Erzherzog Johann und der Weinbau in Südtirol (1) — L’arciduca Giovanni e la viticoltura nel Sudtirolo (1)

Geschrieben von am 27. Mai 2014 | Abgelegt unter Weingeschichte - Storia viticola

Wie schon vor ei­ni­ger Zeit an­ge­kün­digt, ist es mir ein An­lie­gen, das se­gens­rei­che Wir­ken von Erz­her­zog Jo­hann, spe­zi­ell was den Wein­bau im jet­zi­gen Süd­ti­rol an­geht, auch der di­gi­ta­len Ge­mein­de na­he­zu­brin­gen. Grund­la­ge da­für ist ei­ne Ar­beit, wel­che der lang­jäh­ri­ge Amts­di­rek­tor für Ob­st- und Wein­bau Hel­mu­th Scar­tez­zi­ni 2006 in der Zeit­schrift „Süd­ti­rol in Wort und Bild“ (50, 3, S. 35-42) pu­bli­ziert hat. Ich dan­ke ihm und der Re­dak­ti­on für die freund­li­che Über­las­sung des Tex­tes und der Bil­der. Die Ori­gi­nal­spra­che des Tex­tes ist deut­sch und wur­de un­ver­än­dert über­nom­men, die ita­lie­ni­sche Über­set­zung stammt hin­ge­gen von mir.

Co­me ave­vo già an­nun­cia­to tem­po fa, è un mio in­ten­to ren­de­re ac­ces­si­bi­le l’operato be­ne­fi­co dell‘ar­ci­du­ca Gio­van­ni cir­ca lo svi­lup­po del­la viti­col­tu­ra sud­ti­ro­le­se an­che al­la co­mu­ni­tà di­gi­ta­le. La ba­se per ciò è un la­voro che Hel­mu­th Scar­tez­zi­ni, per mol­ti an­ni di­ret­to­re dell’ufficio pro­vin­cia­le per la frut­ti- e viti­col­tu­ra, ha pubb­li­ca­to nel 2006 nella ri­vis­ta „Süd­ti­rol in Wort und Bild“ (50, 3, p. 35-42). Rin­gra­zio lui e la re­da­zio­ne per la gen­ti­le ces­sio­ne del testo e del­le im­ma­gi­ni. La lin­gua ori­gi­na­le del la­voro è tedes­co ed è sta­to ri­por­ta­to in­va­ri­a­to. La tra­du­zio­ne ita­li­a­na è in­ve­ce mia.

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In der hei­mi­schen Wein­bau­ge­schich­te gab es na­tur­ge­mäß nicht im­mer nur Zei­ten, über die in Lob und Er­ha­ben­heit be­rich­tet wur­de. So dürf­te auch in der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts ein Zu­stand vor­ge­le­gen sein, der Kräf­te auf den Plan rief und ei­ne neue Aus­rich­tung ein­lei­te­te.
Die bis­he­ri­gen ver­öf­fent­lich­ten Wein­schrif­ten ver­mer­ken da­zu, dass auf An­re­gung des Erz­her­zogs Jo­hann, 1782-1859, neue Reb­sor­ten durch Wein­guts­be­sit­zer aus­ge­pflanzt wor­den sind. Die nach­fol­gen­de Ab­hand­lung zeigt an Hand ge­fun­de­ner Auf­zeich­nun­gen die Zu­sam­men­hän­ge über das Wir­ken des Erz­her­zogs für den Süd­ti­ro­ler Wein­bau, auf.

 

Aus­gangs­si­tua­ti­on im 19. Jahr­hun­dert

In ei­nem Wo­chen­blatt des Jah­res 1841 der „K. K. Land­wirt­schafts­ge­sell­schaft von Ti­rol und Vor­arl­berg“ er­ge­hen ver­schie­de­ne Rat­schlä­ge nach­fol­gend auf die Kla­gen der Wein­guts­be­sit­zer des Etsch­ta­les. Der da­ma­li­ge kar­ge Er­lös war be­dingt durch Ab­satz­man­gel, nie­dere Prei­se und stei­gen­de Pro­duk­ti­ons­kos­ten. Der Au­tor Me­gu­s­cher sieht die Ur­sa­chen we­ni­ger im Zoll der Ab­satz­ge­bie­te in Deutsch­land, no­ch im Bier­kon­sum, we­der in der frei­en Ein­fuhr ita­lie­ni­scher Wei­ne, son­dern in der Art der Reb­kul­tur und der Wein­be­rei­tung. Die Nach­kriegs­jah­re un­ter fran­zö­si­scher, bay­ri­scher und ita­lie­ni­scher Fremd­herr­schaft bis 1814 brach­ten dem Wein­bau ho­he Ge­win­ne. Des­halb er­folg­te ei­ne Aus­wei­tung der Reb­flä­chen in der Tal­soh­le, wo­bei die Pro­duk­ti­ons­men­ge auf Kos­ten der Gü­te ging. Rund drei­ßig Jah­re die­ser Ent­wick­lung, wo­bei „ge­rin­ge Trau­ben­sor­ten“ ein­ge­pflanzt wur­den, er­ga­ben ei­ne Über­pro­duk­ti­on. Me­gu­s­cher be­män­gelt auch die Art der Wein­be­rei­tung, die si­ch von den tra­di­tio­nel­len Fes­seln lö­sen und auf wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen be­ge­ben soll­te. Ver­mut­li­ch wur­de die rück­stän­di­ge Art der Weiß­wein­be­rei­tung an­ge­spro­chen. Das ge­stör­te Markt­gleich­ge­wicht soll­te durch Auf­las­sen der Reb­pflan­zun­gen in den Nie­de­run­gen als auch auf „pflug­ba­rem“ Bo­den ent­geg­net wer­den. Die zum „Feld­bau ge­eig­ne­ten Grün­de“ soll­ten ei­ner an­de­ren ein­träg­li­chen Kul­tur­art, wie bei­spiels­wei­se der Sei­den- oder Obst­baum­zucht ge­wid­met wer­den. Die Mit­tei­lung ei­nes Guts­be­sit­zers auf die­se Ar­ti­kel hin run­det die da­ma­li­gen Ver­hält­nis­se ab. Er be­klagt die Über­schwem­mun­gen der Etsch, die den Man­gel an Acker­und Wies­grün­den her­vor­ru­fen. Die Guts­be­sit­zer ver­such­ten zu­meist durch Er­wei­te­rung des Wein­bau­es, ob­wohl dies der ka­pi­tal­in­ten­sivs­te Kul­turzweig war, ih­re Er­lö­se zu ver­bes­sern. Be­son­ders die fort­wäh­ren­de Ab­hän­gig­keit von den Wein­händ­lern steht der Ver­bes­se­rung der Wein­kul­tur im We­ge. Er pran­gert da­bei an, dass die An­lie­fe­rung der ver­schie­dens­ten Trau­ben zu­dem aus den ver­schie­de­nen La­gen „zu Ge­mi­schen von mit­tel­mä­ßi­gen Er­zeug­nis­sen“ ver­ar­bei­tet und ver­trie­ben wird.

bild2Erz­her­zog Jo­hann.
Ar­ci­du­ca Gio­van­ni.

 

Er­s­te Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge für den Wein­bau

Pro­fes­sor En­ne­mo­ser, Se­kre­tär der Land­wirt­schafts­ge­sell­schaft in Inns­bruck, stell­te im Jah­re 1840 in der vor­ste­hend ge­nann­ten Zeit­schrift auch die Fra­ge, ob ein aus­ge­dehn­ter Wein­bau „über­haupt er­sprieß­li­ch sei“? Er führt die kost­spie­li­gen An­la­gen durch das viel be­nö­tig­te Per­gel­holz an.
Das Land sei arm an Ge­trei­de und teu­ren Pro­duk­ten und nur die bes­ten Hang­la­gen sei­en für den Wein­bau ge­eig­net. Auch er kommt zum Schluss, den An­bau ein­zu­schrän­ken und „ed­le“ Trau­ben­sor­ten aus­zu­wäh­len. Die­se neu­en An­la­gen soll­ten als gu­tes Bei­spiel wohl­ha­ben­de Guts­be­sit­zer aus­füh­ren und in meh­re­ren Ge­gen­den Mus­ter­an­la­gen nach „rhei­ni­scher Art“ und Reb­schu­len er­rich­ten. Hier­für sei­en ein bis fünf klein­bee­ri­ge Sor­ten, wie der Ries­ling zu ver­wen­den. Un­ter „rhei­ni­scher Art“ war si­cher­li­ch die Pfahl­kul­tur, al­so ein Pfahl pro Reb­sto­ck, die da­mals üb­li­che Er­zie­hungs­form des Rhein­gau­es, ge­meint.

 

Erz­her­zog Jo­hann und Ti­rol

In die­se Zeit fällt die Grün­dung des Fi­li­al­ver­ei­nes Bo­zen der K. K. Land­wirt­schafts­ge­sell­schaft, der Erz­her­zog Jo­hann als Schirm­herr vor­stand. Am Ta­ge vor der kon­sti­tu­ie­ren­den Ver­samm­lung, 23. Ju­li 1839, be­sucht er die Reb­an­la­gen in Gries bei Bo­zen, ins­be­son­de­re die An­pflan­zun­gen aus­län­di­scher Re­ben im Be­trieb von Ignaz von Gio­va­nel­li. In sei­nem Ta­ge­buch ver­merkt Erz­her­zog Jo­hann . „… sie ha­ben in ih­ren Re­ben ein ge­wal­ti­ges Durch­ein­an­der. Hier wird si­ch viel tun las­sen!“ Wo­her hat­te der Erz­her­zog die­sen fach­li­chen Ein­bli­ck? Da­zu be­darf es ei­nen Bli­ck in die Ge­schich­te zu­rück. Zeit sei­nes Le­bens fühl­te si­ch Jo­hann eng mit dem Land Ti­rol ver­bun­den.
In meh­re­ren Rei­sen zwi­schen 1 800 und 1805 hat­te er das Land ken­nen ge­lernt. Nach­dem er in die so ge­nann­te Al­pen­bund­ver­schwö­rung von 1813 ein­be­zo­gen wur­de, fürch­te­te Kai­ser Franz ei­ne Son­der­stel­lung Ti­rols und so durf­te sein Bru­der Jo­hann bis 1833 Ti­rol vor­sichts­hal­ber nicht be­tre­ten.

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Me­r­a­no­vo, das Mus­ter­gut des Erz­her­zog Jo­hann am west­li­chen Stadt­rand von Marburg/Slowenien.
Me­r­a­no­vo, l’azienda mo­del­lo dell’arciduca Gio­van­ni al mar­gi­ne oc­ci­den­ta­le di Mariboro/Slovenia.

 

Der Erz­her­zog und die Land­wirt­schaft Stei­er­marks

Die ge­schil­der­te Ent­wick­lung in Ti­rol brach­te es mit si­ch, dass si­ch der Erz­her­zog nun dem Land Stei­er­mark mehr zu­wand­te, wo er Jahr­zehn­te se­gens­reich wirk­te.
Nach­fol­gend sol­len da­bei sei­ne Im­pul­se für die Land­wirt­schaft und ins­be­son­de­re sei­ne per­sön­li­chen Leis­tun­gen für den Wein­bau dar­ge­stellt wer­den. Auf sein Be­mü­hen hin ent­stand 1819 die Land­wirt­schafts­ge­sell­schaft, der er als Prä­si­dent bis zum Tod vor­stand. Die „K. K. Land­wirt­schafts­ge­sell­schaft in Stey­er­mark“ war ein frei­er Ver­ein mit dem Ziel, die Land­wirt­schaft zu för­dern. Die Mit­glie­der be­stan­den aus Guts­be­sit­zern‚ Wirt­schafts- und Ver­wal­tungs­be­am­ten, Geist­li­chen, so­wie Bau­ern und Bür­gern. Auf be­son­de­ren Wunsch des Prä­si­den­ten wur­den Fi­lia­len des Ver­eins ein­ge­rich­tet, um gro­ße Ent­fer­nun­gen vom Wohn­ort der Mit­glie­der zum Fi­li­al­stand­ort zu ver­mei­den. Es war die er­klär­te Ab­sicht Jo­hanns, dass auf­ge­klär­te tüch­ti­ge Mit­glie­der durch ih­re vor­bild­li­ch ge­führ­ten Be­trie­be bei­spiel­ge­bend für die Um­ge­bung wir­ken soll­ten. Er selbst leg­te Hand mit an, in­dem er ei­nen Mus­ter­hof‚ Brand­hof 1818, für ober­stei­ri­sche Ver­hält­nis­se — so­mit Vieh­wirt­schaft — an­le­gen ließ. An­fäng­li­ch ging es den Kar­tof­fel­an­bau zu ver­brei­ten, dann um die He­bung der Vieh­zucht. Es folg­te der Ver­suchs­hof in Graz, 1822, wor­in zwei Drit­tel für die Er­rich­tung der Zen­tral­obst­baum­schu­le und ein Drit­tel für Ver­su­che von Ge­trei­de-, Fut­ter- oder Ge­we­be­pflan­zen be­stimmt wa­ren. Auch neue Ma­schi­nen und Werk­zeu­ge wur­den von hier aus ver­brei­tet. In Fol­ge ent­stand die er­s­te Land­wirt­schafts­schu­le der Stei­er­mark.
Erz­her­zog Jo­hann war die trei­ben­de Kraft der Land­wirt­schafts­ge­sell­schaft. Die Fi­lia­len er­fuh­ren von den Ver­su­chen, die Mit­glie­der stell­ten selbst Tast­ver­su­che an, tausch­ten ih­re Er­fah­run­gen aus, Prä­mi­en wur­den ver­teilt, die neu­es­ten Er­kennt­nis­se aus dem Aus­land ver­brei­tet. Zu­sätz­li­ch wur­den qua­li­fi­zier­te Wan­der­leh­rer ein­ge­setzt, die an den Ver­samm­lun­gen re­fe­rier­ten. Die Ge­sell­schaft war auch Emp­fän­ger und Ver­tei­ler der staat­li­chen land­wirt­schaft­li­chen För­de­rung in der Mon­ar­chie, denn der Fonds des Ver­ei­nes wur­de zum Teil aus öf­fent­li­chen Gel­dern ge­spei­st.

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Die Sor­ten Ries­ling und Blau­bur­gun­der wur­den in grö­ße­rem Aus­maß erst­mals in Süd­ti­rol im Orts­teil Sand in Gries/Bozen ge­pflanzt.
In Sud­ti­ro­lo le va­rie­tà Ries­ling e Pi­not nero so­no sta­te pi­a­n­ta­te per la pri­ma vol­ta in ma­niera es­te­sa nella fra­zio­ne Sand di Gries/Bolzano.

 

Erz­her­zog Jo­hann als Wein­bau­pio­nier

Ab dem Jah­re 1810 er­kun­de­te Erz­her­zog Jo­hann den Wein­bau in der Un­ter­stei­er­mark, im heu­ti­gen Slo­we­ni­en ge­le­gen. Ei­ne der Haupt­schwie­rig­kei­ten des we­nig ent­wi­ckel­ten stei­er­mär­ki­schen Wein­bau­es lag im Durch­ein­an­der der Be­nen­nung der Reb­sor­ten, aber auch des­sen Viel­falt, über drei­hun­dert Sor­ten. Erz­her­zog Jo­hann er­kann­te dies und be­auf­trag­te im Jah­re 1824 von Vest, Pro­fes­sor der Bo­ta­nik und Che­mie in Graz, mit de­ren Be­stim­mung. Zur Ver­bes­se­rung des Wei­nes emp­fahl die Land­wirt­schafts­ge­sell­schaft, ed­le­re Reb­sor­ten an­zu­pflan­zen und in je­der Fi­lia­le Mus­ter-Wein­gär­ten an­zu­le­gen. Erz­her­zog Jo­hann ging wie­der mit gu­tem Bei­spiel vor­an und er­warb im Jah­re 1822 ein Wein­gut in Pi­ckern bei Mar­burg. We­der sei­ne La­ge — fünf­hun­dert Me­ter hoch im Ba­chern­ge­bir­ge — no­ch die stei­le und san­di­ge Bo­den­be­schaf­fen­heit wa­ren be­son­ders güns­tig, aber dem Erz­her­zog ging es dar­um, den un­ter­stei­ri­schen Bau­ern zu zei­gen, dass auch dort mit Sach­kennt­nis und Fleiß er­folg­reich ge­wirt­schaf­tet wer­den kann. Zur Sei­te stan­den ihm zwei Fach­leu­te aus Gei­sen­heim, die ihm das Mus­ter­gut an­leg­ten und auch die Kel­ler­wirt­schaft be­treu­ten. Erz­her­zog Jo­hann hat Bei­spie­le des Rhein­gau­es und an der Do­nau vor Au­gen, doch aus­schlag­ge­bend für das Ge­lin­gen, war die Ein­bin­dung der bei­den Ex­per­ten, Ignaz Krenz und Wil­helm Eh­ren­berg. Die Kon­zep­te gin­gen schnell auf und die Wei­ne aus dem „Prin­zen­wein­gar­ten“ er­lang­ten un­ter dem Na­men „Jo­han­nis­ber­ger“ — wohl ne­ben sei­nem Be­sit­zer­na­men, auch in Er­in­ne­rung an die Her­kunft der Re­ben aus der be­rühm­ten gleich­na­mi­gen Rhein­gau­la­ge — na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le An­er­ken­nung und Prä­mie­run­gen. Das Bei­spiel des Prä­si­den­ten hat­te un­ter den Ver­eins­mit­glie­dern viel­fach Nach­ah­mung aus­ge­löst.
Im Jah­re 1832 wur­de ei­ne Win­zer­schu­le in Pi­ckern un­ter An­lei­tung sei­ner Fach­leu­te er­öff­net. Die ei­gent­li­che Ob­st- und Wein­bau­schu­le er­öff­net hin­ge­gen er­st im Jah­re 1872 in Mar­burg ih­re Pfor­t­en. Zu­gleich wur­de in Pi­ckern ei­ne Reb­schu­le be­trie­ben, der je­ne in Graz aus dem Ver­suchs­hof folg­te. Die Pro­duk­ti­on der be­wur­zel­ten Re­ben, da­mals no­ch oh­ne Un­ter­la­gen, denn die Reb­laus tauch­te er­st in den Sieb­zi­ger­jah­ren auf, war ei­ne we­sent­li­che Be­din­gung, um ei­ne Neu­aus­rich­tung im stei­ri­schen Wein­bau ein­zu­lei­ten. Die Schwach­punk­te da­mals la­gen im ge­misch­ten Reb­satz und in zu­dem un­ge­ord­ne­ten An­la­gen mit ei­ner Stock­an­zahl von fünf­zehn­tau­send pro Hekt­ar, eher min­der­wer­ti­gen Reb­sor­ten, im über­zo­ge­nen Men­gen­den­ken Marburg/Slowenien und kel­ler­wirt­schaft­li­chen Män­geln. Im Jah­re 1840 er­warb Erz­her­zog Jo­hann zu­sätz­li­ch in der West­stei­er­mark die Herr­schaft Stainz und leg­te ei­nen Wein­gar­ten und ei­ne Reb­schu­le mit der bo­den­stän­di­gen Sor­te blaue Wild­ba­cher an, aus der nach wie vor der be­kann­te stei­ri­sche „Schil­cher“ pro­du­ziert wird. Zeit­be­grenzt, 1829 er­wor­ben, nann­te der Erz­her­zog auch ein Wein­gut am Kreuz­ko­gel bei Leib­nitz sein ei­gen.

 

Das An­we­sen „Me­r­a­no­vo“

Der Be­trieb liegt in der Ge­mein­de Lim­bus, am west­li­chen Stadt­rand von Mar­burg am Nord­ab­hang des Ba­chern­ge­bir­ges, in­mit­ten von Bu­chen- und Fich­ten­wäl­dern. Die pa­ra­bol­för­mi­ge Aus­rich­tung nach Süd­en ge­währ­leis­tet ein gu­tes Mi­kro­kli­ma für die Re­be. Be­son­ders aro­ma­ti­sche Wei­ne, wie zum Bei­spiel bei der Reb­sor­te Sau­vi­gnon sind das Er­geb­nis. Im Zu­ge der Jah­re, 1857, wei­te­te si­ch der Wein­bau auf neun Hekt­ar aus. Nach dem Tod des Erz­her­zogs über­nahm sein Sohn, Graf Franz, un­ter­stützt von des­sen Frau, den Be­trieb bis zum end­gül­ti­gen Ver­kauf im Jah­re 1870. Heu­te führt das An­we­sen die Be­zeich­nung „Me­r­a­no­vo“, das heißt Me­ra­ner, be­zie­hungs­wei­se von Me­r­an, in Er­in­ne­rung an den Gra­fen von Me­r­an. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg kam der Be­trieb ins Ei­gen­tum des Spi­tals der Stadt Mar­burg. Heu­te hat die land­wirt­schaft­li­che Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Mar­burg die Füh­rung als Pra­xis­an­la­ge für Stu­den­ten so­wie ei­nen klei­ne­ren Teil für Ver­su­che über­nom­men.
Nach ei­nem hal­ben Jahr­hun­dert hat­te si­ch der stei­ri­sche Wein­bau auf ein zeit­ge­mä­ßes Ni­veau auf­ge­schwun­gen. Die da­ma­li­gen Im­pul­se sind heu­te no­ch im nörd­li­chen Slo­we­ni­en zu ver­spü­ren.

Nella sto­ria viti­co­la lo­ca­le ov­via­men­te non si han­no avu­ti so­lo pe­ri­odi di cui rac­con­ti er­a­no pie­ni di lo­de e di sub­li­mi­tà. Co­sí an­che nella pri­ma me­tà del 19º se­co­lo si do­vet­te as­sis­te­re ad una si­tua­zio­ne del ge­ne­re in quan­to so­no sta­te chia­ma­te in cau­sa ed è av­venu­to un nuo­vo ori­en­ta­men­to.
Gli scrit­ti di viti­col­tu­ra fi­n­ora pubb­li­ca­ti rife­ris­co­no su questo che a se­gui­to dei sug­ge­ri­men­ti di ar­ci­du­ca Gio­van­ni (1782-1859) so­no sta­te pi­a­n­ta­te vi­ti di nuo­ve va­rie­tà da par­te dei pro­prie­ta­ri. Il se­guen­te trat­ta­to fa in­tra­ve­dere sul­la ba­se de­gli scrit­ti ri­tro­va­ti l’operato dell’arciduca Gio­van­ni nei con­fron­ti del­la viti­col­tu­ra sud­ti­ro­le­se.

 

Si­tua­zio­ne ini­zia­le nel 19º se­co­lo

In un set­tim­a­na­le dell’anno 1841 del­la „Im­pe­ri­al Re­gia So­cie­tà Agri­co­la del Ti­ro­lo e del Vor­arl­berg“ so­no sta­ti ema­na­ti nu­me­ro­si con­sig­li a se­gui­to del­le la­men­te­le di di­ver­si pro­prie­ta­ri di vi­gne­ti del­la val­le dell’Adige. Lo scar­so gua­da­gno di all­ora era cau­sa­to da man­ca­ta ri­chie­sta, prez­zi bas­si e cos­ti di pro­du­zio­ne in au­men­to. L’autore Me­gu­s­cher ve­de le cau­se nè nei da­zi del­le de­sti­na­zio­ni ger­ma­ni­che, nè nel con­su­mo di bir­ra, nè nell’importazione li­be­ra­liz­za­ta di vi­ni ita­lia­ni ma ben­sì in co­me la viti­col­tu­ra e l’enologia ve­n­i­ro­no pra­ti­ca­te. Il do­po­gu­er­ra sot­to il do­mi­nio fran­ce­se, ba­va­re­se ed ita­lia­no fi­no al 1814 ha ap­por­ta­to gran­di pro­fit­ti. Per questo è av­venuta un’estensione del­le su­per­fi­ci viti­cole nel fon­do­val­le, do­ve la quan­ti­tà an­da­va di sca­pi­to al­la qua­li­tà. Cir­ca tren­ta di ques­ti an­ni in cui inolt­re ve­ni­va­no pi­a­n­ta­ti „scar­si vi­ti­g­ni“ causa­ro­no una sov­ra­pro­du­zio­ne. Me­gu­s­cher cri­ti­ca­va an­che l’enologia che in­ve­ce si do­v­reb­be li­bera­re dal pe­so del­le tra­di­zio­ni e che do­v­reb­be es­se­re posta su ba­si sci­en­ti­fi­che. Pro­ba­bil­men­te si rife­ri­va al me­to­do re­tro­gra­do di vi­ni­fi­ca­re in bi­an­co. Per ot­te­ne­re di nuo­vo un equi­li­brio di mer­ca­to si do­v­reb­bero ab­ban­do­na­re i vi­gne­ti di fon­do­val­le e ne­gli ap­pez­za­men­ti „ara­bi­li“. I „ter­reni ad­dat­ti ai se­mi­na­ti­vi“ do­v­reb­beo es­se­re de­sti­na­ti ad alt­re col­tu­re ren­u­meria­ti­ve co­me l’allevamento del ba­co da seta o la frut­ti­col­tu­ra. Le co­mu­ni­ca­zio­ni di un pro­prie­ta­rio cir­ca questo ar­ti­co­lo com­ple­ta il pun­to del­la si­tua­zio­ne. Eg­li ac­cu­sa le eson­da­zio­ni dell’Adige che sot­tra­go­no ter­reni ara­ti­vi e pas­co­li. Per com­pensa­re i man­ca­ti in­troi­ti i pro­prie­ta­ri spes­so au­men­ta­no le su­per­fi­ci vi­ta­te, an­che se questa col­tu­ra im­pegna più ca­pi­ta­le. So­prat­tut­to la con­ti­nua­ta di­pen­den­za dai com­mer­ci­an­ti di vi­no im­pe­dis­ce il migli­ora­men­to del set­to­re. In­fi­ne de­n­un­cia il fat­to che il con­fe­ri­men­to di uve di­ver­se da zo­ne dif­fe­ren­ti por­ti a „mes­co­lan­ze di pro­dot­ti me­di­o­cri“ da es­se­re tras­for­ma­ti e ven­du­ti.

 

Pri­me pro­pos­te miglio­ra­ti­ve per la viti­col­tu­ra

Il pro­fes­sor En­ne­mo­ser, se­gra­ta­rio del­la so­cie­tà agri­co­la di inns­bruck, po­ne nel 1840 nella stes­sa ri­vis­ta la do­man­da, se una viti­col­tu­ra es­te­sa „sia af­f­at­to aus­pica­bi­le“. Per sot­to­li­nea­re i suoi dub­bi ci­ta gli im­pi­a­n­ti do­vero­si del­le per­go­le do­vu­te all’elevato con­su­mo di legna.
Inolt­re la re­gio­ne è po­vera di gra­no e di pro­dot­ti pre­gia­ti e so­lo le miglio­ri pen­di­ci so­no adat­te al­la viti­col­tu­ra. Anch’egli con­clu­de che sa­reb­be giusto li­mit­are la col­ti­va­zio­ne del­la vi­te e di li­mitar­si al pi­a­nt­are so­lo vi­ti­g­ni „no­bi­li“. Sa­reb­be il com­pi­to di pro­prie­ta­ri be­ne­stan­ti al­le­stire in di­ver­se zo­ne im­pi­a­n­ti pi­lota se­con­do la „ti­po­lo­gia ren­ana“ e te­ne­re vi­vai. Per ciò si do­v­reb­bero usa­re fi­no a cin­que va­rie­tà ad ac­i­ni pic­co­li co­me il Ries­ling. Co­me „ti­po­lo­gia ren­ana“ si in­ten­de­va mol­to pro­ba­bil­men­te l’allevamento all­ora us­au­le nel Rhein­gau che con­sis­t­e­va in un al­be­rel­lo con un pa­lo per vi­te.

 

L’arciduca Gio­van­ni ed il Ti­ro­lo

In quei tem­pi è sta­ta an­che fon­da­tav­la fi­lia­le bol­za­ni­na dell‘ „Im­pe­ri­al Re­gia So­cie­tà Agri­co­la“ che era sot­to la tu­te­la dell’arciduca Gio­van­ni. Il gior­no pri­ma dell’assemblea co­s­ti­tu­en­te, il 23 gi­ug­no 1839, vi­si­ta gli im­pi­a­n­ti viti­co­li die Gries pres­so Bol­za­no ed in par­ti­co­lar mo­do i vi­gne­ti di va­rie­tà es­te­re nell’azienda di Ignaz von Gio­va­nel­li. Nel suo dia­rio an­no­ta l’arciduca Gio­van­ni: „… han­no nei lo­ro vi­gne­ti una gran­dis­si­ma con­fu­sio­ne. Quì ci sarà da fa­re mol­tis­si­mo!“ Da co­sa ha pre­so l’arciduca la fa­col­tà di gi­u­di­ca­re in mo­do tec­ni­co? Per spie­ga­re ciò bi­so­gna dare uno sguar­do al­la sto­ria. Da sem­pre Gio­van­ni si sen­tì mol­to le­ga­to al Ti­ro­lo.
At­tra­ver­so di­ver­si viaggi tra il 1800 ed il 1805 ha co­no­sci­uto la re­gio­ne. Do­po che l’imperatore Fran­ces­co sep­pe del­la co­si­detta „con­gi­ura del­la fe­dera­zio­ne al­pi­na“ del 1813, questo te­me­va una po­si­zio­ne pri­vi­le­gi­ata del Ti­ro­lo per cui fu vieta­to al suo fra­tel­lo Gio­van­ni per si­cu­rez­za la pre­sen­za nel Ti­ro­lo.

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Der Ver­fas­ser die­ses Bei­trags, Dr. Hel­mut Scar­tez­zi­ni‚ (in­zwi­schen pen­sio­nier­ter) Amts­di­rek­tor für Ob­st- und Wein­bau Süd­ti­rols, stu­dier­te an der Bo­den­kul­tur in Wien, pu­bli­ziert Fach­bei­trä­ge.
L’autore del testo, Dr. Hel­mut Scar­tez­zi­ni‚ (nel frat­tem­po pen­sio­na­to) di­ret­to­re d’uffico per la frut­ti- e viti­col­tu­ra al­to­a­te­si­na, ha stu­dia­to all’università di sci­en­ze agra­rie a Vi­en­na, pubb­li­ca ar­ti­co­li tec­ni­ci. 

 

L’arciduca e l’agricoltura del­la Stiria

I fat­ti men­zio­na­ti pro­vo­ca­ro­no che l’arciduca si ri­vol­ges­se più al­la Stiria do­ve operò in mo­do be­ne­fi­co per de­cen­ni.
A se­gui­to sa­ran­no ri­por­ta­ti gli im­pul­si che ha da­to all’agricoltura ed il suo im­pegno per­so­na­le nel con­fron­to del­la viti­col­tu­ra. Co­me ri­sult­a­to dei suoi sfor­zi ven­ne fon­da­ta nel 1819 la „So­cie­tà Agri­co­la Stiri­a­na“ che pre­sie­dette fi­no al­la sua mor­te. Era un’associazione li­be­ra con lo sco­po di in­cen­ti­va­re l’agricoltura. I so­ci er­a­no pro­prie­ta­ri ter­rie­ri, ammi­nis­tra­to­ri eco­no­mi­ci ed ammi­nis­tra­ti­vi, pre­ti, ma an­che bor­ghe­si e con­ta­di­ni. A se­gui­to di un de­si­de­rio del pre­si­den­te fu­ro­no fon­da­te se­di dist­ac­ca­te per fa­re evi­t­are viaggi trop­po lung­hi ai so­ci. Era una de­cisa in­ten­zio­ne di Gio­van­ni che le azi­en­de mo­del­lo di so­ci il­lu­mi­na­ti e di­li­gen­ti do­v­reb­bero dare buon es­em­pio nei lo­ro din­tor­ni. Lui stes­so par­te­cipò is­ti­tu­en­do nel 1818 co­me azi­en­da cam­pio­ne il Brand­hof che gra­zie al­la sua dis­lo­ca­zio­ne nell’Alta Stiria si oc­cup­a­va di al­le­va­men­ti. All’inizio si trat­ta­va di dif­fon­de­re la col­ti­va­zio­ne del­la pa­ta­ta, do­po, il migli­ora­men­to del­la zoo­tec­nia. A se­gui­to ven­ne fon­da­to un’azienda spe­ri­men­ta­le a Graz nel 1822 che per due ter­zi si oc­cupò di is­ti­tui­re un vi­vaio cen­tra­le di frut­ti­fe­ri e per un ter­zo se­gui­va spe­ri­men­ta­zio­ni di col­tu­re ce­re­a­li­cole, fo­r­ag­ge­re e tes­si­li. Da quì si dif­fu­sero an­che nuo­vi att­rez­zi e mac­chine. A se­gui­to ven­ne is­ti­tui­ta la pri­ma scuo­la agra­ria del­la Stiria.
L’arciduca Gio­van­ni era la for­za motri­ce del­la So­cie­tà Agri­co­la. Le fi­lia­li sep­pero del­le spe­ri­men­ta­zio­ni, i so­ci stes­si fecero pro­ve, con­di­vi­sero es­pe­ri­en­ze, fu­ro­no as­se­gna­ti pre­mi e dif­fu­si i ri­sul­ta­ti re­cen­ti di ri­cer­che all’estero. Inolt­re ven­nero ass­un­ti in­segnan­ti che rife­ri­va­no al­le as­sem­blee lo­ca­li. La So­cie­tà Agri­co­la ri­ce­ve­va e ri­par­ti­va inolt­re sov­ven­zio­ni del­la mon­ar­ch­ia in quan­to il bi­lan­cio dell’associazione fu ali­men­ta­ti in par­te da fon­di pubb­li­ci.

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Fla­schen-Eti­ket­te des Me­r­a­no­vo aus Mar­burg.
Eti­chet­ta del­la bot­tiglia di Me­r­a­no­vo da Ma­ri­bo­ro.

 

L’arcidua Gio­van­ni co­me pio­nie­re viti­co­lo

A par­ti­re dal 1811 l’arciduca Gio­van­ni stu­diò la viti­col­tu­ra del­la Stiria in­fe­rio­re che og­gi fa par­te del­la Slove­nia. Una del­la dif­fi­col­tà mag­gio­ri del­la viti­col­tu­ra stiri­a­na po­co svi­lup­pa­ta era la con­fu­sio­ne nella no­men­cla­tu­ra dei vi­ti­g­ni ma an­che la lo­ro pro­li­fi­ci­tà in quan­to si par­la­va di tre­cen­to va­rie­tà. L’arciduca Gio­van­ni ca­pì ques­ti pro­ble­mi ed af­fi­dò nel 1824 al pro­fes­so­re von Be­st, bo­ta­ni­co e chi­mi­co pres­so l’università di Graz, la lo­ro clas­si­fi­ca­zio­ne. Per il migli­ora­men­to viti­co­lo la So­cie­tà agri­co­la con­sig­liò di pi­a­nt­are vi­ti­g­ni più no­bi­li e di al­le­stire vi­gne­ti cam­pio­ne in ogni fi­lia­le. L’Arciduca Gio­van­ni dette co­me sem­pre buon es­em­pio ed ac­quis­tò nel 1822 una te­nuta a Pi­ckern nei pres­si di Ma­ri­bo­ro. Nè la po­si­zio­ne (500 me­tri so­pra la ca­tena mon­tuo­sa del Ba­chern), nè la pen­den­za e com­po­si­zio­ne dei ter­reni er­a­no idea­li ma questo non preoc­cupò l’arcidua. Eg­li vol­le di­mostra­re ag­li agri­colt­ori del­la Bas­sa Stiria che con cri­te­rio e pre­pa­ra­zio­ne si po­te­va la­vor­a­re con suc­ces­so an­che in quel­le con­di­zio­ni. Ve­ni­va af­fi­an­ca­to da due es­per­ti di Gei­sen­heim che fecero gli im­pi­a­n­ti e che si oc­cup­a­va­no an­che del­la can­ti­na. L’arciduca Gio­van­ni ave­va in men­te mo­del­li del Rheno e del Da­nu­bio ma le for­ze de­ter­mi­nan­ti er­a­no ap­pun­to Ignaz Krenz e Wil­helm Eh­ren­berg. La for­mu­la era su­bi­to vin­cen­te ed i vi­ni del „Vi­gne­to prin­ci­pes­co“ ot­te­nero sot­to il no­me di „Jo­han­nis­ber­ger“ ri­co­no­sci­men­ti e pre­mi in­ter­na­zio­na­li. Il no­me del vi­no era do­vu­to al no­me del pro­prie­ta­rio ma era an­che un rife­ri­men­to al­la fa­mo­sa zo­na ren­ana dal­la qua­le ven­nero le vi­ti. L’esempio del pre­si­den­te ha in­dot­to mol­ti so­ci dell’associazione a co­pi­ar­lo.
Nel 1832 è sta­ta in­au­gu­rata una scuo­la viti­co­la a Pi­ckern, la vera e pro­pria scuo­la per la frut­ti- e viti­col­tu­ra fu aper­ta so­lo nel 1872 a Ma­ri­bo­ro. Nel­lo stes­so pe­ri­odo fu al­lesti­to a Pi­ckern un vi­vaio che sus­seguì a quel­lo di Graz. La pro­du­zio­ne di bar­ba­tel­le (non in­nesta­te in quan­to la fi­los­sera ar­ri­vò sol­tan­to ne­gli an­ni 70) era un im­port­an­te pres­sup­pos­to per av­vi­a­re ad un nuo­vo in­di­riz­zo la viti­col­tu­ra stiri­a­na. I pun­ti de­bo­li di all­ora er­a­no gli im­pi­a­n­ti mis­ti ed dis­or­di­na­ti con an­che 15.000 mi­la cep­pi per et­ta­ro, le va­rie­tà pi­ut­to­s­to sca­den­ti, il pre­va­le­re del­la quan­ti­tà e man­can­ze in eno­lo­gia. Nel 1840 l’arcidua Gio­van­ni ac­quis­tò inolt­re nella Stiria oc­ci­den­ta­le il do­mi­nio Stainz. Lì al­lestì un vi­vaio ed un vi­gne­to con la va­ri­tà lo­ca­le „Blau­er Wild­ba­cher“ del­la qua­le si pro­du­ce tut­to­ra il fa­mo­so „Schil­cher“ stiria­no. Ac­quis­tò nel 1829 an­che una te­nuta sul Kreuz­ko­gel pres­so Leib­nitz che ten­ne per un cer­to pe­ri­odo.

bild6Die Blau­bur­gun­der-Trau­be.
Grap­po­lo di Pi­not nero.

 

La te­nuta „Me­r­a­no­vo“

L’azienda si tro­va nel co­mu­ne di Lim­bus, nella pe­rife­ria oc­ci­den­ta­le di Ma­ri­bo­ro sul­le pen­di­ci set­ten­t­rio­na­li del­la ca­tena mon­tuo­sa del Ba­chern, in mez­zo a boschi di fag­gio ed abe­ti. L’orientamento pa­ra­bo­li­co ver­so sud ga­ran­tis­ce un buon mi­cro­cli­ma per la vi­te. Vi­ni mol­to aro­ma­ti­ci co­me quel­li del Sau­vi­gnon ne so­no i ri­sul­ta­ti. Fi­no al 1857 la viti­col­tu­ra ven­ne es­te­sa a no­ve et­ta­ri. Do­po la mor­te dell’arciduca sus­seguì il suo figlio Franz fi­no al­la ven­dita nel 1870. Og­gi la te­nuta por­ta il no­me di „Me­r­a­no­vo“ che si­gni­fi­ca „del me­ra­ne­se“ in al­lus­sio­ne al con­te di Me­r­a­no. Do­po la se­con­da gu­er­ra mon­dia­le la pro­prie­tà pas­sò al ospe­da­le di Ma­ri­bo­ro. Og­gi­gior­no la fa­col­tà di agra­ria dell’università di Ma­ri­bo­ro uti­liz­za le su­per­fi­ci per le eser­ci­ta­zio­ni pra­ti­che de­gli stu­den­ti ed in par­te per le spe­ri­men­ta­zio­ni.
Do­po mez­zo se­co­lo la viti­col­tu­ra stiri­a­na si è svi­lup­pa­ta gi­un­gen­do ad un li­vel­lo con­tem­pora­neo. Gli spun­ti di all­ora so­no da ve­dere an­co­ra og­gi nella Slove­nia set­ten­t­rio­na­le.

2 Kommentare zu “Erzherzog Johann und der Weinbau in Südtirol (1) — L’arciduca Giovanni e la viticoltura nel Sudtirolo (1)”

  1. am 27. Mai 2014 um 22:03 1.Franz Spiegelfeld schrieb …

    Ein Ar­ti­kel, der mi­ch schon vor acht Jah­ren be­geis­tert hat, und der Be­deu­tung Erz­her­zog Jo­hanns als Wein­pio­nier im heu­ti­gen Süd­ti­rol ge­recht wird. Dan­ke für die Ver­öf­fent­li­chung nun auch auf Face­book!

    Un ar­ti­co­lo che mi ha en­t­u­si­as­ma­to già ot­to an­ni fa e che è all’altezza dell’importanza che ha avu­to l’arciduca Gio­van­ni co­me pio­nie­re del­la viti­col­tu­ra per l’odierno Sud­ti­ro­lo. Gra­zie per la pubb­li­ca­zio­ne adesso an­che su Face­book!

  2. am 18. Juni 2014 um 16:32 2.Andreas Gottlieb Hempel schrieb …

    Dan­ke für die Ver­öf­fent­li­chung die­ses hoch­in­ter­es­san­ten Bei­tra­ges!
    An­dre­as

    Gra­zie per la pubb­li­ca­zio­ne di questo ar­ti­co­lo in­ter­es­san­tis­si­mo!
    An­dre­as

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