Blindlandung — Atterraggio alla cieca

Geschrieben von am 15. September 2012 | Abgelegt unter Keller - Cantina, Weingarten - Vigneto

Ent­schei­dun­gen müs­sen im Wein­bau und im nach­fol­gen­den Wein­ma­chen im­mer wie­der ge­trof­fen wer­den. Die Sze­na­ri­en wech­seln dau­ernd und im­mer wie­der muss man die Ar­beits­wei­se an ge­än­der­te Zie­le und Rah­men­be­din­gun­gen an­pas­sen. Nicht nur das Aus­gangs­ma­te­ri­al wech­selt kon­ti­nu­ier­li­ch, son­dern auch die an­ge­streb­te Pro­dukt­ty­po­lo­gie bleibt nicht im­mer un­ver­än­dert. Da­bei ist die Mög­lich­keit, Er­fah­rung zu sam­meln, ei­ne be­grenz­te, mehr als vier­zig Jahr­gän­ge kel­lert man in ei­nem Le­ben nicht ein. Glück­li­ch, wer die­sen trotz­dem nicht ge­rin­gen Er­fah­rungs­schatz wei­ter­ge­ge­ben be­kommt, auch wenn man in jun­gen Jah­ren die­sen Wert im­mer zu ge­ring schätzt.

In viti­col­tu­ra ed eno­lo­gia bi­so­gna pren­de­re de­ci­sio­ni sen­za in­terru­zio­ni. Gli sce­na­ri cam­bia­no con­ti­nu­a­men­te ed il me­to­do di la­voro de­ve ve­ni­re ade­gua­to ag­li obi­et­ti­vi ri­vis­ti ed al­le con­di­zio­ni mo­di­fi­ca­ti. Non so­lo la ma­te­ria pri­ma è sog­get­ta a va­ria­zio­ni im­port­an­ti ma an­che la ti­po­lo­gia ri­cer­ca­ta non re­sta cos­tan­te. In più le pos­si­bi­li­tà di ac­cu­mu­la­re es­pe­ri­en­za so­no li­mi­ta­te. In­f­at­ti non si vi­ni­fi­ca­no più di una qua­ran­ti­na di an­na­te. Si può con­sidera­re fe­li­ce a chi vi­e­ne tra­man­da­to un si­mi­le ba­gaglio an­che se da gio­va­ni non lo si ap­p­rez­za nel mo­do do­vu­to.  

 Ei­ne der wi­chigs­ten Ent­schei­dun­gen im Jah­res­lauf, wenn nicht die grund­le­gends­te über­haupt, wird wohl die Wahl des Le­se­ter­mins dar­stel­len. Der Rei­fe­zu­stand der Trau­ben kann nicht oder kaum von Kel­ler­maß­nah­men auf­ge­ho­ben wer­den und gibt  wei­test­ge­hend die zu­künf­ti­ge Aus­rich­tung des spä­te­ren Wei­nes vor. Zur Er­mitt­lung die­ses für je­den Wein­bau­ern ver­schie­de­nen Da­tums ver­lässt si­ch der ei­ne Pro­du­zent auf ana­ly­ti­schen Da­ten wie Zu­cker­ge­halt  oder Mosts­säu­re, an­de­re kos­ten die Bee­ren und be­ob­ach­ten das Bräu­nungs­ver­fah­ren der Trau­ben­ker­ne. An­de­re wie­der­um schau­en mehr aufs Da­tum und ein Rest be­ginnt mit der Le­se, wenn er ge­se­hen hat, das der Nach­bar los­ge­fah­ren ist… Tat­sa­che ist, dass heut­zu­ta­ge auf Grund der Markt­ver­hält­nis­se ent­spann­tes Le­sen fast nicht mehr mög­li­ch ist, auch die­ser He­bel zur Qua­li­täts­an­he­bung muss aus­ge­reizt wer­den.

Una del­le de­ci­sio­ni più im­port­an­ti, for­se quel­la fon­da­men­ta­le, è co­s­ti­tui­ta dal­la scel­ta del­la da­ta di ven­dem­mia. La ma­tu­ra­zio­ne dell’uva non può ve­ni­re mo­di­fi­ca­ta ver­a­men­te da pra­ti­che eno­lo­gi­che e de­fi­nis­ce in gran par­te l’orientamento del vi­no fu­turo. Per sta­bi­li­re questa da­ta, di­ver­sa per ogni viti­col­to­re, qual­cu­no si av­va­le di da­ti ana­liti­ci co­me la gra­da­zio­ne zuc­che­ri­na o l’acidità del mos­to, al­tri in­ve­ce de­gus­ta­no gli ac­i­ni ed os­ser­va­no il co­lo­re dei vinac­cio­li. Al­tri an­co­ra pre­fe­ris­co­no ori­en­tar­si al­le da­te ed il resto co­min­cia a ven­dem­mia­re quan­do ve­de usci­re il vici­no… Co­mun­que og­gi­gior­no una ven­dem­mia ri­las­sa­ta non è più pos­si­bi­le a cau­sa del­la si­tua­zio­ne di mer­ca­to , ogni pos­si­bi­li­tà di migli­ora­men­to qua­li­ta­tivo de­ve ve­ni­re ap­p­li­ca­ta.

Und wenn man meint, dass man den rich­ti­gen Mo­ment er­kannt hat, gilt es, or­ga­ni­sa­to­ri­sch ak­tiv zu wer­den: hat man ge­nü­gend Le­se­per­so­nal für die aus­ge­wähl­ten Ta­ge? Ist das Ar­beits­kräf­te­po­ten­ti­al groß ge­nug, da­mit man auf Un­vor­her­ge­se­he­nes re­agie­ren kann? Das Wet­ter ist die größ­te und stärks­te Un­be­kann­te in die­sen Ta­gen, sel­ten son­st wer­den von mir so oft und ver­schie­de­ne Wet­ter­diens­te her­an­ge­zo­gen. Tref­fen näm­li­ch Nie­der­schlä­ge auf voll­rei­fe Bee­ren, dann ist de­ren schon dün­ne Haut schnell ein Op­fer des Bo­try­tis-Pil­zes, be­son­ders wenn es da­bei warm bleibt. Zu­dem schwel­len die Bee­ren vom auf­ge­nom­me­nen Was­ser an und ver­dün­nen die wert­ge­ben­den In­halts­stof­fe. Da­mit man den Zu­stand von vor den Nie­der­schlä­gen wie­der­er­langt, ge­nügt es nicht, dass die Trau­ben au­ßen ab­trock­nen, son­dern es be­darf meh­re­rer son­ni­ger und win­di­ger Ta­ge, denn der größ­te Ein­fluss dies­be­züg­li­ch stammt vom Bo­den­was­ser. Je fort­ge­schrit­te­ner die Jah­res­zeit, al­so je käl­ter es ist, desto län­ger dau­ert die­ses in­ne­re Ab­trock­nen. Des­halb muss im­mer ab­ge­wo­gen wer­den, was es brin­gen könn­te, den Rei­fe­pro­zes­se zu ver­län­gern und ei­ne dro­hen­de Re­gen­pe­ri­ode durch­zu­tau­chen, oder ob es nicht bes­ser wä­re, bei viel we­ni­ger Ri­si­ko auf ein klein we­nig ver­meint­li­che Qua­li­tät zu ver­zich­ten und die Trau­ben frü­her vom Sto­ck zu neh­men.

Quan­do fi­nal­men­te pen­sia­mo di co­no­s­ce­re il mo­men­to giusto si trat­ta di or­ga­niz­za­re il tut­to: c’è ab­bas­t­an­za per­so­na­le per le da­te scel­te? Il po­ten­zia­le la­vora­tivo è suf­fi­ci­en­te per po­ter re­agi­re in mo­do ef­fet­tivo ag­li im­pre­vis­ti? Le con­di­zio­ni me­teo so­no le gran­di igno­te in ques­ti gior­ni, ra­ra­men­te  con­sul­to più ser­vi­zi me­teo­ro­lo­gi­ci che in questo pe­ri­odo. In­f­at­ti se gli ac­i­ni ma­tu­ri su­bis­co­no la piog­gia, la buc­cia or­mai sot­ti­le vi­e­ne col­pi­ta su­bi­to dal­la bo­tri­te, so­prat­tut­to se le tem­pe­ra­tu­re so­no al­te. Inolt­re si gon­fia­no d’acqua che vi­e­ne dal­le ra­di­ci e i com­pos­ti im­port­an­ti ven­go­no di­lui­ti. Per cui non bas­ta che si asci­ug­hi­no all’esterno; per ri­torn­are al­la si­tua­zio­ne di pri­ma del­le pre­ci­pi­ta­zio­ni bi­so­gna che pas­si­no di­ver­si gior­ni so­leg­gia­ti e ven­ti­la­ti. Più la sta­gio­ne è avanz­a­ta e più fred­do fa, più au­men­ta il nu­mero di gior­ni ne­ces­sa­ri. Per­ciò bi­so­gna va­luta­re se farà me­glio al fu­turo vi­no con­ti­nu­a­re con la ma­tu­ra­zio­ne ed ac­cet­ta­re un pe­ri­odo più o me­no con­sis­ten­te di mal­tem­po o evi­t­are un gran­de ri­schio ma rin­un­cia­re ad un po‘ di pres­un­ta qua­li­tà to­gli­en­do i grap­po­li pri­ma dal cep­po.

Hat man dann schluss­end­li­ch un­ter als ide­al ge­hal­te­nen Be­din­gun­gen ge­le­sen oder — was eben auch vor­kom­men kann — es ist ganz an­ders ge­lau­fen, als man si­ch ge­wünscht hat, dann gilt es an­ge­sichts der er­hal­te­nen Wei­ne die Schlüs­se zu zie­hen. Und da­bei ha­be ich in den zwan­zig Ein­kel­le­run­gen, wel­che ich hin­ter mir ha­be, schon al­les er­lebt: Jahr­gän­ge, wo al­les da­ne­ben lag, was man si­ch nur vor­stel­len kann und die Wei­ne wa­ren trotz­dem gu­ter Durch­schnitt, Ern­ten mit Su­per-Wer­ten  un­ter Ide­al­be­din­gun­gen, Vor­ablob­prei­sun­gen von über­all… und die Wei­ne wa­ren nicht wirk­li­ch das, was man si­ch ei­gent­li­ch er­war­tet hat­te. Dann gibt es na­tür­li­ch Jah­re, wo die Ten­den­zen ei­ni­ger­ma­ßen über­ein­stim­men.

Quan­do al­la fi­ne si è ven­dem­mia­to al­le con­di­zio­ni ri­tenu­te idea­li o, al con­tra­rio, tut­to è an­da­to stor­to, è im­port­an­te trar­re  le do­vu­te con­clu­sio­ni. E cir­ca questo du­ran­te le ven­ti an­na­te che ho vi­ni­fi­ca­to ne ho vis­to di tut­te: An­na­te con con­di­zio­ni mol­to av­ver­se che han­no da­to ori­gi­ne lo stes­so a vi­ni di qua­li­tà me­dio-buo­na, alt­re con va­lo­ri ana­liti­ci e con­di­zio­ni di ven­dem­mia per­fet­ti ed elo­gia­ti co­me an­na­te del se­co­lo che han­no da­to vi­ta a vi­ni de­ci­sa­men­te mi­no­ri di quan­to si è as­pet­ta­to. E poi ci so­no na­tu­ral­men­te gli an­ni do­ve la ten­den­za pre­vis­ta si av­vera in gran par­te.

Es ist aus die­sen Grün­den ganz hart, un­mit­tel­bar dar­aus et­was zu ler­nen. Denn sel­ten­st kann man wirk­li­ch sa­gen, wel­ches Re­sul­tat man hät­te, wenn dies und je­nes an­ders ge­lau­fen wä­re. Es feh­len die un­mit­tel­ba­ren Ver­glei­che; von Wie­der­ho­lun­gen, wie man sie aus dem wis­sen­schaft­li­chen Be­reich kennt, ganz zu schwei­gen. Er­fah­rung über Jah­re un­ter den un­ter­schied­lichs­ten Be­din­gun­gen macht des­halb ei­nen gu­ten Pro­du­zen­ten aus, und wenn die­ser ehr­li­ch ist, dann gibt er auch zu, dass es selbst im fort­ge­schrit­te­nen Ar­beits­le­ben no­ch im­mer ge­nü­gend Über­a­schun­gen gibt, wel­che die Ar­beit spannd ge­stal­ten.

Per ques­ti mo­ti­vi è dif­fi­ci­le im­para­re in mo­do im­me­di­a­to da ques­ti epi­so­di. In­f­at­ti so­lo ra­ris­si­me vol­te è pos­si­bi­le di­re qua­le ri­sult­a­to si av­reb­be avu­to, se questo e quell’altro fos­se an­da­to di­ver­sa­men­te. Man­ca­no i con­fron­ti di­ret­ti e na­tu­ral­men­te an­che le ri­pe­ti­zio­ni, re­qui­si­ti fon­da­men­ta­li nel la­voro di ri­cer­ca spe­ri­men­ta­le. Per ciò è l’esperienza plu­ri­en­na­le in am­bi­en­ti di­ver­si a de­fi­ni­re il va­lo­re di un pro­dut­to­re e se co­lui è sin­cero, am­met­terà che an­che ad età pro­fes­sio­na­le pro­gre­dita ci so­no an­co­ra suf­fi­ci­en­te­men­te tan­te sor­pre­se a ren­de­re av­vin­cen­te il la­voro.  

Der Re­de kur­zer Sinn: wir ha­ben ges­tern mit der Le­se be­gon­nen, und zwar mit dem Grau­en Bur­gun­der Klaus­ner. Und es sieht nicht schlecht aus.

In pa­ro­le po­vere: ie­ri ab­bia­mo co­min­cia­to con la ven­dem­mia e pre­ci­sa­men­te con il Pi­not gri­gio Klaus­ner. E non sem­bra es­se­re ma­luc­cio.

 

Ein Kommentar zu “Blindlandung — Atterraggio alla cieca”

  1. am 16. September 2012 um 10:37 1.Andrea schrieb …

    Fa­vo­lo­se le ul­ti­me due rig­he che, do­po il cap­pel­lo prag­ma­ti­co, sin­te­tiz­za­no in mo­do es­em­pla­re il tuo post.

    Fa­bel­haft sind die letz­ten zwei Zei­len nach den prag­ma­ti­schen Aus­füh­run­gen, sie fas­sen bei­spiel­haft den Bei­trag zu­sam­men.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben - Scrivere un commento

Ja, ich möchte bei Kommentaren benachrichtigt werden!

Rate www.kobler-margreid.com/blog Sajithmr.com
  • Perfect
    Perfect(69.6%)
  • Good
    Good(22.3%)
  • Bad
    Bad(0.9%)
  • Too Bad
    Too Bad(7.1%)