In der grünen Hölle — Nell’inferno verde

Geschrieben von am 26. Juni 2012 | Abgelegt unter Weingarten - Vigneto

Die zahl­rei­chen Nie­der­schläge seit dem Früh­ling und die letzt­lich andau­ernd hohen Tem­pe­ra­tu­ren haben bei uns ein plötz­li­ches Reb­wachs­tum aus­ge­löst, das in mei­ner per­sön­li­chen Erin­ne­rung sei­nes­glei­chen sucht. Deut­lich frü­her als sonst haben die Reb­triebe bei den Spa­lier­an­la­gen das oberste Draht­paar erreicht bzw. bei den Per­geln den äußers­ten Draht. Viel­fach hat der Zuwachs auch diese Gren­zen über­schrit­ten und hängt in die Fahr­gas­sen, teil­weise haben die Triebe begon­nen, ein grü­nes Dach dar­über aus­zu­bil­den.

Le nume­rose pre­ci­pi­ta­zioni pri­ma­ve­rili e le con­ti­nue alte tem­pe­ra­ture di recente hanno sus­ci­tato da noi una vigo­ria delle vigne che non mi ricordo di avere mai visto. Molto prima del solito i getti hanno rag­gi­unto il paio di fili più alto nel caso delle spal­liere o l’ultimo filo delle per­gole. In tanti casi anche questi limiti sono stati oltre­pas­sati dai tralci che pen­dono nell’interfilare ed in parte for­mano già un tetto verde.

Das ist ein Zustand, der alles andere als ideal ist: schnell gebil­dete Pflan­zen­ge­webe sind gene­rell anfäl­li­ger gegen­über Pilz­be­fall, die ver­dich­tete Laub­wand lässt die Vege­ta­tion nach den Regen­fäl­len lang­sa­mer abtrock­nen, der Wir­kungs­grad der Sprit­zun­gen geht bei der gan­zen Laub­masse deut­lich zurück. Auch die end­gül­tige Beer­engröße wird schon jetzt bestimmt und wir wis­sen, wie wich­tig kleine Trau­ben­bee­ren sind!

Questa è una situa­zione che è tutt’altro che ideale: tes­s­uti vege­tali cresci­uti velo­ce­mente sono gene­ral­mente più sus­ce­ti­bili ad attac­chi fun­gi­nei, la vege­ta­zione com­patta si asci­uga più len­ta­mente dopo una piog­gia e l’efficacia dei trat­ta­menti è ridotta a causa della grande massa vege­ta­tiva. Anche la dimen­sione finale degli acini viene deter­mi­nata adesso e sapp­iamo tutti quanto siano import­anti acini pic­coli!

 

Jetzt sollte es lange nicht mehr reg­nen, damit das Wachs­tum wie­der ein­ge­bremst wird und die heuer ohne­hin schon häu­fi­gen Pero­no­s­pora-Infek­tio­nen nicht noch mehr Über­hand neh­men bzw. noch mehr Behand­lun­gen erfor­dern. Jene Betriebe, die ihre Trau­ben zur Gänze ablie­fern, ste­hen gegen­über uns momen­tan ver­brei­tet bes­ser dar: Wert­volle Arbeits­kräfte wur­den in unse­rem Selbst­ver­mark­tungs­be­trieb durch die Fül­lung und deren Vor­be­rei­tung gebun­den, die obli­gate Kel­le­rer­ei­ni­gung danach brauchte auch ihre Zeit und die Nacht der Kel­ler hat wie immer auch eine bestimmte Anlauf­zeit bean­sprucht. Und wäh­rend­des­sen sind die Reben gewach­sen, gewach­sen,…

Da adesso ci vor­rebbe a lungo un peri­odo senza piogge afin­chè la cres­cita dimi­nuisca e per­chè le infe­zioni pero­no­s­po­ri­che già molto dif­fuse non aum­en­tino ancora e non ci sia ulte­riore biso­gno di trat­ta­menti spe­ci­fici. Le azi­ende che con­fe­ris­cono le loro uve in con­fronto a noi sono in tanti casi faci­li­tati al momento: Molta forza di lavoro è stata occupata nel nos­tro caso dall’imbottigliamento ed i suoi pre­pa­ra­tivi, dalle necessa­rie puli­zie della can­tina dopo e dall’organizzazione della notte delle can­tine. Ed intanto i tralci sono cresci­uti, cresci­uti,…

Auch wenn es gerade unter den Per­gel fürch­ter­lich aus­sieht, muss dass Gras in und zwi­schen den Zei­len so weit es geht noch ste­hen blei­ben. Hoher Bewuchs zieht aus dem Boden mehr Was­ser als nied­ri­ger. Sta­bi­li­siert sich die Lage, kommt das Mulch­ge­rät zwi­schen und der Faden­mä­her in den Reb­zei­len zur Anwen­dung. Auch der Laub­schnei­der bei den Spa­lier­an­la­gen und das Abschnei­den der soge­nann­ten Vor­hänge der Per­geln muss war­ten, die Geiz­trieb­bil­dung wäre ansons­ten sehr wahr­schein­lich noch zu stark.

Anche se l’aspetto soprat­tutto sotto le per­gole attu­al­mente è spa­ventoso, l’erba tra i filari ed al di sotto di loro deve rima­nere ancora. Una vege­ta­zione alta sot­trae più acqua al ter­reno di quella bassa. Un volta che la situa­zione si è sta­bi­liz­zata entrerà in azione il pac­cia­ma­tore nell’interfilare ed il dece­s­puglia­tore tra le viti. Anche la cima­trice mecca­nica nel caso del guyot e quella a mano sotto le per­gole non viene ancora effet­tuata in quanto si sti­mo­lerebbe troppo presto la for­ma­zione di femmi­nelle.

4 Kommentare zu “In der grünen Hölle — Nell’inferno verde”

  1. am 26. Juni 2012 um 10:27 1.Harald schrieb …

    Die­sen Bericht könnte ich in zwei oder drei Wochen wort­ge­treu über­neh­men. Ich denke, das das glei­che bei uns an der Mosel ein­tref­fen wird. Jeder Trop­fen Regen ist einer zuviel.
    Viele Grüße von der Mosel
    Harald

    Questo rap­porto lo potrei ripren­de­rei io senza modi­fi­che tra due o tre setti­mane. Sono del parere che questo avverrà anche da noi alla Mosella. Ogni goc­cia di piog­gia è una in troppo.
    Tanti saluti dalla Mosella
    Harald

  2. am 28. Juni 2012 um 14:15 2.Gabriele Succi schrieb …

    Ciao Armin,
    non è che ci pos­te­r­esti un video sull’eliminazione dell’erba nel sot­to­fila?
    Mica use­rai il dece­s­puglia­tore manuale? 🙂
    Un saluto dall’Emilia Roma­gna (alle prese con T°C di tipo afri­cano).

    Hallo Armin,
    Könn­test Du uns ein Video über das Gras­ent­fer­nen in der Reihe zei­gen?
    Du wirst doch nicht den manu­el­len Faden­mä­her ein­set­zen? 🙂
    Ein Gruß aus der Emi­lia Roman­gna (im Wür­ge­griff afri­ka­ni­scher Tem­pe­ra­tu­ren).

  3. am 7. Juli 2012 um 08:50 3.armin kobler schrieb …

    Ciao Gabriele,
    nel caso delle spal­liere ho un amico che mi lavora la stri­scia del filare con le spaz­zole. Sotto le per­gole, come sai già, lavoro con il dece­s­puglia­tore a mano, in quanto lui c’ha su la cabina e non può ent­rare nelle per­gole.

    Hallo Gabriele,
    im Fall der Spa­lier­er­zie­hung habe ich einen Freund, der mir mit dem Bürs­ten­ge­rät den Unter­stock­be­reich bear­bei­tet. Unter den Per­geln muss ich mit dem Faden­mä­her die Arbeit manu­ell erle­di­gen, da der obge­nannte eine Kabine am Trak­tor hat und des­we­gen nicht unter den Per­geln fah­ren kann.

  4. am 8. Juli 2012 um 08:01 4.Gabriele Succi schrieb …

    Gra­zie Armin!
    Non mi ricordavo del par­ti­co­lare uso del dece­s­puglia­tore manuale sotto le per­gole…
    Tanto di cap­pello!
    Per il resto… com’è l’avanzare del peri­odo vege­ta­tivo?
    Io in mezzo alla vigna nuova di San­giovese ho già tro­vato qual­che chicco che comin­ciava ad invai­are…
    😯

    Danke Armin!
    Ich erin­nerte mich nicht mehr an das Detail mit dem Faden­mä­her bei den Per­geln…
    Mein Respekt!
    Bezüg­lich dem Rest… wie ist es mit dem Vege­ta­ti­ons­fort­schritt?
    Ich habe im neuen San­giovese-Wein­gar­ten schon einige Bee­ren gese­hen, wel­che begon­nen haben weich zu wer­den…
    😯

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