Schnitt der Pergl — Potatura della pergola

Geschrieben von am 23. Februar 2013 | Abgelegt unter Weingarten - Vigneto

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Den Kotz­ner (Mer­lot) und den Oge­aner (Char­don­nay) habe ich inzwi­schen fer­tig geschnit­ten, jetzt bin ich am Klaus­ner mit dem Grauen Bur­gun­der beschäf­tigt. Unge­fähr die Hälfte unse­rer Reb­flä­chen hat als Erzie­hungs­sys­tem die tra­di­tio­nelle Pergl (genau genom­men ein soge­nann­ter Ter­la­ner Halb­bo­gen), die andere Hälfte der Reben sind als Guyot (eine Draht­rah­men­art) gezo­gen. In der Ver­gan­gen­heit wurde in Süd­ti­rol das Umstel­len auf die­ses für unsere Gegend rela­tiv neue Sys­tem als ein uner­läss­lich­li­cher Schritt zu mehr Qua­li­tät gese­hen, inzwi­schen haben sich die Dis­kus­sio­nen über die rich­tige Erzie­hungs­art etwas beru­higt und sind zum Glück auch prag­ma­ti­scher gewor­den.

Nei vigneti Kotz­ner (Mer­lot) e Oge­aner (Char­don­nay) ho finito la pota­tura, adesso sono occup­ato nel Klaus­ner con il Pinot gri­gio. Circa la metà dei nos­tri appez­zamenti vitati sono a per­gola sem­plice (quella cosid­detta di Ter­lano con due can­ti­nelle), l’altra metà invece è a spal­liera e più pre­ci­s­a­mente a Guyot modi­fi­cato. In pas­sato si è visto la con­ver­sione a spal­liera come un passo indis­pensa­bile per aumen­tare la qua­lità, oggi­giorno for­tu­na­ta­mente la dis­cus­sione si è cal­mata e ci si avvic­ina alla ques­tione con prag­ma­tismo.

In der Tat hat das Guyot-Sys­tem Vor­teile; diese betref­fen aber nicht unmit­tel­bar die Qua­li­tät: die Tren­nung der Trau­ben- von der Laub­zone machen eine even­tu­elle Mecha­ni­sie­rung (Laub­schnei­der im Som­mer, Vor­schnei­der im Win­ter usw.) mög­lich und erleich­tert den che­mi­schen Pflan­zen­schutz (gezielte Behand­lung nur auf das Blatt oder nur auf die Trau­ben). Auch fan­gen bei die­sem Sys­tem, eine ordent­li­che Ent­blät­te­rung vor­aus­ge­setzt, die Trau­ben in reg­ne­ri­schen Jah­ren spä­ter an zu fau­len.

Effet­tiv­a­mente il sis­tema a Guyot ha dei vant­aggi; questi non toccano però in modo diretto la qua­lità: la sepa­ra­zione netta tra zona pro­dut­tiva e fogli­are per­mette un even­tuale mecca­niz­za­zione (cimatura in estate, pre­pota­tura in inverno) e faci­lita la difesa (trat­ta­menti mirati solo sull’uva o solo sulle fog­lie). Inoltre i grap­poli, con il pres­su­posto di un buon lavoro sul verde, nelle annate dif­fi­cili comin­ciano a mar­cire più tardi.

Eine Pergl kann bei dem­entspre­chen­der Behand­lung m.E., und ich bin mit die­ser Mei­nung nicht allein, eine ver­gleich­bare Qua­li­tät lie­fern, der dafür not­wen­dige Arbeits­auf­wand ist aber wesent­lich höher als beim Spa­lier. Ein Vor­teil der Pergl ist sicher­lich die höhere Laub­wand­flä­che pro Hektar; die Tat­sa­che, dass die Triebe nicht wie beim Guyot-Sys­tem mach­mal auch drei mal gegip­felt wer­den müs­sen und die Trau­ben zwar nach der Ent­blät­te­rung luf­tig hän­gen, nicht aber dem direk­ten Son­nen­licht aus­ge­setzt sind. Und gerade die Kli­ma­er­wär­mung hat die­sen Vor­teil letzt­lich deut­lich ver­stärkt. Je nach Sorte und Lage ver­schiebt sich die Gewich­tung der jewei­li­gen Vor- und Nach­teile.

Una per­gola può, e questo non è solo la mia opi­nione nel frat­tempo, dare un’uva di qua­lità para­go­na­bile, l’impiego di man­od­opera per arri­vare a ciò è però molto più alto che non nel caso della spal­liera. Un vant­ag­gio della per­gola è sicur­amente la super­fi­cie fogli­are per ett­aro più alta; poi il fatto che i tralci ven­gono cimati solo una volta per sta­gione vege­ta­tiva invece delle due o tre volte come suc­cede con il Guyot, infine il fatto che i grap­poli dopo la defo­glia­zione pen­dono dal tetto della per­gola ben areati ma non al sole diretto. Il ris­cal­da­mento glo­bale ha dato ulti­ma­mente mag­gior peso a quest’ultimo vant­ag­gio. In rela­zione a varietà e zona i rela­tivi vant­aggi e svant­aggi ven­gono ovvia­mente diver­sa­mente pon­de­rati.

Anfang der 70er Jahre haben wir uns das letzte Mal für die Pergl als Erzie­hungs­sys­tem in einer Neu­an­lage ent­schie­den, die vier danach ange­leg­ten Wein­gär­ten wur­den hin­ge­gen als Draht­rah­men­an­la­gen erstellt. Nur um das Erzie­hungs­sys­tem umzu­stel­len, habe ich aber bis­her noch kei­nen Wein­gar­ten gero­det, es waren immer andere Gründe aus­schlag­ge­bend. Unsere Anbau­ver­hält­nisse hin­sicht­lich Sor­ten und Lagen sind in den letz­ten zehn Jah­ren berei­nigt wor­den, wes­halb die bestehen­den Pergl­an­la­gen Kotz­ner, Oge­aner und Klaus­ner uns sicher­lich noch lange erhal­ten blei­ben wer­den. Alte Reben sind ein wert­vol­ler Schatz, der nicht leicht­fer­tig auf­ge­ge­ben wer­den soll.

All’inizio degli anni 70 abbiamo impi­an­tato per l’ultima volta un vigneto a per­gola, per i seguenti quat­tro abbiamo scelto la spal­liera. Solo per cam­bi­are sis­tema di alle­va­mento non ho estir­pato nes­sun vigneto esis­tente, i motivi di rin­no­va­mento erano sempre altri. Il nos­tro cor­redo ampelo­gra­fico è stato ridi­men­sio­nato negli ultimi dieci anni per cui le per­gole ci accom­pa­gner­anno ancora per diverso tempo. Avere viti vec­chie è un tesoro che non si abban­dona così facil­mente.

Schon beim win­ter­li­chen Reb­schnitt wird eine qua­li­ta­tive Grund­aus­rich­tung defi­niert, der Ertrag pro Hektar erfährt durch die Anzahl der Augen (= Knos­pen) eine erste Decke­lung. Mir ist wich­tig, bei der Gestal­tung der zukünf­ti­gen Laub­wand sys­te­ma­tisch vor­zu­ge­hen: damit die Trau­ben gut ver­teilt sind, wird links am Stock eine stamm­nahe Frucht­rute belas­sen und rechts eine stamm­ferne, sie soll­ten sich nicht über­schnei­den. Die Länge der bei­den Frucht­ru­ten beträgt im Nor­mal­fall zwei bis zwei­ein­halb Draht­ab­stände, was zumeißt eine Augen­zahl pro Stock von zwei mal 15 Augen bewirkt. Die bei­den obers­ten Drähte blei­ben immer frei. Die bei­den Bil­der zei­gen drei Grau­bur­gun­der­re­ben am Klaus­ner vor und nach dem Schnitt.

Già con la pota­tura inver­nale si comin­cia a defi­nire le basi qua­li­ta­tive del rac­colto in quanto con in numero di gemme rima­nenti sul ceppo la resa mas­sima per ett­aro sub­isce una prima limi­ta­zione. Per me è importante gestire con sis­tema la parete fogli­are: infatti per­ché i grap­poli e tralci siano ben dis­tri­buiti lascio sempre sulla sinis­tra un tral­cio prossi­male al ceppo e sulla des­tra uno distale; nel caso ideale non si acca­vallano come lung­hezza. La loro lung­hezza misura da due a due e mezzo distanze tre i fili che com­porta un numero medio di due volte 15 gemme per vite. Gli ultimi due fili restano sempre liberi. Le due imma­gini fanno vedere tre ceppi di Pinot gri­gio nel Klaus­ner prima e dopo la pota­tura.

2 Kommentare zu “Schnitt der Pergl — Potatura della pergola”

  1. am 26. Februar 2013 um 17:30 1.Thomas schrieb …

    Hallo Armin,
    einen Vor­teil den ich bei der Pergl in Dei­ner Hei­mat sehe, ist der Ver­dunstungs­schutz durch den Schat­ten am Fuß der Rebe. Bei Tages­tem­pe­ra­tu­ren von 38 °C (Juli 2010) ein Plus­punkt gege­über dem Draht­rah­men. Die Wein­bau­ern in frü­he­rer Zeit haben sich was dabei gedacht.
    Arbei­test Du eigent­lich mit Tröpf­chen­be­wäs­se­rung?
    Was ich mir über­haubt nicht vor­stel­len kann, ist die som­mer­li­che Lau­b­ar­beit an den Per­geln??
    Viele Grüße aus dem son­ni­gen Flä­ming

    Ciao Armin,
    un vant­ag­gio che vedo nella per­gola da te è la limi­ta­zione dell’evaporazione ai piedi delle viti. Con tem­pe­ra­ture giorna­liere di 38 °C (lug­lio 2010) un punto a favore della per­gola nei con­fronti della spal­liera. I viti­colt­ori di allora avranno fatto dei ragio­na­menti.
    Te lavori con l’impianto di irri­ga­zione a goc­cia?
    Una cosa nche non mi posso imma­gi­nare è il lavoro al verde sulla per­gola.
    Tanti saluti dal Flä­ming soleg­giato

  2. am 13. März 2013 um 00:22 2.armin kobler schrieb …

    Ja, Tho­mas, die Beschat­tung des Bodens ist sicher nicht ver­nach­läs­sig­bar. Dass bei uns die Pergl beson­ders in der Ver­gan­gen­heit sehr ver­brei­tet war, hängt auch damit zusam­men, dass sie die beste Erzie­hungs­form für die ehe­ma­lig deut­lich über­wie­gende Haupt­sorte Ver­natsch ist. Trop­fen­be­wäs­se­rung habe ich in den Lagen rund ums Dorf, aber schon seit Jah­ren habe ich es nicht mehr für not­wen­dig gehal­ten, sie zu benüt­zen.

    Sì Tho­mas, l’ombreggiamento del ter­reno è sicur­amente non tras­cura­bile. La causa dell’ampia dif­fu­sione della per­gola da noi dipende sicur­amente molto dalla domi­na­zione in pas­sato della varietà Schiava per la quale è il sis­tema di alle­va­mento migliore. Ho l’irrigazione a goc­cia nei vigneti vic­ini al paese, ma da diversi anni non ho più tro­vato necessa­rio uti­liz­zarla.

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