Der dritte “Feld” — Il terzo “Feld”

Mitte Februar haben wir mit dem Schnitt der Jungre­ben im Wein­gar­ten Unter­feld die Schnittsai­son been­det. Die Char­don­nay-Stö­cke kom­men jetzt in das dritte Stand­jahr und von den aller­meis­ten erwarte ich mir auch schon einen ers­ten merk­ba­ren Ertrag.

Con il taglio delle gio­vani viti nel vigneto Unter­feld abbiamo con­cluso la pota­tura inver­nale di quest’anno. I ceppi di Char­don­nay comin­ciano il loro terzo anno di dimora e dalla mag­gior parte di loro mi aspetto un primo modesto rac­colto.

2014 haben wir die letzte in mei­nem Eigen­tum ver­blie­be­nen Obst­wiese mit die­sem Wein­gar­ten getauscht, die Umstel­lung des Betrie­bes zu nur Wein­bau ist also kom­plett voll­zo­gen. Mit dem direkt unter dem Dorf am Beginn der Tal­sohle gele­ge­nen Unter­feld haben wir also unsere dritte Lage, wo der Begriff Feld im Namen steckt. Zur Erin­ne­rung: Wir besit­zen schon einen Wein­gar­ten in der Lage Feld am Mar­grei­der Schwemm­ke­gel, mit Gewürz­tra­mi­ner bestockt, und noch län­ger eine Anlage im Ober­feld, im nörd­li­chen Tal­bo­den der Gemeinde gele­gen, wo einer unse­rer bei­den Grauen Bur­gun­der wächst.

Nel 2014 abbiamo acqui­sito questo vigneto cam­bi­an­dolo con il nos­tro ultimo meleto rimasto. Con ciò la con­ver­sione dell’azienda a sol­amente vigneto si è con­clusa. L’Unter­feld, situato diret­ta­mente sotto il paese di Magrè, all’inizio del fon­do­valle, è il terzo degli appez­zamenti in cui nome è con­ten­uto il ter­mine Feld. Accanto al Feld vero e pro­prio, che è impi­a­n­tato con Gewürz­tra­mi­ner e che è dis­lo­cato sul conoide del paese, abbiamo anche un vigneto in zona Ober­feld, cioè nel fon­do­valle set­ten­trio­nale del comune dove invece col­tivo le uve di uno dei nos­tri due Pinot gri­gio.

Wei­ter­le­sen

18,7 19,5 20,1

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Das sind nicht die Ide­al­maße eines Models, gemes­sen in einer uns nicht geläu­fi­gen Maß­ein­heit, nein, das sind die Zucker­kon­zen­tra­tio­nen, aus­ge­drückt in Grad Klos­ter­neu­bur­ger Most­waage (°KMW) unse­rer drei Weiß­wein­sor­ten, gemes­sen am 6. Sep­tem­ber.

Queste non sono le misure ideali di una modella misurate con un’unità di misura a noi sco­no­sci­uta ma i con­te­nuti zuc­cherini dei nos­tri tre viti­gni bian­chi in gradi Babo (°B), misurati il 6 set­tembre.

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Zeit der Reife — Epoca di maturazione

refraktometerGerade von der der jähr­li­chen Vinea tiro­len­sis zurück­ge­kom­men (Berichte dar­über u.a. hier, hier, und hier) geht es mit Voll­dampf an die Lese­vor­be­rei­tun­gen. Ein wesent­li­cher Teil davon ist natür­lich das unge­fähre Anvi­sie­ren der Ern­te­ter­mine. Ein wesent­li­ches Kri­te­rium ist die Reife der jewei­li­gen Trau­ben­par­tien, aber auch die Wit­te­rungs­ver­hält­nisse, die Ver­füg­bar­keit von Per­so­nal und Gerä­ten müs­sen berück­sich­tigt wer­den. Nicht zuletzt sind die gemach­ten Erfah­run­gen mit­ent­schei­dent.

Appena rien­trato dall’ annuale Vinea tiro­len­sis (ser­vizi da leg­gere tra l’altro quì, quì, und quì) si con­ti­nuano i pre­pa­ra­tivi della ven­dem­mia ormai prossima. Una parte cen­trale di questi lavori è il mirare alle rela­tive date di rac­colta per ogni par­tita di uva. Un para­me­tro fon­da­men­tale è lo stato di matu­ra­zione dell’uva, ma anche la dis­po­ni­bi­lità di per­so­nale e mac­chi­nari è essen­ziale. Alla fine anche le espe­ri­enze fatte finora sono deter­mi­nanti.

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Und wieder ein neuer Kalterer

2008-12-28_01-20-44Kal­tern ist die zweit­größte Wein­bau­ge­meinde Süd­ti­rols. Und die bekann­teste sowieso. Kein Wun­der also, wenn dort alle wein­wirt­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten zu fin­den sind. Tho­mas Unter­ho­fer und seine Frau Helga gehö­ren zu den vor­läu­fig letz­te­ren Neu­grün­dun­gen, was die Selbst­ver­mark­tung von Wein in Kal­tern betrifft.

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Hauptsächlich Birne

Seit eini­gen Tagen schme­cken die gären­den Grau­bur­gun­der­moste schon mehr nach Wein als nach Trau­ben­saft, das letzte ver­blei­bende Drit­tel des Zucker­ge­hal­tes dürfte jetzt von den Hefen ange­grif­fen wer­den. Wie auch in ande­ren Jah­ren schwebt im Kel­ler bis in die Woh­nung hin­auf ein über­aus deut­li­cher Geruch nach schmel­zi­gen, fast über­rei­fen Wil­liams­bir­nen. Als Gär­tem­pe­ra­tur habe ich 18,5 °C ein­ge­stellt; der gewählte Wert ist nach mei­ner Erfah­rung ein akzep­ta­bler Kom­pro­miss zwi­schen einer siche­ren (Aus-) Gärung und einem mög­lichst gerin­gen wär­me­be­ding­ten Aro­ma­ver­lust. Zudem kann ich mit den für Kalt­gä­run­gen ein­her­ge­hen­den “Glet­scher­eis”-Aro­men wenig anfan­gen.

Der Char­don­nay ist in der Zwi­schen­zeit auch zu mehr Wein als Most gewor­den, im Tank­dom riecht man deut­lich tro­pi­sche Früchte. Nach­dem er men­gen­mä­ßig aber etwas weni­ger als die Hälfte der erst­ge­nann­ten Sorte aus­macht, tut er sich schwer, die Luft­ho­heit im Kel­ler zu erlan­gen.

Übri­gens, eine Ein­rich­tung zum Absau­gen der Gär­gase ist im Kel­ler ein­ge­baut. Ein Timer schal­tet sie in bestimm­ten Abstän­den immer wie­der ein, so dass ein gefah­ren­lo­ses Betre­ten des Kel­lers immer mög­lich ist.

Reifetest, oder: Das Bangen hat begonnen

tuztu tti

Jetzt hat sie wie­der begon­nen, die Zeit der Rei­fe­tests, der Aus­sich­ten auf den Jahr­gang, der Vor­be­rei­tun­gen im Kel­ler, des ban­gen Ver­fol­gens der Wet­ter­pro­gno­sen. Inter­es­sant, in den diver­sen Inter­net-Foren und ande­ren Medien über die Menge, aber noch mehr über die Qua­li­tät des zukünf­ti­gen Jahr­gan­ges zu lesen. Schade, dass auch Pro­du­zen­ten den boh­ren­den Fra­gen der Jour­na­lis­ten nach­ge­ben und sich ent­we­der stark aus dem Fens­ter leh­nen oder sich auf nichts­sa­gen­den All­ge­mein­plät­zen tum­meln. Ange­nehm, wenn man auch authen­ti­sche, dif­fe­ren­zie­rende Berichte lesen kann.

Dabei sollte doch jeder, der ein­mal Wein gemacht hat wis­sen und die Erfah­rung auch wei­ter­ge­ben, dass momen­tan, natür­lich nur wo es nicht stark geha­gelt oder der Pero­no­s­por­a­pilz unge­hemmt gewü­tet hat, noch gar nichts fix ist. Zum einen wird der Zustand, wie sich die Trau­ben zum Zeit­punkt der Lese prä­sen­tie­ren — zumin­dest in den gemä­ßig­ten Wein­bau­zo­nen — , in den letz­ten Wochen und Tagen vor der Ernte in extre­mer Abhän­gig­keit vom aktu­el­len Wet­ter ent­schie­den, und zudem sind der äußere Zustand der Ware sowie die inne­ren, ana­ly­sier­ba­ren Werte eine Sache, die Qua­li­tät des trink­fä­hi­gen Wei­nes sehr oft wie­derum ein ande­res Paar Schuhe.

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Neues aus der Vill

Angst vor non­kor­for­mis­ti­schem Auf­tre­ten hatte Ste­fan Vaja noch nie, in sei­nem Umfeld fällt er schnell auf. Des­halb war es nur fol­ge­rich­tig, das auch der erste Wein sei­nes Glas­sier­ho­fes nicht dem Main­stream folgt. Wäh­rend im All­ge­mei­nen wie­der mehr Weiß­weine im Stahl- oder gro­ßem, gebrauch­ten Holz­fass aus­ge­baut wer­den, hat sich der Neu­markt­ner Obst- und Wein­bauer sowie Grün­dungs­prä­si­dent der Blau­bur­gun­der­tage Süd­ti­rol mit sei­nem ers­ten Wein, einen Char­don­nay, für die an der fran­zö­si­chen Tra­di­tion ange­lehn­ten inter­na­tio­nale Vari­ante ent­schie­den.

In der Nase domi­niert ein vanil­le­un­ter­stüt­zes Aroma, was auf die Ver­wen­dung von klei­nem Holz schlie­ßen lässt, eine gewisse Sor­ten­ty­pi­zi­tät aber trotz­dem noch zulässt. Das Mund­ge­fühl ist ange­nehm cre­mig, wenn der der bio­lo­gi­sche Säu­re­ab­bau m.E. auch etwas mehr Fri­sche übrig las­sen hätte sol­len. Ein sicher­lich inter­es­san­ter Essens­be­glei­ter. Wei­ter­le­sen