti­va­mente il Fes­ti­val del Gusto, an­che ciò non sa­rebbe male.
    Le prime due ore, ri­ser­vate agli ope­ra­tori del set­tore, non sono state ut­liz­zate da questi. In com­penso i pro­dut­tori ave­vano tutto il tempo ne­ces­sa­rio a dis­po­si­zione per de­gus­tare i vini a vicenda. Da bene a molto bene hanno gi­u­di­cato i pro­fes­sio­nisti le de­gus­ta­zioni li­bere nel cor­tile in­terno del ca­s­tello.

  26. am 27. Juni 2011 um 00:57 26.armin kobler schrieb …

    Meine Schluss­fol­ge­run­gen, wel­che teil­weise eure Mei­nun­gen, An­re­gun­gen, aber auch auch ei­ni­ges an mei­nen Über­le­gun­gen zu­sam­men­führt:

    Als ra­di­kalste und wich­tigste Ent­schei­dung braucht es eine ex­trem deut­li­che Tren­nung zwi­schen den Ver­an­stal­tun­gen für die in­ter­es­sier­ten Laien und je­nen der Pro­fis. Und mit letz­te­ren meine ich jene, die vom Wein in ir­gend­ei­ner Form le­ben, und nicht über­durschnitt­lich In­ter­es­sierte oder die Be­kann­ten von die­sem Pro­du­zen­ten oder je­nem Gas­tro­no­men usw., hier muss Klar­heit herr­schen.

    Le mie con­clu­sioni che ri­u­nis­cono un po‘ le vostre opi­nioni, i vos­tri sug­ge­ri­menti ma na­tu­ral­mente an­che i miei ra­gio­na­menti:

    Come de­ci­sione più im­port­ante c’è la ne­ces­sità di una di­vi­sione netta delle ma­ni­fes­ta­zioni per i pro­fani in­ter­es­sati ed i pro­fes­sio­nisti. Per quest’ultimi in­tendo per­sone che vi­vono del vino nelle sue di­verse forme, non ap­pa­sio­nati di vino od amici di quel pro­dut­tore o di quel ris­to­ra­tore, quì ci vuole chia­rezza e ri­gore.

    Diese Profi-Ver­an­stal­tung sollte ein­mal im Jahr alle oder mög­lichst viele Süd­ti­ro­ler Pro­du­zen­ten zu­sam­men­brin­gen, da­mit der Ex­perte sich jähr­lich ein voll­stän­di­ges, ein­kaufs­ori­en­tier­tes Bild von Süd­ti­rol ma­chen kann. Dass sich alle an­de­ren Ver­an­stal­tun­gen im Land ter­min­mä­ßig und för­de­rungs­mä­ßig die­ser un­ter­zu­ord­nen ha­ben, ist selbst­re­dend. Als Form bie­ten sich die selbs­stän­di­gen Sor­ten- oder die ge­führte The­men­kos­ten an, die Ein­käu­fern in­ter­es­siert ver­ständ­li­cher­weise nicht oder nur ein ers­tes Mal das Ken­nen­ler­nen des Pro­du­zen­ten. Das ha­ben mir auch am Rande der Boz­ner Wein­kost viele Gas­tro­no­men be­stä­tigt. Er will auf ei­nem Platz kon­zen­triert kos­ten, be­wer­ten und ver­glei­chen.

    Questa ma­ni­fes­ta­zione pro­fes­sio­nale si do­v­rebbe svol­gere una volta all’anno e do­v­rebbe rac­co­gliere la to­ta­lità o il nu­mero mag­giore pos­si­bile di can­tine in modo che l’acquirente si possa fare un qua­dro an­nuale com­pleto della pro­du­zione sud­ti­ro­lese at­tu­al­mente in com­mer­cio. Na­tu­ral­mente le altre ma­ni­fes­ta­zioni in am­bito pro­vin­ciale si dov­ranno sot­to­met­tere a questa in ter­mini di date, or­ga­niz­za­zione e so­stegno eco­no­mico.
    Come forma penso che sia ideale la de­gus­ta­zione li­bera se­condo va­rietà o te­ma­tica con­dotta. All’acquirente non in­ter­essa, o forse solo una prima volta, co­no­s­cere il pro­dut­tore, questo mi è stato con­fer­mato da di­versi ris­to­ra­tori. Lui vuole de­gus­tare, con­fron­tare e va­lutare in modo con­cen­trato senza do­ver cor­rere dall’uno all’altro.

    Was hin­ge­gen die mehr oder we­ni­ger ge­bil­de­ten Laien, die mehr oder we­ni­ger in­ter­es­sier­ten Kon­su­men­ten an­geht, sollte es wei­ter­hin Pu­bli­kums-Ver­an­stal­tun­gen in al­len Lan­des­tei­len, ver­streut über das ganze Jahr, ge­ben. Die pro­gramm­mä­ßig All­ge­gen­wart des The­mas Wein hilft mit, das Image des Wein­lan­des Süd­ti­rol zu fes­ti­gen. In die­sem Rah­men ha­ben Tisch­ver­kos­tun­gen mit den Pro­du­zen­ten auch noch durch­aus Sinn, kann doch so­mit bei Be­darf ei­ni­ges an Wis­sen, wich­tige In­for­ma­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Bei den Ama­teu­ren ist die Lern­kurve eben noch steil. Na­tür­lich soll­ten man es da­bei nicht be­wen­den las­sen, ge­rade für das Er­pro­ben in­nov­ti­ver For­men der Prä­sen­ta­tion soll­ten sol­che Ver­an­stal­tun­gen ge­nutzt wer­den.

    Agli ap­pas­sio­nati in­vece più o meno pre­pa­rati, per i con­su­ma­tori più o meno in­ter­es­sati (#ma­rio?) si do­v­rebbe in­vece con­ti­nu­are a pro­porre ma­ni­fes­ta­zioni pubb­li­che dis­tri­buite in ogni parte della pro­vin­cia e nell’arco di tutto l’anno. Ciò cont­ri­buirà a raf­forzare l’immagine del Sud­ti­rolo come terra di vino.
    In queste cor­nici le de­gus­ta­zioni in pre­senza dei pro­dut­tori hanno an­cora ra­gione di es­sere, in quanto poss­ono tras­met­tere co­no­s­cenze ed in­for­ma­zioni utili. Gli ap­pas­sio­nati ne poss­ono an­cora ap­pro­fit­tare in modo si­gni­fi­ca­tivo.
    Na­tu­ral­mente non bi­so­gna li­mitarsi in queste de­gus­ta­zioni a questa forma, tec­ni­che in­no­va­tive di pre­sen­ta­zione si pot­reb­bero spe­ri­men­tare so­prat­tutto in questi luo­ghi ed oc­ca­sioni.

    Ich denke, dass die strikte Tren­nung der Ziel­grup­pen die Mög­lich­keit gibt, diese spe­zi­fi­scher und da­mit ef­fi­zi­en­ter an­zu­spre­chen. Auch weiß man dann als Aus­stel­ler, was oder wer ei­nen er­war­tet, so dass man sich auch auf die mög­li­chen Er­geb­nisse ei­ner Teil­nahme ein­stel­len kann.

    Io sono dell’opinione che questa di­vi­sione netta tra i tar­get ci dia la pos­si­bi­lità di ac­co­gliere gli os­piti in modo più mi­rato au­mentando l’efficienza de­gli in­contri. Da es­po­si­tore in­vece so cosa rap­pre­senta ver­a­mente la sin­golo ma­ni­fes­ta­zione e mi posso re­go­lare circa le as­pet­ta­tive.

  27. am 17. August 2011 um 19:16 27.MartinB schrieb …

    Ich gehe fast nur mehr auf Sor­ten­ver­kos­tun­gen, wo ich die Weine in Ruhe ver­glei­chen kann.

    Io vado quasi so­la­mente a de­gus­ta­zioni va­rietali, dove posso con­fron­tare i vini con calma.

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