Die 25. Einkellerung abgeschlossen! — Terminata la 25° vendemmia!

Mit dem Abzug von den Trestern letzte Woche kann man die Weinlese und ihre dazugehörigen Kellerarbeiten als abgeschlossen betrachten. Und wie der Titel schon sagt, es war die 25., an der ich aktiv und dauernd dabei war. 1992 habe ich am Versuchszentrum Laimburg, Sektion Kellerwirtschaft, mit der Arbeit begonnen und sogleich sollte ich auch Versuchsweinausbauten eigenverantwortlich durchführen. Ich erinnere mich noch genau: Ein über die Jahre dauernder, inhaltlich aber jährlich aktualisierter Dauerversuch, der Test von Reinzuchthefepräparaten, wurde mir zum Anfang zugeteilt. Keine leichte Aufgabe, der Weinausbau in kleinen und kleinsten Behältern, das Monitoring des Gärverlaufs mit dem täglichen Wiegen, das Zählen der Hefezellen unter dem Mikroskop, die reibungslose sensorische Bewertung durch das Sensorikpanel und die korrekte statistische Auswertung der Ergebnisse. Ein geeigneter Ort aber, um präzises Arbeiten zu lernen, ich verdanke ihm viel.

Con la svinatura della settimana scorsa posso considerare concluso il nostro periodo vendemmiale. E come si vede dal titolo, era la mia 25a stagione alla quale partecipavo a pieno titolo. Nel 1992 infatti ho cominciato a lavorare presso il Centro di sperimentazione Laimburg, sezione enologia, e dovevo subito seguire in autonomia una parte delle microvinificazioni. Mi ricordo ancora bene del primo progetto che mi venne affidato: una prova comparativa di lieviti selezionati che si fece ogni anno con i preparati attuali. Non era un compito facile in quanto comprendeva la vinificazione in piccoli e piccolissimi contenitori, il monitoraggio dell’andamento fermentativo per mezzo di pesature quotidiane, la conta delle cellule al microscopio, la valutazione sensoriale tramite il panel di degustazione e la corretta elaborazione dei dati statistici. Un posto però dove si imparava a lavorare con precisione ed al quale devo molto.

Weiterlesen

Niemand hat sich weg getan — Nessuno si è fatto male

2016-10-27_10-32-19

Am 27. Oktober haben wir mit dem Merlot des Weingarten Kotzner die diesjährige Lese abgeschlossen. Was gibt es Positives über sie zu berichten? Was ist weniger gut gelaufen?

Il 27 ottobre, vendemmiando il Merlot del vigneto Kotzner, abbiamo terminato la raccolta dell’annata 2016. Che cosa c’è da raccontare di positivo, cos’è andato meno bene?

Weiterlesen

Das war’s! — Fatto!

2015-10-12_10-06-35

Eine Woche ist es her, dass wir den letzten Weingarten, die Puit, abgeerntet haben, die Arbeit im Keller ist inzwischen vom Stress befreit, es ist nun Zeit für ein vorläufiges Fazit. Nun — das wichtigste sollte schon zu Beginn gesagt werden — der heurige Jahresverlauf hat mit dem (hoffentlich!) außergewöhnlichem 2014 (1, 2, 3, 4) nichts gemeinsam!

È passata una settimana che abbiamo finito di vendemmiare il nostro ultimo vigneto, il Puit, il lavoro in cantina continua, ma senza stress ormai, per cui è ora di trarre qualche conclusione. La cosa più importante, la voglio dire subito, è che l’andamento stagionale di quest’anno non ha niente in comune con l’insolito 2014 (1, 2, 3, 4)!

2015 war nämlich im Gegensatz zum vorigen ein einfaches Jahr. Einfach heißt in unserer Gegend, dass es keine Spätfröste und (zumindest in meiner Umgebung) keinen Hagelschlag gab, dass der Sommer trocken war (wo es braucht, können wir bewässern), dass man deswegen wenig bis keine Probleme mit dem Pflanzenschutz hatte (noch nie so wenig gespritzt), dass man jeden Tag in den Weingärten arbeiten konnte und dass das Rebwachstum leicht in den Griff zu bekommen war.

Il 2015 infatti era in confronto al precedente un’annata facile. Facile vuole dire per la nostra zona che non c’erano gelate primaverili, che almeno nei miei dintorni non ha grandinato, che l’estate era asciutta (dove ci vuole ho l’irrigazione), per cui non c’erano problemi di difesa (mai finora trattato così poco), che si poteva lavorare tutti i giorni in vigneto e che era facile gestire la vigoria delle viti.

Weiterlesen

Die Zweifel überwiegen — I dubbi prevalgono

questions-and-doubts

„Bei aller Gemütlichkeit liegt aber auch eine merkbare Spannung in der Luft. Ist der Lesetermin richtig gewählt? Wird das Wetter halten, was der Wetterbericht verspricht? Und die Weine später das, was die Trauben in Aussicht stellen? Auch deshalb sind die nächsten Wochen die anstrengendsten des ganzen Weinjahres, in denen man mitunter an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit gerät. Trotzdem ist heute für mich ein Tag der Freude: Morgen beginnen wir mit der Lese 2015!“
Besser als mein Kollege Bernhard Fiedler aus dem Burgenland hätte ich nicht den Gefühlsmix beschreiben können, der einen Produzenten kurz vor Lesebeginn befällt. Im allgemeinen Bewusstsein, gefüttert von oberflächlichen Massenmedien und den euphorischen Pressemitteilungen der großen Produzenten, ist die Lesezeit ein innerbetriebliches Volksfest, wo die tolles Stimmung damit befeuert wird, dass man sich wieder einmal sicher ist, einen Top-Jahrgang zu ernten.

„Nonostante la tranquillità c’è nell’aria anche una tensione percepibile. La data di vendemmia è stata scelta bene? Il tempo terrà ciò che le previsioni hanno promesso? Ed i vini futuri ciò che le uve preannunciano? Anche per questo le prossime settimane sono le più faticose di tutta l’anno viticolo, nella quali si toccano talvolta i limiti della resistenza fisica e psichica. Tuttavia oggi per me è un giorno di gioia: Domani cominciamo con la vendemmia 2015!“ Io non sarei mai riuscito meglio ad esprimere del mio collega produttore Bernhard Fiedler del Burgenland austriaco questa mescolanza di sentimenti che coglie il vignaiolo poco prima dell’inizio della vendemmia. Nell’immaginario collettivo, foraggiato da massmedia superficiali e da comunicati stampa euforici di grandi produttori, la vendemmia non è altro che una grande festa aziendale la cui allegria si fonda sulla certezza di avere a che fare un’ennesima volta con l’annata del secolo.

Weiterlesen

Grauer Burgunder die Zweite — Pinot grigio seconda

ciak

Gestern, am ersten kalendarischen Herbsttag, haben wir im Betrieb ein neues Kapitel aufgeschlagen: erstmals wurde der Graue Burgunder aus der Lage Oberfeld für den weinhof KOBLER geerntet. Somit wird es ab dem nächsten Sommer, sollte im Keller nichts schief gehen, einen zweiten, eigenen Wein dieser Sorte geben, der unverschnitten mit eigenem Etikett auf den Markt kommen wird.

Ieri, al primo giorno d’autunno, abbiamo iniziato un nuovo capitolo nella la nostra azienda: per la prima volta sono state vendemmiate uve Pinot grigio del vigneto Oberfeld per il weinhof KOBLER. Quindi avremo a partire della prossima estate, se non ci saranno problemi in cantina,in vendita un secondo vino di questo vitigno. In purezza e ovviamente con la propria etichetta. 

Weiterlesen

Deine Weine sind zu alkoholisch — I tuoi vini sono troppo alcolici

wetter_6-9-2014-dt

(Versione italiana del grafico.)

Diese mich sehr oft ärgernde Aussage dürfte wir für den kommenden Jahrgang wohl erspart bleiben. Dass der Gehalt an Ethylalkohol eines Weines aus naturnahen Betrieben nicht auf einer willkürliche Entscheidung beruht, sondern in erster Linie vom Klima und der Witterung vorgegeben ist, wird diese Jahr — halt im umgekehrten Sinn — sehr deutlich. Die aktuellen Reifeanalysen des Versuchszentrums Laimburg zeigen es eindeutig :“… befindet sich der aktuelle Reifezustand rechnerisch auf dem Niveau von 2013.“ Naja, dann lesen wir halt später, tut grundsätzlich speziell unseren Weißweinen gut, aber: der prekäre Gesundheitszustand in den meisten Rebanlagen (entweder Hagel, Peronospora, Botrytis, Essigfäule und Kirschessigfliege, in manche Orten auch fast alle zusammen) lassen ein Zuwarten wie 2013 nicht zu. Zudem lassen die Reifeverlaufskurven schon jetzt erkennen, dass die wöchentlichen Mostgewichtszu- und Säureabnahmen nicht an die des Vorjahres herankommen werden. Aber wen wundert das schon? Dauernd bewölkt, nass bei unterdurchschnittlichen Temperaturen, eine Kombination mit einer Dauer, an welche auch unsere Alten sich nie oder seltenst erinnern dürften.

Questa espressione che spesso mi irrita molto probabilmente mi verrà risparmiata per la prossima annata. Quest’anno si manifesta in modo molto evidente che il contenuto di alcol etilico in un’azienda artigianale non è una decisiona presa a tavolino ma in stretta dipendenza del decorso meteorologico. Le analisi di maturazione effettuate dal Centro sperimentale Laimburg esprimono chiaramente che un’annata considerata al tempo della fioritura precocissima ormai è diventata molto tardiva, paragonabile a quella dell’anno scorso. Vendemmieremo più tardi insomma, che male c’è? Annate tardive fanno generalmente bene ai nostri bianchi, ma il problema è un altro: lo stato sanitario precario delle uve in zona non permette attendere come l’anno scorso. Tra grandine, peronospora,  botrite, marciume acido e drosofila, alcuni proprietari le hanno prese anche tutte. Inoltre guardando le curve di maturazione si intravvede che l’aumento degli zuccheri e la diminuzione dell’acidità probabilmente non raggiungeranno i valori del 2013. Questo non meraviglia più nessuno ormai. Infatti una durata così lunga di tempo piovoso, bagnature continue e basse temperature non si ricordano quì neanche i vecchi.

Weiterlesen

Finis vindemiae

2013-10-26_08-06-45

Am 25. September haben wir heuer mit der Lese begonnen (bzw. am 14. wenn man die Trauben für die Kellereigenossenschaft mit einbezieht), gestern, also genau einen Monat danach, ist sie zu Ende gegangen. Als kurze Zusammenfassung: der Erntebeginn war erwartungsgemäß später als letztlich üblich, was als positiv empfunden wurde. Überrascht wurden wir alle aber durch die Erntemengen, welche überall in der Gegend höher waren als erhofft oder befürchtet. Eine der Hauptursachen ist sicherlich in den großzügigen Niederschlägen in den Wochen vor Erntebeginn zu suchen, da war die Ertragsregulierung nämlich schon abgeschlossen.

Il 25 settembre abbiamo cominciato quest’anno con la vendemmia (il 14 se si considera l’uva portata alla cantina sociale). Ieri, esattamente un mese dopo è terminata. Breve riassunto: L’inizio era come previsto più tardi di quanto eravamo abituati ultimamente e ciò era anche ben visto. Quello che tutti nella mia zona ha sorpreso erano le quantità che erano molto più alte di quanto si sperava/temeva. Una delle ragioni principali sono sicuramente le precipitazioni abbondanti nelle settimane prima dell’inizio della vendemmia dopo che il diradamento era già terminato.

Weiterlesen

Einfach kann jeder — Vincere facile non è da tutti

2013-10-17_09-51-02An so manchen Tagen träume ich davon, ich könnte ganz, ganz normal Wein machen… Mit normal meine ich: in Ruhe einen bescheidenen Reifegrad abzuwarten, im Zweifelsfalle, besonders vor einer drohenden Schlechtwetterfront alles, ohne besonders viele Gedanken über die Weinqualität zu verlieren, auch etwas früher abzuernten und gelassen dem Weinen bei der Gärung (solches Traubenmaterial ist im Keller wesentlich einfacher und sicherer) zuzuschauen, ein trinkbarer Wein wird schon daraus werden. Relaxorientiertes Weinmachen also.

Sovente sogno di fare vino in modo molto, molto normale… Per normale intendo: aspettare con tranquillità un livello di maturazione medio-basso, nel dubbio, soprattutto se si annuncia una perturbazione, vendemmiare tutto anche prima, senza spendere un pensiero circa la qualità finale, accompagnare con calma la vinificazione (infatti partite di questo tipo sono più facili da gestire in cantina) ed aspettare che diventi un vino bevibile. Un fare il vino relax insomma.

Weiterlesen

Trübe Aussichten — Prospettive cupe

2013-10-09_11-55-35
Wie schon zur Rebblüte vorhersehbar, begann heuer die Weinlese deutlich später als in den letzten Jahren. 2013 sind wir wieder zu dem Lesebeginndatum zurückgekehrt, das für meine Jugend typisch war. Eigentlich eine tolle Sache: späte Jahre bergen prinzipiell, zumindest bei Weißweinen, mehr Qualitätspotential in sich, da die entscheidende Reifephase in eine schon kühlere Periode fällt. Andererseits, je länger die Trauben am Stock hängen, desto mehr erhöht sich das statistische Risiko, dass sie vermehrt Niederschläge abbekommen.

Come abbiamo già previsto alla fioritura delle viti, la vendemmia quest’anno è cominciata parecchio più tardi rispetto agli ultimi anni. Nel 2013 siamo ritornati infatti alle date di inizio vendemmia tipiche della mia gioventù. Normalmente ciò è un fatto positivo, in quanto per i vini bianchi c’è da aspettarsi un potenziale qualitativo più alto, visto che  la maturazione avviene in un periodo già fresco. D’altra parte, più a lungo i grappoli permangono sul ceppo, più alta sarà la probabilità statistica che prendano più acqua.

Weiterlesen

Es braucht Zeit — Ci vuole del tempo

2013-09-12_10-22-06Diese Woche habe ich erste Reifetests durchgeführt, wie üblich mit der an die jeweiligen Weinbergsflächen angepassten 300-Beeren-Methode.

Questa settimana ho cominciato a prelevare i primi campioni nei miei vigneti, utilizzando il classico metodo dei 300 acini adattato alla forma delle singole superfici.

Grauer Burgunder/Pinot grigio „Klausner“ Guyot (9.9.) 18,7 °KMW/Babo
Grauer Burgunder/Pinot grigio „Oberfeld“ Guyot (9.9.) 17,5 °KMW/Babo
Chardonnay „Ogeaner“ Guyot (9.9.) 16,3 °KMW/Babo

Grauer Burgunder/Pinot grigio „Klausner“ Pergl/Pergola (13.9.) 18,6 °KMW/Babo
Chardonnay „Ogeaner“ Pergl/Pergola (13.9.) 17,0 °KMW/Babo
Gewürztraminer „Feld“ Guyot (13.9.) 18,8 °KMW/Babo

Weiterlesen