Erste Betrachtungen — Prime considerazioni

Geschrieben von am 22. Februar 2014 | Abgelegt unter Weinkost - Degustazione


IF

Betriebs­blind­heit ist genauso gefähr­lich wie das zu späte Rea­gieren auf even­tu­elle Fehl­ent­wick­lungen. Um dem wir­kungs­voll ent­ge­gen­zu­wirken gibt es nichts Bes­seres, als früh genug unter guten Kol­legen die Jung­weine zu kosten. Und dabei ganz offen die posi­tiven Eigan­schaften der ver­kos­teten Proben zu nennen, aber auch klar auf mög­liche Mängel und Fehler hin­zu­weisen. Ohne Kritik ent­wi­ckelt man sich nicht weiter!

Non guar­dare oltre la pro­pria pro­du­zione è altret­tanto peri­co­loso come  rea­gire troppo tardi a pos­si­bili rischi di deriva. Per questo non c’è rimedio migliore che degustare in tempo con buoni col­leghi pro­dut­tori i vini novelli. Descri­vere aper­t­a­mente le carat­te­ristiche posi­tive dei cam­pioni senza omet­tere pos­si­bili dif­fetti ed even­tuali evo­lu­zioni non volute. Senza cri­tica non si evolve!

Unsere Jung­wein­kost, welche inzwi­schen am  meisten Tra­di­tion hat, ist jene, zu wel­cher wir uns im Winter mit Jose­phus und Bar­bara Mayr vom Erbhof Unter­ganzner, Bern­hard und Doris Pichler vom Mes­nerhof sowie Andreas und Judith Berger vom Thurnhof treffen. Dreißig Weine kosten wir so im Schnitt an diesem Abend, wobei jeder einen räp­re­sen­ta­tiver Quer­schnitt der jewei­ligen Keller mit­bringt. So kann auch erst­mals der Jahr­gang etwas umfas­sender beur­teilt werden.

La degus­ta­zione dei vini nuovi alla quale par­te­ci­piamo da più tempo è quella che da orga­niz­ziamo ogni inverno con gli amici pro­dut­tori Jose­phus e Bar­bara Mayr dell’Erbhof Unter­ganzner, Bern­hard e Doris Pichler del Mes­nerhof ed Andreas e Judith Berger del Thurnhof. Nor­mal­mente assag­giamo una tren­tina di vini ed ognuno porta cam­pioni rap­p­re­sen­ta­tivi della sua pro­du­zione. In questo modo si possono anche fare prime con­side­ra­zioni sull’annata. 

IF

Richtig über­rascht wurden wir vom heu­rigen Jahr­gang nicht. Gemäß den Erwar­tungen werden die Weiß­weine sehr frisch schme­cken, beson­ders wenn man sie mit denen der vorigen Jahre ver­gleicht. Die auch ertrags­be­dingt höherne Säu­re­werte lassen die Weine schlanker erscheinen, wobei ich gespannt bin, ob nicht wieder der Ruf nach der letz­lich viel­ge­schol­tenen Fülle wieder lauter wird. Viel­ver­spre­chend sind auch die Ver­natschweine, für denen bekann­ter­weise die zu heißen Jahre in den klas­si­schen Lagen manchmal pro­ble­ma­tisch werden. Für die schweren Rot­weine ist der Zeit­punkt zur Ein­stu­fung noch etwas früh, man hofft aber, dass die höhere Fein­heit und aus­ge­präg­tere Ele­ganz die wit­te­rungs­be­dingt gerin­gere Fülle kom­pen­sieren können. Und noch etwas ist auf­ge­fallen: die Anzahl der zur Reduk­tion nei­genden Proben war erst­mals wieder höher als letzt­lich gewohnt. So wie Wit­te­rungs­ver­lauf 2013 jenen meiner Jugend glich, so taten es auch die Kellerprobleme.

Non sono stato sor­preso molto dall’annata. In linea con le aspetta­tive i vini bin­achi saranno molto fre­schi, sio­prat­tutto se si con­frontano con le annate pre­ce­denti. I valori aci­dici più alti fanno apparire i vini più slan­ciati e deli­cati. Sono curioso se alla fine non viene richiesto di nuovo quella pie­nezza in bocca che ulti­ma­mente ci è stata rim­pro­verata. Molto pro­met­tenti sono i vini Schiava per i quali le annate troppo calde non erano pro­prio ideali, soprat­tutto nelle zone clas­siche. Per i vitigni rossi cor­posi è ancora presto per un giudizio sull’annata. Però si spera che la mag­gior finezza ed ele­ganza possano com­pensare la minore cor­po­sità data dall’andamento dif­fi­ci­lis­simo dell’annata in fase di ven­demmia. Anche di un’altra cosa mi sono accorto: il numero dei vini ten­denti alla ridu­zione è dopo tanti anni di nuovo aumen­tato: così come l’andamento meteo­ro­lo­gico del 2013 mi ha ricor­dato la mia gio­ventù, così il numero di vini non ancora abbas­tanza puliti era simile a quello di quell’epoca.

2 Kommentare zu “Erste Betrachtungen — Prime considerazioni”

  1. am 26. Februar 2014 um 10:08 1.Nic Marsél schrieb …

    Com­pli­menti per lo spi­rito di col­la­bo­ra­zione. Ricordo un’intervista nella quale Teo­baldo Cap­pel­lano diceva che “in Langa il nemico è il mio vicino”. Non so se le cose siano cam­biate poi molto oggi.

    Kom­pli­mente für den Geist der Zusam­men­ar­beit. Ich erin­nere mich an ein Inter­view, in dem Teo­baldo Cap­pel­lano gesagt hat, “in der Langa ist mein Nachbar der Feind”. Ich weiß nicht, ob sich bis heute die Dinge so sehr geän­dert haben.

  2. am 26. Februar 2014 um 14:36 2.armin kobler schrieb …

    Alla fine ci gua­d­ag­namo tutti. Se la repu­ta­zione del ter­ri­torio aumenta questo farà bene a tutti. Per for­tuna non abbiamo neanche pro­blemi a man­darci a vicenda i clienti.

    Schluss­end­lich gewinnen wir alle. Wenn der Ruf eines Gebietes steigt, tut das allen gut. Zum Glück haben wir auch keine Pro­bleme, uns gegen­seitig Kunden zu schicken.

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