Einmal ist immer das erste Mal — C’è sempre una prima volta

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Heuer, im Zuge der elf­ten pro­fes­sio­nel­len Ein­kel­le­rung am eige­nen Wein­hof, konnte ich mich erst­mals durch­rin­gen, eine Mai­sche­stand­zeit zu ver­su­chen. Das Wort “durch­rin­gen” ist viel­leicht etwas über­trie­ben, es war bis­her ein­fach keine für mich wich­tige Option. Ich war über­zeugt, und bin es auch heute eher schon als nicht, dass unter mei­nen Bedin­gun­gen der Kon­takt des Mos­tes mit den Scha­len vor der Gärung keine Qua­li­täts­ver­bes­se­rung erbringt.

Quest’anno, all’undicesima ven­dem­mia pro­fes­sio­nale nella pro­pria azi­enda sono arri­vato con sforzo alla decisione di pro­vare la mace­r­a­zione pre­fer­men­ta­tiva. Suona strano, ma sem­pli­ce­mente per me finora non era un’opzione così importante da pren­dere in seria con­si­de­ra­zione. Ero con­vinto e lo sono in parte anche oggi, che nelle mie con­di­zioni il con­tatto del mosto con le bucce prima della fer­men­ta­zione non porti ad un migliora­mento qua­li­ta­tivo. 

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Unkaputtbar? — Indistruttibile?

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Über sie­ben Jahre ist er alt, wurde vor zehn Tagen geöff­net, stand halb­voll drei Tage im Wein­raum herum, wurde fälsch­li­cher­weise tief­ge­fro­ren statt nur gekühlt, lag wei­tere Tage zuerst in der beheiz­ten Küche, dann kurz im Kühl­schrank und er ist immer noch gut, nein, ich getraue mich zu sagen, sehr gut!

Ha più di sette anni, è stato aperto dieci giorni fa, stava per tre giorni mezzo vuoto nel locale di degus­ta­zione, per errore poi invece di raf­fred­darlo è stato con­ge­lato, di seguito si tro­vava per un paio di giorni prima nella cucina ris­cal­data e poi finalmente in frigo…, ed è ancora buono, anzi, mi azzardo per giunta a dire che è buo­nis­simo!

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Die Zweifel überwiegen — I dubbi prevalgono

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Bei aller Gemüt­lich­keit liegt aber auch eine merk­bare Span­nung in der Luft. Ist der Lese­ter­min rich­tig gewählt? Wird das Wet­ter hal­ten, was der Wet­ter­be­richt ver­spricht? Und die Weine spä­ter das, was die Trau­ben in Aus­sicht stel­len? Auch des­halb sind die nächs­ten Wochen die anstren­gends­ten des gan­zen Wein­jah­res, in denen man mit­un­ter an die Gren­zen der phy­si­schen und psy­chi­schen Belast­bar­keit gerät. Trotz­dem ist heute für mich ein Tag der Freude: Mor­gen begin­nen wir mit der Lese 2015!”
Bes­ser als mein Kol­lege Bern­hard Fied­ler aus dem Bur­gen­land hätte ich nicht den Gefühls­mix beschrei­ben kön­nen, der einen Pro­du­zen­ten kurz vor Lese­be­ginn befällt. Im all­ge­mei­nen Bewusst­sein, gefüt­tert von ober­fläch­li­chen Mas­sen­me­dien und den eupho­ri­schen Pres­se­mit­tei­lun­gen der gro­ßen Pro­du­zen­ten, ist die Lese­zeit ein inner­be­trieb­li­ches Volks­fest, wo die tol­les Stim­mung damit befeu­ert wird, dass man sich wie­der ein­mal sicher ist, einen Top-Jahr­gang zu ern­ten.

Nono­stante la tran­quil­lità c’è nell’aria anche una ten­sione per­ce­pi­bile. La data di ven­dem­mia è stata scelta bene? Il tempo terrà ciò che le pre­vi­sioni hanno pro­messo? Ed i vini futuri ciò che le uve pre­an­nun­ciano? Anche per questo le prossime set­ti­mane sono le più fati­cose di tutta l’anno viti­colo, nella quali si toccano tal­volta i limiti della resis­tenza fisica e psi­chica. Tut­ta­via oggi per me è un giorno di gioia: Domani comin­ciamo con la ven­dem­mia 2015!” Io non sarei mai rius­cito meglio ad espri­mere del mio col­lega pro­dut­tore Bern­hard Fied­ler del Bur­gen­land aus­triaco questa mes­co­lanza di sen­ti­menti che cog­lie il vignaiolo poco prima dell’inizio della ven­dem­mia. Nell’immaginario col­let­tivo, forag­giato da mass­me­dia super­fi­ciali e da comu­ni­cati stampa euf­orici di grandi pro­dut­tori, la ven­dem­mia non è altro che una grande festa azi­endale la cui alle­gria si fonda sulla cer­tezza di avere a che fare un’ennesima volta con l’annata del secolo.

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Deine Weine sind zu alkoholisch — I tuoi vini sono troppo alcolici

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(Ver­sione ita­liana del gra­fico.)

Diese mich sehr oft ärgernde Aus­sage dürfte wir für den kom­men­den Jahr­gang wohl erspart blei­ben. Dass der Gehalt an Ethyl­al­ko­hol eines Wei­nes aus natur­na­hen Betrie­ben nicht auf einer will­kür­li­che Ent­schei­dung beruht, son­dern in ers­ter Linie vom Klima und der Wit­te­rung vor­ge­ge­ben ist, wird diese Jahr — halt im umge­kehr­ten Sinn — sehr deut­lich. Die aktu­el­len Rei­fe­ana­ly­sen des Ver­suchs­zen­trums Laim­burg zei­gen es ein­deu­tig :”… befin­det sich der aktu­elle Rei­fe­zu­stand rech­ne­risch auf dem Niveau von 2013.” Naja, dann lesen wir halt spä­ter, tut grund­sätz­lich spe­zi­ell unse­ren Weiß­wei­nen gut, aber: der pre­käre Gesund­heits­zu­stand in den meis­ten Reb­an­la­gen (ent­we­der Hagel, Pero­no­s­pora, Botry­tis, Essig­fäule und Kirsch­essig­fliege, in man­che Orten auch fast alle zusam­men) las­sen ein Zuwar­ten wie 2013 nicht zu. Zudem las­sen die Rei­fe­ver­laufs­kur­ven schon jetzt erken­nen, dass die wöchent­li­chen Most­ge­wichtszu- und Säu­re­ab­nah­men nicht an die des Vor­jah­res her­an­kom­men wer­den. Aber wen wun­dert das schon? Dau­ernd bewölkt, nass bei unter­durch­schnitt­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren, eine Kom­bi­na­tion mit einer Dauer, an wel­che auch unsere Alten sich nie oder sel­tenst erin­nern dürf­ten.

Questa espres­sione che spesso mi irrita molto pro­ba­bilmente mi verrà ris­par­miata per la prossima annata. Quest’anno si mani­festa in modo molto evi­dente che il con­ten­uto di alcol eti­lico in un’azienda arti­gi­anale non è una decisiona presa a tavo­lino ma in stretta dipen­denza del decorso meteo­ro­lo­gico. Le ana­lisi di matu­ra­zione effet­tuate dal Cen­tro spe­ri­men­tale Laim­burg espri­mono chiara­mente che un’annata con­si­de­rata al tempo della fio­ri­tura pre­cocis­sima ormai è diven­tata molto tar­diva, para­go­na­bile a quella dell’anno scorso. Ven­dem­mie­remo più tardi insomma, che male c’è? Annate tar­dive fanno gene­ralmente bene ai nos­tri bian­chi, ma il pro­blema è un altro: lo stato sani­ta­rio pre­ca­rio delle uve in zona non per­mette atten­dere come l’anno scorso. Tra gran­dine, pero­no­s­pora,  botrite, mar­ci­ume acido e dro­so­fila, alcuni pro­prie­tari le hanno prese anche tutte. Inoltre guar­d­ando le curve di matu­ra­zione si intrav­vede che l’aumento degli zuc­cheri e la dimi­nu­zione dell’acidità pro­ba­bilmente non rag­gi­unge­r­anno i valori del 2013. Questo non meraviglia più nes­suno ormai. Infatti una durata così lunga di tempo pio­voso, bagna­ture con­ti­nue e basse tem­pe­ra­ture non si ricordano quì nean­che i vec­chi.

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Reifezeit, Sorgenzeit — Tempo di maturazione, tempo di preoccupazione

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Die Zeit hat begon­nen, wo ich mir mehr­mals am Tag nicht nur einen, son­dern gleich meh­rere Wet­ter­be­richte im Inter­net anschaue. Wie schon mehr­mals betont, ent­schei­det ab jetzt mehr denn je der Wit­te­rungs­ver­lauf dar­über, wel­che Art von Trau­ben wir in den Kel­ler brin­gen (wie der Wein schluss­end­lich wird, ist dann wie­der ein ande­res Kapi­tel). Jetzt sind die Bee­ren­scha­len rei­fe­be­dingt dünn gewor­den, von innen her lösen sie sich auf, wes­we­gen jeder Nie­der­schlag ein Risiko dar­stellt. Den Regen vor drei Wochen hat es drin­gend gebraucht, um eine für unsere Ver­hält­nisse lang anhal­tende Dür­re­pe­ri­ode zu been­den; alles was jetzt kommt wird aber mehr oder weni­ger scha­den. Es braucht dabei nicht unbe­dingt viel Nie­der­schlag, eine lang anhal­tende Blatt­nas­s­pe­ri­ode kann gleich­sam schäd­lich sein.

È comin­ciato il peri­odo dove più volte al giorno con­sulto in inter­net non solo uno ma fino a quat­tro ser­vizi meteo­ro­lo­gici . Come ho già affer­mato in diverse occa­sioni,  adesso più che mai il tempo decide che tipo di uve port­e­remo a casa (come sarà il vino che ne uscirà è poi ancora un’altra sto­ria). Le bucce sono diven­tate sot­tili a causa della matu­ra­zione, si decom­pon­gono dall’interno ed ogni pre­ci­pi­ta­zione è ormai da rischio. Le piogge di tre set­ti­mane fa erano necessa­rie per finire un peri­odo molto lungo di sic­cità; tutto quello che verrà adesso potrà dan­n­eg­giare più o meno gra­ve­mente. A ciò non serve nean­che tanta piog­gia, bastano ore di bagna­tura.

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Wendepunkt — Giro di boa

Die erste Hälfte der Lese ist vor­über, Zeit für eine kurze Zwi­schen­bi­lanz. Ange­fan­gen haben wir wie fast immer letzt­lich zei­ti­ger als “nor­mal”. Dies, wenn wir die gewohnte Lese­da­ten vor dem Knack­punkt­jahr 2003 her­an­zie­hen, das m.E. wirk­lich eine neue, andere Ent­wick­lung ein­ge­lei­tet hat.

La prima metà della ven­dem­mia è finita, è ora di fare qual­che prima con­si­de­ra­zione. Abbiamo ini­ziato di nuovo più presto del solito, se per solito inten­diamo le date di ven­dem­mia a cui eravamo abi­tuati prima che venisse quell’annata fami­gerata del 2003, che nella mia per­ce­zione ha fatto ver­a­mente vol­tare pagina. 

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Golden Boys from Ogeaner

Am ver­gan­ge­nen Mon­tag haben wir mit dem Wim­men begon­nen. Nicht für die eigene Vini­fi­ka­tion aber für die Kel­lerei­ge­nos­sen­schaft Kur­tatsch, wel­che etwas mehr als die Hälfte unse­rer Trau­ben bekommt. Gesunde Ware, kein Hagel, keine Botry­tis, keine Essig­fäule aber geringe Erträge, die ers­ten Tage waren ent­spann­tes Lesen  bei schö­nem, oft aber unan­ge­nehm hei­ßem Wet­ter. Hin­sicht­lich den Trau­ben­par­tien, aus denen ich selbst Wein mache, habe ich es wie üblich nicht eilig und beschränke mich auf ein paar Rei­fe­tests, um die nächste Woche, sollte das Wet­ter mit­spie­len, pla­nen zu kön­nen. Die Ergeb­nisse waren durch­aus über­ra­schend.

Lun­edì scorso abbiamo ini­ziato con la ven­dem­mia. Non per la pro­pria vini­fi­ca­zione ma per la Can­tina sociale di Cor­tac­cia che riceve un po’ più della metà della mia pro­du­zione di uve. Un pro­dotto sano, senza gran­dine, senza botrite e mar­ci­ume acido… i primi giorni erano una ven­dem­mia relax con il tempo molto bello, troppo caldo però per chi ci lavor­ava. Circa le uve che tras­formo io stesso come di con­sueto non ho molta fretta a ven­dem­mi­arle e non ho fatto altro che un test di matu­ra­zione per poter pro­grammare, tempo per­mettendo, la set­ti­mana prossima. I risul­tati delle ana­lisi erano abbast­anza sor­pren­denti.

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Ein frühes Jahr oder inzwischen normal? — Un’annata precoce o ormai nella norma?

Ein frü­hes Jahr wird es wer­den das 2011er. Zwei bis drei Wochen frü­her als vori­ges Jahr, zehn Tage gegen­über dem Durch­schnitt. So die vor­läu­fi­gen, noch auf dem Blü­te­ter­min basie­ren­den, Pro­gnose. Der Wit­te­rungs­ver­lauf der let­zen Wochen dürfte daran nichts geän­dert haben. Was ist aber das Nor­mal­jahr, mit dem man das Lau­fende ver­gleicht? Ein Schnitt der let­zen Jahre, wel­cher als Bemes­sungs­grund­lage drei, zehn oder 25 Jahre hat? Oder der Jah­res­ver­lauf, der in den obge­nann­ten Zeit­ab­stän­den am häu­figs­ten vor­ge­kom­men ist? Tat­sa­che ist, so Bar­bara Rai­fer vom Ver­suchs­zen­trum Laim­burg und Hans­jörg Haf­ner vom Süd­ti­ro­ler Bera­tungs­ring, dass die Ern­te­ter­mine wie­der so früh aus­fal­len wer­den wie 2007. Und das klingt nicht unbe­dingt opti­mis­tisch, zumin­dest nicht für die Weiß­weine der war­men Gegen­den des Gebie­tes.

Sarà un’annata pre­coce la 2011. Da due a tre set­ti­mane piu avanti della pre­ce­dente, dieci giorni avanti ris­petto alla media. Questo dicono le pro­gnosi basati comun­que ancora sulla data di fio­ri­tura. Ed il decoso meteo­ro­lo­gico delle set­ti­mane scorse non dov­rebbe averne modi­fi­cato gran­chè. Però biso­gna doman­darsi cos’è un annata nor­male con la quale si para­gonano le sin­gole annate? È la media degli anni scorsi pren­dendo come lasso di tempo gli ultimi tre, dieci o 25 anni? O è il decorso più fre­quente osser­vato sempre nel numero degli anni sopra elen­cati? Sta di fatto comun­que che le date di ven­dem­mia saranno pra­go­na­bili a quelle del 2007, lo dicono Bar­bara Rai­fer del Cen­tro Spe­ri­men­tale Laim­burg e Hans­jörg Haf­ner del Cen­tro di Con­su­lenza per la Frutti- e Viti­col­tura. E questo non suona tanto otti­mistico, soprat­tutto per le varietà bian­che nelle zone più calde.

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Austrieb — Germogliamento

End­lich wie­der ein­mal etwas über die Pro­duk­tion, wird sich so man­che Leser des Blogs den­ken, und nicht dau­ernd Berichte über das Prä­sen­tie­ren und das Ver­kau­fen. Stimmt, dar­über wurde in den ver­gan­ge­nen Mona­ten viel von mir geschrie­ben, aber es war tat­säch­lich so, der Blog wider­spie­gelt recht gut, wo im Moment des Schrei­bens die Schwer­punkte mei­ner Akti­vi­tä­ten lie­gen. Wie eben schon damals vor­aus­ge­se­hen, erwies sich die letzte Ver­kaufs­sai­son wegen der Kri­sen­si­tua­tion bei zugleich gestei­ger­ter Pro­duk­tion als rela­tiv schwie­rig, es musste mehr in diese Rich­tung gear­bei­tet wer­den.

Finalmente di nuovo un post sulla pro­du­zione, pen­ser­anno tanti let­tori di questo blog, e non sempre questi rac­conti su pre­sen­ta­zioni e ven­dite. È vero, di cose com­mer­ciali ho par­lato molto, ma era ver­a­mente così, il blog ris­pec­chia bene quello che al momento mi occupa di più. Come avevo già pre­visto allora, la scorsa sta­gione di ven­dite per causa della crisi e della pro­du­zione che nello stesso tempo ho aumen­tata, si è rile­vata dif­fi­cile, biso­gnava fare di più del pre­visto a pro­po­sito.

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