In die Tiefe — In profondità (2)

Geschrieben von am 8. Februar 2013 | Abgelegt unter Bau - Costruzione, Weingarten - Vigneto

IF

5,5 Meter tief ist die inzwi­schen fer­tig­ge­stellte Bau­grube. Unzäh­lige Male sind wäh­rend einer Woche die über 40 Ton­nen schwe­ren Vier­ach­ser gefüllt mit Schot­ter durch den Hof gefah­ren. Wor­auf ich schon gespannt war­tete war das Boden­pro­fil des Kotz­ners, was sich sel­ten in einer so deut­li­chen Art und beson­ders mit die­ser Mäch­tig­keit bemerk­bar macht. Der ca. 80 cm mäch­tige Ober­bo­den ist eine stark humus­hal­tige Rend­zina, und dar­un­ter, scharf abge­grenzt, ange­schwemm­ter Dolo­mit-Bach­schot­ter. Das Dorf Mar­greid und damit auch unsere Lagen Kotz­ner, Puit und Feld lie­gen näm­lich auf einem Schwemm­ke­gel, den der Fen­ner­bach — heute meist nur noch ein Rinn­sal — gebil­det hat. Im Wes­ten begrenzt der Fenn­berg die Geschie­be­an­häu­fung und  im Osten der Große Kal­te­rer Gra­ben, wie man deut­lich am Foto erken­nen kann.

Lo scavo ormai finito ha rag­gi­unto la pro­fon­dità di 5,5 metri. Un numero appa­ren­te­mente infi­nito di camion a quat­tro assi del peso comp­les­sivo di 40 ton­nellate ed oltre ha attra­ver­sato il cor­tile. Ero già molto curioso di vedere il pro­filo pedo­lo­gico del Kotz­ner, che in questo modo si rileva come mai visto prima . I primi 80 cm sono del tipo Rend­zina con un alto con­ten­uto in humus, sotto si vede uno strato molto omo­ge­neo di detriti dolo­mi­tici. Infatti il paese di Magré ed i nos­tri vigneti Kotz­ner, PuitFeld si tro­vano sul cono­ide di dei­e­zione che allora è stato for­mato dal rio Favo­gna, oggi quasi solo un riga­gnolo. Ad ovest viene limi­tato dal monte Favo­gna, ad ori­ente in modo netto dalla Fossa Grande di Cal­daro, come si vede bene nella foto.

Tau­sende, viel­leicht sogar zehn­tau­sende Jahre lang hat der Bach unge­bän­digt Mate­rial ange­schwemmt, das sich — typisch für diese Art der Sedi­men­ta­tion — sehr regel­mä­ßig vom Berg in Rich­tung Tal ver­teilt hat. Zwi­schen­durch muss es immer wie­der Jahre ohne Mate­ri­al­nach­schub gege­ben haben, in denen die Boden­bil­dung ein­setzte und Pflan­zen­wachs­tum zuließ. Davon zeu­gen die bei­den dün­nen schwar­zen Strei­fen in 4,5 und 5 m Tiefe. Ab wann die jet­zige Humus­schicht gebil­det wer­den konnte, weil der Bach einen seit­her sta­bi­len Ver­lauf gefun­den hat, kann ich nur extrem grob abschät­zen, aber wahr­schein­lich hätte schon die Glet­scher­mu­mie Ötzi hier zumin­dest einen ers­ten spon­ta­nen Pflan­zen­be­wuchs fest­stel­len kön­nen.

Migli­aia, forse decine di migli­aia di anni il rio indo­mito ha appor­tato mate­riale che tipi­ca­mente per questo tipo di sedi­men­ta­zione si è dis­tri­buito in modo sim­me­trico verso il fon­do­valle. Sem­bra che tra un’inondazione e l’altra deve essere pas­sato ogni tanto anche un certo peri­odo tran­quillo, che ha per­messo l’insidiamento della vege­ta­zione. Lo tes­ti­mo­niano le due strisce scure sot­tili a 4,5 e 5 metri. Quando è comin­ciato a for­marsi lo strato odierno dopo che il rio ha tro­vato un deflusso sta­bile, lo posso solo sti­mare in modo più che approssi­ma­tivo. Secondo me già Ötzi avrebbe ritro­vato quí insi­dia­menti vege­tali.       

Wenn man sich die­sen lang­sa­men Pro­zess der Bil­dung die­ser rela­tiv dün­nen Schicht vor Augen hält, dann wird einem bewußt, was uns in der ers­ten Boden­kun­de­vor­le­sung nahe­ge­bracht wurde: Boden ist nicht ver­mehr­bar, zumin­dest nicht in mensch­li­chen Zeit­be­grif­fen, im bes­ten Fall kann man ihn erhal­ten. Die­ser Boden, der die Mensch­heit ernährt, die­ses kom­plexe Öko­sy­tem, wo Atmo­sphäre, Litos­sphäre, Hydro­sphäre und Bio­sphäre sich über­schnei­den, hat nicht den Schutz, der ihm zusteht.

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Se si con­s­i­dera il pro­cesso len­tis­simo di pedo­ge­nesi che genera uno strato così sot­tile, allora si capisce facil­mente ciò che a me è stato inseg­nato nella prima lezione di pedo­lo­gia: il ter­reno non è mol­ti­pli­ca­bile (nel senso che al mas­simo lo pos­siamo con­ser­vare) almeno in peri­odi di tempo umani. Questo ter­reno che nutre l’umanità, questo sis­tema eco­lo­gico dove si inter­seca l’atmosfera, la litos­fera, l’idrosfera e la bios­fera non viene pro­tetto nel modo che si meri­ter­ebbe.

Letzt­lich wurde ich gefragt, ob unter­ir­di­sche Kel­lerei­ge­bäude wirk­lich öko­lo­gi­scher seien als die ent­spre­che­nen Objekte an der Ober­flä­che. Ich denke schon, sofern der ursprüng­li­che frucht­bare Boden wie­der­ver­wen­det und bepflanzt wird. Der unter­ir­di­sche Teil ist wie ein Fels­kör­per, der sich an die­ser Stelle mehr als anderswo der Ober­flä­che nähert. Wenn der Grund­was­ser­spie­gel nicht betrof­fen ist wie in mei­nem Fall, da er sich in 30 Meter Tiefe befin­det, dann kann auch der hydro­lo­gi­sche Aspekt als beden­ken­los ein­ge­stuft wer­den. Natür­lich, es ist immer ein antro­po­lo­gi­scher Ein­griff, aber m.E. mit dem per­ma­nen­ten Boden­ver­lust durch eine ober­ir­di­sche Bau­weise nicht ver­gleich­bar. Dabei habe ich die Ener­gie­ein­spa­rung noch nicht mit ein­ge­rech­net.

IF

Ulti­ma­mente sono stato doman­dato se le can­tine sot­ter­rane siano ver­a­mente più eco­lo­gi­che che quelle epi­gee. Secondo me sì, fin­ché a lavori ter­mi­nati si rimette il ter­reno fer­tile ori­gi­nale e lo si lascia alla vege­ta­zione. La parte sot­tera­nea è da con­s­i­der­are come una parte del sot­to­suolo roc­ciosa che in quel posto affiora di più in super­fi­cie. Se la falda frea­tica come nel mio caso non viene toc­cata, per­ché si trova a 30 m di pro­fon­dità, nean­che l’aspetto idro­geo­lo­gico dov­rebbe destare preoc­cup­a­zioni. Certo, è sempre un inter­vento dell’uomo, però l’impatto secondo me non è mini­ma­mente con­fron­ta­bile con la per­d­ita irrever­si­bile di ter­reno dovuto alla cemen­ti­fi­ca­zione super­fi­ciale. Inoltre non ho messo ancora in conto l’aspetto ener­ge­tico.

Ein Kommentar zu “In die Tiefe — In profondità (2)”

  1. am 8. Februar 2013 um 08:40 1.Barbara Summa schrieb …

    Un post bel­lis­simo e pre­zio­sis­simo questo, Armin, per­ché non solo è tec­nico in cose che non cono­sco e mi fa pia­cere impa­rare, non solo è poe­tico nel senso che mi com­muove, ma soprat­tutto è poli­tico, nel senso più bello che pos­siamo dare a questo ter­mine, cioè che ci costringe a pensare in che modo le nostre azioni e il nos­tro tempo umano abbiamo con­se­guenze sulla terra e sul futuro.

    Das ist ein wun­der­schö­ner und kost­ba­rer Bei­trag, Armin. Nicht nur weil er in Sachen tech­nisch ist, die ich nicht kenne und wo ich froh bin, etwas zu ler­nen, nicht nur weil er poe­tisch ist im Sinne, dass er mich bewegt, son­dern weil er haupt­säch­lich poli­tisch ist, im bes­ten Sinne des Wor­tes. Das heißt, er zwingt uns dazu dar­über nach­zu­den­ken, auf wel­cher Weise unsere Tätig­kei­ten und unsere mensch­li­che Zeit die Welt und die Zukunft beein­flus­sen.

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