Ein Auslaufmodell? — Una formula stanca?

Geschrieben von am 21. März 2011 | Abgelegt unter Öffentlichkeitsarbeit - Pubbliche relazioni


Seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, ob die übli­chen Wein­prä­sen­ta­tionen mit der Anwe­sen­heit der Winzer, welche nicht nur ihre Weine zum Kosten aus­geben son­dern auch diese vor­stellen und auf Fragen der Besu­cher ein­gehen, nicht eine Vor­stel­lun­gart ist, welche die beste Zeit schon hinter sich hat. Warum? Weil ich immer häu­figer fes­te­stellen muss, dass uns dabei das Publikum abhanden kommt. Es gibt zwar immer wieder Licht­blicke mit viel und inter­es­siertem Zulauf, aber das sind erfreu­liche Ein­zel­fälle, welche den Trend kurz­fristig unter­bre­chen und m.E. nur jene Aus­nahmen dar­stellen, welche die Regel bestätigen.

Da un po’ di tempo mi domando, se le degus­ta­zioni in pre­senza dei pro­dut­tori che non solo ver­sano i vini ma sono anche dis­po­ni­bili a dare spie­ga­zioni non siano una forma di com­u­ni­ca­zione che ha olt­re­pas­sato il suo periodo migliore. Perchè penso a ciò? Perchè devo con­sta­tare che il pubblico viene a man­care. Ci sono ogni tanto delle ecce­zioni, bar­lumi di spe­ranza che però inter­ro­m­pono solo bre­ve­mente una ten­denza, le ecce­zioni che con­fer­mano la regola.

Natür­lich kann diese Beob­ach­tung auch abge­stritten werden und sie fußt auch nicht auf beleg­baren Zahlen, aber der eine oder andere Kom­mentar meiner Berufs­kol­legen nach erfolgter Prä­sen­ta­tion bestä­tigen mich bisher in meiner Annahme. Wenn ich zurück blicke, stelle ich das auch als all­ge­meinen Trend fest: in meiner Erin­ne­rung der letzten Jahre sind Pro­dukt­vor­stel­lungen unserer Ver­ei­ni­gung genau so betroffen wie andere, bei der die gesamte Wein­wirt­schaft anwe­send war oder auch wo ein­zelnen Sorten wie Ries­ling, Gewürz­tra­miner oder Blau­bur­gunder zu ver­kosten waren.

Cer­t­a­mente si può con­te­stare questa mia osser­va­zione che per­altro non si basa su numeri, ma i diversi com­menti dei miei col­leghi a seguito delle mani­fes­ta­zioni con­fer­mano la mia impres­sione. Se guardo indietro mi sembra che sia una ten­denza gene­rale: nei miei ricordi degli anni scorsi ne erano inter­es­santi sia gli eventi della mia asso­cia­zione, sia le mani­fes­ta­zioni dove erano pre­senti tutti, sia le degus­ta­zioni di varietà sin­gole come il Pinot nero, il Gewürz­tra­miner o il Riesling.

Das abneh­mende Inter­esse, wenn es schluss­end­lich nicht nur mein Ein­druck ist, betrifft beson­ders die Zusam­men­set­zung des Publi­kums. Der Anteil der Profis, seien es Gas­tro­nomen, Vino­the­ken­be­sitzer, Wie­der­ver­käufer, Impor­teure und Jour­na­listen hat beson­ders stark abge­nommen und kann durch das gegen früher gestie­gene Inter­esse von Pri­vaten nicht auf­ge­wogen werden. Dass der ein­zelne Kon­su­ment sich mehr um den Dialog mit dem Pro­du­zenten bemüht und sich aus erster Hand infor­mieren will ist erfreu­lich, noch mehr freut einen Winzer aber, wenn er jene Leute trifft und bei ihnen Inter­esse weckt, welche seinem Weinhof tat­säch­lich spür­baren Umsatz ver­spre­chen. Wegen der Hoff­nung auf diese wich­tigen Kon­takten werden die beson­ders bei kleinen Betriebs­größen spürbar teuren Ver­an­stal­tungen mit dem­ent­spre­chenden Ein­satz an Geld und Zeit bestritten.

L’interesse calante, se non si riduce solo ad un’impressione mia, riguarda soprat­tutto la com­po­si­zione del pubblico. La por­zione di pro­fes­sio­nisti del vino, ris­to­ra­tori, eno­te­cari, dis­tri­bu­tori, impor­ta­tori e gior­na­listi è dimi­nuita molto e non è stata com­pen­sata pie­na­mente dai pri­vati. Che il sin­golo appas­sio­nato si inter­essi ad un dia­logo diretto col pro­dut­tore è import­ante, giusto e ben­visto. Quest’ultimo però è ancora più con­tento se incontra per­sone che pro­s­pet­tano fat­tu­rati essen­ziali per l’azienda. È soprat­tutto per questo ovvia­mente che si par­te­cipa a mani­fes­ta­zioni che com­portano un dis­pendio di denaro e tempo tutt’altro che tras­cu­ra­bile, soprat­tutto per le azi­ende piccole.

Ver­an­stal­tungs­orte, Zeit­punkte, zu ver­bes­sernde Ein­la­dun­gens­mo­da­li­täten und Abläufe, alles wurde als Ursache immer wieder her­an­ge­zogen, aber meiner Mei­nung nach sind die Ursa­chen anderswo zu suchen. Bis jetzt, die Dis­kus­sion ist eröffnet, kommen mir fol­gende Gründe plau­sibel vor:

  1. Die Profis haben gene­rell immer weniger Zeit; damit sie ihre nor­male Arbeit ver­lassen, muss die Anzie­hungs­kraft der Ver­an­stal­tung immer größer werden.
  2. Die Anzahl der Ver­an­stal­tungen ist gegen­über früher gestiegen, wenn auch nicht so stark wie oft pau­schal argu­men­tiert wird.
  3. Wesent­li­cher in meinen Augen ist aber, dass der Bedarf an Wein­wissen inzwi­schen gedeckt zu sein scheint. Zu Beginn der gol­denen 90ger Jahre, als die Gas­tro­nomen begannen, ihre Wein­keller und –karten ordent­lich auf­zu­rüsten, waren noch Defi­zite hin­sicht­lich Infor­ma­tionen über Winzer und Wein vor­handen. Jetzt braucht man ihnen kaum mehr was zu sagen und die Wein­karten werden ten­den­ziell eher schlanker als umfang­rei­cher, der sin­kende Wein­konsum tut zudem das Seinige.
  4. Warum sollten sich die gestressten Hote­liere und Vino­the­ken­be­sitzer einen halben bis ganzen Tag Zeit für eine Wein­messe nehmen, wenn die Anbieter zu ihnen ins Haus kommen, wann sie Zeit haben? In dieser all­ge­mein vom Angebot und nicht der Nach­frage geprägten Zeit geben sich dort doch Ver­treter und Pro­du­zenten die Klinke in die Hand.

Loca­lità poco adatte, date sbagliate, pro­ce­dure degli inviti e svol­gi­menti miglio­ra­bili, ecc., sono state nomi­nate volta per volta in modo sbri­ga­tivo come cause di questo svi­luppo. A mio avviso i veri motivi sono da cer­care altrove. Finora nei miei ragio­na­menti sono arri­vato alle seguenti con­clu­sioni (prov­vi­sorie), la dis­cus­sione è aperta:

  1. I pro­fes­sio­nisti hanno gene­ral­mente sempre meno tempo a dis­po­si­zione. Perchè lascino il loro lavoro la forza di attra­zione delle mani­fes­ta­zioni deve essere alta ed è costretta ad aumen­tare continuamente.
  2. Il numero degli eventi è cre­sciuto col tempo, anche se devo dire che questo motivo mi sembra sopravalutato.
  3. Più decisivo secondo me è il fatto che le neces­sità di conos­cenze attorno al vino sem­brano ormai sod­dis­fatte. All’inizio del periodo d’oro, attorno ai anni 90, quando i ris­to­ra­tori hanno comin­ciato a revi­sio­nare ed ampliare in modo signi­fi­ca­tivo le carte dei vini e di con­se­guenza le loro can­tine, c’erano ancora dei deficit di infor­ma­zione circa i vini ed i loro pro­dut­tori. Oggi non c’è più bisogno di dirli tante cose, le carte ven­gono ridi­men­sio­nati, il con­sumo calante fa il resto.
  4. Perchè i gestori di ris­to­r­anti ed eno­teche dov­reb­bero pren­dersi una mezza o intera gior­nata di tempo per una fiera, se i pro­dut­tori o gli agenti ven­gono a casa loro, quando loro vogliono? In questo periodo, con più di offerta che non di domanda i cli­enti pro­fes­sio­nisti sono asse­diati da chi pro­pone loro vino.

Ich hoffe, dass einige Lese­rinnen und Leser zu diesem wich­tigen Thema Stel­lung beziehen und ihre Mei­nung äußern. Ob das nur meine Beob­ach­tungen sind oder auch ihre, ob die von mir ange­führten Gründe plau­sibel sind oder nicht, ob ich die wahren Gründen noch nicht ver­standen habe, usw. Es wäre beson­ders wün­schens­wert, wenn die die Profis, um die es geht, in die Dis­kus­si­ons­runde ein­steigen würden. In jedem Fall werde ich/wir unsere Wein­kunden befragen müssen, wie laut ihnen eine erfolg­reiche Kom­mu­ni­ka­tion zukünftig aus­schauen sollte.

Spero che le lett­rici ed i let­tori pren­dano posi­zione circa questa tema­tica import­ante e che espri­mino le loro idee a pro­po­sito. Che dicano loro se le osser­va­zioni fatte sono solo le mie o anche le loro, se le cause da me iden­ti­fi­cate siano giuste o no o da cer­care altrove, ecc. Sarebbe molto aus­pica­bile che i pro­fes­sio­nisti, di loro si tratta, par­te­ci­pas­sero alla dis­cus­sione. In ogni caso dovrò/dovremo chie­dere a loro come vor­reb­bero essere infor­matie e coin­volti in futuro.

27 Kommentare zu “Ein Auslaufmodell? — Una formula stanca?”

  1. am 21. März 2011 um 10:50 1.Jacopo Cossater schrieb …

    Hai com­ple­t­a­mente ragione, nello spe­ci­fico c’è un enorme numero di eventi che non è com­pen­sato (come negli anni pas­sati) da un numero sen­si­bile di cli­enti tale da giusti­fi­carne la par­te­ci­pa­zione.
    Il boom dei wine-bar è pas­sato, le carte dei vini sono state fatte e i casi di gestori che con­ti­nuano a fare ricerca sono la minoranza.

  2. am 21. März 2011 um 19:12 2.Stefan Dissertori schrieb …

    Ich glaube du hast recht! Es gibt zur Zeit (vor allem in Süd­tirol kommt mir vor) ein Über­an­gebot von Wein­prä­sen­ta­tionen. Sie werden mehr nur orga­ni­siert um Jour­na­listen anzu­ziehen, doch schaut es nicht gut aus, wenn nur wenig Publikum anwe­send ist und zudem sind die Wein­prä­sen­ta­tionen mit großen Arbeits­auf­wand für Frei­wil­lige Helfer, Pro­du­zenten… verbunden!

  3. am 21. März 2011 um 21:06 3.Bernhard schrieb …

    Hallo Armin,

    ich sehe das aus öster­rei­chi­scher Sicht ziem­lich ähnlich.

    Ein wei­terer wich­tiger Grund für die ver­mu­tete gerin­gere Anzahl an Gas­tro­nomen und Vino­the­karen unter den Besu­chern ist mög­li­cher­weise die Tat­sache, dass diese (auch wegen des von dir erwähnten Zeit­man­gels) immer weniger selbst direkt beim Winzer ein­kaufen, son­dern ver­mehrt über den Groß­handel. Ihre Infos über Weine, Jahr­gänge und Betriebe beziehen sie wohl auch von dort, und nicht von Weinpräsentationen.

    Außerdem gehe ich davon aus, dass diese Ziel­gruppe mit Ein­la­dungen und Infos per Post und Mail über­häuft wird. Schließ­lich ist die Kon­kur­renz (zumin­dest in Öster­reich) der Winzer in diesem Bereich heut­zu­tage deut­lich größer, als vor einigen Jahren. Sehr oft beob­achte ich, dass bekannte Gesichter unter Gas­tro­nomen und Jour­na­listen Prä­sen­ta­tionen nicht dazu benutzen, um neue Betriebe zu ent­de­cken, son­dern eher, um alt­be­kannte Winzer zu treffen.

    Das gilt übri­gens meiner Ein­schät­zung nach teil­weise auch für Pri­vat­be­su­cher, wes­halb ich solche Ver­an­stal­tungen eigent­lich fast nur noch als Kon­takt­pflege und kaum noch als Gele­gen­heit zur Neu­kun­den­wer­bung oder gar zum direkten, kon­kreten Ver­kauf betrachte.

    Ein Kol­lege sagte unlängst bei einer Wein­prä­sen­ta­tion in Wien, er hätte sehr geringe Erwar­tungen und sei in erster Linie da, um seinen Buschen­schank­ka­lender (mit den Öffnungs­zeiten für das ganze Jahr) unter die Leute zu bringen…

    Herz­liche Grüße

    Bern­hard

  4. am 22. März 2011 um 08:12 4.Bernhard Fiedlers We(in)blog » Haben Weinpräsentationen eine Zukunft? « schrieb …

    […] span­nende Frage stellt Win­zer­kol­lege Armin Kobler aus Süd­tirol hier in seinem […]

  5. am 22. März 2011 um 09:14 5.armin schrieb …

    @jacopo: deduco dal tuo com­mento che i punti 2 e 3 per te sem­brano i più decisivi. vedremo se qual­cuno vede anche cose non ancora dette.
    @stefan: der punkt 2 ist also für dich die haupt­ur­sache, lese ich heraus. du kannst auch aus erfah­rung spre­chen, nehme ich mal an, was den auf­wand betrifft ;-)
    @bern­hard: danke für die quer­ver­bin­dung und den detail­lierten kom­mentar. also auch punkt 3 und auch etwas 2, wenn ich richtig inter­pre­tiert habe. inter­es­sant, dass da ein par­al­lele ent­wick­lung zu beob­achten ist. “nur” für die kon­takt­pflege aber den ganzen finan­zi­ellen und per­so­nellen ein­satz? zum glück rechnet man in der land­wirt­schaft nicht.

  6. am 22. März 2011 um 13:37 6.Michael Liebert schrieb …

    Hallo Armin,

    ich würde sagen, es ist ein Mischung aus den Punkten 1 und 3. Immer effek­tiver, immer mehr Ergebnis in weniger Zeit. Wie Du weißt schreib ich ja gern und viel über Wein, aber schon das wird schlecht bezahlt. Die Zeit auf einer Wein­prä­sen­ta­tion kann ich keinem meiner Auf­trag­geber berechnen.

    In den gol­denen 90ern war der Besuch einer Wein­messe oder Wein­prä­sen­ta­tion noch neu und damit auf­re­gend. Irgend­wann stellt man fest, so eine Prä­sen­ta­tion ist durchaus auch für die Besu­cher anstren­gend. Ich könnte jedes Wochen­ende irgendwo eine Ver­an­stal­tung besu­chen und über Wein diskutieren…

    Ich könnte mir auch vor­stellen, dass manche Gas­tro­nomen bei dem Über­an­gebot ein­fach auch kapi­tu­lieren. Es traut sich keiner mehr zu, sich einen Über­blick zu ver­schaffen. Wo anfangen, wo aufhören?

    Lieben Gruß nach Süd­tirol
    Michael Liebert

  7. am 23. März 2011 um 07:04 7.Harald schrieb …

    Hallo!
    Aus meiner Sicht als Ein­käufer eines Han­dels­un­ter­neh­mens sind die meisten Wein­ver­kos­tungen in Öster­reich aus zwei­erlei Gründen uninteressant:

    1. Es han­delt sich um Ver­kos­tungen mit unin­ter­es­santen Win­zern, meist in klei­neren Rahmen. Diese sind zwar groß­teils nur von Fach­pu­blikum besucht, aber die prä­sen­tierten Weine sind meist qua­li­tativ unin­ter­es­sant. Erfah­rungs­gemäß muss man ca. 10 solche Ver­kos­tungen besu­chen, bis man einen inter­es­santen Wein findet. Dafür finde ich den Besuch sol­cher Ver­kos­tungen zu aufwändig.

    2. Es han­delt sich um Ver­kos­tungen mit inter­es­santen Win­zern. Diese sind sehr gut besucht. Das Publikum besteht aber groß­teils aus Wein­lieb­ha­bern, sodaß für mich als Fach­be­su­cher ein kon­zen­triertes Ver­kosten bzw. ein Gespräch mit dem Pro­du­zenten auf­grund des großen Besu­cher­an­dranges nicht mög­lich ist. In diesem Fall ist es ange­nehmer, wenn mir der Pro­du­zent ein Offert schickt, bzw. anschlie­ßend die für mich inter­es­santen Weine bemustert.

    Hin und wieder gibt es ein Zeit­fenster für Fach­be­su­cher, aber das ist zu kurz und es werden auch Nicht-Fachbesucher eingelassen.

    Harry

  8. am 25. März 2011 um 13:46 8.armin kobler schrieb …

    @michael:
    danke für deinen bemer­kungen aus der sicht des wein­schrei­bers.
    also ganz daneben liege ich bis jetzt nicht mit meinen annahmen.
    inte­resant wäre es, von dem einen oder anderen ver­bes­se­rungs­vor­schläge zur kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen pro­du­zenten und poten­ti­ellen abneh­mern zu bekommen.
    ich selbst bin mit wenig phan­tasie gesegnet, wes­wegen ich eigent­lich kaum einen ausweg aus dem dilemma weiß.
    tat­sache aber ist, dass wir als aus­steller immer öfter einen beträcht­li­chen ein­satz ohne merk­baren nutzen investieren.

  9. am 25. März 2011 um 14:02 9.armin kobler schrieb …

    @harald:
    danke dir, dass auch die ein­käu­fer­seite sich einmal meldet.
    durchaus offen, wenn auch des­il­lu­sio­nie­rend, deine mei­nung dazu.
    um dich besser ver­stehen zu können, was sind “inter­es­sante” winzer?
    meinst du das ihn bezug auf ihr renommee oder die qua­lität der pro­dukte an sich?
    soll­test du letz­teres meinen, dann muss man sich not­ge­drungen durch die ver­kos­tungen durch­kämpfen um tolle (neue )sachen zu finden.
    jeden­falls inter­es­sant das mit dem reser­vierten zeit­fenster, was von uns fws-ler auch fast immer prak­ti­ziert wird.

  10. am 25. März 2011 um 15:22 10.Harald schrieb …

    @Armin
    mit inter­es­sant meine ich für den Ver­kauf inter­es­sant. Manchmal finde ich ganz gute Weine, die aller­dings nur für mich inter­es­sant sind, sich aber nicht ver­kaufen lassen, weil Winzer, Gebiet oder Sorte für den Main­stream zu unbe­kannt sind. Diese Weine sind zwar gut, aber unin­ter­es­sant. Für ein Restau­rant oder eine kleine Vino­thek können das durchaus inter­es­sante Weine sein.

  11. am 25. März 2011 um 15:44 11.Helmut O. Knall schrieb …

    Alles richtig soweit. Bis auf deine Annahme, dass die gestie­gene Anzahl der Events nicht stimme. Nun, ich habe es inzwi­schen sogar auf­ge­geben zu ver­su­chen, alle anzu­kün­digen, geschweige denn hin zu gehen, so viele sind es geworden. An man­chen Tagen fünf gleich­zeitig. Man sieht es ja auch an den Termin-Kollisionen der grossen Wein-Messen, seit Jahren über­schneiden sich Pro­Wein, En Pri­meur Woche und VinI­tali mehr oder weniger, die klei­neren gleich­zeitig statt­fin­denden Messen lasse ich jetzt sogar weg.
    Ich per­sön­lich gehe kaum mehr auf “Wein­tage” etc., aus den­selben Gründen, wie Michael und Harry schon schrieben, ich krieg nix dafür und kann dort sowieso nicht ver­nünftig ver­kosten, weil ich dau­ernd von irgendwem ange­rem­pelt werde, mir das Alko-Schweiss-Rasierwasser-Gemisch, sowieso alles ver­leidet und schluss­end­lich noch von halb­trun­kenen Gläser auf­ge­drängt bekomme, die ich unbe­dingt kosten müsse ;-)
    So geht’s ver­mut­lich vielen “Profis”.
    Danke für diesen inter­es­santen Artikel jeden­falls.
    LG Knalli

  12. am 25. März 2011 um 18:18 12.Lizzy schrieb …

    Armin,
    sono asso­lu­t­amente d’accordo sui punti 1 e 2. Pensa che ogni giorno, in Italia, si ten­gono almeno 30 eventi eno­gas­tro­no­mici. Le occa­sioni non man­cano, ma noi gior­na­listi siamo costretti a fare i conti con: il pochis­simo tempo che abbiamo, i costi da sos­tenere per par­te­ci­pare ad un evento, l’importanza dello stesso, ecce­tera. A questo pro­po­sito, ti rimando a un mio inter­vento (http://www.slideshare.net/nadlaus/i-10-miti-della-comunicazione-del-vino-comizio-agrario-casal-monferrato-201007).

    3) Troppa cul­tura? Troppa com­u­ni­ca­zione? Non lo so, non capisco. Quando chiedo ai pro­dut­tori cosa c’è che non va nel mondo del vino ita­liano, tra le molte cose dicono tutti: “la com­u­ni­ca­zione. Non se ne fa abbas­tanza”. Insomma, met­te­tevi d’accordo!

    4) Anche su questo sono d’accordo. Le solu­zioni più comode (l’agente che viene a port­armi il vino e me lo rac­conta) sono sempre le più get­to­nate. Molto però dipende anche dalla pas­sione della sin­gola per­sona: se ama il vino, va sempre alla ricerca di nuovi pro­dotti e nuovi pro­dut­tori.
    Argo­mento inter­es­sante, com­unque. Da approfondire.

  13. am 25. März 2011 um 19:18 13.armin kobler schrieb …

    @harald:
    auf den punkt gebracht.
    die tat­sache, auf man­chen märkten total “unin­ter­es­sant” zu sein, spüre ich immer wieder. zum glück gibt es auch andere.

    @ helmut:
    nachdem ich ja mehr der ent­wick­lung von früher zu jetzt beob­achte, war meine frage war nicht so sehr gemeint, ob es (zu) viel events gibt son­dern ob es mehr geworden sind.
    wenn es nicht ideal ist dort zu kosten, wo holst du dir dann aber alter­nativ den über­blick, auch über neues?

    bis hierher schließe ich, dass es in jedem fall ein über­an­gebot an prä­sen­ta­tionen herrscht, was, wenn man wei­ter­denkt, bedeutet, dass es auch gegen­über dem inter­esse ein über­an­gebot an wein­pro­du­zenten bzw. wein gibt.

    @lizzy:
    sicur­a­mente di eventi ce ne sono tanti, ma secondo te il numero di mani­fes­ta­zioni ris­petto agli anni d’oro è aumen­tato real­mente o si ha solo l’impressione in quanto si è un po’ stufi di questa for­mula?
    deduco cmq finora dalla dis­cus­sione che troppe mani­fes­ta­zioni vuol dire anche troppi pro­dut­tori e/o vino in cerca di con­sumo ris­petto all’interesse.

  14. am 26. März 2011 um 15:22 14.Andrea schrieb …

    Argo­mento molto inter­es­sante e che con­di­vido da ope­ra­tore.
    Armin ti chiedo gen­til­mente se riesci a fare anche un breve riass­unto di quanto hanno detto gli altri com­men­ta­tori in lingua tedesca (come sai un poco lo capisco, ma quando si entra in dis­cus­sioni tec­niche e inter­es­santi meglio essere pre­cisi nel comprendere).

    faccio girare ai miei col­leghi vina­rius questo tuo argo­mento chissà che qual­cuno faccia i suoi commenti.

    per quanto riguarda me, io trovo che la for­mula sia div­en­tata obso­leta, ma non saprei indi­carti qual­coas di inno­va­tivo„ qual­cosa che attiri l’attenzione in questo momento è dif­fi­cile da tro­vare.
    Pre­vale com­unque una bella fetta di scarsa volontà di andare alla ricerca dei prodotti\produttori e di affi­darsi agli agenti che ti portano a casa le loro azi­ende (anche se a volte ci sono agenti poco pro­fes­sio­nali..). tutto bello ser­vito in pol­trona.. le comodità!!

    Andrea

  15. am 26. März 2011 um 16:57 15.Lizzy schrieb …

    @Armin: sicur­a­mente è aumen­tato il numero di queste mani­fes­ta­zioni. E pro­ba­bil­mente sí, il pubblico inizia a stan­carsi non di esse, ma di come sono impostate. Sono molti i fat­tori che possono con­tri­buire alla riuscita di un evento del vino — il periodo, la loca­tion, il tempo mete­reo­lo­gico — ma oggi, uno mi pare par­ti­co­lar­mente cru­ciale: il focus.
    Di fiere gene­ra­liste ci bas­tano Vini­taly e Merano, le altre devono spe­cia­liz­zarsi, devono offrire qual­cosa per la quale valga la pena muo­versi dav­vero. Tu dici di aver notato che già in mani­fes­ta­zioni come le Gior­nate del Pinot Nero o del Ries­ling l’afflusso di visi­ta­tori non è più esaltante come agli inizi: io credo che quelli siano casi par­ti­co­lari, nei quali altri fat­tori possono gio­care a sfa­vore (il periodo dell’anno? le con­di­zioni ambi­en­tali? L’anno scorso ci è stato let­te­ral­mente impos­si­bile fare una degus­ta­zione a Bol­zano a fine agosto, c’erano 30 gradi nel cas­tello che ospi­tava l’evento!). Insomma, come diciamo noi gior­na­listi: dateci la notizia. Il Ries­ling è Ries­ling tutto l’anno, spie­gami perchè dovrei venire ad assag­gi­arlo pro­prio in quei giorni.

  16. am 27. März 2011 um 09:58 16.Primo Oratore schrieb …

    La for­mula effet­ti­va­mente è stanca come gius­ta­mente che dici tu. Come con­su­ma­tore direi queste cose:
    1. mes­co­lare appas­sio­nati e ope­ra­tori è per­dente: salvo qualche caso lun­gimi­rante i pro­dut­tori sem­brano più infas­ti­diti dagli appas­sio­nati con­side­r­an­doli al mas­simo degli ubria­coni … e qualche volta è anche vero. Pro­ba­bil­mente il ten­ta­tivo di sce­gliere giorni della set­ti­mana poco adatti ai sem­p­lici con­su­ma­tori (es. il lunedì) può solo fare bene: almeno ci va solo chi è moti­vato.
    2. spesso non è orga­niz­zato un ser­vizio di trasporto pubblico, o è poco pubbli­ciz­zato: gui­dare con un po’ di vino in corpo è peri­co­loso e spesso, anche sui siti delle mani­fes­ta­zioni, non sono indi­cati i mezzi alter­na­tivi e non troppo cari con i quali recarsi sul posto: ad esempio, se volessi andare alla mani­fes­ta­zione del Pinot Nero come faccio a non risch­iare la patente? Sul sito per esempio non c’è nes­suna indi­ca­zione, salvo il numero di tele­fono del taxi: ma quanto costa? E da dove lo prendo? C’è un col­le­ga­mento con la sta­zione del treno? mah.
    3. Alla fine si asso­migliano tutte, non c’è quasi mai una novità.
    4. Una pic­cola idea: pren­diamo sempre l’esempio della mostra del Pinot Nero: visto che assag­gi­arli tutti non si può, perchè non si pro­pone un cri­terio di scelta? Penso a creare un qualche tipo di per­corso logico che accon­tenti tutti, sia i degus­ta­tori sia i pro­dut­tori, sarebbe così dif­fi­cile? Costruire dei per­corsi in cui sono indi­cati tutti i vini dello stesso vitigno e dello stesso mil­le­simo pre­senti con­tem­pora­nea­mente: così posso fare una sorta di degus­ta­zione oriz­zon­tale; oppure indi­care i vini appar­ten­enti ad una stessa pic­cola zona. Invece si trova tutto un po’ alla rin­fusa e solo gli esperti ci si rac­capez­zano. Non credo sia dif­fi­cile. Altri­menti si va a caso e dopo un po’ ci si stufa.

    Ciao, PO

  17. am 27. März 2011 um 23:15 17.armin schrieb …

    @ andrea:
    grazie per aver dif­fuso il post.
    rias­sumo molto som­ma­ri­a­mente (dal pro­wein) gli inter­venti di lingua tedesca che poi sono in gran parte sov­ra­po­ni­bili a quegli ita­liani:
    troppe mani­fes­ta­zioni in gran parte anche con vini poco inter­es­santi in cir­costanze poco adatte.
    serve troppo tempo per tro­vare buone cose nuove ed ai gior­na­listi non viene pagato tutto questo.
    alle mani­fes­ta­zioni inter­es­santi c’è troppo pubblico (nor­male) che impe­disce ai pro­fes­sio­nisti di lavorare.
    molti ris­to­ra­tori ed eno­te­cari sono stufi di questo e si avval­gono perciò sempre più spesso di dis­tri­bu­tori.
    i pro­dut­tori sono con­s­a­po­levi di questa evo­lu­zione ed non spe­rano più di fare nuovi comtatti in quelle occa­sioni ma le uti­liz­zano piut­tosto per curare quelle già esistenti.

  18. am 27. März 2011 um 23:22 18.armin schrieb …

    @po
    bene sen­tire anche questo punto di vista.
    si vede che c’è ne è da fare, anche nei det­tagli.
    ma rime­di­ando quello che hai elen­cato, le cose miglior­eranno in modo signi­fi­ca­tivo?
    o la stan­chezza permarà?

  19. am 29. März 2011 um 13:49 19.Daniel schrieb …

    Dann steuer ich mal eine Nord-Gegenmeinung bei ;-))

    Es kann schon sein, dasss es ein Über­an­gebot gibt (so liest sich das bei den Vor­schrei­bern ja deut­lich), aber: sehr viele scheinen auch recht weit im Süden behei­matet zu sein.
    Und selbst wenn es in bei­spiels­weise Ham­burg (quasi als Mit­tel­punkt für Nord­deutsch­land) viele Ver­an­stal­tungen geben würde, heisst dies noch nicht, dass wir als Händler auch wirk­lich immer etwas davon mitbekommen.

    Wenn ich mich hier mit Händ­lern aus­tau­sche, sind wir zumin­dest immer wieder über­rascht, dass der eine von der, der andere von der nächsten Ver­an­stal­tung weiss… Hier ist sicher­lich noch Potenzial ;-))

    Oder um es ganz deut­lich zu sagen: Ich habe nicht das Gefühl, ich wüsste von jeder Ver­an­stal­tung hier im Norden.

    Abr wie lässt sich das ändern?

    Grüße

    Daniel

  20. am 29. März 2011 um 23:37 20.armin schrieb …

    @daniel:
    end­lich mal ein nord­licht in meinem blog! ;-)
    ver­stehe ich richtig, dass es bei euch kein (zumin­dest gefühltes) über­an­gebot gibt?
    was das wissen über ver­an­stal­tungen. betrifft, müsste ein zen­tral ver­wal­teter kalender ins aug gefassst werden, danke für die anregung.

  21. am 30. März 2011 um 08:30 21.Daniel schrieb …

    @armin
    keine Ahnung, ob es ein Über­an­gebot gibt, denn wie geschrieben — ich bin mir sicher (obwohl als Händler, der knapp 90 % direkt impor­tiert), dass mich eine ganze Anzahl an Ver­an­stal­tungen ver­passen (oder ich sie ;-)))

    und hier bei uns kann ich eben nicht jedes zweite Wochen­ende mal ins Wein­an­bau­ge­biet fahren, die Winzer Jung­wein­prä­sen­ta­tion besuchen …

    wenn irgendwer einen Tipp hat zu einem zen­tral ver­wal­teten kalender — ich bin mir ziem­lich sicher, dass da deut­li­ches Inter­esse besteht!!!!

  22. am 3. April 2011 um 16:04 22.Andreas Gottlieb Hempel schrieb …

    Lieber Armin, die Ana­lysen gegem die übli­chen Wein­ver­kos­tungen sind durchweg richtig. Übrig bleibt die Kon­takt­pflege und wenig Wei­n­er­lebnis.
    Dagegen: Vier Mal im Jahr bin ich drei Tage zu einer Wein­be­wer­tung einer vier­tel­jähr­lich erschei­nenden Wein­zeit­schrift in Deutsch­land. Die Skala der the­ma­tisch ange­for­derten Weine ist sehr breit gefä­chert, pro Tag werden ca. 120 Weine in Gruppen zu sechst nach dem Parker System bewertet. Alles in großer Ruhe und Kon­zen­tra­tion. Es bleiben viele Ein­drücke, die ich dann aus­baue in dem ich mir von Wein­gü­tern, die mir beson­ders auf­ge­fallen sind, anschlie­ßend Pro­be­sor­ti­ments bestelle und zu Hause in aller Ruhe ver­koste. Für mich die ein­zige Form, Weine richtig ken­nen­zu­lernen. Natür­lich benö­tige ich dazu die Daten der jewei­ligen Weine und es ergeben sich anschlie­ßend Nach­fragen bei den Win­zern.
    Wein­messen sind für mich ein Horror wegen des Gedrän­gels, der Neben­ge­rüche, der ver­klebten Gläser und der Ver­zweif­lung, die einen über­fällt, weil man den Weinen in dieser Form nicht gerecht wird, die Arbeit der Winzer durch die not­wen­dige Schnel­lig­keit ent­wertet und zu zahl­rei­chen Fehl­ur­teilen kommt, die man bei man­chen Weinen erst am gedeckten Tisch mit dem pas­senden Essen revi­dieren kann.
    Die nach­hal­tigsten Ein­drücke ver­schaffe ich mir bei Besu­chen im Weingut, dem Spa­zier­gang durch den Wein­berg, die Per­sön­lich­keit des Win­zers und auch der Archi­tektur in dem die Weine ange­boten werden –kein Wunder, dass viele neue guten Bauten ent­standen sind (s.a. mein Buch “Archi­tektur & Wein, Callwey Verlag Mün­chen, 2010.
    Wein braucht eben Zeit.
    Mit herz­li­chen Grüßen
    Andreas Gott­lieb Hempel

  23. am 4. April 2011 um 15:03 23.Wolfgang schrieb …

    Liebe Wein­ge­meinde,
    im Großen und ganzen geht es mir ähnlich wie A.G. Hempel im Vor­bei­trag. Mes­se­hallen, stän­diges Grund­ge­töse, sche­ma­ti­sches Abhaken von Win­zer­ständen und die immer glei­chen Leiern (Hand­lese blabla Baton­nage blabla 12 Monate Bar­rique blabla) emp­finde ich als mühsam und erschla­gend, so dass ich mich immer auf das erste Bier am Abend freue. Messen sind aber für mich not­wendig und als Kon­takt­pflege prak­tisch, weil halt doch alle an einem Fleck ver­sam­melt sind. Haben wir was inter­es­santes Neues gefunden, so ver­su­chen wir den gewon­nenen ersten Ein­druck zuhause zu bestä­tigen, indem wir mit einer Hand­voll Kol­legen in aller Ruhe zu Hause erneut ver­kosten. Danach fällt die Kauf­ent­schei­dung. Oft auch bei einem spä­teren Besuch auf dem Weingut.
    Dann möchte ich bemerken, dass die Wir­kung von Wein­ver­an­stal­tungen nicht immer unmit­telbar messbar ist. Armin — z.B. Deine Weine, die ich vor zwei Jahren mit einem Kol­legen in Verona ver­kostet habe, geis­tern immer noch gerne in meinem Kopf herum, wenn ich an eine Sor­ti­ments­aus­wei­tung denke, aber das schaffe ich durch meine Rand­lage leider noch nicht. Sicher bin ich da nicht der Ein­zige.
    Bleib an den Messe-Erstkontakten dran, indem Du Dich ab und zu so geist­voll in Erin­ne­rung bringst, wie mit Deinen lesens­werten News­let­tern. Damit stichst Du schon aus der uni­formen Masse der anderen Aus­steller heraus.
    Viele Grüße aus Titt­mo­ning
    Wolfgang

  24. am 9. Mai 2011 um 20:17 24.Gabriele Succi schrieb …

    Ciao Armin,
    come ho scritto sul sito di Ste­fano Berti, i pro­blemi sono essen­zi­al­mente 2:
    A — l’interesse della gente è senza dubbio calato; come dicevi tu, tempo addietro, sia i ris­to­ra­tori che i con­su­ma­tori pri­vati erano effet­ti­va­mente più inter­es­sati. Oggi i ris­to­ra­tori hanno gli agenti che li mar­cano come Claudio Gen­tile fece con Mara­dona ai mon­diali del 1982…quindi che inter­esse hanno?
    B — le mani­fes­ta­zioni sono dav­vero troppe e di con­se­guenza il con­su­ma­tore pri­vato è un po’ dis­ori­en­tato e non sa mai dove andare e se merita andare o no a questa o quella manifestazione.

    Sei d’accordo?

    Hallo Armin,
    wie ich auf der Seite von Ste­fano Berti geschrieben habe, gibt es im Grunde 2 Pro­bleme:
    A — das Inter­esse der Leute ist in zwei­fels­ohne gesunken; wie du sag­test, vor einiger Zeit waren Gas­tro­nomen und Pri­vate inter­es­sierter. Heute werden sie von den Ver­tre­tern gedeckt wie es Claudio Gen­tile mit Mara­dona anläss­lich der Welt­meis­ter­schaft 1982 gemacht hat… also wel­ches Inter­esse sollten sie haben?
    B — es gibt wirk­lich zu viele Ver­an­stal­tungen und des­halb ist der pri­vate Kon­su­ment ein wenig ori­en­tie­rungslos und weiß nie, wo hin­gehen und ob es sich aus­zahlt oder nicht, diese oder jene Ver­an­stal­tung zu besuchen.

    Bist du einverstanden?

  25. am 26. Juni 2011 um 22:46 25.armin kobler schrieb …

    Ein kurzes Resumé zur Bozner Wein­kost, heuer inte­griert im erst­mals orga­ni­sierten Genuss­fes­tival: Meiner Beob­ach­tung nach, und jeder der von mir ange­spro­chenen Aus­steller hat es bestä­tigt, hat diese “embedded”-Form keine Stei­ge­rung der Besu­cher­zahlen oder ein zusätz­li­ches Inter­esse bewirkt. Aber viel­leicht ist ein Kon­stan­t­halten des gefühlten Andranges heut­zu­tage auch schon als Erfolg zu bewerten. Zudem kann umge­kehrt die Bozner Wein­kost das Genuss­fes­tival qua­li­tativ auf­ge­wertet haben, das wäre auch schon was.
    Die beiden ersten Stunden, welche den Profis vor­be­halten waren, wurden von diesen nicht bis kaum genützt, die aus­stel­lenden Betriebe fanden hin­gegen leicht die Zeit, gegen­seitig die aktu­elle Pro­duk­tion zu begut­achten.
    Gut bis sehr gut sind hin­gegen bei den Profis die Sor­ten­kosten im Schlosshof angekommen.

    Un breve reso­conto della Mostra dei Vini di Bol­zano, quest’anno inse­rita nel primo Fes­tival del Gusto Alto Adige: Secondo me e di tutti gli espo­si­tori che ho par­lato questa forma “embedded” non ha con­tri­buito ad aumen­tare l’interesse nei con­fronti della mani­fes­ta­zione o di incu­rio­sire nuove fasce di inter­es­sati. Ma forse non dimi­nuire il numero dei visi­ta­tori oggi­giorno è già un suc­cesso, chissà. D’altra parte la Mostra dei Vini può aver valo­riz­zato qua­li­ta­ti­va­mente il Fes­tival del Gusto, anche ciò non sarebbe male.
    Le prime due ore, riser­vate agli ope­ra­tori del set­tore, non sono state utliz­zate da questi. In com­penso i pro­dut­tori ave­vano tutto il tempo neces­sario a dis­po­si­zione per degustare i vini a vicenda. Da bene a molto bene hanno giudi­cato i pro­fes­sio­nisti le degus­ta­zioni libere nel cor­tile interno del castello.

  26. am 27. Juni 2011 um 00:57 26.armin kobler schrieb …

    Meine Schluss­fol­ge­rungen, welche teil­weise eure Mei­nungen, Anre­gungen, aber auch auch einiges an meinen Über­le­gungen zusammenführt:

    Als radi­kalste und wich­tigste Ent­schei­dung braucht es eine extrem deut­liche Tren­nung zwi­schen den Ver­an­stal­tungen für die inter­es­sierten Laien und jenen der Profis. Und mit letz­teren meine ich jene, die vom Wein in irgend­einer Form leben, und nicht über­dur­schnitt­lich Inter­es­sierte oder die Bekannten von diesem Pro­du­zenten oder jenem Gas­tro­nomen usw., hier muss Klar­heit herrschen.

    Le mie con­clu­sioni che riunis­cono un po’ le vostre opi­nioni, i vostri sug­ge­ri­menti ma natu­ral­mente anche i miei ragionamenti:

    Come deci­sione più import­ante c’è la neces­sità di una divi­sione netta delle mani­fes­ta­zioni per i pro­fani inter­es­sati ed i pro­fes­sio­nisti. Per quest’ultimi intendo per­sone che vivono del vino nelle sue diverse forme, non appa­sio­nati di vino od amici di quel pro­dut­tore o di quel ris­to­ra­tore, quì ci vuole chi­a­rezza e rigore.

    Diese Profi-Veranstaltung sollte einmal im Jahr alle oder mög­lichst viele Süd­ti­roler Pro­du­zenten zusam­men­bringen, damit der Experte sich jähr­lich ein voll­stän­diges, ein­kaufs­ori­en­tiertes Bild von Süd­tirol machen kann. Dass sich alle anderen Ver­an­stal­tungen im Land ter­min­mäßig und för­de­rungs­mäßig dieser unter­zu­ordnen haben, ist selbst­re­dend. Als Form bieten sich die selbs­stän­digen Sorten– oder die geführte The­men­kosten an, die Ein­käu­fern inter­es­siert ver­ständ­li­cher­weise nicht oder nur ein erstes Mal das Ken­nen­lernen des Pro­du­zenten. Das haben mir auch am Rande der Bozner Wein­kost viele Gas­tro­nomen bestä­tigt. Er will auf einem Platz kon­zen­triert kosten, bewerten und vergleichen.

    Questa mani­fes­ta­zione pro­fes­sio­nale si dov­rebbe svol­gere una volta all’anno e dov­rebbe rac­co­gliere la tota­lità o il numero mag­giore pos­si­bile di can­tine in modo che l’acquirente si possa fare un quadro annuale com­pleto della pro­du­zione sud­ti­ro­lese attu­al­mente in com­mercio. Natu­ral­mente le altre mani­fes­ta­zioni in ambito pro­vin­ciale si dov­ranno sot­to­met­tere a questa in ter­mini di date, orga­niz­za­zione e sostegno eco­no­mico.
    Come forma penso che sia ideale la degus­ta­zione libera secondo varietà o tema­tica con­dotta. All’acquirente non inter­essa, o forse solo una prima volta, conos­cere il pro­dut­tore, questo mi è stato con­fer­mato da diversi ris­to­ra­tori. Lui vuole degustare, con­fron­tare e valutare in modo con­cen­trato senza dover cor­rere dall’uno all’altro.

    Was hin­gegen die mehr oder weniger gebil­deten Laien, die mehr oder weniger inter­es­sierten Kon­su­menten angeht, sollte es wei­terhin Publikums-Veranstaltungen in allen Lan­des­teilen, ver­streut über das ganze Jahr, geben. Die pro­gramm­mäßig All­ge­gen­wart des Themas Wein hilft mit, das Image des Wein­landes Süd­tirol zu fes­tigen. In diesem Rahmen haben Tisch­ver­kos­tungen mit den Pro­du­zenten auch noch durchaus Sinn, kann doch somit bei Bedarf einiges an Wissen, wich­tige Infor­ma­tionen wei­ter­ge­geben werden. Bei den Ama­teuren ist die Lern­kurve eben noch steil. Natür­lich sollten man es dabei nicht bewenden lassen, gerade für das Erproben innov­tiver Formen der Prä­sen­ta­tion sollten solche Ver­an­stal­tungen genutzt werden.

    Agli appas­sio­nati invece più o meno pre­pa­rati, per i con­su­ma­tori più o meno inter­es­sati (#mario?) si dov­rebbe invece con­ti­nuare a pro­porre mani­fes­ta­zioni pubb­liche dis­tri­buite in ogni parte della pro­vincia e nell’arco di tutto l’anno. Ciò con­tri­buirà a raf­for­zare l’immagine del Sud­ti­rolo come terra di vino.
    In queste cor­nici le degus­ta­zioni in pre­senza dei pro­dut­tori hanno ancora ragione di essere, in quanto possono tras­met­tere conos­cenze ed infor­ma­zioni utili. Gli appas­sio­nati ne possono ancora appro­fit­tare in modo signi­fi­ca­tivo.
    Natu­ral­mente non bisogna limitarsi in queste degus­ta­zioni a questa forma, tec­niche inno­va­tive di pre­sen­ta­zione si pot­reb­bero spe­ri­men­tare soprat­tutto in questi luoghi ed occasioni.

    Ich denke, dass die strikte Tren­nung der Ziel­gruppen die Mög­lich­keit gibt, diese spe­zi­fi­scher und damit effi­zi­enter anzu­spre­chen. Auch weiß man dann als Aus­steller, was oder wer einen erwartet, so dass man sich auch auf die mög­li­chen Ergeb­nisse einer Teil­nahme ein­stellen kann.

    Io sono dell’opinione che questa divi­sione netta tra i target ci dia la pos­si­bi­lità di acco­gliere gli ospiti in modo più mirato aumen­tando l’efficienza degli incontri. Da espo­si­tore invece so cosa rap­p­re­senta ver­a­mente la sin­golo mani­fes­ta­zione e mi posso rego­lare circa le aspettative.

  27. am 17. August 2011 um 19:16 27.MartinB schrieb …

    Ich gehe fast nur mehr auf Sor­ten­ver­kos­tungen, wo ich die Weine in Ruhe ver­glei­chen kann.

    Io vado quasi sola­mente a degus­ta­zioni varietali, dove posso con­fron­tare i vini con calma.

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