Sorten, Lagen, Klassifizierung, alles klar? — Vitigni, zone, classificazione, tutto chiaro?

Geschrieben von am 11. Januar 2015 | Abgelegt unter Weingarten - Vigneto, Weinwirtschaft - Economia vitivinicola


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Die Südtiroler Weinwirtschaft hat sich für die nächste Zeit viel vorgenommen. So soll unter der Federführung des Konsortiums Südtirol Wein die Lagenklassifikation angegangen werden. Eine Riesenaufgabe und zudem reich an Sprengstoff, das kann vorweggenommen werden. Doch der Reihe nach: Südtirol verfügt seit 150 Jahren (Erzherzog Johann und seinen Mitstreitern sei Dank) über ein sehr vielfältiges Sortensprektrum, das zudem, rebgeschichtlich betrachtet, in seiner Zusammensetzung als eher jung einzustufen ist. Meines Wissens sind von den heute angebauten Rebsorten allein die Vernatsch- und die Lagreinrebe in größerem Umfang schon länger im jetzigen Südtirol verbreitet. Viele Sorten im Lande zu haben, ist einerseits ein weinbaulicher Vorteil — besonders, wenn sich die Anbaubedingungen auch kleinräumig immer wieder ändern —, andrerseits aber eher hinderlich für Ansehen und Vermarktung der Weinbauregion.

Il settore vitivinicolo si è prefisso un obiettivo molto impegnativo. Sotto la direzione del Consorzio Vino Alto Adige si vuole elaborare un sistema di classificazione del territorio viticolo. Un compito notevole e ricco di possibili conflitti, questo si sa già adesso. Per capire meglio il punto di partenza bisogna riportare alla mente che il Sudtirolo dispone oggi di un gran numero di vitigni grazie al lavoro dell’arciduca Giovanni ed i suoi collaboratori di 150 anni fa e che questa sua composizione è abbastanza recente dal punto di vista ampelostorico. Se non erro, dei vitigni coltivati al momento solo la Schiava ed il Lagrein erano diffusi in modo considerevole ancora prima. Avere tanti vitigni in una zona comporta molti vantaggi, soprattutto se essa è come nel nostro caso molto eterogenea, ma purtroppo ostacola la promozione e la commercializzazione del territorio.

Die Situation ist komplex und nicht frei von Widersprüchen: In Umfragen behauptet die Weinwirtschaft immer wieder, dass es zuviel Sorten in Südtirol gäbe, aber andrerseits ist das Interesse an im Gebiet noch nicht angebauten Varietäten ungebrochen groß; so einige erwarten sich von Sorten aus anderen Weinbaugebieten einen bis dato unerreichten qualitativen Kick. Zudem werden immer mehr pilzwiderstandsfähige, sogenannte PIWI-Sorten zugelassen. Um wenigsten nach außen hin nicht zu zersplittert zu erscheinen, hat sich die Weinwirtschaft vor ein paar Jahren in einem Kraftakt auf sechs Leitsorten geeinigt, und zwar Weißburgunder, Sauvignon, Gewürztraminer, Vernatsch, Blauburgunder und Lagrein. Diese werden verstärkt beworben und sollen eine vorteilhafte, weil überschaubare Vielfalt zum Ausdruck bringen. So nützlich diese Einschränkung auch ist, Vereinfachungen grenzen unvermeidbar aus: den auch etablierten Produzenten, der traditionell wenige oder keine dieser Varietäten anbaut, oder gar ein ganzes Gebiet, wie das sehr gefragte Eisacktal, welches keine dieser Sorten in nennenswerter Menge aufweist. Diese Akteure profitieren nur indirekt von der so ausgerichteten Weinwerbung.

La situazione odierna è complicata e contradittoria: In sondaggi l’economia vitivinicola denuncia ripetutamente che il Sudtirolo ha troppe varietà però gli stessi produttori sono molto interessati a provare vitigni non ancora coltivati in regione. Diversi infatti sperano che varietà non ancora testate di altre zone viticole potrebbero provocare un ulteriore aumento di qualità. Inoltre vengono sempre di più varietà resistenti alle principali malattie funginee. Per non dare un immagine troppo frantumato, il settore si è messo d’accordo con uno sforzo notevole a scegliere sei varietà come vitigni di punta, cioè Pinot bianco, Sauvignon, Gewürztraminer, Schiava, Pinot nero e Lagrein. Questi vini vengono favoriti nella promozione con lo scopo i comunicare in modo positivo una molteplicità contenuta e di facile comprensione. Per quanto le semplificazioni sono utili, nello stesso tempo escludono per forza di cose: per esempio il produttore anche affermato che ha in programma solo una o addirittura nessuna varietà di punta o intere zone anche molte richieste come la Valle Isarco, dove nessuna di queste varietà viene prodotta in quantitativi considerevoli. Questi protagonisti approfittano solo degli effetti secondari di questo tipo di promozione. 

Der nächste Schritt soll eine Sorten-Lagen-Regelung beinhalten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich Sorten in verschiedenen Gemeinden, Lagen und Meereshöhen etabliert. So hat die Sorte Lagrein in Gries bei Bozen den bedeutendsten Schwerpunkt gefunden, Gewürztraminer an der rechten Seite des Bozner Unterlandes, Blauburgunder hingegen auf der gegenüberliegenden Talseite, Weißburgunder im Überetsch, usw. Im allgemeinen Bewusstsein wird diese sehr grobe Einteilung als bewährt gutgeheißen. Doch ist der Sachverhalt (wieder einmal!) viel komplizierter. Es gibt viele Gegenden Südtirols, wo keine Varietät richtig dominiert, wo unsere Sortenvielfalt auf engstem Raum spürbar wird. Selbst die obgenannten Gegenden sind in ihrer ampelographischen Zusammensetzung durchwachsen. Zudem — und das ist sicherlich das größte Problem — erfolgte die Sortenwahl nicht immer dem Kriterium der vermuteten Lageneignung sondern auch kurzfristigen kommerziellen Opportunitäten folgend, d.h. von welchem Wein braucht unser Betrieb mehr? Dabei ist die richtige Sorten-Lagen-Kombination eine der wichtigsten Voraussetzungen, vorhandenes Qualitätspotential richtig auszuschöpfen. Es ist also leicht verständlich und begrüßenswert, wenn die Südtiroler Weinwirtschaft ihr eigenes Verhalten hinterfragt und als Ergebnis Handlungsbedarf sieht. Ein erster in den zuständigen Gremien zu diskutierender Vorschlag sieht vor, dass die in Zukunft neu vergebenen, das Produkt sicherlich aufwertenden Lagenbezeichnungen nur an jene Sorten vergeben werden können, welche für das betreffende Gebiet eine besondere Eignung aufweisen.

Il prossimo passo comprenderà un regolamento basato sulla zonazione. Nel corso degli decenni si sono affermate specifiche varietà nei diversi comuni, nelle varie zone ed altitudini. Il vitigno Lagrein per esempio ha trovato a Gries presso Bolzano un centro importante, il Gewürztraminer sul versante occidentale della Bassa Atesina, il Pinot nero invece sul lato opposto della stessa valle, il Pinot bianco nell’Oltradige ecc. Nell’immaginario collettivo questa delimitazione molto grossolana viene accettata in quanto intesa come affermata. Le circostanze sono però (come sempre!)  più complicate. Infatti ci sono molte zone viticole in Sudtirolo dove non domina nessun vitigno, dove la moltitudine varietale è fortemente percepibile. Persino le zone nominate prima nella maggior parte dei casi non sono omogenee. Per di più, e questo è il problema maggiore, la scelta del vitigno all’atto del reimpianto non avveniva sempre sulla base della presunta idoneità di una zona rispetto ad un certo vitigno ma troppo spesso seguiva una logica commerciale. Cioè, di quale vino l’azienda ha troppo poco? Non c’è dubbio che la giusta combinazione tra zona e vitigno sia uno dei presupposti fondamentali per sfruttare appieno il potenziale qualitativo. Per cui è comprensibile è auspicabile che il settore rifletti sul suo operato e veda di conseguenza anche la necessità di lavorarci. Un prima proposta che sarà da discutere negli organi competenti prevede che le future sottozone potranno essere usate in etichetta solo dai vitigni che in per queste trovano un ambiente molto idoneo.

Nachdem diese neue Reglementierung ohne Zweifel bedeutsame wirtschaftliche Auswirkungen für die betroffenen Betriebe mit sich bringen wird, ist eine möglichst unabhängige und objektive, den vielen, auf kleinsten Raum wechselnden Boden-Klima-Kombinationen Rechnung tragende Vorgangsweise unbedingt notwendig. Ich bezweifle an dieser Stelle, dass es genügt, dass involvierte Praktiker, auch wenn reich an Erfahrung und Erfolg, die Grenzen der idealen Lagen für die jeweiligen Sorten abstecken. Meiner Meinung nach ist eine wissenschaftliche Vorgangsweise unbedingt erforderlich, sollten die Ergebnisse dieses ehrgeizigen Vorhaben von Dauer sein.

Siccome questa nuova regolamentazione avrà senza dubbio ripercussioni per le aziende coinvolte è necessario adottare un procedimento che tenga conto in modo indipendente e oggettivo delle numerose combinazioni tra terreno e clima che si susseguono anche a breve distanza. Metto in dubbio che bastino i produttori della zona per quanto abbiano successo ed esperienza a delimitare le zone idonee per le singole varietà. A mio avviso bisognerà affidasi alla scienza se si vuole che i risultati di questo progetto ambizioso restino validi nel tempo. 

Woher meine Skepsis kommt? Ich durfte ein sehr gründlich durchgeführtes Sorten-Lagen-Projekt im Überetsch, das vom Versuchszentrum Laimburg über mehrere Jahre bearbeitet wurde, aus der Nähe beobachten und konnte u.a. bemerken, dass viele vermeintliche Gewissheiten über die spezifischen Lageneignungen nicht bestätigt wurden. „Lagenunterschiede sind in den meisten Fällen festzustellen, es fällt allerdings schwer, einfache Zusammenhänge zwischen Umwelteinflüssen und der Weinqualität zu finden, da sehr viele Faktoren die Traubenqualität beeinflussen. Der Faktor Jahrgang und der Faktor Mensch sind wohl die schwerwiegendsten Faktoren, sofern man grundsätzlich geeignete Weinbaulagen bewirtschaftet und sich in einem überschaubaren Gebiet befindet.“ schlussfolgerte Ulrich Pedri, der Leiter des Projektes. Auch demzufolge ist mir ein erster Abgrenzungsvorschlag, den ich letztlich leider nur kurz zu sehen bekam, extrem vereinfachend vorgekommen. Straßen und andere die Landschaft gliedernde Infrakstrukturen sowie Höhenschichtlinien als Abgrenzungskriterium werden in der Verwendung eindeutig und bequem sein, aber sicherlich nicht Gebiete übereinstimmender pedoklimatischen Eigenschaften zusammenfassen. Man bedenke nur, dass die Neigung und die Ausrichtung eines Grundstückes den Effekt der Meereshöhe deutlich verstärken oder vermindern kann. Klar, dass so ein wesentlicher Teil der Idealgebiete einer Sorte erfasst wird, aber sind wir überzeugt, dass das genügt? Sind wir sicher, dass auf diese Weise nicht auch was hereingenommen wird, was nicht mehr dazugehört? Oder umgekehrt, dass noch Gutes draußen bleibt? Und verfügen wir über Erfahrungen bezüglich allen Sorten-Lagen-Kombinationen?

Da cosa deriva il mio scetticismo? Nel mio lavoro precedente ho avuto l’occasione di seguire un progetto pluriennale molto accurato di zonazione  nell’Oltradige da parte del Centro Sperimentale Laimburg dove, tra l’altro, tante presunte certezze circa l’idoneità non sono state confermate. Il coordinatore del progetto concludeva pertanto: „Ci sono differenze dovute alle zone nella maggior parte dei casi, però è difficile trovare relazioni dirette tra le condizioni ambientali e la qualità dei vini in quanto tanti fattori influenzano la qualità dell’uva. Il fattore annata ed il fattore uomo sono gli elementi più influenti a condizione che si considerano zone principalmente vocate alla viticoltura e che si trovano in un’area limitata.“ Anche sulla base di ciò una prima bozza che purtroppo non potevo studiare più a lungo mi è parsa estremamente semplificativa. Strade ed altri elementi di origine umana che strutturano il paesaggio come anche le curve di livello sono nell’uso univoci e facili da adottare ma non sono sicuramente in grado di raggruppare condizioni pedoclimatiche omogenee. Basta tenere presente che l’inclinazione e l’esposizione di un appezzamento può aumentare o dimunire in modo significativo l’effetto dell’altitudine. Certo che con questo metodo verranno inclusi gran parte delle zone ideali per le specifiche varietà ma siamo convinti che ciò basti? Siamo sicuri di non incorporare vigneti che non corrispondono e di tralasciare al contrario appezzamenti che si meriterebbero l’inserimento? E disponiamo di esperienze circa tutte le combinazioni tra vigneto e vitigno?  

Ich muss zugeben, dass meine Skepsis dadurch verstärkt wird, dass ich persönlich betroffen bin, das will ich nicht verschweigen. Aber man kann aus meinem spezifischen Fall auch erahnen, dass es sicher viele solche Fälle geben wird. Und zwar würde die Margreider Lage Feld in Zukunft nicht zu den für Gewürztraminer genügend geeigneten Lagen zählen. In dem Entwurf wird die Lage als zu tief eingestuft und dabei ausgeblendet, dass einerseits der Dolomit-Schwemmkegel des Dorfes einen sehr geeigneten Boden für die Sorte darstellt und andrerseits die nur mehr flache Neigung einen Temperaturverlauf gewährleistet, der kühler ist als so mancher höher gelegene steile Hang im Kerngebiet. Wenn man zudem bedenkt, dass mein Gewürztraminer aus einer einzelnen Lage stammt, im Keller nur eine defensive Önologie zur Anwendung kommt und trotzdem — an dieser Stelle sei es mir bitte erlaubt, dies ausnahmsweise zu sagen — einen Wein ergibt, der sich kraft seiner Qualität auch im Alter mit jenen der Nachbardörfer messen kann, dann kann die Lage doch nicht als ungeeignet bezeichnet werden.

Devo ammettere che il mio scetticismo già esistente viene rafforzato dal fatto che la cosa riguarda anche me, non voglio nascondere ciò. Però si può dedurre da questo mio caso specifico che ci saranno anche molti altre situazioni analoghe. In effetti la zona di Magrè Feld non figurerebbe tra le zone abbastanza vocate alla coltivazione del Gewürztraminer in quanto considerata troppo bassa. Non si tiene conto che il conoide di deiezione di origine dolomitica costituisce un terreno ideale per la varietà e che la pendenza ridotta garantisce temperature più fresche in confronto a diversi vigneti più alti ma di inclinazione maggiore. Se poi si riconosce che il mio Gewürztraminer proviene da un unico vigneto, che in cantina si applica solo un’enologia cautelativa e che nonostante ciò (mi sia consentito in via eccezionale di dirlo) risulta un vino che grazie alla sua qualità anche nella maturazione non teme il confronto con quelli dei paesi circostanti, la zona non sarà mica inadatta?

Abschließend hoffe ich, dass die Entscheidungsträger sich der Tragweite dieses Projektes im Klaren sind. Von mir aus müssen sie sich zwischen zwei Richtungen entscheiden: für eine genügend genaue, der Heterogenität der Bedingungen Rechnung tragende und damit umfangreiche, teure und zeitaufwendige Untersuchung der Sachverhalte, welche vielleicht auch unerwartete Ergebnisse hervorbringen können. Oder für eine weitaus weniger tiefgreifende statische Vorgangsweise, deren Ungenauigkeit damit rechtfertigt wird, dass sie in erster Linie als Marketinginstrument dient, welches zudem in vergleichsweise kurzer Zeit angewandt werden kann.

Concludendo spero che chi ha da decidere si renda conto della portata del progetto. Secondo me c’è da  scegliere tra due opzioni: un’indagine accurata che tenga conto dell’estrema eterogeneità delle condizioni pedoclimatiche e che di conseguenza sarà impegnativa, cara e di lunga durata e che potrebbe portare anche a dei risultati inaspettati. O, come seconda soluzione, un procedimento molto meno approfondito e statico il quale viene giustificato dall’essere prima di tutto uno strumento di marketing che si potrebbe applicare in tempi molto più brevi.  

4 Kommentare zu “Sorten, Lagen, Klassifizierung, alles klar? — Vitigni, zone, classificazione, tutto chiaro?”

  1. am 12. Januar 2015 um 08:26 1.Bernhard Fiedler schrieb …

    Spannend. Halte uns bitte auf dem Laufenden, wie das weitergeht. Ich persönlich halte Lagenklassifizierungen (auch wegen der im unteren Teil deines Beitrages angeführten Argumente) für weder sinnvoll machbar noch für erstrebenswert.
    Otto Normalweintrinker machen sie das Lesen der Etiketten (noch) schwieriger und bringen sie keinerlei Informationsgewinn, weil es immer Weine geben wird, die eine Klassifizierung ad absurdum führen (wie dein Gewürztraminer aus unklassifizierter Lage) oder unterlaufen (weil sie zwar aus guter Lage aber von bescheidener Qualität sind).
    Und den Weinfreaks wird eine Klassifizierung sowieso nie genau genug sein bzw. sie brauchen sie nicht, weil sie sich ihre Infos sowieso nicht übers Etikett sondern über Betriebsangaben, Medien oder eigene Verkostungserfahrungen holen.

    Interessante. Tienici per favore aggiornati. Io personalmente ritengo le classificazioni di zone (anche per le considerazioni esposte nella parte finale del post) ne ragionevolmente fattibili, ne auspicabili.
    Per il consumatore normale diventa ancora più difficile leggere le etichette e non apportano nessun guadagno di informazioni, in quanto ci saranno sempre vini che dimostrano l’assurdità delle classificazione (come il tuo Gewürztraminer da vigneto non classificato) o che si sottragono ad essa (perché sono di vigneti classificati ma di qualità modesta).
    E per gli enostrippati una classificazione non sarà mai abbastanza o meglio non ne necessitano perché non si procurano le informazioni dall’etichetta ma dall’azienda, dai media o dalle esperienze gustative personali.

  2. am 12. Januar 2015 um 22:09 2.Rossano Ferrazzano schrieb …

    La zonazione migliora la comprensione del territorio.
    La classificazione, sclerotizzando burocraticamente la qualità, la ostacola.

    Das Sorten-Lagen-Studium verbessert das Verständnis der Lagen.
    Die Klassifizierung, bürokratisch versteinernd, behindert sie.

  3. am 13. Januar 2015 um 12:41 3.Stefano Cinelli Colombini schrieb …

    La zonizzazione è una cosa che piace molto ai giornalisti e può avere qualche vantaggio commerciale, ma ha un oggettivo limite tecnico non superabile; la qualità dell’uva dipende dall’iterazione di molti fattori molto variabili quali insolazione, temperatura, piovosità più altri minori. È un equilibrio che cambia in continuazione, e così non è detto che una vigna che ha dato uve straordinarie negli anni ’90 dia certamente uve della stessa qualità oggi. Nell’anno 1000 si produceva vino anche ad Edimburgo, mentre negli anni ’60 sono morte quasi tutte le viti della Sassonia per il troppo freddo; oggi invece quelle stesse viti prosperano. E poi c’è il fattore umano, un viticoltore abile produce uva di qualità anche in zone non perfette mentre uno non capace farà marcire anche una vigna ottima. Una zonizzazione può stabilire cosa è buono qui e ora, ma non c’è modo di prevedere cosa sarà buono domani.

    Die Lagenklassifizierung ist eine Sache, welche den Journalisten recht gut gefällt und ein paar kommerzielle Vorteile mit sich bringen kann, aber sie hat nicht überwindbare objektive, technische Grenzen; die Qualität der Trauben hängt von den Wechselwirkungen vieler variablen Faktoren ab, wie Besonnung, Temperatur, Regenhäufigkeit und mehreren geringeren. Es ist ein Gleichgewicht, das sich dauernd verändert, weswegen es nicht gesagt ist, dass ein Weingarten, der in den 90er-Jahren außergewöhnliche Trauben geliefert hat, sicherlich auch heute die gleiche Qualität liefert. Im Jahren 1000 hat man auch in Edinburgh Wein produziert während in den 60er-Jahren die meisten Reben in Sachsen wegen der zu großen Kälte gestorben sind; heute hingegen gedeihen diese Reben wieder. Dann gibt es den menschlichen Faktor, ein fähiger Weinbauer produziert Qualitätstrauben auch in nicht perfekten Lagen währen ein nicht fähiger die Trauben auch in ausgezeichneten Weingärten faulen lässt. Eine Sorten-Lagen-Studien kann feststellen, was hier und heute gut ist, aber sie kann uns nicht vorhersagen, was morgen gut sein wird.

  4. am 28. Januar 2015 um 10:47 4.Giorgio Cestari schrieb …

    Insomma l’Alto Adige prova a guardare avanti, e questo è interessante. E‘ molto interessante anche la dichiarazione pubblica che i vitigni/vini altoatesini sono 6; se penso a noi trentini qui vicino, questa scelta rischia di metterci un po‘ fuori causa perché in questo momento storico l’Alto Adige è percepito come un’eccellenza e quindi chi farà la schiava in Trentino non la farà mai buona come quella sudtirolese.
    Per il resto anche io sono molto scettico per tutti i motivi spiegati nel post e nel commento del sig. Cinelli Colombini (del resto vorrei vedere, vista la personalità che egli è).
    Ma, mi domando, sarebbe troppo difficile incominciare ad intraprendere la strada dei Cru come fanno da secoli i Francesi?

    Also versucht Südtirol, nach vorne zu schauen und das ist interessant. Es ist auch interessant zu erfahren, dass es offiziell 6 Südtiroler Rebsorten gibt; und wenn ich an uns Trentiner Nachbarn denke, dann wird uns diese Entscheidung etwas benachteiligen, da Südtirol im Moment als hervorragend empfunden wird und deshalb der Trentiner Vernatsch nie so gut sein wird.
    Bezüglich dem Übrigen bin ich sehr skeptisch auf Grund der Argumente des Beitrages und den Kommentaren des Herrn Cinelli Colombini (übrigens besonders, nachdem er eine Persönlichkeit ist).
    Aber ich frage mich, wäre es zu kompliziert den Weg der Crus einzuschlagen, wie es die Franzosen seit Jahrhunderten tun?