Pergl/Pergola Relaunch (1)

Geschrieben von am 25. Juni 2015 | Abgelegt unter Weingarten - Vigneto

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Lange wird es wohl nicht mehr dau­ern, bis Du alles umge­stellt haben wirst”, mit die­sen Wor­ten reagierte der junge Ver­käu­fer, als ich mich für ein Sprüh­ge­rät inter­es­sierte und ich ihm erklärte, ich kön­nen mit einem Geblä­se­auf­satz nichts anfan­gen, da ich auch Per­geln als Erzie­hungs­sys­tem in mei­nen Wein­gär­ten habe. Diese seine Aus­sage hat mich etwas nach­denk­lich gestimmt, wie es aus­sieht hat ein beträcht­li­cher Teil mei­ner Reb­an­la­gen ein Erzie­hungs­sys­tem, das mit einem Ablauf­da­tum ver­se­hen ist.

Non durerà mica a lungo fin­ché avrai finito a con­ver­tire i tuoi vigneti”, con queste parole mi ha ris­posto il gio­vane riven­di­tore nel momento in cui mi sono inter­es­sato di un ato­miz­za­tore e gli cer­cavo di spie­gare che non posso uti­liz­zare un con­vo­glia­tore a tor­retta in quanto dis­pongo anche di per­gole. Questa sua posi­zione mi ha fatto rif­let­tere. Da come sem­bra, una parte con­s­i­de­re­vole dei miei impi­anti ha una data di sca­denza. 

Dass die Pergl bei der Mecha­ni­sie­rung schnell an ihre Gren­zen stößt, war mir immer schon klar. Beson­ders schmerz­lich ist es aber, dass die Dienst­leis­ter für maschi­nelle Arbei­ten im Obst- und Wein­bau letzt­lich fast alle ihre Trak­to­ren mit Kabi­nen aus­ge­stat­tet haben. Ist durch­aus ver­ständ­lich, ver­hin­dert aber den Ein­satz in den Pergl­an­la­gen. Aber an das groß­flä­chige Umstel­len, was Rodung und Neu­pflan­zung bedeu­tet, habe ich eigent­lich noch nie gedacht. Momen­tan sind ein Drit­tel der Gesamt­flä­che bzw. vier von sie­ben mei­ner Weine von die­sem his­to­ri­schen Erzie­hungs­sys­tem geprägt. Wenn wir ab 2001 mit dem Spa­lier­sys­tem begon­nen haben, dann eigent­lich immer nur im Rah­men von Wie­der­be­pflan­zun­gen, die ohne­hin erfol­gen muss­ten.

Che la per­gola limita la mecca­niz­za­zione non era un fatto nuovo per me. Però dispiace molto che quasi tutti i con­to­ter­zisti per i lavori in frutti- e viti­col­tura in zona si sono muniti di cabine sui trat­tori. È capi­bile dal loro punto di vista, impe­disce però l’impiego nei vigneti a per­gola. Ciò nono­stante non ho mai pen­sato di con­ver­tire in modo sis­te­ma­tico la mia azi­enda ad un unico sis­tema di alle­va­mento. Al momento un terzo della super­fi­cie totale sono carat­te­riz­zati da questo sis­tema di alle­va­mento sto­rico, cor­ris­ponde a quat­tro dei miei sette vini. Se a par­tire del 2001 abbiamo comin­ciato a piant­are adott­ando la spal­liera lo è stato fatto nel con­testo di reimpi­anti che dove­vano avve­nire in ogni caso.

Denn laut mei­nen Erfah­run­gen hat letz­tere Erzie­hungs­art Vor­teile, aber nicht in so einem Aus­maß, wie oft ver­mu­tet. Qua­li­ta­tiv konnte ich keine sicht­ba­ren Unter­schiede fest­stel­len, wenn beide Sys­teme sich im Gleich­ge­wicht befin­den d.h. wenn die Pflanz­dichte der ört­li­chen Frucht­bar­keit ent­spricht und beide best­mög­lich, haupt­säch­lich bzgl. der Lau­b­ar­beit, gepflegt wer­den. Glei­chen Hekt­ar­er­trag setze ich bei die­sen Betrach­tun­gen natür­lich vor­aus. Was die Durch­füh­rung der Pflege angeht, hat eine Spa­lier­an­lage die Nase deut­lich vorn: Gerin­ge­rer Bedarf an Arbeits­stun­den, haupt­säch­lich wäh­rend der Vege­ta­ti­ons­zeit, und die Mög­lich­keit, viele Arbei­ten zu mecha­ni­sie­ren, was den Arbeits­zeit­be­darf wei­ter drü­cken kann.

Ciò per­ché questo sis­tema di recente intro­du­zione dalle mie parti ha i suoi vant­aggi, ma che non sono così mar­cati come spesso sem­bra. Dal punto di vista qua­li­ta­tivo non sono rius­cito a vedere dif­fe­renze a con­di­zione che i due sis­temi siano in equi­li­brio, vuol dire che la den­sità di impi­anto cor­ris­ponda alla fer­ti­lità del ter­reno, che le viti siano ges­tite con la stessa cura e che la resa per ett­aro sia uguale. Per quello che con­cerne l’esecuzione dei lavori la spal­liera ha dei vant­aggi evi­denti: richiede meno ore di lavoro, soprat­tutto durante il peri­odo vege­ta­tivo, ed offre la pos­si­bi­lità della mecca­niz­za­zione, un’opportunità per ris­par­mi­are ulte­riormente ore di lavoro.

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Maschi­nell vor­schnei­den, gip­feln, hef­ten und ern­ten ist bei der Pergl lei­der unmög­lich. Der Pflan­zen­schutz kann geziel­ter erfol­gen, da die Trau­ben- von der Laub­zone getrennt ist und in nass­feuch­ten Jah­ren tritt wegen der bes­se­ren Belüf­tung der Trau­ben weni­ger Fäul­nis auf. Dau­men mal ? würde ich mir auch ohne Extrem­me­cha­ni­sie­rung so um die 1.000 € pro Hektar und Jahr spa­ren, wobei eine Neu­an­lage mit 30.000 € zu Buche schlägt und min­des­tens zwei Jahre Ertrags­aus­fall ein­zu­rech­nen sind. Auf Grund die­ser Daten wird es ver­ständ­lich, dass es für mich betriebs­wirt­schaft­lich nicht inter­es­sant ist, eine Pergl­an­lage auf Spa­lier umzu­stel­len, wenn die Sorte wei­ter­hin inter­es­sant, die Reben vital und das Gerüst sta­bil sind.

Pre­pot­are, cimare, paliz­zare e ven­dem­mi­are a mac­china non è pos­si­bile sulla per­gola. La difesa inoltre avviene in modo più mirato in quanto i grap­poli sono con­cen­trati in una fascia ed in annate umide c’è meno per­i­colo di botrite in quanto le uve sono più ven­ti­late. Anche senza mecca­niz­za­zione estrema lavor­ando spal­liere ris­par­mio all’incirca 1.000 € all’anno ed ett­aro mentre un reimpi­anto costa circa 30.000 € e com­porta come minimo due anni di man­cata ven­dem­mia. Osser­vando questi numeri è facile capire che dal punto di vista eco­no­mico non è ragio­nevole con­ver­tire un vigneto a spal­liera se la varietà è ancora attuale, se le viti sono vitali ed il sis­tema di sostegno è tut­tora sta­bile.

Dazu kommt auch noch die sen­ti­men­tale Betrach­tung, das ich mit Per­geln auf­ge­wach­sen bin, gerne in deren Schat­ten arbeite und mir sie auch irgend­wie feh­len wür­den. Ganz abge­se­hen davon, dass sie — im Guten wie im Schlech­ten — ein wich­ti­ges Stück ört­li­che Wein­bau­ge­schichte dar­stel­len. Ganz abge­se­hen von der land­schafts­prä­gen­den Eigen­schaft. Aber diese Beson­der­hei­ten sind nicht quan­ti­fi­zier­bar und sicher­lich auch nicht für jeden wich­tig.

Si aggi­unge nel mio caso anche un att­eg­gia­mento sen­ti­men­tale, in quanto sono cresci­uto sotto le per­gole e lavoro volen­tieri all’ombra di esse; mi man­cher­eb­bero. A pre­scin­dere che nel bene e nel male sono tes­ti­moni di una lunga tra­di­zione viti­cola locale e che carat­te­riz­zano il paesag­gio. Ma queste par­ti­co­la­rità non sono quan­ti­fi­ca­bili e nean­che di import­anza per tutti.

Ein Kommentar zu “Pergl/Pergola Relaunch (1)”

  1. am 5. Juli 2015 um 19:39 1.Andreas Gottlieb Hempel schrieb …

    Lie­ber Armin,
    Deine Anmer­kung zur land­schafts­prä­gen­den Art der Per­gel hat mich sehr berührt. Die Süd­ti­ro­ler Land­schaft hat in den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten sich all­mäh­lich mehr und mehr ver­än­dert durch das lineare Erschei­nungs­bild der Erzie­hung an Stahlrahmen/Guyotsystemen. Fast ist es unglaub­lich, das sich ganze Tal­schaf­ten mit Wein­ber­gen so in ihrem Gesamt­ein­druck ver­än­dern konn­ten und es fällt mir immer schwe­rer, mei­nen Besu­chern diese “neue” Land­schaft im Ver­gleich zu frü­her zu erklä­ren.
    Herz­li­che Grüße
    Andreas

    Caro Armin,
    la tua osser­va­zione circa la fun­zione paesag­gistica della per­gola mi ha molto toc­cato. Il paesag­gio sud­ti­ro­lese si è tras­for­mato con­ti­nu­a­mente con la dif­fu­sione dei sis­temi di alle­va­mento lineari come la spalliera/Guyot. È quasi incredi­bile che intere val­late vitate hanno cam­biato aspetto e ho sempre più dif­fi­coltà a spie­gare ai miei ospiti questo “nuovo” paesag­gio in con­trap­po­si­zione a quello pre­ce­dente.
    Cor­diali saluti
    Andreas

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