Was bedeutet eigentlich Hagel im Weinbau? – Cosa significa avere un vigneto grandinato?

Wenn berichtet wird, dass ein Weingarten vom Hagel getroffen wurde, dann stellt man sich normalerweiße vor, dass die Erntemenge der betroffenen Parzelle mehr oder weniger, von ein paar Prozenten bis zur Vollständigkeit, vermindert wird. An sich schon so schlimm genug. Doch dabei bleibt es leider nicht.

Quando viene rapportato che un vigneto è stato colpito dalla grandine si pensa normalmente che il raccolto della parcella colpita venga diminuito di più o di meno, da qualche percento fino alla perdita totale. Già così sarebbe sufficiente. Invece ciò non basta.

Neben der Heftigkeit und der Dauer des Hagelschlages spielt der Reifezustand der Trauben zum Zeitpunkt des Ereignisses eine große Rolle. Werden die Trauben in einem frühen Zustand von den Hagelkörnern getroffen, trocknen die betroffenen Beeren ein und im günstigsten Fall fallen sie in der weiteren Zeit sogar von alleine ab. Tritt das Unwetter hingegen bei fortgeschrittener Reife ein, wenn die Beeren schon Zucker enthalten, beginnen sie zu faulen und infizieren in der Folge auch jene, welche der Hagel verschont hatte. Und dann gibt es noch jene Beeren, welche keine offenen Wunden zeigen, weswegen sie auch nicht abfallen. Sie bleiben aber leider in der Reife zurück und reichern als Reaktion auf den Hagelschlag überhöhte Mengen von Gerbstoffen an, welchen der Weinqualität deutlich schaden.

Accanto all’intensità e la durata della grandinta lo stato di maturazione dell’uva colpita gioca un ruolo fondamentale. Se gli acini vengono colpiti presto, si seccano completamente ed in casi fortuiti col tempo cadono da soli per terra. Se però la tempesta arriva in uno stadio di maturazione tale che l’uva contiene già abbastanza zuccheri, gli acini colpiti cominciano a marcire ed infettano di seguito anche le parti del grappolo rimaste indenni. E poi ci sono ancora gli acini che sono usciti ammaccati dalla grandinata. Questi non si seccano, rimangano attaccati al raspo, ma maturano con ritardo ed accumulano contenuti elevati di tannino in modo da ridurre notevolmente la qualità del vino finale.

Was passiert aber mit dem Rebstock an sich? Von den Hagelkörnern zerfetzte Blätter, sofern sie nicht total abgerissen werden, arbeiten weiter, wenn auch mit verminderter Intensität. Eine Reifeverzögerung der verbliebenen Trauben – was nicht überall negativ sein muss – ist die Folge. Total vom Sturm entblätterte Reben treiben Tage nach dem Unwetter wieder aus, die Art ist diesbezüglich sehr resilient. Diese frischen Blätter müssen aber bestmöglich vor Pilzkrankheiten geschützt werden, weil nur genügend gesunde Blattmasse die Voraussetzung für die notwendige Holzreife der Ruten und die Reservestoffeinlagerung in den Stock ist. Deshalb sind in diesen Fällen weitere Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig, auch wenn kein Ertrag für diese Jahr mehr zu erwarten ist.

Ma cosa succede con la vite nel suo complesso? Le foglie danneggiate dalla grandine, se non sono state strappate del tutto, continuano a fotosintetizzare, ovviamente con un’intensità minore. Ciò comporta un ritardo nella maturazione che però non è uno svantaggio a prescindere. Viti defogliate del tutto rigermogliano dopo qualche giorno, la vite in questo senso è molto resiliente. Queste foglie fresche devono però venire protette al meglio dalle malattie funginee per cui bisogna continuare a fare trattamenti anche se le viti per quest’anno sono prive di uva.

Bleiben die Schäden auf ein Jahr beschränkt? Leider nur, wenn der Hagelschlag schwach war. Bei merkbarem Blattverlust treiben die Reben zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode schwächer aus. Es kann sogar vorkommen, dass die Triebe in der gewollten Länge gar nicht für den Winterschnitt zur Verfügung stehen. Zumeist bilden die erlittenen Wunden Schwachpunkte, an denen die Triebe beim Biegen im Frühjahr sehr leicht brechen. Um dieses Problem zu umgehen, muss die Biegearbeit vorsichtiger und damit langsamer erfolgen, in schweren Fällen muss für ein Jahr von Ruten- auf Zapfenschnitt umgestellt werden.

I danni rimangono circoscritti ad un anno? Sì, ma solo se la grandinata era leggera. Se invece la defogliazione è significativa le viti ripartiranno nella primavera prossima con meno vigore. Può addirittua succedere che i tralci fruttiferi non presentano la lunghezza necessaria. Le ferite sul legno costituiscono inoltre punti deboli dove i tralci si rompono facilmente al momento della legatura primaverile. Per ovviare almeno parzialmente a questi problemi bisogna eseguire quel lavoro con più accuratezza impiegando notevolmente più tempo. In casi gravi bisogna passare per quell’anno da tralci a frutto a cordoni speronati.

Als sehr belastend empfinde ich die Entscheidungsprozesse, welche in der Folge von solchen zum Glück noch außergewöhnlichen Ereignissen anstehen. Manche Maßnahmen müssen im Fall sehr schnell erfolgen, andere auch später. Immer bewirken sie aber zusätzliche Arbeit, Einsatz von Maschinen und Betriebsmitteln und sind in der Folge mit zusätzlichen Ausgaben verbunden. Betriebswirtschaftlich gesehen müsste ihr Einsatz im Verhältnis zum erwarteten Nutzen sein. Doch für viele Fragen gibt es keine sicheren Antworten, viele Entscheidungsgrundlagen zum Thema sind unsicher, das Eine und das Andere muss nach Gefühl oder – sofern vorhanden – Erfahrung, entschieden werden, es gibt auch genügend Graubereiche. Nicht zuletzt neigt man dazu, Maßnahmen zweifelhafter Wirkung trotzdem zu treffen um sich nicht vorwerfen zu müssen, man hätte nicht alles versucht.

Particolarmente gravosi sono, almeno per me, i processi decisionali a seguito di questi eventi eccezionali. Alcuni provvedimenti devono essere effettuati subito, semmai, altri nelle settimane a seguire. Sempre comportano però ulteriore lavoro ed impiego di macchine e/o prodotti, in ogni caso costi aggiuntivi. Dal punto di vista gestionale il loro impiego dovrebbe essere giustificato economicamente. Ma di fronte a molte domande ci sono poche risposte sicure, molte basi decisionali sono vaghe, diverse problematiche vengono affrontate con l’ausilio dell’intuizione e nel migliore dei casi sulla base di esperienze, se esistenti. Peraltro non c’è sempre un netto sì o no ma molte tonalità di grigio. Alla fine diverse misure di dubbia utilità vengono prese lo stesso, solo per non doversi incolpare alla fine di non aver provato tutto.

Typische Fragestellungen sind: Soll ich ein fäulnishemmendes Mittel spritzen obwohl man über die Wirkung Widersprüchliches vernimmt? Werden genügend viele der eingetrockneten Beeren von alleine abfallen oder muss nachgeholfen werden? Zahlt es sich aus, den Dienstleister mit dem pneumatischen Entlauber zu diesem Zweck durchfahren zu lassen? Wenn wir händisch auszupfen müssen, wie lange werden wir dazu brauchen? Finde ich die Arbeitskräfte dazu? Ist der Aufwand geringer, wenn wir es vorher oder doch erst im Moment der Lese machen? Wie viele eingetrocknete Beeren, die trotz allem in die Maische gelangen, verträgt der Weißwein, welche Mengen der Rotwein, ohne dass die Qualität merkbar darunter leidet? Wie wichtig ist es, dass wir die am Anfang genannten leicht verletzten Beeren – sie werden im Moment der Lese nicht so leicht zu erkennen sein – nicht mitgehen lassen? Wie ist die Rebel einzustellen, damit möglichst gut aussortiert wird? Um wieviel ist der Pressdruck und damit die Ausbeute an Most zu vermindern, um den Eintrag unerwünschter Gerbstoffe zu minimieren? Welches Schönungsmittel kann uns in diese Fällen helfen und wie effektiv ist es tatsächlich? Den Maischehut in der Rotweinvergärng gleich oder deutlich schonender behandeln?

Domande tipiche sono: Utilizzo antibotritici anche se i risultati sono contradditori? Cadranno abbastanza acini secchi da solo o bisognerà intervenire? Vale la pena chiamare un contoterzista che passa con la defogliatrice pneumatica per accelerare questo processo? Se dovremo fare o complementare il lavoro a mano quanto tempo ci servirà? Troverò le persone necessarie? Saremo più veloci a farlo adesso o al momento della vendemmia? Quanti acini secchi potremo tollerare nel pigiato bianco senza che la sua qualità ne risenta, quanti nel rosso? Quanto sarà veramente importante che gli acini descritti sopra, cioè colpiti ma non distrutti, che al momento della vendemmia saranno difficili da riconoscere come tali, non arrivino nelle presse dei bianchi e nei tini dei rossi? Come è da impostare al meglio la pigiadiraspatrice? Di quanto bisogna abbassare la pressione e la resa nel torchio per non arricchire troppo il mosto di tannini indesiderati? Quale collante ci potrà aiutare in questo caso e quanto sarà efficiente? Il cappello dei rossi è da gestire ugualmente o con molto meno intensità?

Die Richtung in der man im Weingarten und im Keller zu arbeiten hat, ist klar. Wie schon gesagt fehlen aber genügend Erfahrungswerte, um eine sichere Feinabstimmung zu gewährleisten. Andrerseits, hätten wir diese, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass Hagelschlag ein häufiges Wetterphänomen in meinen Weingärten wäre. Dem ist zum Glück (noch?) nicht so. Lieber nie oder selten und dann halt etwas unbeholfen das Problem angehen.

Sappiamo in che direzione bisogna lavorare in vigneto ed in cantina. Come ho cercato di spiegare non abbiamo però l’esperienza sufficiente per aggiustare perfettamente il tiro. D’altra parte, se l’avessimo, vorrebbe dire che la grandine colpisce frequentemente i nostri vigneti. Questo per fortuna (ancora) non è così. Allora meglio avere i vigneti mai o raramente grandinati ed improvvisare all’occasione.

Unsere Weine — I nostri vini: Chardonnay Unterfeld

Es war von Anfang an ein großer Wunsch von mir: von allen Weingärten in unserem Besitz einen eigenen Wein zu machen. Und wenn es auch nur wenige Flaschen sein sollten. In diesem Fall wurden 566 letztlich gefüllt. Wie immer möchten wir, dass die Lage stark im Vordergrund steht. Deswegen wird dieser Wein auch genau wie der Chardonnay vom Ogeaner, schonend, die Unterschiede hervorhebend, ausgebaut.

Era dall’inizio un mio desiderio importante: fare di tutti i nostri vigneti un proprio vino. Anche se dovessero essere sole poche bottiglie. Infatti ne abbiamo imbottigliate 566. Come di consueto vogliamo che il territorio stia in primo piano. Per questo il protocollo di vinificazione cautelativo è tidentico a quello dello Chardonnay del vigneto Ogeaner.

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Der Weinhof ohne Tradition – L’azienda senza tradizione

Während andere Betriebe ob ihrer Geschichte fast in Versuchung kommen zu sagen, die Gletschermumie Ötzi sei ihr erster Kellermeister gewesen, sind wir hier vor solchen Versuchungen sicher. Trauben wurden im Betrieb seit jeher produziert, aber erst 2006 wurde der erste zur Vermarktung bestimmte Wein produziert.

Mentre altre aziende a causa della loro storia sono tentate a spacciare la mummia del Similaun, Ötzi, come il loro primo enologo, noi siamo lontani da questa seduzione. Da sempre abbiamo prodotto uve ma soltanto dal 2006 viene prodotto vino destinato alla vendita.

Aber jede Tradition muss einmal beginnen. Ein wichtiger Schritt dazu ist der Aufbau eines Weinarchivs. Wie legen von jedem Wein und Jahrgang immer ein bis zwei Kartone auf die Seite. So können wir auf Wunsch der Kunden Vertikalverkostungen anbieten und natürlich immer wieder auch selbst schauen, wie die Weine sich in der Zeit entwickeln. Einzelne Flaschen dieser älteren Jahrgänge verkaufen wir auch. Besonders Stammkunden schätzen dieses – natürlich begrenzte – Angebot. Auch auf Messen und Präsentationen weckt man Interesse, wenn man vom gleichen Wein nicht nur den aktuellen Jahrgang zeigen kann. Und wenn sich eine besondere Geschäftsbeziehung anbahnt, dann biete ich auch immer zusätzlich etwas Reiferes an; der Kunde soll wissen, dass diese Weine jung getrunken werden können, aber nicht müssen.

Comunque ogni tradizione ha il suo punto di partenza. Un primo passo è la creazione di un archivio dei vini. Da sempre abbiamo messo via uno o due cartoni di ogni annata per ogni vino. In questo modo possiamo offrire ai nostri clienti degustazioni verticali ma anche noi stessi siamo interessati a capire come evolvono i vini. Bottiglie singole sono destinate anche alla vendita. Soprattutto i clienti abituali apprezzano questa possibilità, nonostante che sia ovviamente limitata. Anche alle fiere e presentazioni di altro tipo poter presentate annate oltre a quelle attuali suscita interesse. E quando sono in trattativa con possibili clienti importanti presento a loro anche qualche annata matura; voglio che sappiano che questi vini possono ma non devono essere bevuti giovani.

Im Weinglas: Lage, Sorte und Jahrgang – Nel bicchiere: zona, vitigno ed annata

Schon zu Hobbywein-Zeiten, also zwischen 1993 und 2005, war es mit wichtig zu sehen, wie sich die einzelnen Sorten in den dementsprechenden Lagen verhalten. Die Grundlage dafür waren die zurückhaltenden Ausbaumethoden, welche ich vom Weinkeller des Versuchszentrums Laimburg übernommen habe. Ich wollte in erster Linie wissen, was die Lagen hergaben, ob in jedem Weingarten die jeweils richtige Sorte gesetzt ist. Den bestmöglichen Wein um jeden Preis zu machen, war hingegen nie mein Ziel. In den allermeisten Fällen haben die Sorten-Lagen-Kombinationen gepasst. Nur an wenigen Orten musste nachgebessert werden: so ist der Vernatsch im Kotzner ziemlich sicher der Klimaerwärumng zum Opfer gefallen, für die kleinen Anteilen Grauen Burgunder und Chardonnay in den Weingärten Feld und Kotzner wurde es dort auch zu warm. Gerade als Weißburgunder in Südtirol eine Renaissance erfahren hat, haben wir in am Ogenaer gerodet; er hat dort wohl nie so richtig hingepasst.

Già ai tempi in cui facevo vino per hobby, cioè tra il 1993 ed il 2005, per me era importante vedere quali risultati danno i differenti vitigni nei vigneti di nostra proprietà. La base per fare queste osservazioni è stato l’approccio di un’enologia poco invasiva che ho trasferito a casa mia dal Centro Sperimentale Laimburg, allora il mio posto di lavoro. Volevo capire le potenzialità dei differenti siti e vedere quanto azzeccata o meno era la scelta dei corrispettivi vitigni. Il mio obiettivo non era mai fare il miglior vino possibile a tutti i costi. Nella maggior parte dei casi le combinazioni tra varietà e vitigno erano corrette, solo in pochi posti bisognava migliorare: la Schiava nel vigneto Kotzner è rimasta vittima molto probabilmente del riscaldamento globale, ed anche per le modeste percentuali di Pinot grigio e Chardonnay nel Feld e Kotzner è diventato troppo caldo per dare risultati soddisfacenti. Proprio quando il Pinot bianco in Sudtirolo è diventato di nuovo di moda lo abbiamo estirpato all’Ogeaner. Lì, per dire la verità, non aveva mai trovato un ambiente idoneo.

In dieses Schema einer defensiven Önologie hat auch nie die Verwendung von kleinen und/oder neuem Holz gepasst. Nicht, dass die Weine dadurch an absoluter Qualität einbüßen würden, aber die Unterschiede zwischen den Sorten und Lagen würden in jedem Fall weniger deutlich bemerkbar sein. Einzig beim Ausbau meines Cabernet Franc und Merlot Riserva habe ich bis vor kurzem über keine überzeugende Alternativen zu den Barriques verfügt. Damit die anfänglich ungenießbare Gerbstoffkomponente mit der Zeit zu dem wird, was Rotwein über die Farbe hinaus wirklich ausmacht, ist eine geringe aber konstante Sauerstoffzufurhr während des Weinausbaus notwendig. Zu diesem Zweck habe ich mir 2006 und 2007 gebrauchte Burgunderfässer, Pièces, besorgt, welche von den vorigen Besitzern 2001angekauft wurden. Dadurch kann die Reifung der Weine gewährleistet werden, ohne dass diese merkbar mit den Inhaltsstoffen des Holzes oder dessen Toastung angereichert werden. Diese Fässer sind bei mir übrigens nach fast zwanzig Jahren immer noch in Gebrauch.


L’utilizzo del legno sopratutto piccolo e nuovo era sempre in contrasto con il mio approccio di enologia cautelativa. Non perché penso che nuocerebbe alla qualità in assoluto ma perché le differenze tra zone e vitigni sarebbero sicuramente meno spiccate. Solamente per le varietà rosse Cabernet Franc e Merlot non ho trovato alternative valide alle barriques, tenendo presente sempre la mia particolare situazione. Perché la componente fenolica col tempo diventi una componente positiva del vino rosso, è indispensabile un apporto minimo ma costante di ossigeno durante la maturazione in serbatoio. A questo scopo ho acquistato nel 2006 e 2007 delle pièces borgognotte volutamente di seconda mano, comprate dai proprietari precedenti nel 2001. In queso modo veniva garanti
ta la maturazione del vino senza arricchirlo con sostanze rilasciate dal legno stesso e dalla sua tostatura. Dopo quasi vent’anni di utilizzo queste botti all’occorrenza vengono tuttora utlizzate.

Auf Grund meiner Bedürfnisse habe ich von Anfang an mit Interesse die Entwicklungen der Firma Clayver verfolgt. Schon ihr Ansatz, das Thema anzugehen, hat mir sehr gut gefallen:

We are engineers of course! we analyse problems and we face them with ideas and knowledge. We do not star-gaze; we prefer to look at microscopes and measurement instruments. We prefer making calculations rather than throwing dice. When we thought about wine, our main idea was to avoid disturbing it. We came up with a material and a container that was able to accompany wine on its natural path. We did this in the simplest way that nature offers: water, earth and fire. In order to do this well though, computers, analyses and many mistakes were necessary. We learned a lot, and we are now convinced that we can offer a practical easy to handle ceramic container, one that requires no coatings and is easy to maintain. Try it. Its simplicity will surprise you! …
Unlike terracotta, it is very tough, which makes it easier to handle. The material is waterproof and therefore no special provisions are necessary to prevent the evaporation of the liquid, such as wax, enamel or resin coating. The material is naked.

A causa dei miei bisogni ho seguito con interesse gli sviluppi della ditta Clayver. Già il loro atteggiamento nel confrontare la tematica mi è piaciuto:

Siamo tecnici certamente! i problemi li studiamo e li affrontiamo con le idee e la conoscenza.
Non scrutiamo le stelle ma piuttosto microscopi e strumenti di misura. Preferiamo fare calcoli che lanciare i dadi. Quando però abbiamo pensato al vino, l’idea che abbiamo avuto è stata solo quella di non disturbarlo. Abbiamo quindi realizzato un materiale e un contenitore in grado semplicemente di accompagnare il suo naturale cammino. Lo abbiamo fatto usando nel modo più semplice possibile quello che la natura ci mette a disposizione: acqua, terra e fuoco. Per farlo bene però servono computer, analisi e tanti errori. Abbiamo sbagliato e imparato tanto ma siamo ora convinti di poter offrire un contenitore ceramico standard, pratico, maneggevole, senza bisogno di alcun trattamento e di facile manutenzione. Provatelo. La sua essenzialità vi stupirà! …
Il materiale si presenta impermeabile ai liquidi e pertanto non sono necessari accorgimenti di alcun genere per evitare l’evaporazione del prodotto, come il rivestimento o impregnazione con cera, resine e smalti. Il materiale è pertanto nudo. La struttura microporosa intrinseca del materiale ceramico però può permettere uno scambio gassoso con l’esterno del recipiente ma solo in quantità molto limitata e su scale temporali molto lunghe. Il contenitore è quindi idoneo anche a lunghi invecchiamenti.

Bis vor ein paar Jahren war die Form der Behälter und der notwendige Umgang mit ihnen ein Hindernisgrund für mich. Seit aber die Behälter mit 400 L Inhalt angeboten werden, welche zudem aufrecht stehen können und über ein Bodenventil verfügen, sind sie auch für mich interessant geworden. Für die Ernte 2019 habe ich die ersten beiden angekauft, im letzten Herbst sind noch einmal zwei dazugekommen. Letztere sind etwas luftduchlässiger und werden auf Grund meiner ersten Erfahrung für den Ausbau des Cabernet Franc verwendet. Die älteren, etwas dichteren hingegen für den Merlot Riserva, dieser macht nämlich auch ein längere Flaschenreifung mit. Was mir bei diesem Material zudem gut gefällt ist die Tatsache, dass diese Behälter auch nach einer Rotweinbelegung auch mit weißem Most oder Wein befüllt werden können. Meinem Anspruch, dem Kunden so viel wie möglich Lage, Sorte und Jahrgang ins Glas zu bringen, bin ich jedenfalls wieder einen Schritt näher gekommen.

Fino a qualche anno fa la forma, il contenuto e la laboriosa esecuzione dei lavori di cantina furono motivi per cui non li volevo utilizzare nella mia cantina. Proponendoli da poco anche con 400 L di capienza, la possibilità di posizione eretta e con una valvola sul fondo sono diventati interessanti anche per me. Ho comprato due per la vendemmia 2019, l’autunno scorso ne ho aggiunti altri due. Quest’ultime hanno una porosità maggiore e le utilizzerò per il Cabernet Franc. Queste fanno passare un poco meno l’ossigeno e sono destinate ad ospitare il Merlot Riserva in quanto questo passa qualche anno in più in bottiglia. In più mi piace il fatto che questi contenitori possono essere utilizzati per mosti e vini bianchi anche dopo essere usati col vino rosso. In ogni caso ho fatto un ulteriore passo per proporre nel bicchiere più vigneto, varietà ed annata possibile.

Weinsteinstabilisierung? Natürlich! – Stabilizzazione tartarica? Naturalmente!


Wer kennst sie nicht, die durchsichtigen oder roten Kristalle, welche man manchmal am Flaschenboden vorfinden kann, wenn die angebrochene Flasche nicht wieder bis zum nächsten Tag in den kühlen Keller gebracht wird sondern im kalten Kühlschrank aufbewahrt wird? Es handelt sich dabei nicht um zugesetzten Zucker, der sich nicht aufgelöst hat, wie mir einmal ein wirklicher Weinexperte zu erklären versuchte, sondern um Weinstein. Beginnend mit der Verarbeitung der Trauben kommt die Weinsäure des Traubensaftes mit dem Kalium der Beerenhäute in Kontakt und reagiert zu Kaliumhydrogentartrat. Dieses Salz kann löslich, also unsichtbar sein, aber je mehr sich Alkohol im Lauf der Gärung bildet und je kälter danach der fertige Wein wird, desto mehr sinkt die Löslichkeit und desto eher fällt die Substanz als Kristalle aus. Weinstein muss nicht die einzige Ursache für Kristallbildungen im Wein sein, ist aber die häufigste.

Chi non ha mai visto i depositi trasparenti o rossi sul fondo delle bottiglie, soprattutto se dopo l’apertura non le riportiamo di nuovo nella cantina fresca ma lo affidiamo alle temperature fredde del frigorifero? Non si tratta di zucchero aggiunto, come un esperto di vino mi voleva far credere tempo fa, ma del tartrato. A cominciare con la lavorazione dell’uva l’acido tartarioco contenuto nel succo dell’acino viene a contatto con il potassio della buccia formando un sostanza di nome tartrato acido di potassio. Questo sale all’inizio è solubile per cui invisibile, ma più alcol si forma nel corso della fermentazione e più il vino si raffredda di seguito, meno solubile diventa e di più facilmente sedimenta sotto forma di cristalli. Il tartrato non è l’unica forma di precipitazioni nel vino ma la più frequente.

Für all jene, welche sich etwas besser mit Wein auskennen, ist das eigentlich kein großes Malheur. Sie wissen, das es ein, wenn überhaupt, optisches Problem ist und keinen Einfluss auf die sensorischen Eigenschaften des Produktes hat. Supermärkte, habe ich mehrmals gehört, reagieren da ganz anders. Solle es einem als Lieferant dort passieren, wird man sogleich ausgelistet. Wahrscheinlich nehmen diese großen Verkaufsstrukturen an, dass ihre Kunden das nie verstehen würden. Irgendwie auch eine Geringschätzung…

Per tutti quelli che si intendono di vino non è un problema reale. Loro sanno che, semmai, il difetto è visivo e non ha nessuna ripercussione sulle altre proprietà organolettiche. Supermercati, da quanto ho sentito io, reagiscono invece in modo molto severo. Se ti succede da fornitore in questi posti sei subito fuori. Probabilmente le grandi strutture sono convinte che i loro clienti non capiscono di cosa si tratta. da questo si potrebbe dedurre che non li considerano gran che…

Um das Problem zu lösen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: den Wein vor der Füllung in die Flaschen so stark abzukühlen, dass aller Weinstein schon in den Fässern ausfällt und durch Abzug bzw. Filtration vom Wein abgetrennt wird. Dafür werden in den größeren Betrieben die Weine stark heruntergekühlt und fein gemahlene Weinsteinkristalle beigemengt, welche als Kristallisationskerne wirken und den Vorgang deutlich beschleunigen. In Anbaugebieten mit verlässlicher Winterkälte wird hingegen der Wein für eine gewisse Zeit in außerhalb der Kellereigebäude aufgestellten Tanks gelagert und die dortige tiefen Temperaturen genutzt. Die grundsätzliche entgegengesetzte Möglichkeit ist jene, wo im Moment der Flaschenfüllung Metaweinsäure dazugegeben wird. Diese wirkt für ein bis zwei Jahre stabilisierend, d.h. eine allfällige Tendenz des Weines, Weinstein auszuscheiden, wird zeitlich begrenzt durch ihr aufgehalten. Metaweinsäure ist übrigens nichts anderes ein Derivat der im Wein vorkommenden Weinsäure, das durch die Wärembehandlung dieser gewonnen wird.

Per risolvere il problema esistono principalmente due metodi: togliere tutto il tartrato prima della messa in bottiglia o fare sì che non precipiti fino al momento del consumo. Nel primo caso si tratta di raffreddare talmente il vino perché il tartrato precipiti già nelle vasche togliendolo dopo attraverso opportuni travasi e/o filtrazioni. A questo scopo sopratutto nelle cantine più attrezzate la temperatura del vino viene abbassata fortemente e per accelerare il processo viene aggiunto del tartrato macinato finemente in modo da aumentare i nuclei di cristallizzazione. In zone dove la venute del freddo invernale è affidabile, è usuale avere serbatoi anche all’esterno che sfruttano le basse temperature ambientali. Il secondo metodo di stabilizzazione tartarica consiste nell’aggiunta di acido metatartarico poco prima dell’imbottigliamento. L’effetto dura da uno a due anni, cioè la durata dell’effetto è limitata. L’acido metatartarico non è nient’altro che una sostanza derivante dal trattamento termico di acido tartarico.

Beide Methoden sind verbreitet, beide haben keine Auswirkungen auf das sensorische Bild der Weine. Trotzdem – hauptsächlich aus dem Bauch heraus, rationale Gründe gibt es wie gesagt keine – habe ich mich seinerzeit entschlossen, keine Metaweinsäure zu verwenden. Mein Bekenntnis zu einer defensiven Önologie ist nämlich nicht unbedingt fachlich begründbar. So potente Kratzkühler besitze ich auch nicht, ich beimpfe auch nicht den Wein mit Kristallisationskernen. Ich nutze die einmal intensivere, einmal schwächere Kälte unserer Winternächte durch gezieltes Öffnen und Schließen der Kelleröffnungen und bringe so die Tanks ohne Umpumpen, ohne Einsatz elektrischer Energie auf natürlichem Weg (herrliches Wort!) auf relativ tiefe Temperaturen. 6 °C in wärmeren, 4 °C in kühleren Wintern. Wahrscheinlich habe ich nicht die 100 %ige Sicherheit der etablierten Methoden aber bis jetzt konnte ich Weinsteinausfall nur in einem einzigen Wein, feststellen. Und auch erst, nachdem er über Tage im Kühlschrank bei den dort üblichen 4 °C gelagert wurde. Reklamationen hatte ich diesbezüglich bis jetzt noch nie. Hinsichtlich Weinsteinausfall mach ich mir bei den 2020er Weinen nochmals weniger Sorgen als üblich: die letztlich sehr tiefen Temperaturen haben mir die Weine auf 3 °C hinuntergekühlt. Wer gerne etwas technischer haben möchte, kann hier eine kleine Publikation von mir nachlesen.

Tutti i due metodi sono diffusi, nessuno ha ripercussioni sull’aspetto organolettico del vino. Lo stesso per motivi non razionali, semmai esistessero, ho optato dall’inizio di non voler utilizzare l’acido metatartarico. Forse perché sono tendenzialmente per un’enologia cautelativa. Non possiedo le attrezzature sofisticate per il raffreddamento in continuo e non aggiungo neanche i germi di cristallizzazione. Io utilizzo il freddo più o meno intenso del periodo invernale aprendo e chiudendo in modo mirato il portone della cantina. In questo modo arrivo in modo naturale (che parola bellissima!) a temperature che vanno da 6 a 4 e meno gradi centigradi, a seconda dell’inverno. Probabilmente non avrò la sicurezza tecnologica dei due metodi spiegati sopra ma finora solo in un vino ho notato per una volta precipitazioni tartariche. E questo solo dopo essere stato in frigo per giorni alla consueta temperatura di 4 gradi. Finora non sono arrivate mai, meno male, delle contestazioni in merito. Della stabilità tartarica dei vini dell’annata 2020 mi preoccupo ancora meno: le temperature basse dei giorni passati mi hanno abbassato la temperatura dei serbatoi a 3 gradi centigradi.

Foto/Immagine 2: Weingut Wörner.

Es lebe die Hefe! — Evviva la feccia!

Es beginnen die Vorbereitungen auf das Füllen der 17er Weiß- und Roséweine und das heißt, dass ich mich von ihr trennen muss. Sie, das ist die Hefe, welche in verschiedener Form und mit diversen Aufgaben betraut, meine Weine seit den Moststadium bis jetzt nicht nur begleitet sondern eigentlich erst ermöglicht hat. Zu Beginn vergor sie den Zucker des Mostes zu Alkohol und setzte mit ihren Enzymen viele interessante Aromanoten und Geschmacksstoffe frei. Das ist ihr Hauptjob. Im Laufe der Gärung vermehrt sie sich, beginnt aber gegen Ende der Zuckerumwandlung abzusterben und zusammen mit anderen Trubbestandteilen auf den Boden zu sinken. Diese sehr dickflüssige Masse nennt man das Geläger, in unserem Dialekt einfache nur „Leger“.

Cominciano i preparativi per l’imbottigliamento dei bianchi e rosati dell’annata 2017 e ciò significa che è venuto il momento di separarmi da loro. Con loro intendo i lieviti, che incaricate di diverse funzioni hanno seguito i miei vini dallo stadio di mosto in poi. Anzi, senza di loro non sarebbero neanche vini. All’inizio hanno trasformato lo zucchero in alcol e liberato con i loro enzimi molecole importanti per il gusto e l’olfatto. Questo è il loro compito principale. Nel corso della fermentazione si moltiplicano, verso la sua fine però le prime cellule cominciano a morire ed insieme ad altre particelle di torbido cominciano a depositarsi sul fondo. Questa massa molto densa si chiama feccia.

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Die 25. Einkellerung abgeschlossen! — Terminata la 25° vendemmia!

Mit dem Abzug von den Trestern letzte Woche kann man die Weinlese und ihre dazugehörigen Kellerarbeiten als abgeschlossen betrachten. Und wie der Titel schon sagt, es war die 25., an der ich aktiv und dauernd dabei war. 1992 habe ich am Versuchszentrum Laimburg, Sektion Kellerwirtschaft, mit der Arbeit begonnen und sogleich sollte ich auch Versuchsweinausbauten eigenverantwortlich durchführen. Ich erinnere mich noch genau: Ein über die Jahre dauernder, inhaltlich aber jährlich aktualisierter Dauerversuch, der Test von Reinzuchthefepräparaten, wurde mir zum Anfang zugeteilt. Keine leichte Aufgabe, der Weinausbau in kleinen und kleinsten Behältern, das Monitoring des Gärverlaufs mit dem täglichen Wiegen, das Zählen der Hefezellen unter dem Mikroskop, die reibungslose sensorische Bewertung durch das Sensorikpanel und die korrekte statistische Auswertung der Ergebnisse. Ein geeigneter Ort aber, um präzises Arbeiten zu lernen, ich verdanke ihm viel.

Con la svinatura della settimana scorsa posso considerare concluso il nostro periodo vendemmiale. E come si vede dal titolo, era la mia 25a stagione alla quale partecipavo a pieno titolo. Nel 1992 infatti ho cominciato a lavorare presso il Centro di sperimentazione Laimburg, sezione enologia, e dovevo subito seguire in autonomia una parte delle microvinificazioni. Mi ricordo ancora bene del primo progetto che mi venne affidato: una prova comparativa di lieviti selezionati che si fece ogni anno con i preparati attuali. Non era un compito facile in quanto comprendeva la vinificazione in piccoli e piccolissimi contenitori, il monitoraggio dell’andamento fermentativo per mezzo di pesature quotidiane, la conta delle cellule al microscopio, la valutazione sensoriale tramite il panel di degustazione e la corretta elaborazione dei dati statistici. Un posto però dove si imparava a lavorare con precisione ed al quale devo molto.

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Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert — La strada dell’inferno è lastricata di buone intenzioni

Dieser Spruch, der übrigens viele Väter zu haben scheint, wir immer wieder herangezogen, um auf die Sinnlosigkeit von guten Vorsätzen plakativ hinzuweisen. Sicherlich werden an die Jahreswende zu viele Hoffnungen geknüpft, so dass diese auch verwirklicht werden können und schnell droht die Euphorie wieder einmal in Resignation oder Frust umzuschlagen. Doch sich gar keine Ziele für das neue Kalenderjahr zu stecken, wäre das wirklich eine viel bessere Alternative?

Questo detto, che sembra avere più autori, viene spesso utilizzato per evidenziare in modo abbastanza suggestivo l’inutilità dei buoni propositi. Certo che all’inizio dell’anno i buoni propositi presi sono troppi per essere messi in pratica ed e facile che dall’euforia iniziale si cada per l’ennesima volta in rassegnazione o frustrazione. D’altra parte, non pensare a nessun obiettivo da raggiungere nel nuovo anno vi pare un’alternativa valida?

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Unsere Weine — I nostri vini: Cabernet Franc Puit

„Warum habt ihr einen Cabernet Franc?“ Diese Frage wir mir immer wieder auf Weinveranstaltungen gestellt. Es wird dabei gemeint, warum wir nicht stattdessen die zumindest bei uns viel verbreitetere Sauvignon-Variante anbauen. Nun, die Antwort ist eigentlich eine ganz einfache und ist lediglich anbautechnisch begründet. 2001 war der Weingarten Puit nach einem kurzen Apfelanbau-Intermezzo wieder mit Reben zu bepflanzen und es war bekannt, dass die Bordelaiserrebsorten in Margreid einen für sie gut geeigneten Standort vorfinden.

„Perché avete un Cabernet Franc“? Questa domanda mi viene posta frequentemente alle manifestazioni vinarie. Si vuole sapere perché non abbiamo piuttosto la variante Sauvignon, molto più diffusa dalle mie parti. La risposta è semplice e di ordine agronomico. Dopo un breve intermezzo frutticolo l’appezzamento Puit nel 2001 era da ripiantare a vite ed è cosa nota che le varietà bordolesi trovano a Magrè una zona idonea per la loro coltivazione. 

Die Jahresverläufe waren aber damals hinsichtlich des Witterungsverlaufs im Schnitt anders als heute. Tendenziell kühler und oft mit längeren Regenphasen anfangs Oktober, welche u.a. die Luft, und noch mehr die Böden, merklich abkühlten. Die vollständige technologische Reife des Cabernet Sauvignons, der in unserem gebietspezifischen Sortiment immer die spätreifendste Rebsorte darstellt, war dadurch auch in an sich wärmeren Lagen nicht immer sichergestellt. Es konnte passieren, dass die Maischen in solchen Jahren aufgebessert werden mussten, die Gerbstoffe hart blieben sowie grünliche Noten im fertigen Wein feststellbar waren.

Gli andamenti climatici allora erano in media diversi da quelli di oggi. Tendenzialmente più freschi con spesso un periodo di piogge all’inizio di ottobre, che abbassava in modo sensibile la temperatura dell’aria, ma soprattutto quella del terreno. Per cui la piena maturazione tecnologica del Cabernet Sauvignon, che nel corredo ampelografico locale costituisce la varietà più tardiva, non fu sempre assicurata. Successe più volte che i suoi mosti avevano bisogno dell’arricchimento, che i vini avevano un tannino duro in quanto immaturo, che liberassero aromi verdi.

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Unsere Weine — I nostri vini: Merlot Kretzer Kotzner

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Viele Merlot Rosé gibt es in Südtirol nicht, meines Wissens sind es nicht mehr als fünf verschiedene. In einer Region, wo der Lagrein Kretzer sehr verbreitet und bekannt ist, haben es andere Weine dieser Machart nicht ganz leicht. Und wenn dann große Gruppen Konsumenten momentan lauthals nach Lagrein und Blauburgunder fragen, wird die Arbeit sicherlich nicht leichter. Aber der Merlot gehört, wie ich schon vormals berichtete, seit langem zur Weinbautradition meines Ortes, weswegen es mir schon der Trotz gebietet, die Skepsis gegenüber dieser Sorte im allgemeinen und dieser Machart im speziellen Lügen zu strafen. 

Non ci sono tanti Merlot rosati sudtirolesi, da quello che sappia io non più di cinque. In una regione, dove il Lagrein Kretzer è molto diffuso e conosciuto è difficile che si affermino altri vini della stessa tipologia. Quando poi secondo la tendenza attuale tutti richiedono Lagrein e Pinot nero il lavoro non è facilitato. Il Merlot però appartiene da tempo alla tradizione viticola del mio paese per cui è già per ostinazione che continuo a lavorarci con impegno e convinzione, anche sulla tipologia rosato.

Es ist kein Kretzer oder Rosé, der von einem Saftentzug stammt, sondern die Maische mazeriert vor Gärbeginn in der Presse bzw. Tank für ca. 48 Stunden und wird danach mit wenig Druck abgepresst. Er ist also nicht ein Nebenprodukt, das entsteht, weil man den Rotwein verbessern will. Dementsprechend wird er im gleichen Reifestadium gelesen und mit ähnlichem Hektarertrag produziert wie die Riserva-Version in unserem Programm. Der für einen Roséwein späte Erntetermin rührt auch daher, dass Merlot — und natürlich auch Cabernet — bis ins fortgesetzte Reifestadium von vegetalen Aromen gekennzeichnet sind. Würde ich also den Merlot zu der Zeit wimmen, wo der Wein trinkige 12 oder 13 Vol % Alkohol hätte, würden einem aus dem Glas vegetale Aromen wie grüner Paprika, frisch geschnittenes Gras oder gekochtes Gemüse entgegenkommen; für (nicht nur) mich ein sensorisches Worst-Case-Szenario. Stattdessen erinnert er fruchtbetont nach Himbeere und Erdbeere, etwas Kirsche ist auch dabei. 

Non è un rosato da salasso, il pigiadiraspato subisce una macerazione prefermentativa in pressa e serbatoio per circa 48 ore a temperatura di cantina, prima di subire una pressatura molto soffice. Per cui non è un sottoprodotto che nasce perché si vuole migliorare il rosso. Infatti viene prodotto con le rese paragonabili a quelle del Merlot da riserva ed anche la data di vendemmia è molto simile, quest’anno addirittura posticipata. La scelta della vendemmia in surmaturazione deriva dal fatto che sia Merlot che Cabernet sono caratterizzati da aromi vegetali fino poco prima della piena maturazione. Se vendemmiassi il Merlot a quel punto dove darebbe un vino molto bevibile da 12 o 13 gradi alcolici si sentirebbero nel bicchiere aromi che ricordano il peperone verde, erba appena tagliata o verdura cotta, insomma il worst case organolettico per me e penso anche per altri. Invece sa di lampone e di fragola e c’è anche un po‘ di ciliegia. 

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