Die Blattfallkrankheit der Rebe

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So wurde die vom Pilz Plasmopara viticola verursachte Peronospora genannt, als sie Ende des 19. Jahrhunderts, von Amerika kommend, sich in Europa ausbreitete. Bis Kupfer als bis heute wirksames Fungizid entdeckte wurde, gab es keine Mittel dagegen und nach mehreren Infektionen fiel auch tatsächlich ein Großteil des Laubes zu Boden, was nicht nur den gesamten Ernteausfall bedeutete sondern sogar das Überleben der Stöcke gefährdete.

Auf Grund der wieder einmal ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse während dieses Frühjahrs und Sommers mit häufigen und ergiebigen Niederschlägen in kurzen Abständen fand dieser Pilz, der auch als Falscher Mehltau bezeichnet wird, mehr als nur ideale Bedingungen vor.

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Neues aus der Vill

Angst vor nonkorformistischem Auftreten hatte Stefan Vaja noch nie, in seinem Umfeld fällt er schnell auf. Deshalb war es nur folgerichtig, das auch der erste Wein seines Glassierhofes nicht dem Mainstream folgt. Während im Allgemeinen wieder mehr Weißweine im Stahl- oder großem, gebrauchten Holzfass ausgebaut werden, hat sich der Neumarktner Obst- und Weinbauer sowie Gründungspräsident der Blauburgundertage Südtirol mit seinem ersten Wein, einen Chardonnay, für die an der französichen Tradition angelehnten internationale Variante entschieden.

In der Nase dominiert ein vanilleunterstützes Aroma, was auf die Verwendung von kleinem Holz schließen lässt, eine gewisse Sortentypizität aber trotzdem noch zulässt. Das Mundgefühl ist angenehm cremig, wenn der der biologische Säureabbau m.E. auch etwas mehr Frische übrig lassen hätte sollen. Ein sicherlich interessanter Essensbegleiter. Weiterlesen

Attenzione – These bottles aren’t a political statement

Eigentlich ein alter Hut, werden die meisten der Leser sagen, wenn sie insbesondere die Flaschen mit den Abbildungen von Mussolini in eindeutiger Duce-Pose und dazugehörigen Kampfparolen sehen (2008 in einem italienischen Badeort). Das Erscheinen der Flaschen mit dem Konterfei des italienischen Diktators und jener von Hitler-Etiketten gekennzeichneten hat vor ein paar Jahren für ordentlichen Wirbel gesorgt (1, 2, 3). Einerseits kamen gesetzliche Unzulänglichkeiten und ein von vielen als zu salopp empfundener Umgang mit der Vergangenheit in Italien zum Vorschein (4, 5, 6, 7), andrerseits fühl(t)en sich besonders deutsche Touristen laut den Aussagen der Verkäufer von den Hitler-Weinen angezogen (5, 7). Irgendwie ist da was diesseits und jenseits der Alpen schief gelaufen…

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