Erzherzog Johann und der Weinbau in Südtirol (2) — L’arciduca Giovanni e la viticoltura nel Sudtirolo (2)

Vor zwei Wochen konnte man den ersten Teil der Publikation von Helmuth Scartezzini lesen, jetzt folgt der zweite und letzte Teil.

Due settimane fa si poteva leggere la prima parte del lavoro di Helmuth Scartezzini, segue la seconda ed ultima puntata.

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Im Jahre 1845 erwirbt Erzherzog Johann das Schloss Schenna.
Nel 1845 l’Arciduca Giovanni acquista castel Scena.

Ähnliche Entwicklung in Südtirol

Vorweg sei angemerkt, dass es in der landwirtschaftlichen Entwicklung des damaligen Tirols einige Parallelen zu jener der Steiermark gab.
Der Reihe nach: Einen ersten Vorstoß zur Gründung eines Vereines zur Verbreitung einer fortschrittlichen Landwirtschaft unternahm im Jahre 1830 im Tiroler Kongress ein Vertreter der Stadt Lienz. Die Genehmigung der Statuten zog sich am kaiserlichen Hofe zu Wien in die Länge. Erst am 10. Mai 1838 fand die Gründungsversammlung der „K. K. Landwirtschaftsgesellschaft von Tirol und Vorarlberg“ in Innsbruck statt. Der Verein hatte die Aufgabe „landwirtschaftliche Kenntnisse aller Art im Vaterland zu verbreiten und die landwirtschaftliche Industrie auf jede Weise zu fördern“. Der erste Präsident Graf Johann Trapp — Besitzer der Churburg und in Innsbruck ansässig — erreichte, dass Erzherzog Johann die Würde eines obersten Protektors der Gesellschaft übertragen wurde. Für den Aufbau des Vereins waren die fachlichen und organisatorischen Fähigkeiten des Erzherzogs, als Präsident des gleichnamigen Vereines in der Steiermark mit einer bereits zwanzigjährigen Erfahrung, gefragt.

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Die weinbaulichen Ideen für Südtirol hat Erzherzog Johann beim Ansitz St. Valentin in Eppan ab dem Jahre 1844 umsetzen können.
L’arciduca Giovanni ha realizzato le sue idee viticole per il Sudtirolo presso il palazzo St. Valentin ad Appiano a partire dal 1844.

Erzherzog Johann führte sodann des öfteren den Vorsitz in Versammlungen. Aufgrund seiner Beliebtheit in der Bevölkerung gab er der Gesellschaft die nötige Popularität. Der erste Schritt galt den Gründungen von Filialvereinen. In Südtirol betraf es das Pustertal, Bruneck‚ gegründet am 8. Mai 1838, und den Kreis an der Etsch, mit Sitz in Bozen, gegründet am 20. April 1838. Der Vinschgau war dem Oberinntal angeschlossen, während Trient, zusammen mit Rovereto, eine Hauptfiliale bildete. Die Tätigkeit der Filialvereine konzentrierte sich auf Anbauversuche, Verbesserungen in der Viehzucht und des Pflanzenschutzes, sowie auf die Belehrung der bäuerlichen Bevölkerung mittels Fachliteratur.
Bei der Versammlung vom 23. Juli 1838 in der Filiale Bozen, der Verein zählte inzwischen 142 Mitglieder, erfährt Erzherzog Johann, dass „. . . mehrere unserer Vereinsmitglieder aus Mailand und Chambery/Savoyen die Burgunder Rebe, Bordeaux noir (Cabernet ?), Bourgoigne noir (= Blauburgunder)‚ Aleatico‚ Malaga und die zur Färbung für mehrere unserer weinerzeugenden Gemeinden so nützliche und nach ihrer Bestimmung benannten Reben bezogen und diese mit der herrlichen Chasselas (= Gutedel) und zwar letztere in ihren verschiedenen Abstufungen angep?anzt haben. Andere setzten den edlen Riesling und die Orleansrebe‚ welche sie sich aus Rüdesheim im Rheingau verschafften.“

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Das Schloss Thurn mit dem landwirtschaftlichen Betrieb Thurnerhof in Schenna kaufte Erzerzog Johann im Jahre 1852.
Il castello Thurn con l’annessa azienda agricola Thurnerhof venne acquistata da Arciduca Giovanni nel 1852.

 

Rebanlage in Überetsch

In der Versammlung des Zentralvereines von 1840 berichtet die Filiale Bozen über die von Herrn von Kinsele eingeleiteten und vom Freiherrn Ignaz von Giovanelli fortgesetzten Rebenanpflanzungen mit Edelreisern von Frankreich, vom Rhein und anderen. Im Jahre 1841 waren die Mitglieder bereits auf 292 angewachsen.
Preismedaillen wurden für Weinbauern ausgesetzt, die einen Sortenversuch in ihren Rebflächen anlegten. In Bozen hatte der Verein einen städtischen Grund gepachtet und einen Versuchsgarten angelegt. Innerhalb dem Jahre 1845 war der Versuchsgarten mit zahlreichen Reben- und Maulbeersorten des In- und Auslandes, aber auch mit Obstsorten und Gartenpflanzen ausgestattet. Hierfür lieferte Erzherzog Johann zwanzig Rebsorten aus der Grazer Rebschule.
Gesucht waren frühreife, farbintensive Sorten, aber auch Tafeltrauben. Diese französischen Rebsorten in den Weingütern von Anton von Igeam stammten aus den Weinbergen des Erzherzogs Karl bei Baden, die ihrerseits aus der Rheingegend, Frankenthal bei Rüdesheim, stammten. Auch in der Rebschule des Brixner Hofgärtners Josef Stolz standen die verschiedensten Sorten, von denen 1842 „neunzig edle Rebrassen, meist Elsässer“, dem Zentralausschuss in Innsbruck übersendet wurden. Der anfängliche Schwung des Zentralvereines erlahmte jedoch zusehendst, die Führung war sicherlich zu elitär. Es fehlte die Einbeziehung der bäuerlichen Schicht. Die Filiale Bozen erstellte im Jahre 1852 eigene Satzungen, betrachtet sich zwar noch als Zweigverein der Landwirtschaftsgesellschaft und mündet 1869 in den eigenständischen Landwirtschaftsund Gartenbauverein.

 

Das Vorbild Erzherzog Johann

Erzherzog Johann besuchte fast jedes Jahr für einige Tage oder mehrere Wochen Tirol. Im Jahre 1841 trifft er den Vorstand und Ausschuss der Filiale Bozen und lässt sich, was Trauben, Preise und Menge betrifft, berichten. Im Tagebuch vermerkt er „was ließe sich im Weinbau hier nicht alles machen“ und „ich glaube die Leiten von Bozen wären der Ort, um Muscat-Trauben zu ziehen“.
Seinem Vertrauensmann Josef Giovanelli erteilt er den Auftrag, ihm eine Besitzung auszuforschen.
Im Jahre 1845 erwirbt er das Schloss Schenna, allerdings vorerst ohne landwirtschaftliche Flächen.
Zu einem geeigneten landwirtschaftlichen Betrieb kam er jedoch auf andere Weise. Sein Sohn Franz, nach der Ernennung zum Grafen von Meran, bekam vom Kaiser von Österreich im Jahre 1844 als Mannslehen das Gut samt Ansitz St. Valentin in Eppan-Berg, das bis 1926 im Familienbesitz der Grafen von Meran blieb.
Im Jahre 1847 weilte Erzherzog Johann auf St. Valentin wegen notwendiger Umbauarbeiten, Bodenmeliorierungen, Weingartenrodung, sodann auch in Andrian, wo Wiesen und Tümpel zum Gut gehörten. Im Jahre 1850 wieder in St. Valentin mit seinem Vertrauensmann von Giovanelli schrieb er „Ich fand viel verändert . . . die gesetzten Obstund Maulbeerbäume gut angewachsen, zwei Zimmer zugerichtet. Was mich am meisten freute, der neue Weingarten mit Tramin(er)-Ru(h)länder, wies ungeachtet des schlechten Jahres gut im Holz, strotzend von Weintrauben, ein Beispiel, was man tun kann, für mich ein Lohn, dass ich die Sache angefangen. Ich trug Penz auf, wie er den Wein bereiten sollte“. Im Jahre 1855 fand der Erzherzog alle Anlagen in St. Valentin vollendet, aber auch in Andrian waren inzwischen „gesetzte Lauben” also Pergeln entstanden.
Auch sein Bruder Rainer hatte in Bozen moderne Weinberganlagen errichtet und betrieb auf den zwei Höfen in Leifers Seidenzucht‚ Obstbau, aber auch Weinbau. Andere Gutsbesitzer aus Bozen, wie Karl von Zallinger, machten ähnlich gute Erfahrungen, die auf den Rat des Erzherzogs hin nach rheinländischer Art, also Einzelpfahlerziehung‚ mit rheinischen Rebsorten wie Riesling, Traminer‚ Blauburgunder Weingärten anlegten. Im Jahre 1856 berichtet die Bozner Zeitung die Besichtigung der jungen Rebanlage in Sand durch den Erzherzog, wobei er selbst demonstrierte, wie die jungen Raseln zu behauen sind.
Nach dem Erwerb des Schlosses Schenna im Jahre 1845 kaufte er im Jahre 1852 den nächstgelegenen Ansitz Thurn samt landwirtschaftlichen Betrieb, Thurnerhof. Von seinem Verwalter Peter von Sölder ließ er „einen Weinberg nach rationellem Gesichtspunkt“ anlegen. Es handelte sich wieder um eine Pfahlkultur. Die Sorten sind nicht bekannt, vermutlich kamen aber Riesling, Traminer und Ruländer zum Zug. Unter dem späteren Verwalter Christoph Frank, der bis zum Kauf des Gutes St. Valentin im Jahre 1926 tätig war, wuchs der Weinberg am Thurnerhof auf 2,5 Hektar an. Vor etwa dreißig Jahren trat der Apfelanbau an die Stelle der Reben.
Die endgültige Bestätigung seiner Ideen erlebte er in Tirol jedoch nicht, da ihn im Jahre 1859 in Graz der Tod ereilte. Wenige Jahre später scheinen in den Ranglisten der Weinprämierungen der Landwirtschaftsgesellschaft ein Traminer Jahrgang 1859 des Grafen von Meran und jener des Jahrganges 1862 von St. Valentin auf. Später bringt Christoph Frank vom Rebenhof in Bozen/Gries den „St. Valentiner Schlosshof“ auf den Markt.
Bemerkenswerterweise führt derzeit eine renommierte Kellerei in St. Michael/Eppan die Bezeichnung St. Valentin für das Premiumsegment seiner Weine: nach wie vor für Gewürztraminer, Sauvignon, Ruländer und andere. Die im Überetsch geläufige Weinbezeichnung „Stra(h)ler“ ist nachträglich auf den Pioniergeist des Erzherzogs zurückzuführen. Denn „Strareben“ waren nichts anderes als die Pfahlkultur — auch als „Steckelereben“ bezeichnet — die eindeutig in St. Valentin zum ersten Mal im Überetsch in Erscheinung traten. „Stra(h)ler“ ist ein Weißwein, zumeist ein Gemisch von Weißburgunder, Riesling, Ruländer, Silvaner. Also Sorten, die Erzherzog Johann aus seiner steirischen Erfahrung mitbrachte und dann vermutlich weitere Nachahmer besonders in Eppan-Berg gefunden hatte. Luis Oberrauch berichtet von einer solchen Anlage beim „Stroblhof“ noch im letzten Jahrhundert. Der Reisebericht aus dem Jahre 1864 von A. von Babo‚ dem Direktor der Obst- und Weinbauschule Klosterneuburg, ist für den Tiroler Weinbau nicht gerade schmeichelhaft, denn „man trinkt (dort) nur einen sehr geringen Wein Das Übel sah er in den Sorten in Verbindung mit der hohen Erziehungsart, der Pergel. Die Weingärten von Zallinger und Bauer werden hing gegen als beispielhaft hingestellt. Ein allgemeiner Aufschwung in der Rebkultur auf breiterer Basis zog sich begreiflicherweise erst über die folgenden Jahrzehnte hin. Den ersten Schritt ‚ mit der Einführung neuer Rebsorten, aber auch anderer Erziehungsformen brachte der geschilderte Zeitabschnitt mit sich. Es waren einzelne Pioniere um Erzherzog Johann, die besagten von Zallinger, Erzherzog Rainer beziehungsweise Heinrich von Giovanelli in Bozen, Boscarolli in Meran, von Guggenberg in Brixen, die angeregt von den Musterbetrieben des Erzherzog Johann in der Steiermark neue Maßstäbe setzten.
So entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts rund um Meran ähnliche Anlagen mit Riesling und Traminer: durch Josef Innerhofer auf Schloss Goyen, 1857 erworben, und durch Joseph Graf Trauttmansdorff auf dem 1847 erworbenen ehemaligen Familienbesitz. Kanonikus Schütz und der Kaufmann Zingerle am Küchelberg zogen nach. Es folgten das Stift Stams in St. Valentin, Kofler am Küchelberg, Waibl um Schloss Lebenberg, Graf Brandis in Lana und von Bressendorf am Ansitz Vernaun — Riesling, Blauburgunder, Portugieser. Das Burggrafenamt bildete somit zu dieser Zeit im damaligen Tirol eine Keimzelle des modernen Weinbaues.

 

Was ist geblieben von damals?

Die niedere Erziehungsform mit Einzelpfahl, hierzulande auch als „Steckelebau“ bezeichnet, konnte sich nicht durchsetzen. Das Pergelgerüst war einfach die verwurzelte Technik und erlaubte höhere Flächenproduktion. Der Drahtrahmen, erfolgreich erprobt von Boscarolli auf Schloss Rametz — zwar damals noch in niederer Erziehungsform — setzte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Lande durch. Anfänglich nur im Eisacktal, heute stellt es das häufigst verwendete Stützgerüst bei den Junganlagen dar. Einige der damaligen Rebanlagen im Burggrafenamt sind heute obstbaulich genutzt. Als bleibendes Beispiel erwies sich die vorgenommene Sortenauswahl für das Südtiroler Weinbaugebiet. Erstmals setzte man in deren jüngeren Geschichte auf weiße Sorten.
Der Trend hält auch jetzt noch an, nachdem sich seit dem Jahre 1980 die Erkenntnis breit machte, dass allgemein die klimatischen Gegebenheiten unserer Rebflächen der Produktion von fruchtigen und gleichzeitig körperbetonten Weißweinen entgegenkommt. Die Burgundersorten fassten auf Anregungen des Erzherzog hin Fuß, zuerst Ruländer, sodann Weißburgunder sowie Blauburgunder. Die Sorte Rheinriesling konnte sich nicht durchsetzen. Erst letzthin entstehen davon Anlagen im Vinschgau und Eisacktal, die auf die ersten Erfolge vor einhundertfünfzig Jahren anschließen können. Ganz anders die Sorte Traminer. Ohne auf den Disput einzugehen, ob der Gewürztraminer heimischen Ursprungs ist, Tatsache ist jedoch, dass er anfangs des 18. Jahrhunderts in Tirol nicht anzutreffen war und ihn Erzherzog Johann in die Umgebung seines Namensgebers, dem Dorf Tramin, brachte. Neu für die damalige Zeit war sicherlich auch der reinsortige Anbau und Einkelterung und die darauffolgende Flaschenfüllung. Die Vorgaben des Erzherzogs Johann fanden in der Folge durch die Lehrtätigkeit der Versuchsanstalt in San Michele an der Etsch, 1874 gegründet, seine Fortsetzung. Die endgültige Umsetzung dieser Sortenausrichtung erfolgte erst in den letzten dreißig Jahren, wodurch sich der Südtiroler Wein zumindest am italienischen Markt eine besondere Anerkennung verschafft.

Un svi­luppo simile in Sudtirolo

Bisogna pre­mettere che lo svi­luppo agri­colo del Tirolo di allora aveva par­ec­chio in comune con quello della Stiria.
Un primo ten­ta­tivo per fon­dare un’associazione che pro­muo­vesse il pro­gresso agri­colo avvenne nel 1839 alla dieta tiro­lese da un rap­p­re­sen­tante della città di Lienz. Alla corte impe­riale vien­nese le pro­ce­dure di auto­riz­za­zione si pro­lun­ga­rono alla lunga. Sol­tanto nel 1838 si poteva svol­gere l’assemblea di fon­da­zione dell’”Imperial Regia Società Agri­cola del Tirolo e del Vor­arl­berg” ad Inns­bruck. l’associazione aveva il com­pito di “dif­fon­dere nella patria tutte le cono­sci­enze agrarie e di sos­tenere in tutti i modi le indus­trie agrarie. Il conte Johann Trapp, pro­prie­tario del cas­tello Chur­burg e resi­dente ad Inns­bruck, riuscì come primo pre­si­dente ad avere come pro­tet­tore supremo della società l’arciduca Gio­vanni. Le sue capa­cità tech­niche ed orga­niz­za­tive, dovute all’esperienza ven­ten­nale nella stessa asso­cia­zione in Stiria erano molto richieste.
L’arcidua Gio­vanni pre­sie­deva suc­ces­siva­mente spesso le assem­blee. Grazie alla popo­la­rietà che godeva nella popo­la­zione dava popo­la­rietà neces­saria alla Società. Il primo passo era la fon­da­zione di filiali. Nel Sud­ti­rolo con­cer­nava la val Pus­teria con Brunico l’8 maggio 1838 ed il cir­con­dario dell’Adige con Sede a Bol­zano, fon­dato il 20 aprile 1838. La Val Venosta era aggre­gata con l’alta Valle dell’Inn, mentre Trento e Rovereto face­vano una filiale prin­ci­pale. L’attività prin­ci­pale delle filiali erano col­ti­va­zioni spe­ri­men­tali, miglio­ra­menti nella zoo­tecnia e nella difesa delle col­ture e la for­ma­zione delle popu­la­zioni rurali tra­mite biblio­grafia spe­ci­fica.
Alla riunione del 23 luglio 1838 della filiale di Bol­zano alla quale par­te­ci­parono 142 soci l’arciduca Gio­vanni venne a sapere che: “… alcuni nostri soci si sono fatti portare da Milano e Cham­bery (Savoia) la vite della Bor­gogna, Bor­deaux noir (Cabernet?), Bor­gogne noir (= Pinot nero), Alea­tico, Malaga ed altri vitigni chia­mati con il nome della loro pro­ve­ni­enza, così import­anti per la colo­ra­zione dei vini di molti nostri comuni viti­coli e li hanno pian­tate assieme al nostro buo­nis­simo Chas­selas. Altri pian­tano il nobile Ries­ling e la vite di Orleans che pren­dono da Rüdes­heim nel Rheingau.

doppelpergl

Reb­an­lange mit einer Doppelpergl-Erziehung, eine Anbau­form, die seit Jahr­hun­derten bis zum heu­tigen Tag in Süd­tirol gepflegt wird.
Impianto di vigneto con il sis­tema di alle­va­mento di per­gola doppia, una forma che da secoli fino al giorno d’oggi viene usata in Sudtirolo.

 

Impianti nell’Oltradige

Nel 1840, all’occasione dell’assemblea dell’associazione la filiale di Bol­zano rife­risce degli impianti di vitigni fran­cesi, del Reno e di altre pro­ve­ni­enze da parte del signor von Kin­sele prima e del signor Ignaz von Gio­va­nelli dopo. Nel 1841 i soci erano già 292. Sono state ban­dite delle meda­glie ai soci che aves­sero fatti impianti con varietà in com­pa­ra­zione. A Bol­zano l’associazione aveva affit­tuato un appez­za­mento dal comune ed allestito un campo spe­ri­men­tale. Fino al 1845 questo era allestito con molte varietà di vite e di mori nazio­nali ed esteri. Si suti­a­rono però anche varietà frut­ti­fere e di giar­di­naggio. L’arciduca Gio­vanni ne offrì venti varietà pro­ve­ni­enti dal vivaio di Graz.
I vitigni più ricer­cati erano pre­coci e di intensa colo­ra­zione, ma anche da tavola. Le varietà fran­cesi dei vigneti di Anton von Igeam pro­ve­ni­vano dai vigneti dell’Arciduca Carlo presso Baden che a sua volta le aveva rice­vute da Fran­ken­thal vicino a Rüdes­heim nel Rheingau. Anche nella giar­di­nieria di corte di Josef Stolz a Bres­s­a­none si tro­va­rono “novanta nobili vitigni, spes­sis­simo alsa­ziani” che furono inviati alla sede cen­tra­lecdi Inns­bruck. Lo slancio della sede cen­trale perse però di inten­sità col tempo, la dire­zione era troppo eli­taria e man­cava la par­te­ci­pa­zione con­ta­dina. La filiale di Bol­zano, man­te­nendo il legami con la sede, si dette nel 1852 un pro­prio sta­tuto. Nel 1869 divenne però un’associazione indi­pen­dente di agri­col­tura e di giardinaggio.

 

L’arciduca Gio­vanni come esempio

L’arciduca Gio­vanni ha visi­tato quasi tutti gli anni per qualche giorno o diverse set­ti­mane il Tirolo. Nel 1841 incontra il diret­tivo della filiale di Bol­zano e si fa aggior­nare circa le uve, i prezzi ed i quan­ti­ta­tivi. Il suo diario riporta: “Quanto non si pot­rebbe fare quì!” e “Penso che i pendii di Bol­zano sare­b­bero un posto per col­ti­vare uve die Moscato.“
Josef von Gio­va­nelli, un suo uomo di fiducia, venne da lui inca­ri­cato a tro­vare una pro­prietà.
Nel 1845 acquista il cas­tello di Scena, ma senza super­fici agrarie. Giunse ad una tenuta in un altro modo. Il suo figlio Franz, dopo essere stato nomi­nato Conte di Merano, ha rice­vuto dall’imperatore aus­triaco come feudo la tenuta con pal­lazzo di St. Valentin nella loca­lità Appiano Monte che rimase della famiglia fino al 1926.

Nel 1847 l’arciduca Gio­vanni si tro­vava lì per assis­tere a diversi lavori di ris­trut­tu­ra­zione, miglio­ra­mento fon­diario e reim­pianto, poi ad Andriano dove posse­deva prati e stagni. Nel 1850, di nuovo a St. Valentin con il suo uomo di fiducia von Gio­va­nelli, scrisse: “Mi sono accorto di molti cam­bia­menti… Gli alberi da frutto ed i gelsi hanno attec­chito bene, due stanze sono ris­trut­turate. Quello che mi è pia­ciuto di più era il nuovo vigneto di Tra­miner e Pinot grigio che nono­st­ante l’annata dif­fi­cile è bello vigo­roso, pieno di uva. Un esempio, cosa si può fare, per me la ricom­pensa per aver comin­ciato questi lavori. Ho detto a Penz come dovrà fare il vino.” Nel 1855 l’arciduca ha ritro­vato tutti gli impianti com­piuti ed anche ad Andriano erano state rea­liz­zate le pergole.

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Die Gewürztraminer-Traube.
Grappoli di Gewürztraminer.

A Bol­zano anche il suo fra­tello ha fatto impianti moderni di vite, inoltre pra­ti­cava la col­tura del baco di seta, della frutta e della vite su due masi a Laives. Altri pro­prie­tari ter­rieri com Karl von Zal­linger hanno fatto ugual­mente buone espe­ri­enze, seguendo i con­sigli dell’arciduca piantando con la forma di alle­va­mento renana, cioè albe­rello con sin­golo palo, le varietà renane come Ries­ling, Tra­miner, e Pinot nero. Nel 1856 il gior­nale “Bozner Zei­tung” rac­conta della visita da parte dell’arciduca dei vigneti a Sand, dove per­altro ha dimostrato lui stesso, come si col­tivano le gio­vani bar­ba­telle.
Dopo l’acquisto del cas­tello di Scena nel 1845 ha com­prato nel 1852 il vicino palaz­zo­Thurn con l’annessa azi­enda agri­cola, il Thur­n­erhof.
Dal suo ammi­nis­tra­tore peter von Sölder si è fatto impiantare “un vigneto secondo cri­teri razio­nali”. Si trattò di nuovo di un alba­rello pali­fi­cato. Non si sà niente circa le varità, ma è pro­ba­bile che si trattò di Ries­ling, Tra­miner e Pinot grigio. Sotto l’amministrazione di Chris­toph Frank che ivi rimase fino al suo acquisto del podere di St. Valentin nel 1926 la super­ficie vitata al Thur­n­erhof accre­sceva fino a 2,5 ettari.
Trent’anni fa la frut­ti­col­tura ha sosti­tuito lì la col­tura della vite.

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Die Weinberge im Burggrafenamt mit den Schlössern Rametz, Labers und Goyen; die Rebsorte Blauburgunder nahm hier seinen ausgang und auf Schloss Rametz wurde erstmals Wein in Flaschen gefüllt.
I vigneti del Burggraviato con i castelli di Rametz, Labers e Goyen; La varietà Pinot nero si è diffusa da quì ed al castel Rametz si è messo il vino per la prima volta in bottiglia.

L’Arciduca Gio­vanni non potè vedere l’affermazione defi­ni­tiva delle sue idee nel Tirolo in quanto morì nel 1859 a Graz. Pochi anni dopo nelle clas­si­fiche delle pre­mia­zioni della Società Agri­cola figu­rano un Tra­miner 1859 del Conte di Merano ed un St. Valentin del 1862.
Più tardi Chris­toph Frank del Rebenhof die Gries presso Bol­zano com­mer­cia­liz­zerà il “St. Valen­tiner Schlosshof”.
È degno di nota che una can­tina rino­mata di San Michele/Appiano uti­lizza la deno­mi­na­zione St. Valentin per la linea top dei suoi vini: tut­tora Gewürz­tra­miner, Sau­vi­gnon, Pinot grigio ed altri. Il nome “Stra(h)ler” che si uti­lizza nell’Oltradige è ricon­du­ci­bile allo spi­rito inno­va­tivo dell’arciduca. Infatti le “Stra­reben”, dette anche “Ste­cke­le­reben” non erano altro che gli impianti di albe­rello pali­fi­cato che appa­re­vano per la prima volta a St. Valentin nell’Oltradige. Lo “Stra(h)ler è un vino bianco, di solito un taglio tra Pinot bianco, Ries­ling, Pinot grigio e Sil­vaner. Cioè quelle varietà ha impor­tato dalla sua espe­ri­enza sti­riana e che ha tro­vato imi­ta­tori soprat­tutto a Monte di Appiano. Luis Ober­rauch rac­conta di un impianto del genere ancora dello secolo scorso presso lo “Stro­blhof”.
Il rac­conto di viaggio del 1864 da parte di A. von Babo, diret­tore della scuola frut­ti­cola e viti­cola di Klos­ter­neu­burg, non era molto lusin­ghiero per la viti­col­tura tiro­lese in quanto “lì si beve solo vino molto sca­dente”. Vide la causa di ciò nelle varietà in com­bi­na­zione con il sis­tema alto di alle­va­mento della per­gola. I vigneti invece di von Zal­linger e Bauer sono stati elen­cati come esem­plari. Una ripresa su larga scala della viti­col­tura si rea­lizzò ovvia­mente sol­tanto attra­verso i decenni. Un primo passo si fece con l’introduzione di nuove varietà ma anche di nuovi sis­temi di alle­va­mento nel periodo sopra descritto. Erano sin­goli pio­nieri attorno all’Arciduca Gio­vanni come von Zal­linger, Arci­duca Raniero e Hein­rich von Gio­va­nelli a Bol­zano, Bos­ca­rolli a Merano, von Gug­gen­berg a Bres­s­a­none che pren­dendo l’esempio dalle azi­ende modello dell’Arciduca Gio­vanni sta­bi­l­irono nuovi criteri.

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Weinbau und Ansitz St. Valentin in Eppan.
Viticoltura e palazzo di St. Valentin ad Appiano.

In questo modo furono rea­liz­zati alla metà del 19º secolo attorno a Merano impianti simili con Ries­ling e Tra­miner: da parte di Josef Inner­hofer al cas­tello di Goyen acquis­tato nel 1857 e da parte del conte Joseph Trautt­mans­dorff nella allora pro­prietà com­prata nel 1847. Segu­irono il cano­nico Schütz ed il com­mer­ci­ante Zin­gerle sul Küchel­berg. Inoltre il con­vento di Stam a St. Valentin, Kofler sul Küchel­berg, Waibl attorno al cas­tello di Leben­berg, il contre Brandis a Lana e von Bres­sen­dorf a castel Vernaun con Ries­ling, Pinot nero e Por­tu­gieser. Il Bur­gra­viato nel tirolo di allora costi­tuiva l’epicentro della viti­col­tura moderna.

 

Cosa è rimasto d’allora?

La forma di alle­va­mento bassa con un palo sin­golo, chiamto da queste parti anche „Ste­cke­lebau“, non riuscì ad imporrsi. La per­gola era una tec­nica affer­mata e per­met­teva rese per ettaro più ele­vate. La spal­liera, spe­ri­men­tata con suc­cesso da Bos­ca­relli a castel Rametz, allora ancora nella forma bassa, si impose sol­tanto dopo la Seconda Guerra Mon­diale. Ini­zi­al­mente solo nella Valle Isarco ma nel frat­tempo è il sis­tema di alle­va­mento più dif­fuso nei nuovi impianti. Alcuni degli impianti di allora nel Bur­gra­viato sono stati con­ver­titi a meleti.
Come risultato dura­turo si è mani­fes­tata la scelta varietale di allora. Per la prima volta nel pas­sato recente si è pun­tato su vitigni a bacca bianca. 

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Weinberge um den Kalterer See.
Vigneti attorno al Lago di Caldaro.

Questa ten­denza per­mane tut­tora, dopo che si è dif­fusa a par­tire dagli anni 80 la con­vin­zione che in gene­rale le con­di­zioni cli­ma­tiche delle nostre super­fici vitate favo­ris­cono i vini bianchi frut­tati e pieni. Le varietà bor­go­gnotte a seguito dei sug­ge­ri­menti dell’Arciduca Gio­vanni pre­sero piede, prima il Pinot grigio, poi il Pinot bianco ed il Pinot nero. La varietà Ries­ling non si poteva imporre. Solo ulti­ma­mente ne sono stati fatti degli impianti in Val Venosta ed in Val Isarco che si possono ricol­le­gare ai primi suc­cessi di 150 anni fa. Del tutto diver­sa­mente era lo svi­luppo del vitigno Tra­miner. Anche se non si vuole con­tri­buire alla dis­puta se il Gewürz­tra­miner è di ori­gine nostrana, bisogna accettare che questo all’inizio del 18. secolo non era ritrova­bile nel Tirolo e che l’arciduca Gio­vanni lo ha por­tato nella zona del paese di Ter­meno che gli ha dato il suo nome. Una novità per i tempi di allora erano sicur­a­mente anche la col­ti­va­zione di varietà in purezza e la con­se­guente vini­fi­ca­zione e l’imbottigliamento. Le diret­tive dell’Arciduca Gio­vanni tro­va­rono la loro con­ti­nua­zione nel lavoro di istru­zione da parte della sta­zione di ricerca di San Michele all’Adige, fon­data nel 1874. L’affermazione defi­ni­tiva di questa scelta varietale avvenne sola­mente negli ultimi trent’anni cau­sando un rico­no­sci­mento par­ti­co­lare perlomeno sul mer­cato italiano.

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