„Einen Rosé? … Probieren wir ihn halt.“ — „Un rosato? … Beh, proviamolo!“

Geschrieben von am 18. Februar 2012 | Abgelegt unter Ankündigung - Annuncio

Ty­pi­sch, dass zwi­schen der Fra­ge und der Ant­wort Aus­las­sungs­punk­te  ste­hen. Die Pau­sen im Re­de- oder Ge­dan­ken­fluss zeu­gen da­von, dass das Be­dürf­nis, Ro­séwei­ne zu kos­ten, mo­men­tan al­les an­de­re als selbst­ver­ständ­li­ch ist. Ge­ra­de beim ita­lie­ni­schen Be­su­cher ist es weit ver­brei­tet — so ha­be ich es zu­min­dest im­mer wie­der be­ob­ach­tet — dass die­se Ka­te­go­rie ges­nobt wird. „Ich ge­he gleich zur Ri­ser­va wei­ter“ heißt es oft et­was hoch­nä­ßig, als wür­de man si­ch als Sen­so­rik­ba­nau­se ou­ten, wenn man beim Kos­ten ei­nes Kret­zers er­wischt wird. So ei­ne prin­zi­pi­el­le Ab­nei­gung konn­te ich bis­her nur bei der Mehr­heit der bun­des­deut­schen Kos­ter fest­stel­len, so bald der Ge­würz­tra­mi­ner in ei­ner Prä­sen­ta­ti­on an der Rei­he war.

È sin­to­ma­ti­co che tra tra la do­man­da e la ris­posta ci stia­no i pun­ti­ni di sos­pen­sio­ne. L’esitazione o un ac­cen­no la­scia­to vo­lu­t­amen­te in­de­fi­ni­to di­most­ra­no che il de­si­de­rio di de­gus­ta­re vi­ni ro­sa­ti al mo­men­to è tutt’altro che sot­t­in­te­so. So­prat­tut­to nel ca­so del cli­en­te ita­lia­no, così al­me­no ho no­ta­to spes­so, è mol­to dif­fu­so un att­eg­gia­men­to un po‘ snob nei con­fron­ti di un’intera ti­po­lo­gia di vi­ni. „Pas­so di­ret­ta­men­ta al­la ri­ser­va“ sen­to spes­so con to­no presun­tuo­so, co­me se per il vero in­ten­di­to­re fos­se vergo­gno­so es­se­re sor­pre­si a de­gus­ta­re vi­ni ro­sa­ti. Un ri­fi­uto così di mas­si­ma l’ho no­ta­to fi­n­ora so­lo da par­te dei de­gus­ta­to­ri ger­ma­ni­ci quan­do li si pro­po­ne un Ge­würz­tra­mi­ner.

Da­bei hat si­ch die­se Mach­art Wein zu ma­chen, si­cher­li­ch mehr Be­ach­tung ver­dient. Na­tür­li­ch, es gibt vie­le an­ony­me Mas­sen­pro­duk­te, die ent­we­der aus blau­en Trau­ben vi­ni­fi­ziert wur­den, wel­che hin­sicht­li­ch ih­rer Aus­gangs­qua­li­tät nicht für die Rot­wein­be­rei­tung ge­eig­net emp­fun­den wer­den oder nur des­halb das Kel­ler­licht er­bli­cken, weil der Ri­ser­va auf­kon­zen­triert wer­den soll und des­halb ro­sa­ro­ter Most an­fällt (Mo­st­ab­zug- oder Sai­gné-Ver­fah­ren).

I pro­dot­ti de­ri­van­ti da questa ti­po­lo­gia di vi­ni­fi­ca­zio­ne si me­ri­ter­eb­bero in­ve­ce più at­ten­zio­ne. Cer­to, ci so­no tan­tis­si­mi vi­ni anon­i­mi che de­ri­va­no in gran par­te da uve ros­se non ri­tenu­te suf­fi­ci­en­ti dal pun­to di vis­ta qua­li­ta­tivo per dare vi­ni ros­si. O al­tri che esis­to­no so­lo per­chè con­cen­tran­do la ri­ser­va si ot­ti­ene del mos­to di co­lor ro­sa (sa­l­as­so o sai­gné).

Ge­mäß der Richt­li­nie, dass al­len mei­ner Wei­nen die glei­che Für­sor­ge zu­teil wird, ist es fol­ge­rich­tig, dass die Trau­ben un­se­res Mer­lot Kret­zer Kotz­ner im glei­chen Rei­fe­sta­di­um ge­le­sen wer­den wie es beim Ri­ser­va der Fall ist. Auch der Hekt­ar­er­trag ist ver­gleich­bar. Nach ca. 48 Stun­den Ma­ze­ra­ti­on in der Pres­se bei Kel­ler­tem­pe­ra­tur wird die Mai­sche bei der un­ters­ten Druck­stu­fe ab­ge­pres­st, so dass er um ei­ne Spur, den Mund aus­put­zen­den Gerb­stoff an­ge­rei­chert wird. Der so ge­won­ne­ne Most wird in der Fol­ge wie je­ner un­se­rer Weiß­wei­ne wei­ter­ver­ar­bei­tet.

In con­for­mi­tà al prin­ci­pio che a tut­ti i miei vi­ni vi­e­ne ri­vol­to la stes­sa at­ten­zio­ne e che non uno sia il sot­to­pro­dot­to dell’altro, le uve del nostro Mer­lot Kret­zer Kotz­ner ven­go­no ven­dem­mia­te al­la stes­sa ma­tu­ra­zio­ne di quel­le che dan­no luo­go al rosso ri­ser­va. An­che la resa per et­ta­ro è pa­ra­gona­bi­le. Do­po cir­ca 48 ore di ma­ce­ra­zio­ne in pres­sa a tem­pe­ra­tu­ra di can­ti­na il pi­gia­di­ras­pa­to vi­e­ne pres­sa­to con la pres­sio­ne più bas­sa ap­p­lica­bi­le in mo­do da con­fer­i­re un po‘ di tan­ni­no, mol­to uti­le nel „pu­li­re la boc­ca“. A se­gui­to si pro­ce­de nel­lo stes­so mo­do co­me nel ca­so dei mos­ti bi­an­chi.

Si­cher­li­ch ist ein ers­ter wich­ti­ger Schritt zur Ver­bes­se­rung des Re­nom­mees die kon­ti­nu­ier­li­che Stei­ge­rung der ab­so­lu­ten Qua­li­tät der Pro­duk­te. Schon da­her ist es lo­bens­wert, dass die So­cie­tà ita­li­a­na di viti­col­tu­ra ed eno­lo­gia (SIVE) heu­er ein zwei­tä­gi­ges Sym­po­si­um mit dem  The­ma Ro­séwei­ne: Pro­duk­ti­ons­zo­nen und Her­stel­lungs­ver­fah­ren im Ver­gleich ver­an­stal­tet. Mein We­nig­keit darf am zwei­ten Tag ein Re­fe­rat da­zu hal­ten. Na­he­lie­gend, dass ich über die tra­di­tio­nel­len, aber auch die letzt­li­ch ein­ge­führ­ten Kret­zer­ty­po­lo­gi­en Süd­ti­rols be­rich­ten wer­de. Hof­fen wir, dass auch auf der Kon­su­men­ten­sei­te die­se Be­mü­hun­gen mit der Zeit da­zu bei­tra­gen, in der Sa­che ein über­fäl­li­ges Um­den­ken ein­zu­lei­ten.

Cer­ta­men­te il pri­mo pas­so per migliora­re l’immagine di un pro­dot­to sta nell’aumentare con­ti­nu­a­men­te la sua qua­li­tà as­so­luta. Per questo ri­ten­go un’iniziativa mol­to lo­de­vo­le che la So­cie­tà ita­li­a­na di viti­col­tu­ra ed eno­lo­gia (SIVE) or­ga­niz­zi un sim­po­sio di due gior­ni dal ti­to­lo: Vi­ni ro­sa­ti: zo­ne di Pro­du­zio­ne e tec­ni­che a con­fron­to. Io ho l’onore di parla­re il se­con­do gior­no a pro­po­si­to. Ov­vio che trat­terò i ro­sa­ti tra­di­zio­na­li del­la mia zo­na sen­za però tralascia­re i pro­dot­ti di nuo­va con­ce­zio­ne usci­ti ne­gli an­ni scor­si. Spe­ria­mo che an­che da par­te del con­su­ma­to­re non pas­si­no in­osser­va­te ques­ti sfor­zi e che cont­ri­buis­ca­no col tem­po di fa­re cam­bia­re opi­nio­ne.

 

Das Ein­gangs­bild wur­de freund­li­cher­wei­se vom Fo­to­gra­fen Fran­co Co­go­li zur Ver­fü­gung ge­stellt.

L’immagine di aper­tu­ra è sta­ta gen­til­men­te mes­sa a dis­po­si­zio­ne dal fo­to­gra­fo Fran­co Co­go­li.

7 Kommentare zu “„Einen Rosé? … Probieren wir ihn halt.“ — „Un rosato? … Beh, proviamolo!“”

  1. am 18. Februar 2012 um 13:44 1.Andrea schrieb …

    Chi af­fer­ma di ama­re il vi­no e non ap­p­rez­za il tuo kret­zer, evitan­do an­che la sua de­gus­ta­zio­nen pre­sen­ta se­ri li­mi­ti, men­ta­li, cul­tu­ra­li o gusta­ti­vi che dir si vo­glia.

    Wer be­haup­tet, den Wein zu lie­ben aber dei­nen Kret­zer nicht schätzt, in­dem er ihn nicht ein­mal kos­ten will, ist men­tal, kul­tu­rell und sen­so­ri­sch be­schränkt oder wie man es auch nen­nen will.

  2. am 18. Februar 2012 um 22:00 2.armin kobler schrieb …

    Gra­zie An­d­rea dei com­pli­men­ti ma non vo­le­vo de­n­un­cia­re il des­in­ter­es­se nei con­fron­ti del mio ro­sa­to in spe­cia­le ma quel­lo ver­so tut­ta la ca­te­go­ria. Ti puoi im­ma­gi­na­re che do­po aver avu­to qual­che de­lu­sio­ne con vi­ni ros­si (suc­ces­so si­cur­amen­te) non ne vuoi più sa­pe­re di tut­ta la ti­po­lo­gia? Inolt­re il mon­do dei ro­sa­ti non è me­no va­rio che quel­lo de­gli al­tri vi­ni.

    Dan­ke An­d­rea für die Kom­pli­men­te aber ich woll­te nicht un­be­dingt das Des­in­ter­es­se an mei­nem Kret­zer an­spre­chen son­dern mein Be­dau­ern hin­sicht­li­ch der gan­zen Ka­te­go­rie äu­ßern. Kann­st du dir vor­stel­len, dass du nach ein paar Ent­täu­schun­gen mit Rot­wei­nen (ist dir si­cher pas­siert) kei­ne Wei­ne mehr die­ses Typs trink­st? Und au­ßer­dem ist die Welt der Ro­séwei­ne kaum we­ni­ger bunt als je­ne der an­de­ren.

  3. am 18. Februar 2012 um 22:38 3.Erwin Eccli schrieb …

    Ro­séwein im Früh­ling, ei­ne Ent­de­ckung des neu­en Jahr­gangs. Ro­séwein im Som­mer, er­fri­schend und vor al­lem ge­sel­lig. Ro­séwein im Herbst, ei­ne Stär­kung nach ge­ta­ner Ar­beit. Ro­séwein im Win­ter, aber ist da no­ch ei­ner üb­rig?

    Ro­sa­to in pri­ma­vera, la sc­oper­ta del­la nuo­va an­na­ta. Ro­sa­to in es­ta­te, rin­fre­scan­te ma so­prat­tut­to con­vi­via­le. Ro­sa­to in au­tun­no, il ris­to­ro do­po il la­voro com­pi­uto. Ro­sa­to in in­ver­no, ma ce n’è an­co­ra?

  4. am 19. Februar 2012 um 19:58 4.giulo schrieb …

    Gra­zie per aver ri­lan­cia­to l’iniziativa, Ar­min!
    pur­trop­po è vero che nei con­fron­ti dei ro­sa­ti c’è trop­po spes­so un att­eg­gia­men­to di ri­fi­uto aprio­ris­ti­co e sno­bi­s­ti­co; spe­ria­mo che in mol­ti, par­te­ci­pan­do al con­ve­gno, poss­a­no tras­for­mar­si in alt­ret­tan­ti „am­bascia­to­ri“ di questa deg­nis­si­ma ti­po­lo­gia di vi­ni…
    a presto
    gi­u­lia­no bo­ni

    Dan­ke Ar­min, dass du die In­itia­ti­ve noch­mals be­kannt machst!
    Lei­der ist es wahr, dass ge­gen­über den Ro­séwei­nen oft ei­ne prin­zi­pi­el­le Ab­leh­nung und Sno­bis­mus an den Tag ge­legt wird; hof­fen wir, dass vie­le durch die Teil­nah­me an der Ta­gung si­ch in „Bot­schaf­ter“ die­ser durch­aus wür­di­gen Wein­ty­po­lo­gie ver­wan­deln wer­den…
    Bis bald
    Gi­u­lia­no Bo­ni

  5. am 20. Februar 2012 um 16:29 5.Thomas schrieb …

    Hal­lo Ar­min,
    im Jah­re 2010 war ich beim Ge­würz­tra­mi­ner Fest in Tra­min. Ein Win­zer, ich weiß sei­nen Na­men nicht mehr, bot Ge­würz­tra­mi­ner auf der Mai­sche ver­go­ren an. Der Tra­mi­ner hat­te ein deut­li­ch sicht­ba­re ro­te Far­be. Die­ser Win­zer hat­te, je­den­falls so­lan­ge ich da war, viel stär­ke­ren Zu­lauf als die an­de­ren Be­trie­be. Da dach­te ich mir, ver­pas­se dei­nem Wein ei­ne ro­te Far­be und schon ver­kauft er si­ch bes­ser. Das deckt si­ch al­ler­dings nicht mit Dei­nen Er­fah­run­gen. Viel­leicht war es nur das an­ders sein. Vom Ge­schmack fand ich die an­de­ren Tra­mi­ner bes­ser, üb­ri­gens trin­ke ich auch lie­ber Rot oder Weiß oder Weiß­herbst.
    Vie­le Grü­ße aus dem Flä­ming

    Ciao Ar­min,
    nel 2010 ero al­la festa del Ge­würz­tra­mi­ner a Ter­me­no. Un pro­dut­to­re di cui non so più il no­me ha pro­pos­to un Ge­würz­tra­mi­ner fer­men­ta­to sul­le vinac­ce. Il vi­no era di un co­lo­re rosso evi­den­te. Questo pro­dut­to­re ave­va, al­me­no du­ran­te la mia per­ma­nen­za al­la ma­ni­fes­ta­zio­ne, mol­to più aff­lu­en­za che le alt­re azi­en­de. All­ora ho pen­sa­to, con­fe­ri­sci al tuo vi­no un co­lo­re rosso e già si ven­de me­glio. Ciò non vi­e­ne però con­fer­ma­to dal­le tue es­pe­ri­en­ze. For­se ero so­lo per­chè era di­ver­so dag­li al­tri. Cir­ca il sapo­re tro­va­vo miglio­re gli al­tri Tra­mi­ner, inolt­re pre­fe­ris­co be­re anch’io vi­no rosso o bi­an­co o „Weiß­herbst“.
    Tan­ti sa­lu­ti dal Flä­ming

  6. am 23. Februar 2012 um 08:39 6.armin kobler schrieb …

    @ Tho­mas: Ich stell­te 2010 auch dort aus, ha­ben wir uns ge­se­hen? Den rosár­ti­gen Ge­würz­tra­mi­ner ken­ne ich. Die Far­be ist un­ge­wöhn­li­ch, kann aber den ei­nen oder an­de­ren si­cher­li­ch an­zie­hen, Tra­di­ti­on hat die­se Aus­bau­me­tho­de je­den­falls nicht. Zu­dem wür­de der Mai­sche­kon­takt, der da­für not­wen­dig ist, mir die oh­ne­hin tie­fen Säu­re­wer­te gänz­li­ch in den Kel­ler wer­fen. Aber wie schon öf­ters ge­sagt, viel We­ge füh­ren nach Rom.

    @Thomas: Anch’io ho par­te­ci­pa­to a quel­la festa, ci sia­mo vis­ti for­se all­ora? Co­no­sco quel Ge­würz­tra­mi­ner dal co­lo­re ro­sa­to. Il co­lo­re è in­so­li­to e po­trà senz’altro at­ti­ra­re l’attenzione. Co­mun­que questa vi­ni­fi­ca­zio­ne non ha tra­di­zio­ne. La ma­ce­ra­zio­ne con le buc­ce mi ab­bas­se­r­eb­be inolt­re ul­te­riormen­te i va­lo­ri aci­di­ci che già adesso so­no sem­pre pi­ut­to­s­to bas­si. Ma co­me ho già af­fer­ma­to più vol­te: tan­te stra­de porta­no a Ro­ma.

  7. am 29. Februar 2012 um 17:03 7.Lizzy schrieb …

    Ar­min, con­cor­do con An­d­rea e con Er­win, al qua­le però cor­reg­ge­rei l’ultima fra­se: „Ro­sa­to in in­ver­no, ac­ci­den­ti l’ho fi­ni­to tut­to!“
    A par­te gli scher­zi, se non fos­se per im­peg­ni già pre­si sa­rei venuta anch’io a sen­tir­ti.
    Gi­ulo, de­ci­di­ti a or­ga­niz­za­re qual­co­sa in Val­po­li­cel­la o din­tor­ni!!
    L.

    Ar­min, Ich ge­be An­d­rea und Er­win recht, dem ich aber den letz­ten Satz kor­ri­gie­ren möch­te: „Ro­sé im Win­ter, ver­dammt, ich ha­be ihn kom­plett auf­ge­braucht!“
    Scherz bei­sei­te, wenn ich nicht schon Ver­pflich­tun­gen hät­te, wä­re auch ich ge­kom­men um Dich zu hö­ren.
    Gi­ulo, ent­schei­de Dich, et­was in der Val­po­li­cel­la und Um­ge­bung zu or­ga­ni­sie­ren!!
    L.

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